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Bloodline

Herstellungsland:USA (2018)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Krimi, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,40 (5 Stimmen) Details
inhalt:
Evan (Seann William Scott), introvertierter Ehemann und frischgebackener, hingebungsvoller Vater, liebt seine Familie über alles. Aber Evan hat auch eine dunkle Seite. Er arbeitet als Vertrauenslehrer an einer High School und mutiert zum brutalen Serienkiller, der es auf alle Erwachsenen abgesehen hat, die Kinder missbrauchen.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von man behind the sun:

„Blumhouse“ hat mal wieder zugeschlagen – oder besser gesagt: Hat mal wieder Pate gestanden.

Um es gleich vorwegzunehmen: „Bloodline“ ist eine dreiste Kopie. Dazu gleich mehr.

Evan ist Vertrauenslehrer, frisch gebackener Vater, Ehemann und Serienkiller. Aus seinen Sitzungen mit schwer traumatisierten, misshandelten Jugendlichen pickt er sich die Täter heraus und zieht diese zur Rechenschaft.

Dies ist die Kurzfassung des Films.

Zur dreisten Kopie: Wer jetzt unweigerlich an „Dexter“ denkt, hat nicht nur den Inhalt, sondern auch die Grundidee des Films verstanden.

Allerdings ist diese dreiste Kopie einer der besten Serien überhaupt so eigenständig, dass man hier unweigerlich von einer Hommage ausgehen kann.
Allerdings ist „Bloodline“, angepasst an die heutige Zeit, ein Film, der trotz seiner „Dexter“-Parallelen der Serie mit Michael C. Hall selbstbewusst gegenübersteht und schon gar nicht versucht, die Gemeinsamkeiten zu verstecken. Wie sagt der in diesem Film ermittelnde Detective so schön:

„Ich untersuche Parallelen, Und hier gibt es einige davon.“

„Bloodline“ funktioniert als eigenständiger Film, der viele Elemente aus „Dexter“ übernimmt, allerdings auch genügend Neuerungen einbringt, sodass man hier von einer mehr als gelungenen Kopie sprechen darf.

Sean William Scott, jedem Film-Fan als „Stiffler“ aus der „American Pie“-Reihe bekannt, ist hier als erwachsener, gestandener Mann zu sehen, der mit seiner damaligen Rolle so wenig zu tun hat, wie „American Pie“ mit „Dexter“; so sehr, dass es durchaus passieren kann, dass man ihn anfangs überhaupt nicht erkennt. Scott spielt den eiskalten Killer und liebevollen, wenn auch leicht schrägen Vater, Ehemann und Vertrauenslehrer souverän, man nimmt ihm die Rolle komplett ab. „Stiffler“ ist wahrlich erwachsen geworden.

Der Soundtrack ist ein – gerade wohl wieder in Mode gekommener – Synthie-Soundtrack; er erinnert an die glorreichen 80er, an Goblin und geht voll ins Ohr. Er passt auch perfekt zu dem ansonsten düsteren, kalten und sterilen Stil des Films.

Was bei „Bloodline“ sehr verwundert, ist, dass hier der anscheinend blutigste Film aus der „Blumhouse“-Produktion sein dürfte. Hier werden in Nahaufnahme Kehlen durchgeschnitten, Messer geschwungen und qualvoll dahinsiechende Opfer sekundenlang bis zu ihrem Ableben gezeigt; „Bloodline“ – ein Wortspiel – wird dem Titel in seiner originären Bedeutung mehr als gerecht.

Für die USA untypische Nackt- und sogar eine (leider etwas billig wirkende) Geburtsszene wird am Anfang des Films eingeflochten. Vor 20 Jahren wäre so etwas höchstwahrscheinlich nicht möglich gewesen.

Spannend, unterhaltsam, mit einigen Twists und einer von „Dexter“ kopierten, aber dermaßen eigenständigen Story, die gar nicht versucht zu verbergen, wer hier Pate stand, ist „Bloodline“ ein unglaublich optischer Leckerbissen, mit toller Darsteller-Riege und einer kurzweiligen Story mit einigen netten Twists.

