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A Serbian Film

(Originaltitel: Srpski film)
Herstellungsland:Serbien (2009)
Genre:Horror, Drama, Erotik/Sex
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,91 (181 Stimmen) Details
inhalt:
Milos ist eigentlich glücklich mit Frau und Sohn, doch plötzlich holt seine Vergangenheit als Pornostar ihn wieder ein. Er steckt in Geldnöten und nimmt den Auftrag als Akteur für einen vermeintlich künstlerischen Pornofilm an. Schon bald nach Drehbeginn wird es immer skurriler, der Regisseur scheint skrupellos und wahnsinnig zu sein. Selbst sein Bruder bei der Polizei, kann Milos nicht helfen aus dem Projekt aus zusteigen.
Seine schlimmsten Alpträume beginnen Realität zu werden und er verfängt sich in einem zerstörerischen Sumpf aus Sex und Gewalt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von jichi:

"A Serbian Film" ist ein hoch kontroverser Thriller von Srdjan Spasojevic aus dem Jahr 2010 und meiner Meinung nach einer der besten Filme, die jemals gedreht wurden. 

Milosh (Srdjan Todorovic), ein ehemaliger Pornostar hat große Geldsorgen und kann sich und seine Familie kaum über Wasser halten. Durch eine ehemalige Kollegin gerät er an Vukmir (Sergej Trifunovic), einen reichen Regisseur und Produzenten, der Milosh für einen seiner Filme haben will, allerdings hüllt er sich in eisernes Schweigen, worum es in dem Film gehen soll. Milosh ist misstrauisch und hin- und hergerissen. Jedoch ist die Summe, die Vukmir ihm bietet so groß, dass er seine Zweifel beiseite schiebt und das Angebot annimmt. Eine Entscheidung, die er bald bereuen wird, denn Vukmir wird die Hölle auf Erden heraufbeschwören und Milosh hat keine Chance zu entkommen.....

 

In meinen Augen ist der Film eine sehr treffende Analogie auf den Balkankrieg, dessen Vorspiel und dessen Folgen, eine Analogie auf die sehr schwierige jüngere Vergangenheit Serbiens. Jede der Figuren hat eine symbolische und tiefere Bedeutung, welche ich jetzt aufzählen möchte:

 

Milosh: Milosh ein Mann, der eigentlich nur das Richtige tun möchte, nämlich seine Familie zu schützen. Doch seine Manneskraft wird ihm zum Verhängnis. Er symbolisiert die Bevölkerungen des Balkans, welche gegeneinander aufgehetzt wurden und sich gegenseitig massakrierten. Auch sie wollten das nicht, aber die normalen Menschen und Nachbarn von nebenan wurden zu Vergewaltigern und Mördern. Doch sie taten dies auch um ihre Familie zu schützen, denn sonst wurden sie von denen getötet, die den Befehl der Regierung ausführten.

 

Vukmir: Vukmir symboliesiert die Regierung. Er hat immer und überall die Finger im Spiele und zieht im Hintergrund die Fäden. Er hat das Geld und den Einfluss, er lebt in einer Welt, in der reiche Leute alles tun und lassen können, denn sie haben einfach das nötige Kleingeld. Vukmir selbst erhält sogar selbst einen Fingerzeig in Richtung Milosevic-Regime, denn es wird gesagt, dass er einst für das staatliche Fernsehen und allgemein für den Staat arbeitete. Das Fernsehen dürfte auch eine bekannter Weg sein, die Bevölkerung zu manipulieren, so wie Vukmir es mit Milosh tut. Aber nach außen hin tritt Vukmir elegant, eloquent und staatsmänisch auf, so wie Diktatoren wie Saddam Hussein, Milosevic oder Assad es tun oder taten. Nach außen hin soll ein gutes Immage wirken. Wehe dem, der einen Blick hinter die Kulissen wagt.

