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The Crow - Die Krähe

Originaltitel: The Crow

Herstellungsland:USA (1994)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Fantasy, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,06 (133 Stimmen) Details
inhalt:
In der Nacht vor Halloween, der „Teufelsnacht“ , wird der Gitarrist Eric Draven zusammen mit seiner Verlobten Shelly von einer Gang im eigenen Apartment überfallen. Eric wird ermordet, und Shelly vergewaltigt, und noch am nächsten Tag erliegt sie im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ein Jahr später hat Eric’s Geist noch immer keine Ruhe gefunden, sodass eine Krähe, welche die Geister der Verstorbenen ins Totenreich hinüberbegleiten soll, ihn aus seinem Grabe wiedererweckt. Unsterblich, mit übermenschlichen Kräften ausgestattet und der Krähe als sein ständiger Begleiter, beginnt er einen Rachefeldzug für seine Verlobte, und gegen seine Peiniger…
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Andere Reviews zu Comicverfilmungen:
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X-Men Origins: Wolverine - Wolverine: Weg des Kriegers - Logan - The Wolverine - X-Men: Apocalypse


Die Menschen haben früher geglaubt, wenn jemand stirbt, bringt eine Krähe Ihre Seele in das Land der Toten. Aber manchmal passiert etwas ganz besonders Schlimmes, das so furchtbar traurig ist, ...

Vorab, wie üblich: Da ich nun einmal keine Comics lese, kenne ich entsprechend James O’Barrs Vorlagen (1993 bis 1999) nicht und bewerte den Film als eigenständiges Werk, nicht als Comicverfilmung. Ich habe die ungeschnittene Kinofassung, nicht die Workprint-Version, gesehen. Einige Passagen (oder auch die Zitate) sind lediglich angedeutet und daher ggnf. nur für jmd. verständlich, der den Film kennt.

Bruce Lee (1940 bis 1973) ist auch heute noch berühmt und beliebt, wie am Ende seines kurzen Lebens. Seinen Sohn Brandon Lee (1965 bis 1993) widerfuhr leider ein ähnliches Schicksal, denn auch Junior starb viel zu früh und das aufgrund eines Unfalls während der Dreharbeiten zum Kultfilm

The Crow - Die Krähe

(1994). Nach seinen vier Actionfilmen, dem Hongkongfilm Born Hero (1986), dem Actionthriller Laser Mission (1989), dem Dolph Lundgren-Actioner Showdown in Little Tokyo (1991) sowie Rapid Fire - Unbewaffnet und extrem gefährlich (1992 - Review), die allesamt auf dem Index landeten, sollte dies daher Brandon Lees letzter Film und Ende seines Lebens sein. Wirklich sehr schade!

Im Film, The Crow, selbst werden Shelly (Sofia Shinas) und Ihr Verlobter Eric (Brandon Lee) von vier Schlägern (David Patrick Kelly, Angel David, Laurence Mason & Michael Massee) an Halloween ermordet. Ein Jahr später holt eine Krähe (siehe 'geteiltes' Zitat) Eric zurück und dieser beginnt als unverletzbarer Wiederauferstandener seine blutige Rache. 

„…dass die Seele keine Ruhe findet. Und manchmal, aber sehr selten, kann die Krähe diese Seele wieder zurückbringen, damit sie den Fehler korrigiert.

The Crow hat zwar eine Laufzeit von rund 100 Minuten, legt aber direkt los - es gibt keine Einleitung. Als Zuschauer findet man sich aber direkt zurecht, auch dank des guten, alten Erzählers / der Stimme im Hintergrund. So ist der ausschlaggebende Doppelmord bereits geschehen und wir lernen mit dem Teenager Sarah (Rochelle Davis) sowie Sergeant Albrecht (Ernie Hudson) die beiden wichtigsten Nebenfiguren kennen, die beide eine kleine, eigene Geschichte spendiert bekommen, sodass der Film kein 'plumper' Racheactioner ist, sondern eine gute Mischung aus Handlung, Rache und Action erhält.

Die Morde bekommen wir aber recht zügig und schick in Szene gesetzt durch eine Mischung aus Gegenwart und Rückblenden gezeigt und die Rache nimmt schnell Ihren Anfang. Stilistisch kann sich The Crow wirklich sehen lassen, was sehr gut bei besagte Rückblenden aufgezeigt werden kann. Diese sind farbenfroh, teils surreal bzw. werden später rot-blau lastig dargestellt, während die Gegenwart dunkel, fast schwarz-weiß, ist. Der Comicstil schimmert dabei gelungen durch, vor allem bei den Szenen mit der Krähe, wenn diese fliegt oder man durch Ihre Augen sieht. Der Film ist sehr düster gehalten, quasi als Zeichen der Trauer.