Sowohl Fans von Dexter, als auch jedem, dem der kultige Serienkiller (oder die Handlung der gleichnamigen Serie) bis dato noch nicht bekannt ist, kann bedenkenlos einschalten.

7/10
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Kommentare

14.11.2020 16:47 Uhr - Kaiser Soze
1x
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Gute Tag! Ich kenne den Film (noch ) nicht, liest sich aber interessant und scheint ja durchaus berechtigterweise KJ erhalten zu haben.

Insgesamt bekommt man, denke ich, soweit einen ganz guten Eindruck vom Film, bloß finde ich das Review vllt etwas zu Dexter-lastige ^^ Das könnte aber daran liegen, dass ich kein Serienfreund bin und Dexter auch nie geschaut habe.

Aber, was sind denn 7 Punkte bei Dir? Hätte ich tippen sollen, hätte ich locker auf 8,5 Punkte getippt. Wieso denn 'nur' 7 Pünktchen? Oder ist 7 immer noch gut bei Dir?

14.11.2020 18:54 Uhr - The Machinist
2x
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@Kaiser Soze: Also bei meinen Kritiken ist tendenziell jeder Film sehenswert der über 5 Punkte bekommt, wenn auch gelegentlich eher als ''Special Interest''. Aber das hiesige Wertungsschema ist an sich natürlich reine Interpretationssache.

@Man behind the Sun: Ich liebe ''Dexter'', ich liebe Synthie-Musik. Hingegen liebe ich nicht alle Filme von Blumhouse, aber der klingt insgesamt schon nach meiner Hausnummer. Werde ich mit Sicherheit zu gegebener Zeit auschecken, danke für den Tipp.
Was mich jetzt noch interessieren würde bzgl. der Gewalteffekte. Ist das dann auch Retro, so mit handgemachten SFX oder CGI?

14.11.2020 23:22 Uhr - Man Behind The Sun
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@Kaiser Soze
Die "Dexter"-Lastigkeit würde dir sofort auffallen, wenn du die Serie kennen würdest, glaub mir... Es gibt dermaßen viele Parallelen, da MUSS Dexter Pate für gestanden haben. Wenn du eine gute Serie suchst, schau dir die ersten beiden Staffeln (vielleicht noch die dritte) an; habe sie vor kurzem mal wieder angefangen und die Serie ist serh gut gealtert.

Die Bewertung.. Danke für diese sehr gute Frage!
Bei mir bekommt alles eine 6 was gut gemacht ist, mich aber nicht wirklich mitgerissen hat. Ich lasse auch viel von außen mit einfließen und versuche bei der Bewertung auch den "Mainstream" mit einzubinden.

Ein Beispiel: "Interstellar" würde bei mir eine 6 bekommen, obwohl der Film mich absolut nicht vom Hocker gerissen hat. Trotzdem verstehe ich, dass das ein sehr guter Film ist, aber meinen Geschmack nicht vollkommen getroffen hat.

Eine 7 bekommt bei mir ein Film, der mich schon etwas "gecatcht" hat, wo ich auch mal lachen, den kopf schütteln oder schlucken muss.

Eine 8 ist schon ein Must-have für meine Sammlung.

Eine 9 ist der geniale Durchschnitt.

Eine 10 bekommt bei mir nur ein Film, der mich nachhaltig geprägt und den ich für (mich oder allgemein) wegweisend finde.

Ich habe mir mal vor 4 Jahren die Mühe gemacht und alle Filme in der IMDB zusammengesucht, die ich gesehen habe. Da kommen natürlich immer wieder neue hinzu, damit ich weiß, welchen Film ich schon kenne; sozusagen ein Film-Tagebuch, dass ich auch fleißig führe.. Ist so eine Macke von mir. Serien sind natürlich auch dabei, aber eher in der Minderzahl.

