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Resident Evil: Retribution

Herstellungsland:Deutschland, Großbritannien, Frankreich (2012)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Biohazard: Retribution
Biohazard 5
Resident Evil 5
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,35 (49 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice (Milla Jovovich). Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab. (Constantin)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von shharry2:

Videospiele der 90er, da gab es so einiges, was heute als Kult oder Klassiker gilt. Egal ob „Super Mario World“ für das SNES, der nächste „Sonic“-Teil für Sega oder „Mortal Kombat“ auf der Playstation, viele davon habe ich selbst damals oder mit Freunde zusammen gezockt. Darunter auch den 1. Teil von „Resident Evil“, bei dem ich immer, wenn ich nach dem Zocken von nem Kumpel auf dem dunklen Radweg nach Hause gefahren bin, immer etwas Schiss gehabt hatte. 😉

Irgendwann wurde dann auch Hollywood auf die erfolgreiche Videospielreihe aufmerksam, und so entstand über die Jahre die 6-teilige Filmreihe, die von vielen Fans der Videospielreihe, aber auch Otto-Normalzuschauern, oft verrissen wurde. Ja, mal abgesehen von Namen, Schauplätzen und hier und da einem Fetzen der Story hat das nicht mehr so viel mit der Grundlage zu tun, aber ich hatte mich spätestens nach Teil 3 „Extinction“ damit arrangiert und akzeptiert, das hier im Grunde genommen lediglich hirnlose Action im Dauertakt, und das im besten Falle sehr unterhaltsam und kurzweilig, zu erwarten war. Auf die Spitze hat das dann letztlich Teil 5, „Retribution“ getrieben, wie ihr nun lesen könnt.

Nachdem Alice und ihre Mitstreiter am Ende von Teil 4 von der gehirngewaschenen Jill Valentine und einer kleinen Armee Umbrella’s umzingelt wurden, schließt „Retribution“ wirklich direkt daran an. Alice erwacht nach einem stylischen Prolog voller Action und verdammt gelungenem Soundtrack in einer Zelle Umbrellas, um kurz darauf von Ada Wong befreit zu werden. Diese klärt sie darüber auf, dass Albert Wesker sich von Umbrella losgesagt hat und nun gemeinsam mit einigen anderen (darunter Barry Burton sowie Luther West aus Teil 4) Alice aus der unterirdischen Testanlage Umbrella’s irgendwo im Eis in der ehemaligen Sowjetunion, zu befreien versucht. Los geht’s also, und Alice ist wieder mittendrinn im Kampf gegen Zombies, andere durch das Virus entstandene Monster sowie einige alte Bekannte.

Ganz ehrlich: Der Film rockt einfach von vorne bis hinten! War Teil 4 schon eine Achterbahnfahrt von beinahe Anfang bis Ende, mit genialem Soundtrack und einer sehr sexy anzusehenden Milla Jovovich, setzt „Retribution“ noch eine Schippe drauf! Abgesehen von der kurzen Sequenz nach dem Prolog, mit dem Klon von Alice in der Vorstadt, geht es von einer Actionszene zur nächsten, Schlag auf Schlag bis zum Finale. Da gibt es praktisch keinen Leerlauf, und die Laufzeit von knapp 1,5h vergeht wirklich wie im Flug.

Überhaupt ist der Film einem typischen Videospiel sehr ähnlich: Es gibt mehrere Level, welche durchlaufen werden müssen, hier und da ein Mid-Bossgegner und am Ende eben den finalen Kampf mit dem Endgegner, in diesem Fall die aus Teil 1 bekannte Rain (Michelle Rodriguez), welche ebenfalls per Klontechnologie zurückgeholt wurde, dieses Mal jedoch auf Seiten der Bösewichte. Überhaut ist die ganze, unterirdische Anlage von Umbrella nach Testsequenzen eingeteilt, was verschiedenen Leveln gleichkommt. Schade nur, dass man die Berlin-Sequenz nicht sieht, die hätte mich mal interessiert. 😉 Ein netter Verweis auf Teil 4 ist auch die Tokyo-Sequenz mit dem JPop-Girl. Wie gesagt, was die Action betrifft kann man sich nicht beschweren, Explosionen, Verfolgungsjagden, Schießereien mit Zombies, Lickern und anderem Ungetier und coole Zweikämpfe, da ist für jeden etwas dabei.

Die Story ist im Prinzip egal und dünner, als in manchen Videospielen. Alice und Co. Müssen im Zeitraum von 2h die Basis verlassen, das ist es eigentlich auch schon. Und Umbrella versucht sie, daran zu hindern. Mehr isses nicht, ist mir aber egal, denn der Streifen macht einfach nur Laune.