Es kann ja nicht immer Regnen.

Dabei ist das geschminkte Gesicht optisch von einer Maske übernommen, was den unsterblichen Rächer noch etwas grusliger wirken lässt. Die mitunter etwas hektisch geschnittenen Actionszenen mit Schlägereien, Messerstechereien & Schießereien sind über den gesamten Film verstreut, aber keinesfalls allzu brutal inszeniert; abgesehen natürlich vom sehr gelungenen Grande Finale! Okay, eigentlich ist dies eher ein Grande Halbfinale, der Anfang vom Ende und es geht noch weiter bis die Rache vollends abgeschlossen ist. Hierbei wird durch die zurückkommende Sterblichkeit tatsächlich nochmal die Spannungskurve etwas angehoben. The Crow ist nicht auf reine Action ausgelegt und man könnte diesen glatt als Fantasiefilm mit Rachethematik bezeichnen, aber eben diese Rache wird als Grundlage der Action genutzt.

Dazwischen gibt es 90er-Jahre typische Livemucke einer Band inner Disco/Bar - passend zum angehmen Soundtrack, ein paar nackte Tatsachen, bissl nervig-bekloppte Einwürfe verrückter Gangster ('Feuert sie ab'). Die Effekte sind aus heutiger Sicht nicht mehr das Nonplusultra, aber hier sieht man mal wieder, dass eben auch nicht (nur) auf diesen ankommt!

Aber ich bin die Polizei und ich sage stehen bleiben, Schneewittchen! Sonst bist Du gleich tot.
Aber ich sage, ich bin schon tot und gehe einfach weiter.

Jedenfalls ist The Crow aus Sicht eine Filmfreaks ein wahrer Traum - damals schon, heute noch mehr! Dass Brandon Lee wie ein Vampir aus seinem Grab emporsteigt, welches definitiv nicht 6 Fuß tief liegt (...), passt natürlich zu seinem Heilungsprozess, der Unverwundbarkeit und der Tatsache, dass er als Toter zurückgekehrt ist und auf Erden wandelt; nebenbei sieht Lee hier aus, wie Valek (Thomas Ian Griffith) in John Carpenters Vampire (1998). Bibelzitate, die Erwähnungen Gottes und des Teufels sowie die Mythologie um die Krähe reichen sich ein. 

Schneewittchen wird genauso erwähnt, wie Halloween natürlich ein passendes Datum stellt - unabhängig, ob dies nun eine beabsichtigte Anspielung ist. So oder so passt es aber zu solchen Details, wie der Nebenrolle des Candymans, Tony Todd, oder der Tatsache, dass eine Katze als Haustier gewählt wurde (Friedhof der Kuscheltiere (1989)), wenn schon jemand aus dem Totenreich zurückkehrt.

Angewidert stand der Teufel da und spürte wie grauenhaft die Güte ist.

Aus heutiger Sicht sollte The Dark Knight (2008) noch erwähnt werden, da Brandon Lee optisch und von der Darstellung wohl als Vorbild gedient hat / haben dürfte. Ob der Joker (Comic ab 1940, Filme ab 1966) seinerseits zuvor als Inspirationsquelle oder Vorbild diente, darf ebenso spekuliert werden.

Im Film selbst wird es aber auch interessant. Als Eric Gideons Pfandhaus betritt, zitiert er (im Original) passenderweise aus Edgar Alan Poes Gedicht Der Rabe (1845) - Suddenly there came a tapping, as of some one gently rapping, rapping at my chamber door. - Comicautor James O'Barr spielt im Anschluss den TV-Dieb  / -Plünderer und bei der Gangsterbossversammlung in Top-Dollars Haus, die stark an eine Szene in The Dark Knight erinnert, werden die Gangster von den Crewmitglieder verkörpert.

Die Kindheit ist dann vorbei, wenn du weißt, dass du stirbst.

Die (heutigen) Freigaben des R-Ratedfilms sind, wie man es gewohnt ist: Von ab 12 in Frankreich über ab 14 in Italien bis hin zu diversen 15er- bis 18er-Freigaben. Die FSK vergab der Kinofassung ursprünglich die FSK 18-Freigabe bzw. bei der Neuprüfung in 2010 die indizierungssichere Keine Jugendfreigabe. Das Workprint ist auch anno 2020 leider unveröffentlicht.