Bei ca. 2000 Filmen sind bei mir lediglich 10 Filme mit einer 10 von mir bewertet worden.
Bei 9 Punkten sind es 19...

Vielleicht kannst du dir so etwas unter "meinem" Bewertungssystem vorstellen...

@Machinist

Die Effekte sind handgemacht, kein CGI. Wenn dir Dexter gefallen hat, wirf mal einen Blick drauf!


15.11.2020 01:01 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Der Film ist meiner Meinung nach alles andere als das in deinem Review beschriebene, aber hey Geschmäcker sind verschieden

15.11.2020 01:25 Uhr - Kaiser Soze
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@MBTS
Ok, danke Dir.
Jup, habe auch ne Liste mit Bewertungen und Co und die beiden höchsten Wertungen sind eher rar gesät, Wobei es bei mir eher 20 Film bei 10 und 50 Filme bei 9 sind, aber bei knapp 2.600 Filmen sind das nicht so viele ^^

15.11.2020 12:00 Uhr - Man Behind The Sun
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15.11.2020 01:25 Uhr schrieb Kaiser Soze
@MBTS
Ok, danke Dir.
Jup, habe auch ne Liste mit Bewertungen und Co und die beiden höchsten Wertungen sind eher rar gesät, Wobei es bei mir eher 20 Film bei 10 und 50 Filme bei 9 sind, aber bei knapp 2.600 Filmen sind das nicht so viele ^^


Gut, dass du auch sowas machst, ich dachte schon, in wäre der einzige Bekloppte ;-)

Irgendwann verliert man einfach den Überblick; es ist mir so oft aufgefallen, dass ich nen Film eingeschaltet habe und nach 10 minuten gemerkt habe, dass der mir doch bekannt vorkommt. Ist eigentlich traurig, weil man durch die Liste auch angespornt ist, mehr zu konsumieren und manche Filme gar nicht mehr so richtig mit der nötigen Aufmerksamkeit guckt. Das ist aberbei mir auch nur phasenweise..

15.11.2020 12:30 Uhr - TheMovieStar
3x
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Eine interessante Diskussion, bei der ich mich gerne beteilige. Bei einer Bewertungsskala von 1 (ungenügend) bis 10 (fabelhaft) ist für mich die 5 die goldene Mitte, sprich Durchschnitt. Überwiegen die Mängel geht es unter die 5, je mehr positive Punkte ich sehe, desto besser wird die Bewertung. 10er vergebe ich relativ selten nur bei absoluten Meisterwerken oder absoluten Lieblingsfilmen... Filme die ich gerne anschaue und empfehle mit Fehlern je nach Anzahl landen meist zwischen 9 und 6 Punkte.

10 = Sehr gut! Fehlerfreies Meisterwerk bzw, absoluter Lieblingsfilm mit keinen vorwerfbaren schwächen.
9 = siehe bei 10, allerdings mit kleinen Mängeln, die von der Gewichtung nur unwesentlich sind
8 = gut: Das postive überwiegt deutlich mit starker Begeisterung, es gibt aber auch mindestens einen stark wichtenden Kritikpunkt

7 = gut - befriedigend,: Unterhaltsame Kost, bei der die positiven Punkte noch deutlich über die mehreren festgestellten Mängeln liegen

6= befriedigend = ebenfalls Unterhaltsam, positiv und negativ sind aber fast gleich auf, leicht überdurchschnittlich.

5 = ausreichend; Durchschnitt= Film kann konsumiert werden und unterhält, ist aber nichts besonderes, + und - hält sich die Waage

4 = mangelhaft= Es gibt zwar einige positive Aspekte, dass negative überwiegt aber leicht

3 = mangelhaft = Starke Mängel, Postives muss fast mit der Lupe gesucht werden

2 = ungenügend = Schrott mit vereinzelt positiven Ansätzen

1 = ungenügend = Da ist Hopfen und Malz verloren, Totalausfall, hier sind die Zeilen eigentlich zu schade um darüber zu berichten...