Milosh Bruder Marko: Marko ist der Polizist, der von der Regierung (Vukmir) bestochen wird, mit Geld und dem Versprechen, ihm seine Träume (Milosh Frau) zu erfüllen, so abartig sie auch sein mögen. Auch die Polizei wurde als Instrument des Machterhalts gebraucht, so auch heute noch, wie zum Beispiel in Belarus. Sie ist kein Helfer mehr, obwohl Milosh Markos Hilfe ersucht, lässt dieser ihn in die Arme von Vukmirs Schergen laufen. Es hat nie an Aktualität verloren. Besonders deutlich wird diese Symbolik im Finale. Vukmir lässt die Masken fallen. Milosh ist entsetzt, als er seinen Bruder erkennt. Im Balkankrieg wurden auch Familien gegeneinander aufgehetzt und auseinandergerissen, als Spielbälle der Regierungen zum Erreichen deren Ziele. Wie auch Marko von Vukmir manipuliert und gegen seinen Bruder aufgehetzt wird.

 

Vukmirs Ärztin: Sie ist namenlos, und es passt perfekt. Ärtzte sind ein weiters Instrument, dass missbraucht werden kann, um die Bevölkerung gefügig zu machen und zu unterdrücken. Dies tut die Ärztin hier mit Milosh (Bevölkerung). Sie macht ihn gefügig, dass er Vukmir aufs Wort gehorcht. Ärtzet arbeiteten in KZs im dritten Reich, in japanischen Versuchslaboren im Zweiten Weltkrieg (Einheit 731), oder eben in Vergewaltigungs- und Exekutionslagern in Serbien während des Balkankrieges. Und im Nachhinein waren diese Mediziner oftmals namenlos, sie entkamen als Phantome der Strafverfolgung.

 

Und ja, ich muss es erwähnen: Das Baby der "Newborn- Szene". Die neue Generation wird direkt nach der Geburt von ihrem politischen Führer "vergewaltigt". Sie können sich nicht wehren, sind ausgeliefert und werden durch Propaganda auf die "richtige" politische Linie des Regimes eingeschworen. Dennoch haben sie eine gewisse Macht, wie auch Vukmir im Film zugibt und man an Milosh Reaktion sehen kann: Das Entsetzten, dass solche politischen "Missbräuche" hervorrufen können. Diese Szene kann man aber, zusammen mit dem wichtigsten Zitat des Films, auch anders deuten: "Victim Sells." Gewalt verkauft sich. Es gibt genug Fälle, bei denen an Schulen Videos von IS- Hinrichtungen, Videos mit tödlichen Ausgang auf Tiktok oder Videos mir unaussprechlicher Tierquälerei geprahlt wurde und sie sich rasend schnell weiterverbreiteten. Warum gibt es Filme wie "Gesichter des Todes", "Banned in America" oder Snufffilme. Die Antwort ist die gleiche: Victim Sells. So traurig das auch ist, davor darf man nicht die Augen verschließen !!!! Dies sagt übrigens auch die Mutter von Sergej Trifunovic (Vukmir). Er hatte Bedenken, bei dem Film mitzuspielen und erzählte die Handlung seiner Mutter und fragte, ob dies nicht zu weit gehen würde. Sie sagte, es ist ein Film und wer hier die Augen verschließt, der wird auch vor der Realität die Augen verschließen.

Der Zuschauer: Ja, auch man selbst bekommt eine Rolle, als der ohnmächtige Zuschauer, der zwar Milosh und seiner Familie zwar helfen will und würde, aber das Grauen mitansehen muss. Die waren im Balkankrieg und in vielen anderen Kriegen die westlichen Welt und die Nato. Man wollte helfen, wurde jedoch mit dem Versprechen der Terrorismusbekämpfung, Zurückhalten der Migrantenströme oder der Öllieferung unter Kontrolle der Diktatoren und Reichen gehalten. Bildlich wurde dies leider beim Massaker von Srebrenica, die Blauhelmsoldaten sahen dem Masaker, welches von der serbischen Armee an muslimischen Bosniern verübt wurde, tatenlos zu. Das jüngste Opfer war ein Mädchen im Säuglingsalter. Vukmirs Deja Vu.