Ich habe The Crow, glaube ich, das erste Mal mit 15 oder 16 Jahren geschaut - VHS-Kassette und später noch ein "Wackelbild" dazu geholt... das waren noch Zeiten^^ - und wüsste damals, wie heute, nicht, was gegen eben diese Altersfreigabe sprechend sollte. Der Film ist sehr gut, hat aber besagte Fehler / Mängel, aber zeigt nichts, was nicht außergewöhnlich 'Krasses'. Mittlerweile besitze ich das DVD-Steelbook, dessen Cover allerdings nicht sonderlich gelungen ist (finde ich).

Ein Gebäude wird abgerissen und alles was übrig bleibt ist Staub. Ich habe geglaubt, dass würde auf ungefähr alles zutreffen...

Nach The Crow folgten drei 'Fortsetzungen', The Crow - Die Rache der Krähe (1996), The Crow III - Tödliche Erlösung (2000) & The Crow: Wicked Prayer (2004) und (mindestens) eine Spielauskopplung, The Crow - City of Angels (1997) sowie Serie, The Crow - Stairway to Heaven (1998). Die letzten vier Titel kenne ich persönlich nicht, die Teile 2 & 3 habe ich gesehen, wobei es sich eigentlich mehr um Neuverfilmungen bzw. neue Varianten handelt, denn Sequels.

Die Rache der Krähe fand ich langweilig und habe ich ewig nicht geschaut, Tödlich Erlösung, ist okay bis ganz gut und seit der FSK-Neuprüfung ungeschnitten ab 18 Jahren freigegeben. An der Erstling kommt Teil 3 aber keinesfalls heran.
 

Fazit:
Comicverfilmungen und ich sind heute nicht unbedingt / immer Freunde, wobei es viele sehr gut und mitunter auch düstere Verfilmungen gibt: Sin City (2005) zählt zu meinen drei Lieblingsfilmen (warum? Darum.), die X-Men-Reihe (seit 2000), vor allem X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014) sowie Logan - The Wolverine (2017), ist ebenfalls genauso gut, wie Kick-Ass (2009 - Review) sowie Kick-Ass 2 (2013), und The Crow braucht sich hier auch keinesfalls zu verstecken.

Der Stil, die Darsteller - Gut, wie Böse, die 90er-typische Musik, deren Einsatz und Umsetzung - ein gelungener Film, der auch mehr als ein Vierteljahrhundert ansehnlich gealtert und weiterhin unterhaltsam sowie (sehr) gut ist:

09 von 10 Punkten

9/10
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Kommentare

25.02.2021 13:49 Uhr - prince akim
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Den habe ich damals, als er auf Video erschien, echt rauf und runter geschaut, alle 2 Wochen musste der in den Videorekorder. Habe ihn sogar auch im Kino erlebt und der Soundtrack war damals auch ein "Must have" ... Gut, bis auf 2 Songs höre ich den eigentlich nicht mehr, ist mir heutzutage zu "heavy" geworden. Danke für die Review, ich schwelge gerade wieder mal kurz in den 90ern ... ;-)

25.02.2021 15:58 Uhr - Draven273
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Und da ist sie auch schon. ich glaube gestern habe ich mich schon darauf gefreut, bald von diesem Film zu lesen und zack... schon ist sie da, die gute Review :) Ja da gibt es ja gar nicht so viel zu sagen. Das ist einfach ein geiler Streifen. Keine Ahnung wie oft ich den in den vergangenen Jahren geschaut habe, es war ziemlich oft. hat für mich an seiner Stimmung und der ganzen Atmo nichts verloren. Wird mir nie langweilig, ganz im Gegenteil, ich sehne mich förmlich nach einigen Szenen. Brandons bester Film. Schön das der Film hier so eine passende Review bekommen hat, sehr schön. Cool gemacht Kaiser, tolle Arbeit.

25.02.2021 16:38 Uhr - TheMovieStar
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Schöne Kritik zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme. 10/10 für mich! Aber 9/10 ist auch nicht schlecht!

25.02.2021 22:27 Uhr - Chímaira
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Den Film habe ich vor mehr als einem Monat das erste Mal gesehen. Habe ihn ebenfalls mit 9/10 bewertet, da es für mich doch einige kleine Kritikpunkte gab. Wie immer sind die von Dir genannten Bezüge schön. An das englische Zitat von Edgar Alan Poe kann ich mich auch noch gut erinnern.
Die Lebensgeschichte des Zeichners James O’Barr ist ebenfalls sehr mitreißend und verleiht dem Comic bzw. Film weitere Tiefe. Mögen Brandon Lee und Michael Massee, welcher wahrscheinlich bis zu seinem Tode 2016 nie über den tragischen Unfall hinwegkam, in Frieden ruhen. Leider war er es, der die Waffe abfeuerte. Mit diesem Hintergrund ist "The Crow" kein einfacher Film. Vielen Dank für die tolle Kritik!