15.11.2020 13:11 Uhr - McGuinness
1x
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Ich bin absolut kein Fan von " Dexter " gewesen, da mich dieser nie zu erreichen vermochte und Michael C. Hall ist für mich auch nicht gerade der größte Sympathieträger, aber dennoch klingt das von dir berichtete gar nicht mal so verkehrt und Seann William Scott würde ich eigentlich ganz gerne mal in einer ernstzunehmenden Rolle sehen 🙂

Bei den von dir erwähnten Parallelen bezüglich der Täterauswahl über die Sitzungen mit den Opfern, dachte ich eher an " I Spit on your grave 3 "

15.11.2020 14:56 Uhr - Man Behind The Sun
3x
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15.11.2020 12:30 Uhr schrieb TheMovieStar
Eine interessante Diskussion, bei der ich mich gerne beteilige. Bei einer Bewertungsskala von 1 (ungenügend) bis 10 (fabelhaft) ist für mich die 5 die goldene Mitte, sprich Durchschnitt. Überwiegen die Mängel geht es unter die 5, je mehr positive Punkte ich sehe, desto besser wird die Bewertung. 10er vergebe ich relativ selten nur bei absoluten Meisterwerken oder absoluten Lieblingsfilmen... Filme die ich gerne anschaue und empfehle mit Fehlern je nach Anzahl landen meist zwischen 9 und 6 Punkte.

10 = Sehr gut! Fehlerfreies Meisterwerk bzw, absoluter Lieblingsfilm mit keinen vorwerfbaren schwächen.
9 = siehe bei 10, allerdings mit kleinen Mängeln, die von der Gewichtung nur unwesentlich sind
8 = gut: Das postive überwiegt deutlich mit starker Begeisterung, es gibt aber auch mindestens einen stark wichtenden Kritikpunkt

7 = gut - befriedigend,: Unterhaltsame Kost, bei der die positiven Punkte noch deutlich über die mehreren festgestellten Mängeln liegen

6= befriedigend = ebenfalls Unterhaltsam, positiv und negativ sind aber fast gleich auf, leicht überdurchschnittlich.

5 = ausreichend; Durchschnitt= Film kann konsumiert werden und unterhält, ist aber nichts besonderes, + und - hält sich die Waage

4 = mangelhaft= Es gibt zwar einige positive Aspekte, dass negative überwiegt aber leicht

3 = mangelhaft = Starke Mängel, Postives muss fast mit der Lupe gesucht werden

2 = ungenügend = Schrott mit vereinzelt positiven Ansätzen

1 = ungenügend = Da ist Hopfen und Malz verloren, Totalausfall, hier sind die Zeilen eigentlich zu schade um darüber zu berichten...


So in etwa ist es bei mir auch, mit der kleinen Abweichung in der Mitte. Bei 5 fängt es bei mir schon an, dass es mir in der Hand kribbelt, die Fernbedienung zu bedienen ;-)

Ich finde es sehr interessant, dass fast alle so ein inneres Bewertungsschema haben. Mir kommt es aber oft vor, dass ich auch halbe Punkte vergeben muss, weil dann so eine leichte Tendenz nach oben ist. Aber irgendwie wäre ein 20-Punkte-System dann doch wieder Mist :-D

15.11.2020 19:58 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 8
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 936
Freut mich wenn wir fast den gleichen Bewertungsschlüssel haben, Man behind the sun. Halbe Punkte vergebe ich auch manchmal, schade nur, dass das hier vom offiziellen Bewertungssystem nicht angezeigt wird, wäre super wenn man die offiziell auswählen könnte :-)

16.11.2020 11:33 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 19
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 7.029
Ich halte mich mit Bewertungen und Ansichten dazu raus^^^^^^^^^glaube mich aber zu erinnern das ich das Kaiser irgendwann, irgendwo mal in einer Review von mir schrieb^^^.

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