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Rambo: Last Blood

Herstellungsland:USA, Bulgarien, Spanien (2019)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action
Alternativtitel:Rambo 5
Rambo V
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,53 (75 Stimmen) Details
inhalt:
Der ehemalige Vietnamveteran muss sich in Rambo 5: Last Blood nicht nur einem mexikanischen Menschenhandelsring stellen, sondern wird auch mit seiner Vergangenheit konfrontiert: Rambo versucht auf der Farm seiner Eltern ein friedliches Leben zu führen. Nachdem jedoch die Tochter seiner Haushälterin von Menschenhändlern entführt wird, reist Rambo gemeinsam mit der Ex-Soldatin und Journalistin Carmen (Paz Vega) nach Mexiko. Dabei gerät er an den Kartellboss Hugo Martinez und dessen Bruder Victor. Bald findet sich Rambo in einem brutalen Kampf gegen die Kartellschergen wieder.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von phyliinx:

Rambo 5: Last Blood (2019) ist ein Film von Adrian Grünberg. Sylvester Stallone fungiert als Drehbuchautor und Hauptdarsteller.

In Rambo 5 hat der tödliche Tarzan sein Messer für das Leben als rüstiger Rentner an den Nagel gehängt. Doch ein mexikanisches Drogenkartell entführt die Tochter (Yvette Monreal) seiner Haushälterin. Dieser Fehler muss selbstverständlich schleunigst korrigiert werden. Dabei möchte die Story von Rambo 5 leider teilweise komplexer sein, als sie ist, wodurch Logik-und Anschlussfehler nicht ausbleiben. Ein Nebenstrang gerät in Vergessenheit, eine Passage im Mittelteil, nämlich Rambos unbewaffnete, offensichtliche sowie undurchdachte Infiltration des Kartell-Geländes, wirkt schlichtweg unlogisch.

Von jemandem mit der Kampferfahrung dieses Mannes erwartet man alles, was ganz am Ende kommt: ein kompromissloses Ausspielen des Feindes. Dabei betreten die Kartellmitglieder mehr als einen Teil von Rambos Farm. Sie verfangen sich in seiner Vergangenheit, geraten in das Bild eines Spiegels seiner Seele und begraben sich unterbewusst mit seinem tiefen Trauma. Denn die Prepper-Tunnel mit ihren zig tödlichen Überraschungen sind Teil von Rambos Persönlichkeit, die nur er wirklich versteht. Deswegen gelingt es ihm, einen Feind nach dem anderen ,ähnlich einem präzise jagenden Tier, niederzustrecken. Jeden Tropfen Blut vergießt Stallone höchst professionell. Auch im Spiel.

Denn der Hauptdarsteller gibt sich ehrlich, wie in vielen seiner Projekte. Er hat Lust, bringt Motivation mit und liebt seine Arbeit sowie seine ikonische Figur noch genau so wie jederzeit zuvor. Doch die durchaus ordentlichen Brutalitaten kommen leider nicht ohne das Mitwirken eines schwer beschäftigten Computers aus. Stürmt der alte Mann ein Bordell, um dessen Besitzer lebenslange Impotenz zu garantieren, läuft noch alles unauffällig glatt. Aber werden die Zurückschlagenden einige Minuten später mit ihrer Naivität konfrontiert, irritieren gewisse Momente auf den ersten Blick in ihrer Optik. Das macht den atmosphärisch zwischen düster und makaber balancierenden Showdown aber nicht kaputt, denn auf wirklich detailverliebte Stellen wird nur wenige Sekunden draufgehalten, sodass einzig die längere Sprengung eines größeren Areals den Ansatz eines Hauches von DTV verspüren lässt. Bei Schnittberichte habe ich Diskussionen darüber gefunden, dass der Film für ein R um einige Frames erleichtert wurde. Den Zustimmungen dieser Dialoge schließe ich mich in Teilen an. Die Hommage von Rambo 5 an den Machetenkill in Rambo 4 wurde doch etwas sehr stakkativ editiert und der Blick auf einen Schrotflintenschuss in den Hinterkopf verabschiedet sich kurz nach Betätigen des Abzuges quasi sofort. Freunde expliziteren Bildmaterials kommen aber, vorallem im Zuge der letzten Bluttat, komplett auf ihre Kosten. Der Soundtrack schwebt frei zwischen Erwartbarem, passender Lizenz und nostalgisch anmutendem Triumph. Was ich mir gewünscht hätte, wäre noch ein echter Banger, wie zum Beispiel die schrillen, ballernden Töne aus dem Red Band Trailer. Aber es ist auch verständlich, dass letztere nicht eingesetzt werden, denn die Umsetzung des Filmes reibt sich stark mit seiner Promotion. Die Bombe tickt lange vor der Explosion.