 

Die Gewalt im Film wird auch sehr gut eingesetzt, besonders im Zusammenhan mit des Symbolik. Die Gewalt wird in "A Serbian Film" nie als lustig oder zur Befriedigung des Zuschauers eingesetzt, sondern sie wird als etwas zutiefst abstoßendes dargestellt. Die Effekte hierbei sind sehr gut, irre was man bei einer Low-Budget Produktion alles erreichen kann. Jedoch weiß der Regisseur ganz genau, wann er wegblenden muss, und viel wird auch durch Kopfkino bewirkt, auch in der ungeschnittenen Version. Das ist enorm wichtig, dass sich ein Film mit solch einer heiklen Thematik nich im Voyeurismus verliert.

 

Der Film zeichnet sich auch durch eine sehr interessante Erzählweise aus, denn etwa ab der Hälfte des Films besteht er fast nur noch aus Rückblenden. Milosh wurden Drogen verabreicht, und es findet ein Cut statt und er wacht blutüberströmt auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Erst nach und nach kehren die Erinnerungen zurück und er beginnt sich die Geschehnisse zu rekonstruieren. Diese sind ja aber für den Zuschauer völlig neu, und so gerät man ein bisschen in Milosh Lage. Dadurch fühlt man mit ihm noch besser mit und das Entsetzten des Zuschauers steigert sich proportional zu Milosh Entsetzten über seine (ungewollten) Taten.

Die Schauspieler tragen den Rest dazu bei, um diesen Film zu einem Meisterwerk zu machen. Sergej Trifunovic als Vukmir stiehlt in allen Szenen den anderen Darstellern die Show, er bringt den eloquenten, aber abrundtief bösen reichen Strippenzieher unheimlich gut rüber. Dennoch hat er in einigen Punkten recht und seiner Gesellschaftskritik kann ich nicht wiedersprechen. Slobodan Bestic hingegen als Milosh Bruder Marko ist richtig eklig. Er hat keinen Anspruch außer die eigenen Triebe. Auch die anderen Schauspieler machen ihren Job sehr gut. Man fiebert mit den Charaktern richtig mit und trägt ihre Gefühle mit, und im Gegensatz zu vielen anderen Horrorfilmen ist es mir nie egal gewesen, wenn jemand starb, jeder Tod war tragisch und hat mich getroffen.

Die Musik passt ebenso wie die Faust aufs Auge. Sie trägt in wichtigen Schlüsselmomenten entscheidend zur bedrohenden Atmospäre bei und spiegelt den Verlauf des Films selbst wieder: Sie fängt ganz ruhig an, aber steigert sich in unangenehme Klänge, die fast schon wehtun. Wie der ganze Film.

"A Serbian Film" ist ein Film, welcher einem wahrlich die Augen öffnet, wenn auch mit dem Vorschlagshammer. Dies muss aber auch so sein, denn die Realität ist so grausam, dass man sie nicht in einem Film darstellen kann, es ist unmöglich. Das hier ist aber der Film, der am besten daran scheitert.

                                                                                                                                                               10/10

 

 

 

 

10/10
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Kommentare

19.11.2020 16:08 Uhr - The Machinist
2x
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Aufkochende Diskussion über ''A Serbian Film'' in 3,2,1...

Ne, Spaß beiseite. Ein vielschichtiger Blick auf einen nach wie vor ''aufregenden'' Film. Beim ganzen höchst interessanten ''Zwischen den Zeilen Lesen'' hast du nur irgendwie deine eigentliche Filmkritik vernachlässigt. Über Machart, Schauspiel und die speziell bei ASF phänomenale Musik erfährt man als Nichtkenner des Films - mit Ausnahme der letzten drei Absätze - ja herzlich wenig.

An und für sich aber eine gelungene Analyse eines Werkes, das auch in 10 Jahren noch für Aufsehen sorgen wird. Nur bei die eigentlichen Review solltest du vielleicht noch etwas ergänzen.

Bei mir selbst steht er mittlerweile auf 8 Punkten, den vergleichbaren ''Leben und Tod einer Pornobande'' finde ich hingegen sogar noch besser.

19.11.2020 16:43 Uhr - McGuinness
3x
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Das du dir Gedanken gemacht und dich mit der betreffenden Thematik des Balkankrieges auseinandergesetzt hast, ist zwar löblich, doch verliert sich dadurch, wie bereits von The Machinist erwähnt, die Fokussierung auf das eigentliche Werk, nämlich den Film selbst.
Hier wären noch ein paar Zusatzinformationen nicht schlecht gewesen.