26.02.2021 10:43 Uhr - Randolph Carter
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Eine wirklich schöne Kritik mit vielen Interessanten HIntergrundinfos. Den Film selbst finde Ich auch wirklich toll und der tragische Tod von Brandon Lee verleiht dem ohnehin schon düster-traurigen Film eine zusätzliche zutiefst melancholische Note. Auch heftig wenn man sich überlegt, dass Brandon am ersten Tag der Produktion noch seinen Geburtstag feierte und er dann später während des Drehs starb. Un wäre das nicht schon tragisch genug, wollte er eigentlich auch paar Monate später seine Verlobte heiraten... Wie auch immer: R.I.P Brandon Lee

26.02.2021 11:06 Uhr - Kaiser Soze
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Moin zusammen! Vielen Dank fürs Lesen des Reviews sowie das Lob / Feedback :)

@prince akim & Draven
Echt?! The Crow ist und war für mich immer ein Film, den ich nur in sehr großen Abständen schauen konnte. Dann - nur dann! - war er gut / sehr gut, da er sonst tatsächlich viel zu handlungslastig daher kommt. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
... bzw. @prince akim: Viel Spaß beim in Erinnerungen schwelgen^^
... bzw. @Draven: Ja, hat nicht lange gedauert, war aber vor Rapid Fire bereits halb fertig.

@MovieStar
Einer Deiner Lieblingsfilme soso. Naja so gut finde ich The Crow dann nicht, da gefällt mir etwa Sin City weit besser^^ Wie findest Du den?

@Chímaira
Sowas ist aber auch echt tragisch!

@Randolph
Ja, klar und auch für alle drum herum. Ich meine, erst wird die Mutter mit 28 Jahren und zwei kleinen Kindern zur Witwe (EM: 33 Jahre) und dann stirbt Sohnemann mit 28 Jahren (Mutter: 48 Jahre) oder eben die Verlobte...

26.02.2021 23:16 Uhr - Cabal666
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YES!! Auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme! Wobei er das aber auch nicht von Anfang an war, sondern sich praktisch erst "hochgearbeitet" hat. Vor etwa zehn Jahren (und es kommt mir gar nicht so lange vor!) dürfte ich ihn das erste Mal gesehen haben und habe mich mit jeder Sichtung mehr in ihn verliebt.
Sei es die wundernschön anzuschauende Gothic-Optik (gerade in der Szene hat der Film ja einen Kultstatus!), die großartige Kameraarbeit, Brandon Lees charismatische Darbietung und sein kultiger Alice-Cooper-Look (ich würde tatsächlich meinen, dass er als Vorbild für Eric Dravens Erscheinungsbild diente), die harte Action, die äußerst befriedigende, so richtig gnadenlose Vergeltung zum Schluss und natürlich der absolut coole Soundtrack und Score! Graeme Revell hat hier als Komponist wirklich sein Meisterstück abgeliefert! Einerseits wunderschöne Keyboard-Klangteppiche, andererseits E-Gitarren-Ausbrüche, bei denen man beim Hören automatisch dicke Eier kriegt (^^)! "Devil's Night" (der Titel, bei dem Eric mit Skank (Angel David) nach der Schießerei bei Top Dollar abrechnet) ist eines DER Themen für einen Badass-Helden! Und die Songs im Film sind auch großartig! Bei "Burn" von The Cure kriege ich automatisch Gänsehaut. Und Nine Inch Nails' Cover von Joy Divisions "Dead Souls" ist mindestens so toll wie das Original.
[Fun Fact: der Song "Ghostrider" der Rollins Band bezieht sich textlich auf einen anderen, eben den im Titel genannten Superhelden.]
Kleinere Schönheitsfehler wie schlechte Bluescreen-Effekte und teils recht offensichtliche Goofs (wie zum Beispiel die eindeutig sichtbaren Schnüre, an denen eines der Gangmitglieder hängt, das von Eric aus dem Fenster geworfen wird) trüben das Vergnügen dabei kaum.
Du hast das auch wie immer großartig zusammengefasst, mit vielen interessanten Hintergrundinfos und Verweisen zu anderen Filmen, anschaulichen Beschreibungen und einigen der besten Zitate aus dem Film. Eine typische gelungene Kaiser-Rezi! :)
Was deine Meinung zu den Sequels betrifft, stimme ich dir aber nicht ganz zu. Der zweite Teil gefällt mir immer noch ziemlich gut, auch wenn er dem ersten Teil etwas zu sehr ähnelt. Er ist aber immer noch sehr atmosphärisch, gut gespielt und hat einen ebenfalls verdammt coolen Soundtrack. Man muss zu ihm allerdings auch erwähnen, dass er vom Studio (verdammt seien Harvey und Bob Weinstein!) extrem gekürzt wurde. Hätte man Tim Pope den Film machen lassen, den er machen wollte, wäre dabei mit Sicherheit etwas noch viel besseres herausgekommen. Der später erschienene "Director's Cut" verdient diese Bezeichnung eigentlich nicht, da er nur wenig Material wieder in den Film einfügt. Teil 3 finde ich etwas weniger gelungen, weil er nicht mehr diese außergewöhnliche Optik hat und die Charaktere weniger unverwechselbar sind. Er macht aber immer noch Laune. "Wicked Prayer" hingegen ist wirklich grottenschlecht! Der verdient es nicht, "The Crow" im Titel zu tragen! Lass bloß die Finger davon!
Bei den restlichen von dir genannten Comicverfilmungen bin ich aber ganz bei dir. "Sin City" und "X-Men: Days Of Future Past" (sowie generell viele Beiträge aus dem "X-Men"-Franchise) gehören auch zu meinen Lieblingsfilmen und zumindest den ersten "Kick-Ass" finde ich auch richtig stark.
Übrigens hab ich mich vor ein paar Jahren zu Halloween selbst als Eric Draven verkleidet. Ist schon ein richtig cooles Kostüm und die Schminke anzulegen hat auch Spaß gemacht. Enttäuscht war ich aber, dass so gut wie keiner der anderen Partygäste den Film kannte. Mit einer Ausnahme dachten alle, ich wäre als einer von KISS verkleidet. Banausen! ;-D

