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The Forest

Herstellungsland:Kanada (2014)
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,00 (2 Stimmen) Details
eine kritik von aquifel:

Survival-Games sind spätestens seit Minecraft nicht mehr wegzudenken. Sich selbst versorgen, um nicht zu verhungern, Rohstoffe sammeln, Waffen craften und Basen bauen, Gegner plattmachen, die die eigene Arbeit zu Nichte machen wollen... es gibt durchaus Variationen des Themas, aber diese Prinzipien gibt es in den meisten Survival Titeln.

Mit The Forest kam 2018 (lassen wir mal den 2014 gestarteten Early Access aussen vor) nun ein weiterer Vertreter des beliebten Genres. Hier spielen wir einen Vater, der einen Flugzeugabsturz über einer seltsamen Inseln überlebt. Wir kriegen gerade noch mit, dass unser Sohn Timmy von einer fragwürdigen Gestalt aus dem Flugzeug gezerrt wird. Unser Ziel ist klar: Unseren Sohn finden und die Insel verlassen. Nur dummerweise wimmelt es auf der Insel von Eingeborenen, die scheinbar gerne Menschen futtern.

Es geht gleich damit los, dass wir aus dem Flugzeug Snacks und Getränkedosen, Medikamente und anderen Krimskrams schnappen. Ganz wichtig, die Notfallaxt des Flugzeugs. Und nun müssen wir die Insel erkunden, jagen gehen, um nicht zu verhungern, Basen bauen, die uns vor den Kannibalen und Witterung schützen und und und, alles bis wir unseren Sohn finden.

Der grundlegende Gameplay-Loop läuft überwiegend nach bekannten Mustern ab: Wir suchen uns eine gute Stelle für unser Lager, farmen die Rohstoffe um es zu bauen, versorgen uns mit Nahrung und WItterungsschutz, craften eventuell weitere nützliche Gegenstände und dann erkunden wir die Insel. Ziemlich schnell sollten wir auf Höhlen stoßen (spätestens bei unserem ersten Tod im Singleplayer). Und hier setzt The Forest ein Zeichen: Die Höhlen sind sehr dunkel, voll von Gegnern und wir sollten uns hüten unvorbereitet hineinzugehen. Aber hier finden wir nicht nur wertvolle Gegenstände sondern auch solche, die wir für den Fortschritt in der Story benötigen. Gerade hier entsteht eine tolle Horroratmosphäre, wie sie leider viele Horrorspiele nicht hinbekommen. Dunkelheit, seltsame Geräusche, kein blasser Schimmer ie tief die Höhle noch geht und wo Gegner lauern... klasse gemacht!

Aber nicht nur die Höhlen sind als Horrorhäppchen gelungen. Auch der Basenbau und das Crafting machen Spaß. Ich und einige Freunde haben oft sehr viel Zeit verbracht wilde Konstruktionen zu fertigen, einfach nur, weil sie cool sind. Die Möglichkeiten von The Forest gehen dabei nicht so weit wie bei Minecraft oder Ark, aber sie gehen gut von der Hand und ermöglichen kreative Lösungen (z.B. ein Floß mit Lagerplätzen, Krankonstruktionen, etc.). Auch das Farmen ist zwar etwas stumpf, aber durchaus spaßig (wenn man sowas mag, versteht sich). Alleine ist das alles natürlich recht mühselig, mit zwei bis vier Spielern kann man aber echt Zeit damit verbringen.

Dennoch muss man sagen, dass The Forest nicht frei von Schwächen ist. Der Sound passt, gerade in den Höhlen, aber die Grafik, so solide sie prinzipiell aussieht, läuft auf der PS4 teils recht holprig. Mal ist sie etwas verwachsen, mal bricht die Framerate ein (gerade bei großen Bauplänen) und auch die Animationen der Gegner sind teils etwas buggy, wenn es richtig losgeht.

Auch das Kampfsystem hat mit Problemen zu kämpfen. Ist man drin, funktioniert es zwar, aber gefühlt sind die Gegner häufig nicht nur zu wendig für die normale Controllersteuerung, auch die Distanzabschätzung, um die richtigen Schläge zu setzen, verläuft oft eher unbefrieigend. Mit Fernkampfwaffen läuft das bedeutend besser, aber die sind nicht immer die beste Wahl.

Allgemein ist das Spiel auch 2020 noch mit so einigen Bugs versehen (Türen öffnen sich nicht, Speicherbugs, Bauplanprobleme, etc.). Dem Spielspaß tut das, mag man das Prinzip, allerdings kaum einen Abbruch. Auch für Langzeitmotivation ist, selbst wenn es auf Konsole nur eine Insel gibt, die immer gleich aufgebaut ist, gesorgt: Es gibt tonnenweise Collectibles, einige Geheimnisse (von Waffen über Baupläne bishin zu einem seltenen Artefakt), mehrere Trophies und einen Kreativmodus, in dem man üben und sich so richtig austoben kann, wenn man die Story (die ich hier nicht spoilern werde) durchgespielt hat.

Fazit: Ja, The Forest ist buggy, es läuft auf PS4 nicht immer sauber und das Kampfsystem ist auch nicht gerade der Hit. Aber der Gameplay-Loop, das Setting/die Story und die Atmosphäre gefallen und hat man bis zu drei Freunde an der Hand, dann kann man viele spaßige Stunden mit dem Survival Spiel verbringen.

8/10
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