Schauspielerisch darf man auch keine Oscar-Kandidaten erwarten, aber, ich wiederhole mich, dies war in den 4 Filmen davor auch nicht der Fall und somit sollte inzwischen jeder wissen, was auf ihn zukommt. Milla Jovovich ist wie immer die toughe Alice, und in Lack und Leder einfach klasse anzusehen. Michelle Rodriguez als Rain (einmal ne nette und einmal ne fiese Variante) hat mir persönlich auch schon immer gefallen, die muss einfach nur sie selbst sein und irgendjemanden vermöbeln, dann passt das für mich. Kevin Durand als Barry wirkt auf mich ein wenig fehlbesetzt, nach meiner Erinnerung war Barry in den Videospielen älter und auch „muskulöser“, er gefällt mir nicht so wirklich. Sehr schön fand ich es hingegen, dass man Boris Kodjoe als Luther aus dem Vorgänger wieder mit dabei hatte, schade nur, dass er am Ende draufgeht. Ansonsten gibt es noch die in den RE-Filmen üblichen Nebenfiguren, von denen man oft noch nicht mal einen Namen erhält, da sie eh nach gefühlt 30 Sek. Leinwandauftritt als Zombiefutter enden.

Extrem gelungen ist die Anfangssequenz, welche erst in Zeitlupe rückwärtig abgespielt wird, um dann in normaler Geschwindigkeit und Abfolge auf den Zuschauer einzuprasseln. Untermalt wird besagte Sequenz – sowie der Rest des Films – von den aus dem Vorgänger bereits bekannten tomandandy, deren verschiedenen Musikstücke wahre Ohrwürmer sind und welche ich persönlich auch gerne mal beim Joggen oder einfach so, ohne den Film, anhöre.

Etwas negativ aus meiner Sicht sind manche Effekte, als einer der namenlosen Komparsen aus Barry’s Team von einer Kettensäge durchtrennt wird, spritzt billigstes als solches zu erkennendes CGI-Blut, während der Verfolgung in Moskau durch den Licker sieh der Bentley oder was auch immer Alice da dann fährt stellenweise unglaublich unecht aus und über die hunderte Klone von Alice, welche an wendelförmigen Förderbändern durch ne riesige Halle transportiert werden, hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Da sah selbst die Klonarmee aus „Star Wars Episode II“ 10Jahre zuvor besser aus, und die sah noch nie wirklich gut aus.

Für mich ist „Retribution“ ein Paradebeispiel eines objektiv betrachtet maximal „durchschnittlichen Film, der mir persönlich aber so viel Spass macht, dass ich ihn immer wieder gerne anschaue und ich ihn so manch tatsächlich „gutem“ Film sogar bevorzuge. Action von Anfang bis Ende, grandioser Soundtrack, kein Leerlauf, viele verschiedene Zombie- und Monstervarianten und Milla Jovovich in hautengem Lederanzug sind auch 8 Jahre nach Veröffentlichung eine reine Freude. Schade nur, dass Teil 6 dann im Vergleich so abflachte und mittelmäßig wurde…

9 von 10 Lickern.

9/10
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Kommentare

01.11.2020 19:18 Uhr - Draven273
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Nette Review :) Das ich sowas positives hier nochmal lesen darf zu einem der Resident Evil Filme. Merci. Man muss die Reihe nicht mögen und ja ich habe mir auch damals etwas ganz anderes erhofft und mich immer wieder gefragt wieso man grade den ersten Teil nicht eins zu eins so verfilmt hat. Aber nun gut, so ist das eben in der Filmwelt. Trotzdem finde ich die Reihe lange nicht so schlecht wie sie immer dargestellt wird, Denn die Dinger rocken einfach, Hirn aus, Action an, ordentlich paar Monstervarianten sehen und fertig ist. Ich liebe die Spiele, aber wenn man ehrlich ist, bieten die auch nicht immer so viel Stoff. Da kann man bei den Filmen nun auch kein Wunder erwarten. Sicher haben sich die Filme schrittweise immer weiter von den Spielen entfernt, aber ich konnte damit leben. Einige Charaktere finde ich passen hier aber trotzdem ganz gut. Ich muss Dir auch zustimmen, dass dieser Teil leider dann auch der letzte Teil war, der Spaß gemacht hat. Teil 6 war wirklich ein Schuss in beide Knie.

02.11.2020 14:44 Uhr - shharry2
1x
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Danke Draven273. :-)
Ich bin der Ansicht, Teil 6 wäre besser geworden, hätte Anderson ihn - wie ursprünglich geplant - mit Teil 5 back-to-back gedreht. So ist für mich persönlich ein leider etwas fader Abschluss der Reihe entstanden.

03.11.2020 10:31 Uhr - Draven273
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Hey shharry2 bei Teil 6 empfand ich das Schnittgewitter einfach zu katastrophal. Von der ganzen unnötigen Dunkelheit mal abgesehen. Echt schade, einen besseren Abschluss hätte man wirklich auch für die Reihe finden können.

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