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High School of the Dead

Originaltitel: Gakuen mokushiroku: Highschool of the dead

Herstellungsland:Japan (2010)
Genre:Action, Anime, Horror, Erotik/Sex,
Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,11 (9 Stimmen) Details
inhalt:
Eine tödliche neue Krankheit, welche auf dem ganzen Erdball wütet, verwandelt die Menschen in willenlose Zombies. Die Zahl der Infizierten steigt in Sekundenschnelle. Nach dem ersten Ausbruch kämpft eine kleine Gruppe Studenten an der Fujimi High School um ihr Leben, während die Mitschüler und Lehrer der Infektion erliegen. Jetzt kommt es auf Takashi Komuro an, die Überlebenden zu einer schlagkräftigen Gruppe zu vereinen und zu versuchen, dem allgegenwärtigem Schrecken zu entfliehen. Werden sie es schaffen, dieser Welt der lebenden Toten je zu entkommen?
eine kritik von aquifel:

Zombies, Action, Fan-Service... High School of the Dead hat auf dem Papier auf jeden Fall das Zeug zu einem Kultanime. Grundlegend klingt die Geschichte zwar nicht innovativ, jedoch sehr vielversprechend.

Schüler Takashi bekommt an seiner Schule plötzlich etwas seltsames mit: Zombies dringen auf das Gelände vor und veranstalten ein massaker unter Schülern und Lehrkräften. Zusammen mit seiner Jugendliebe Rei, dem Waffennarr Kota, dem Kampfsport-Ass Saeko, der Klassenbesten Saya und Krankenschwester Shizuka versucht er sich vom Gelände zu kämpfen und in dieser neuen Welt, in der das Zombievirus regiert, zu überleben.

Ersteinmal muss man sagen, dass die Animationen wirklich gut gelungen sind. Sie wirken sehr dynamisch, das Design der Charaktere passt prinzipiell und in Bewegung sieht das alles sehr schick aus. Da hat man schon vieles, auch neuere Animes, gesehen, die nicht ganz dieses Niveau erreichen. Soweit, so gut also.

Auch die Survival Action passt. Der Fokus liegt hier natürlich eher auf der Action, als auf waschechtem Horror, dennoch gibt es zwischen den nett inszenierten Kämpfen, die sowohl Nahkampf, als auch Geballer bieten, auch mal ruhigere und atmosphärische Momente. Klasse fand ich hier zum Beispiel die Szenen um das junge Mädchen herum. Spannend gemacht, emotional durchaus überzeugend aufgebaut und mit einigen sterbenden Untoten. Gewalt gibt es also auch (logischerweise), wobei der Splattergehalt nie übertrieben daherkommt.

Klingt bis hierher ja wirklich unterhaltsam und cool. Leider gibt es zwei Mankos, die das Ganze für mich runterziehen. Zum Einen verliert sich die Story immer mehr in der Belanglosigkeit. Anfangs hält das alles noch gut bei der Stange, aber am Ende wirkt es so, als sei das erst der erste Akt gewesen. Unsere Helden entkommen der Schule, kämpfen sich etwas durch, Beziehungen werden etwas klarer gestellt und dann gibt es plötzlich einfach keine echte Progression mehr in der Story. Das wirkt so eher unfertig und unrund.

Zum Anderen ist der Fan Service mir persönlich zu dick aufgetragen. Klar, viele Animes leben davon, immer mal wieder Zweideutigkeiten und Missverständnisse zu bringen, auf Gewaltszenen zu setzen oder auch die Reize der weiblichen Charaktere zur Schau zu stellen. Auch, dass die weiblichen Protagonistinnen und Sidekicks den Helden alle ganz töfte finden, kennt man ja. Aber High School of the Dead geht teilweise weiter, als nur mal hier nen Hintern oder da Brüste etwas in den Fokus zu setzen. In einer Episode baden/duschen die vier weiblichen Mitglieder unserer Truppe zusammen, was natürlich in eine Menge mehr oder minder entblössten Brüsten, viel Gefummel und Schabernack endet. Ich will ja nicht prüde klingen, aber die Handlung bleibt dadurch stehen, es passt bestenfalls zu der eh recht dümmlich daherkommenden Krankenschwester (nicht zu den anderen Charakteren) und anstatt Erotik oder Gaudi kommt da höchstens Fremdschämfaktor auf. Kurzum: Fan Service gerne - aber bitte als nettes Gimmick mittendrin und nicht wie hier, dass es von dem eigentlichen Geschehen zu stark (und infantil) ablenkt.

Fazit: HSotD fängt interessant, wenn auch nicht sonderlich innovativ, an, bietet gute Animationen und teils auch gute Action, verliert aber den Fokus bei der Handlung und trägt zumindest mir mit dem Fan-Service viel zu dicke auf. Was bleibt ist ein passabler Anime, der aber definitiv keine Sternstunde des Genres ist und bei Einsteigern eher sämtliche negativen Klischees bestätigt.

6/10
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Kommentare

29.12.2020 01:48 Uhr - The Machinist
2x
User-Level von The Machinist 8
Erfahrungspunkte von The Machinist 825
Das sehe ich ähnlich, ist für mich ein typischer ''Guilty Pleasure''-Anime. Fanservice und etwaige Ecchi-Eskapaden gehören in dem Genre zwar irgendwie zum guten Ton, können bei Überhandnahme aber auch das genaue Gegenteil bewirken. So erging es mir etwa auch zuletzt beim sonst so tollen ''Brynhildr in the Darkness'' (Anime als auch Manga).
An sich aber eine gelungene, wie absolut faire Kritik.

04.01.2021 16:48 Uhr - Aquifel
User-Level von Aquifel 5
Erfahrungspunkte von Aquifel 413
Vielen Dank.

Und ja, ein bisschen schadet nie, sehr viel funktioniert nur, wenn es komplett auf Guilty Pleasure geht. In nem Zombie-Apokalypse-Szenario aber leider nicht das, was zumindest ich mir da erhoffe^^

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