Mir persönlich ist dieser keine 10 Punkte wert, da mir die Parallelen zum genannten Balkankrieg mehr als Aufhänger für die gezeigten Gräueltaten dienen, welche zugegebenermaßen zu schockieren wissen, aber darüber hinaus setzt sich der Film meines Erachtens nach doch zu undifferenziert mit dem Thema auseinander.

Bin ich früher noch bei 7 Punkten gewesen, fällt dieser bei mir mittlerweile auf 5 Pornosternchen herab.
Erstaunlich gut weiß aber die Kameraführung zu beeindrucken, welche für solch eine eher kleinere Produktion doch schon sehr beachtlich ist.

Letzten Endes ist es natürlich immer Geschmackssache und dem eigenen Empfinden geschuldet, wie man einen Film bewertet und somit freue ich mich dennoch, trotz unterschiedlicher Auffassung, über deinen Beitrag 😉

19.11.2020 19:47 Uhr - Ghostfacelooker
6x
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Da hast du ja dem Regisseur ordentlich einen runtergeholt.
Obwohl ich als Halbserbe diese Analogien nicht unterstreiche und sie geradezu mit deinem Absatz:

Auch sie wollten das nicht, aber die normalen Menschen und Nachbarn von nebenan wurden zu Vergewaltigern und Mördern. Doch sie taten dies auch um ihre Familie zu schützen, denn sonst wurden sie von denen getötet, die den Befehl der Regierung ausführten.

als lächerlich definieren möchte, ist es ein interessanter aber kaum real haltbarer Gedankengang, denn niemand ist je in diesem Krieg gezwungen worden zu seinem Nachbarn zu gehen und Greultaten zu begehen.
Jene die dies wirklich taten wurden nicht Gehirngewaschen sondern in denen gärte das Böse unterschwellig ähnlich wie bei jenen auf deutschen Straßen die heute ihre Wut mit Demonstrationen zu rechtfertigen suchen.
Sie brauchten eine Art Freibrief und den fanden sie leider

Schon gar nicht taten sie es bei ihren Nachbarn um die eigene Familie zu schützen, denn jahrelang lebten und feierten sie miteinander und ich weiß mit Sicherheit, daß viele niemanden umbringen wollten und sie es dann taten als man im Streit beispielsweise wegen der Diskussion um den Krieg handgreiflich wurde und mit einigen das Temperament durchging was eine Vendetta zur Folge hatte. Oder weil sie erfuhren, daß der Nachbar auf dem "Schlachtfeld" den Verwandten tötete und man Rache wollte.

Die die mit Stolz geschwellter Brust in den Krieg ziehen, sind welcher Nationalität auch immer sie angehören nichts als wollend mordende Arschlöcher, denn jemand der aus Notwehr oder Schutz tötet, tötet meist nur einen und nicht willkürlich und mit Freude oder wegen dem Vaterland.

Nebenbei liefen im "serbischen" Fernsehen auch keine glorifizierende Propaganda wie man sie aus beispielsweise noch fanatischeren Ländern kennt

Dieser Film ist keine Kunst oder Analogie zur Wirklichkeit.
Und mein Kommentar ist kein persönlicher Angriff aber Kritik gerade an genanntem Absatz

19.11.2020 21:20 Uhr - cecil b
2x
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Ich finde, dass das eine tolle und interessante Review ist!

Die meisten, die sich für diesen Film interessieren, werden schon ein wenig über den Bescheid wissen, selbst, wenn sie den noch nicht gesehen haben. Ich habe den z. B. noch nicht gesehen, aber, ich weiß, um welche New Born-Szene es sich handelt.

Allerdings ist der Absatz, den @Ghost da zitiert, ein wenig unglücklich formuliert. Ich denke, dass ich weiß, was du meinst, jedoch kann ich Ghost Kommentar zu dieser Passage auch nachvollziehen.

A SERBIAN FILM scheint heutzutage ähnlich zu polarisieren wie damals so mancher Mondo-Film! Das macht den schon interessant.

