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Tetsuo 2 - Body Hammer

(Originaltitel: Tetsuo 2)
Herstellungsland:Japan (1992)
Genre:Drama, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,57 (14 Stimmen) Details
inhalt:
Die Brüder Taniguchi und Yatsu werden durch Genexperimente zu menschlichen Waffen. Jahre später lebt Taniguchi als unbedeutender kleiner Angestellter in einer japanischen Großstadt - seine besonderen Fähigkeiten hat er vergessen. Sein Bruder Yatsu lebt auf einem leerstehenden Fabrikgelände und befehligt eine Horde willenloser Mutanten, die Taniguchis Kind entführen und ermorden. Als Taniguchi ebenfalls in die Hände der Handlanger seines Bruders fällt, mutiert er durch Folter stimuliert, zur menschlichen Tötungsmaschine. Schließlich stellen sich die beiden ungleichen Brüder zum alles entscheidenden Duell...
eine kritik von eightcoins:

Der Film handelt mehr im öffentlichen Leben als der erste, als Zuschauer begleitet man den Hauptcharaktere durch enge Straßen, Bahnhöfe, Apartment Notausgänge, das eigene Hause. Es gab zwar auch im ersten Film einen Bahnhof, aber von diesem wechselte das Geschehen schnell zu seinen Wartungsgängen und der Toilette, die eher schon industrieller wirken. Gleichzeitig dauert es nicht lange bis im ersten Film das Haus des Hauptcharakters „Industriell kontaminiert“ ist. Hier bleiben diese Orte so wie wir sie im echten Leben kennen.

Zugleich haben auch anders als im ersten Film die Aktionen des Hauptcharakter höhere Konsequenz, wodurch man als Zuschauer den Eindruck bekommt, dass mehr auf dem Spiel steht. Es besteht auch eine tiefere Beziehung zwischen Charakteren als im ersten Film wo die Beziehung so ziemlich „Metall Fetischist – Von Hauptcharakter überfahren“ und Freundin – „Freundin von Hauptcharakter“ sind. Man lernt schon am Anfang des Films die Familie des Hauptcharakters, seine Beziehung mit ihr und seinen Hintergrund kennen. Auch der Metall Fetischist – der übrigens nichts mit dem im ersten Film zu tun hat – hat einen fleischigeren Hintergrund und eine klare Motivation.

Das mehr Action lastige Climax als das des ersten Films kreiert auch mehr Spannung, hier gibt es einen richtigen Kampf, was nicht wirklich im ersten Film passiert.

Die Kameraführung erschafft einen gewollt klaustrophobischen Effekt, sie ist sehr nah an Charakteren positioniert wenn diese der Fokus sind. Manchmal wird auch über Geländer gefilmt um zu zeigen wie groß Menschenmaßen eigentlich sind. Gleichzeitig wird hier wieder wie im ersten Film die „Dutch-Angle“ effektiv verwendet, also die diagonale Kameraperspektive. Ähnlich wie im ersten schwenkt sie ein bisschen während der „Dutch-Angle“ um Desorientierung bei Verfolgungsszenen auszudrücken.

Weiterhin wird auch eine sehr effektive Farbkorrektur verwendet, manche Szenen sind mit Blau saturiert, andere mit Orange, wieder andere mit Grau oder Weiß. Ich weiß zwar nicht genau was diese ausdrücken sollen, aber die Farbe untermalt Szenen sehr gut. In manchen dieser Szenen werden Teile des Geschehens als „Schatten“ vor dem ein farbig saturierten Hintergrund gezeigt, was wiederum auch die Atmosphäre unterstützt.

Im Climax gibt es ein Regeneffekt, der ziemlich gut alles dramatischer scheinen lässt und in manchen Szenen wie industrielle Funken erscheint. An anderen Stellen wird „Stock Footage“ verwendet, die aber zum größten Teil auch sehr gut wirkt.

Da wir ja schon von Atmosphäre geredet haben, hier ein bisschen zu Musik und anderen Methoden dies zu stärken.

Die Musik ist viel weniger aggressiv als im ersten Film, besitzt aber eine sehr bedrohliche prophetisch wirkende Atmosphäre. Dies ist schon im Intro spürbar, „A Burned Figure“ ist sehr viel ruhiger aber bedrohlicher als „Drop Hammer“ und „412“ im ersten Film. Gleichzeitig verwenden die eher energetischeren Soundtracks in vielen Action Szenen tribale Elemente um den „mehr menschlichen“ Ton verglichen mit dem ersten Film zu unterstützen. Ruhigere Stücke ziehen zum Teil Inspiration aus traditioneller Japanischer Folkmusik (i. E Rana Porosa/Porosa 1). Es gibt auch wieder musikalische Leitmotive wie im ersten Film. Nur die Musik in der aller letzten Szene die in den Abspann überführt passt wirklich nicht.