27.02.2021 11:44 Uhr - cecil b
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Tolle Review mit interessanten Verweisen!!!!

Film: Ich wage es ja kaum zu schreiben, aber bei mir hat der noch nicht funktioniert. :(

27.02.2021 12:42 Uhr - Randolph Carter
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@Cabal: Ja, der Score ist wirklch super. Habe mir das 3 - Disk Mediabook von Inked Pictures gegönnt, in dem auch der Soundtrack von Graeme Revell enthalten ist. Wirklich genial und als ganze Stücke entfalten die Songs nochmal eine größere Wirkung, da sie im Film ja nur bruchstückhaft zu hören sind. Besonders "Rain Forever" hat es mir da angetan. Wunderschön und dabei extrem melancholisch. Das mit dem Kostüm ist eine witzige Anekdote, in meinem Bekanntenkreis kennt den Film tatsächlich auch kaum jemand.

27.02.2021 15:37 Uhr - Kaiser Soze
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@Cabal
Du hast das auch wie immer großartig zusammengefasst, mit vielen interessanten Hintergrundinfos und Verweisen zu anderen Filmen, anschaulichen Beschreibungen und einigen der besten Zitate aus dem Film. Eine typische gelungene Kaiser-Rezi! :)

Danke, geht ja runter, wie Butter :D
Auch schöne Ausführungen Deinerseits!
Übrigens hab ich mich vor ein paar Jahren zu Halloween selbst als Eric Draven verkleidet. Ist schon ein richtig cooles Kostüm und die Schminke anzulegen hat auch Spaß gemacht. Enttäuscht war ich aber, dass so gut wie keiner der anderen Partygäste den Film kannte. Mit einer Ausnahme dachten alle, ich wäre als einer von KISS verkleidet. Banausen! ;-D

Es gibt für Hobbygärtner Plastikraben, quasi als Vogelscheuchenersatz^^ Die musste noch dazu nehmen, vllt hilft es!

@Cecil
Och, da muss man sich nichts draus machen. Geschmäcker sind halt verschieden.
Danke trotzdem oder gerade deswegen fürs Lob.

@Randolph
Ja, schicke MBs und es gibt auch ne Holzbox mit MB drinne.
Die Meldung dazu (also zur Holzbox) war übrigens meine erste Meldung, die ich hier anno 2015 geschrieben habe^^ Mittlerweile sind rund 840 (News & Ticker). Wie die Zeit vergeht.

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