20.11.2020 06:33 Uhr - Jichi
2x
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@Ghostfacelooker: Es tut mir leid falls du dich angegriffen fühlst, und es ist auch nicht meine Absicht, einem kompletten Volk irgendetwas zu unterstellen. Aber diese Verbrechen sind leider passiert und oftmals war es nicht die serbische Armee, sondern paramilitärische Einheiten. Natürlich wurden die Verbrechen nur von einem kleinen Teil ausgeführt, aber viele haben zugesehen, aber nichts verhindert.
Ja, für viele war der Befehl eine Art Freibrief, aber ich glaube dass es auch welche gab bei denen es hieß: Du schießt jetzt oder du wirst erschossen.
Der Regisseur hat viele Statements zu dem Film gegeben, unter anderem, dass der Film ein Tagebuch zum Missbrauch in Serbien war. Mir ist auch klar dass der Film indirekt ein schlechtes Bild auf Serbien wirft, aber in erster Linie auf die Politik/Regierung. Und dass da auch heute noch etwas schief läuft zwecks Korruption und co. kann man schwer leugnen.
Und Propaganda kann auch schon sein, wenn man sich ein gutes Image zulegt, aber das Innere etwas ganz anderes ist.
Ich finde aber, dass der Vergleich zwischen den Anti- Corona Demonstranten und den Kriegsverbrechen hinkt.
Ich bin aber gerne bereit den Absatz umzuformulieren, wenn du willst. Schreibe mir einfach ein paar Vorschläge.

@Cecil b: Dankeschön, ich kann den Film nur empfehlen !

20.11.2020 07:38 Uhr - Ghostfacelooker
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@Jichi
Ich bin 78 geboren, somit war ich damals 12 und bis zu meinem 23. Lebensjahr jährlich in Serbien. Wie alt warst du damals und warst du vor Ort? Hast du mit Bosniern und Kroaten aus dem selben Dorf sprechen können? Nun ich schon, da sie bis heute Freunde oder Verwandte sind.
Nebenbei glaube ich persönlich dem Regisseur kein Wort, da er damals auch erst 14 gewesen ist als es richtig losging und irgendein Tagebuch ist noch lange kein Rechtfertigungsgrund diesen Film als Sinnbild für den Krieg auszugeben. Er sollte dazu stehen, daß es ihm einfach um sein Gedankengut ging und Perversion und Gewalt als Kunst ausdrücken zu wollen. Klar muß er dies leugnen, sonst würde der Film ja kaum so polarisieren. Bringt ja mehr ihn im Gewand des Krieges und der Abscheulichkeit zu kleiden als zu sagen, hey ich wollte dies einfach in eine abartige Story packen, weil ich vom amerikanischen, italienischen Gore-Kino inspiriert wurde.
Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt und verglichen habe ich nicht Kriegsverbrechen mit Demonstranten sondern den Impuls jener Leute, die solche Situationen als Vorwand und Rechtfertigung für ihre eigentliche Gesinnung gebrauchen und ihr Gedankengut und ihre Taten dahinter verstecken.
Ist für mich ein Unterschied

20.11.2020 08:26 Uhr - Ghostfacelooker
5x
User-Level von Ghostfacelooker 19
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 7.029
Ich kann dir nicht sagen wie du diesen Absatz umformulieren kannst, da deine Aussage für mich so verstanden wird, daß normale Menschen zum Schutz ihrer Familien und aus Angst davor von denen umgebracht zu werden die Befehle ausführen, selbst zu Mördern und Vergewaltigern werden.
Das ist lächerlich und dazu fällt mir nichts ein

21.11.2020 00:18 Uhr - Pantera
2x
Mir war der zu übertrieben. Da wurde mit dem Holzhammer drauf gehauen. 4/10

21.11.2020 10:50 Uhr - Nick Toxic
2x
User-Level von Nick Toxic 1
Erfahrungspunkte von Nick Toxic 26
21.11.2020 00:18 Uhr schrieb Pantera
Mir war der zu übertrieben. Da wurde mit dem Holzhammer drauf gehauen. 4/10

Gehe sogar noch tiefer für diesen "Ich will schocken um jeden Preis" - Film und bin bei 2/10.
Langweilig, alles zu gewollt und streckenweise dann zu comichaft.
Das war Käse hoch 10 und ich bin da echt bei Ghostfacelooker was die Sicht der Dinge angeht.

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