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Star Trek V: Am Rande des Universums

Originaltitel: Star Trek V: The Final Frontier

Herstellungsland:USA (1989)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Science-Fiction
Alternativtitel:Star Trek 5
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,37 (22 Stimmen) Details
inhalt:
Ein abtrünniger Vulkanier mit einem erstaunlichen Geheimnis entführt die Enterprise, um einen mystischen Planeten zu finden. Kirk und seine Mannschaft machen sich auf, um den Verrückten zu stoppen. Ihre Reise führt sie ins Zentrum des Universums, vors Angesicht Gottes. Während die Crew unter dem Einfluss des Vulkaniers steht, muss Kirk sich auf eine merkwürdige Allianz einlassen, um die Galaxie zu retten.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von velvetk:

Die besten Zeiten des gehobenen Unterhaltungskinos scheinen lange dahin - nach der überaus schrecklichen, zu verabscheuenden und über alle Maßen lächerlichen Erfahrung mit Star Trek: Discovery und den viel zu lauten Neuverfilmungen, die seit 2009 fast alles falsch machen (oder zumindest missinterpretieren), was Star Trek mal ausgemacht hat, habe ich mich ziemlich in die alten Filme verliebt, vor allem die, mit der ersten Crew. Im allgemeinen kommt Teil 5 der legendären Spielfilmsaga stets ziemlich dürftig weg und es gibt durchaus nicht wenige Momente, denen man ansieht, dass die Schwelle zum absoluten Gaga-Trash unter Shatners Regie nah wie nie war. Doch selbst dieser fünfte Spielfilm, mit all seinen schrägen Szenen, dem religiösen Unterbau zum Davonlaufen und dramaturgischen Knicken, hat immer noch genug Klasse und dieses eigentümliche Flair zwischen den Zeilen, köstliche Momente mit verzeihlichen Peinlich- und Kleinigkeiten, Schwächen und Kerben, Fehler, zu denen auch gestanden, und darüber hinaus auch richtig umgegangen wurde. Von diesen Konturen und Sphären konnten die Filme mit Chris Pine als Kirk bisher nur entfernt träumen.

Als besonders großartig und auch wehmütig - ohne falsche Scham oder vergleichsweise allzu fordernden Kitsch -, empfinde ich jene Szene am lauschigen Urlaubslagerfeuer zwischen Jim, Spock und Pille, nach etwa fünfzehn Minuten dieses überaus sehenswerten Films, irgendwo in einem prachtvollen Nationalpark. Eine wundervolle Sequenz, die beinahe zehn Minuten andauert und die Gesichter von William Shatner, Leonard Nimoy und Deforest Kelley in Flammen züngelnde Freundschaft hüllt. Da unterhalten sich richtige, echte Charaktere, die über Jahrzehnte hinweg mit Leidenschaft verkörpert worden sind und ihre Abziehbilder der Abrams-Filme weit genug in den Schatten stellen. Star Trek wurde in dieser Zeit, bis hin zur Jahrtausendwende, immer ein gewisser Stillstand und ein eher unbewegliches Fundament vorgeworfen. Aber bei aller Liebe gegen den Halt im Fortschritt: Was aus dieser einst vor allem inhaltlich so beeindruckenden Marke geworden ist - also flacher CGI-Lensflare-Bums im Kino und eine kaum auszuhaltende Emotionssoße für in Tränen schwimmende Kleeblattpflücker in Serie -, ist kaum auszuhalten, blickt man zurück auf die großen Filme und Serien der ehrwürdigen Reihe. Der Zorn des Khan, welcher unerreicht ist und dessen Grundriss sich sämtliche Marvel-Filme zu eigen machten, oder der herausragende dritte Film, Auf der Suche nach Mr. Spock, unter Nimoys Regie, der mich aufgrund der unfassbar starken Bindung zu den markanten Charakteren tief rührte, halten nach wie vor etwas magisches inne, das in vielerlei Hinsicht verloren ging. Alle ungeraden Star-Trek-Filme sind nicht so gut, wie die geraden, so der witzelnde Mythos unter Fans. Doch die Zeit spielte selbst den unbeholfen charmanten Tritten neben die Spur gut zu. 

Gemessen an anderen Ausgaben der alten Reihe, verliert der wenig scharfe, aber unterhaltsame Film schon etwas an Boden, da manches arg ulkig, orientierungslos und auch unglücklich abseitig geraten ist, doch im Gesamten ist auch der oft viel zu schlecht geredete fünfte Film ein absoluter Verlass, springt man gedanklich weiter nach vorne.

Am Ende, nach persönlichen Findungen und allerlei Entdeckungen in den Weiten des Alls, sitzen sie wieder vereint am Lagerfeuer im Yosemite-Nationalpark bei Nacht. Spock, Pille und Jim auf Urlaub. Shatner wurde einst ziemlich gerügt für seine Regie, doch als leichtfüßige Blaupause wegen der alten Zeit, mit Schrammen und Rissen, taugt dieser Film uneingeschränkt. Geeint auf alle Zeit singen sie das eher gemeinschaftlich spaßige Lied Row, Row, Row your Boat, das zuvor, am Anfang des Films, von Spock im gewohnt kühlen Stil und der humorvoll kantigen Ruhe verhöhnt wurde. Allein solche Momente können alles sein. Derlei sucht man in sämtlichen Ausgaben dieser Sternzeit vergeblich.

7/10
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Kommentare

03.12.2020 08:23 Uhr - sonyericssohn
Moderator
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Puuh, den fand ich ganz schlimm ! Für mich der schlechteste der Reihe, was vor allem daran liegt daß mir der so unkonstruiert, konstruiert kindisch rüberkommt. Von Shatners miserablen Regie ganz zu schweigen....und dann das Finale.... Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
Gute Arbeit ohne Frage deinerseits Velvet.

By the way....soll das wirklich Lensflare-Bums heißen ?😉

03.12.2020 12:03 Uhr - VelvetK
1x
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Danke dir. Ja, das soll so heißen :-)

03.12.2020 12:41 Uhr - sonyericssohn
Moderator
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Aaah ja.

03.12.2020 19:55 Uhr - Wurstkopp
Ich mag den fünften Teil ebenfalls sehr. :)

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