Die Kostüme sind zum größten Teil sehr gelungen, erst recht die Finale Form des „Tetsuo“. Nur an einer Stelle gibt es ein Kostüm, dass auch wenn es „In-universe“ einen praktischen Sinn hat, eher an eine Metall Mülltonne erinnert. Ähnlich wie der erste Film gibt es hier ziemlich beeindruckende Stop Motion Effekte. Es gibt nur an wenigen Stelle eine „Stock Footage“ Explosion die ziemlich schlecht aussieht und nicht wirkt.

Es gibt auch ein kleines bisschen Choreographie, hauptsächlich von Shinyamoto selber der wieder als Metal Fetishist a.k.a „The Guy“ mitspielt.

Da heute vor 3 Jahren Chu Ichikawa, Komponist des Soundtrack gestorben ist, wollte ich ein Review zu der Tetsuo Reihe schreiben. Da der erste Teil schon viel diskutiert und sehr beliebt ist, und ich den dritten noch nicht gesehen habe, beschäftige ich mich hier mit Body Hammer.

Auch da er schon lange im Schatten des Vorgängers steht. Nur ist die Frage ob das gerecht ist oder nicht, aber dafür ist das Review ja da. Da ich nicht wirklich Spoiler einbringen will versuche ich es so generell wie möglich zu halten.


10/10


Hoffe es ist der Stil geblieben den du auszudrücken versuchtest, da ich finde das es sich so besser bzw runder liest, wie ich schon sagte

10/10
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Kommentare

21.11.2020 01:55 Uhr - The Machinist
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Boah, also erstmal finde ich es echt cool, dass sich jemand erbarmt hat eine Kritik über ''Tetsuo 2'' zu schreiben. Bin zwar selbst einer von denen die den ersten bis ins Firmament loben, den zweiten finde ich dann insgesamt schwächer, aber trotzdem geil. Von mir 7 Punkte.

Was deine Schreibe betrifft: Da musst du echt nochmal drüber. Das liest sich teilweise sperriger als sich so mancher Tsukamoto-Film schaut. Nicht böse gemeint. Einige Absätze würde ich außerdem der Übersicht halber zusammenfügen. Den Begriff ''saturiert'' kannte ich bislang nicht, das ist dann aber mein Problem.

Was deinen Absatz mit den Farben betrifft: Naja, Farben sollen in einem Film in allererster Linie Gefühle ausdrücken, sprich warme Sommerfarben wie gelb oder auch orange stehen meist für eine fröhliche Stimmung. Der Blaustich den Tsukamoto oft in seinen Filmen verwendet, soll in der Regel Trostlosigkeit, Gefühlskälte und soziale Entfremdungen symbolisieren, also genau das wovon seine Filme meistens handeln.

Ansonsten merkt man aber dass du einfach Fan bist. Genau wie ich, der jeweils alle Filme vom Regisseur gesehen hat.
Ich meine, Alter, du kennst sogar die Titel von den Musikstücken!

Aber wie gesagt, nochmal in Ruhe selbst durchlesen, etwas korrigieren und dann ist das bestimmt alles in allem ein interessanter wie ausführlicher Review-Einstieg. Hoffe ich zumindest, ich will nämlich echt nicht der Einzige sein der ständig diese ultra-seltsamen Japan-Dinger ausgräbt... ;-)

Gute Nacht.

21.11.2020 11:38 Uhr - Ghostfacelooker
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Ist nur eine Anmerkung und wie bei einem anderen "Kollegen" damals auch nicht böswillig gemeint, aber wenn du das Review mit dem Absatz
Der Film handelt mehr im öffentlichen Leben als der erste,... bis zum Ende der folgenden Absätze an erster Stelle setzen würdest, dann den Mittelteil mit den Absätzen ab
Die Kamearführung erschafft einen gewollt klaustrophobischen... fortsetzt und zum Schluß deine ursprüngliche Einleitung mit dem letzten Absatz
Das am wenigsten objektive als letztes: Ich habe das Gefühl,... setzt dann
würde es sich eventuell "runder" lesen
Aber wie gesagt nur ein Gedanke. Fall dich der Kommentar verwirrt haben sollte, was ich deiner Intelligenz voraussetzend mal nicht im ersten Moment vermuten will,^^^^^^ schreibe ich dir die Umstellung gern als PN

21.11.2020 16:38 Uhr - Eightcoins
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Ich werd die Formatierung nochmal überarbeiten sobald ich Zeit dazu habe

22.11.2020 21:34 Uhr - cecil b
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Das ist ja schon mal ein guter Anfang auf dieser Seite, mit einer tollen Auswahl!

Danke dafür!

Allerdings solltest du wirklich noch mal in aller Ruhe die Sätze durchgehen, bei manchen verrennst du dich ein wenig. Aber, immer mit der Ruhe. Du kannst die ja noch editieren. Ich lese manche zehnmal durch, bis ich weiß, was ich verbockt habe. ;)


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