Distanzaufnahmen sind übrigens ein holpriges Problem von Last Blood. Schwebt die Kamera frei über Landschaften, kann man selbst auf Blu Ray das Bett im Rauschkornfeld suchen. Das mag wohl durch den Einsatz von Bluescreen bedingt sein, den man sich, laut Making of und BTS ebenfalls nicht verkneifen konnte. Personen hingegen heben sich hochwertig vom Hintergrund ab.

Rambo Last Blood füttert Fans mit einem tollen Abschluss, der kleine Schwächen aufweist, die von großen Stärken begraben werden.

He's gonna hurt them very bad.

8/10.

8/10
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Kommentare

28.11.2020 20:34 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 2
Erfahrungspunkte von Phyliinx 98
Kleiner Snack zwischendurch.
Phyliinx.

28.11.2020 23:19 Uhr - Draven273
1x
User-Level von Draven273 2
Erfahrungspunkte von Draven273 35
Moin Phyliinx. Kleiner Snack für zwischendurch trifft es doch auch schon mal ganz gut. Als ich den im Kino sah, war ich doch etwas enttäuscht. Vor allem und das ist die einzige Szene die mir immer noch etwas unnötig sauer aufstößt, ist dieser erste Versuch gemütlich in das Kartell zu stiefeln und freundlich an der Haustür zur fragen ob man die vermisste Tochter nicht einfach wieder mitnehmen könnte. Also da habe ich von einem Rambo etwas mehr Professionalität erwartet. Andererseits dachte ich mir dann, vielleicht soll das doch seine Art aufzeigen, dass er alt geworden ist, es mit Vernunft versucht, ohne Gewalt anwenden zu müssen. Wie auch immer. Ansonsten hat der später bei mir auf Blu Ray definitiv mehr Punkte dazu gewonnen. War der mir im Kino zu dunkel oder auch teils zu schnell, konnte ich viele Details doch zu Hause besser erkennen. Das Ende ist mit leider immer noch etwas zu schnell, da hätte man sich mehr Zeit lassen können, etwas mehr Spannung. Aber ist auch so ok jetzt, hab mich dran gewöhnt. Find das echt noch ganz schön, dass Stallone einen Teil gemacht hat, hätte nicht sein müssen, aber trotzdem schön.

29.11.2020 11:02 Uhr - Phyliinx
1x
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28.11.2020 23:19 Uhr schrieb Draven273
Moin Phyliinx. Kleiner Snack für zwischendurch trifft es doch auch schon mal ganz gut. Als ich den im Kino sah, war ich doch etwas enttäuscht. Vor allem und das ist die einzige Szene die mir immer noch etwas unnötig sauer aufstößt, ist dieser erste Versuch gemütlich in das Kartell zu stiefeln und freundlich an der Haustür zur fragen ob man die vermisste Tochter nicht einfach wieder mitnehmen könnte. Also da habe ich von einem Rambo etwas mehr Professionalität erwartet. Andererseits dachte ich mir dann, vielleicht soll das doch seine Art aufzeigen, dass er alt geworden ist, es mit Vernunft versucht, ohne Gewalt anwenden zu müssen. Wie auch immer. Ansonsten hat der später bei mir auf Blu Ray definitiv mehr Punkte dazu gewonnen. War der mir im Kino zu dunkel oder auch teils zu schnell, konnte ich viele Details doch zu Hause besser erkennen. Das Ende ist mit leider immer noch etwas zu schnell, da hätte man sich mehr Zeit lassen können, etwas mehr Spannung. Aber ist auch so ok jetzt, hab mich dran gewöhnt. Find das echt noch ganz schön, dass Stallone einen Teil gemacht hat, hätte nicht sein müssen, aber trotzdem schön.


Der Film ist definitiv eine nette Dreingabe und versaut John Rambo nicht. :)

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