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Viergeteilt im Morgengrauen

Herstellungsland:Deutschland (1999)
Genre:Horror, Splatter, Kurzfilm
Alternativtitel:Quartered at Dawn
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Ein kalter Wintertag. Abgeschiedenheit.
Ein Auto. Darin ein Pärchen daß sich näherkommt.

Draussen versucht eine Frau verzweifelt einem Killer zu entkommen.
Während ausserhalb des Wagens ein Gemetzel stattfindet, wird es IM Auto immer intimer...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

In der Abgeschiedenheit der schneebedeckten Landschaft hat es sich ein junges Pärchen auf der Rückbank ihres Mercedes gemütlich gemacht. Hier gehen sie dem nach was ihnen am meisten Spaß macht. Angespornt von den körperlichen Forderungen seiner Freundin macht er sich daran ihre Bekleidung sachte zu entfernen. Doch plötzlich lässt ihn ein Knall hochschrecken...da war doch was ? Und während sie immer mehr will kämpft draußen in der Kälte eine Frau ums Überleben…

VIERGETEILT IM MORGENGRAUEN

Eigentlich war es nie geplant daß dieses nette Kurzfilmchen dem breiten Publikum vorgestellt wird. Denn Regisseur Norbert Keil und seine Kollegen inszenierten den Streifen für ein Studienprojekt und sollte als eine Art Sprungbrett für die große Karriere dienen… 

In den Hauptrollen sind die damalige Newcomerin Minh-Khai Phan-Thi als Sarah und der damals noch unbekannte Florian Wagner (Marc) zu sehen. Über die schauspielerischen Qualitäten kann hier recht wenig gesagt werden, denn die einzig große Tätigkeit der beiden beschränkt sich aufs küssen und (dezentes) fummeln. Doch der gute Marc kann neben dem fummeln auch noch lauschen und hört ein Geräusch…

...denn unweit des beschäftigten Pärchens befreit sich eine junge Frau aus ihrem verunfallten Wagen. Und sie ist auf der Flucht !

"Ich bin mir sicher da war was !"

Mit Kurzfilmen isses ja meist so ne Sache. Oftmals wird zu viel gewollt und kaum was davon umgesetzt, oder sie sind so überladen daß nix wirklich funktionieren mag. Norbert Keils quasi Experiment scheint aber einiges richtig gemacht zu haben. Lief er doch im Jahre 2000 als Vorprogramm zur Premiere von -Scream 3-. Aber auch auf dem Fantasy Film-Fest 1999 sorgte der Film für Gesprächsstoff. Zu Recht wie ich finde...auch wenn's besseres gibt.

Zu Beginn des 13- Minüters darf Ralf Leistls Kamera in bester Sam Raimi Manier die schneebedeckte Landschaft in einer 360° Rotation einfangen in der jener Mercedes des liebesbedürftigen Paares steht. Angespornt von schmeichelnder Musik gibt man sich der Fleischeslust hin und knutscht was das Zeug hält. Zwar wirkt das Ganze ziemlich gestelzt, verhalten sich die zwei eher wie brünftige Teenager, aber hey, sehen wir mal elegant drüber hinweg. 

Anders verhält es sich aber dann mit dem Szenario draußen in der Kälte wo eine Frau ihr Auto geschrottet hat. Reichlich derangiert klettert sie nun ins Freie...und plötzlich rollt ein anderer Wagen an. Blendet man nun das leider ziemlich peinliche Gefummel des Paares aus, bekommt man mit dem Geschehen im Schnee einen gelungenen Slasherpart zu sehen. Nicht unbedingt frei von Klischees, aber trotzdem ansprechend brutal und dezent (hehe) blutig. Auch in diesem Fall kann Leistl mit kleinen, feinen Kameraeinstellungen punkten ! Schon fast ärgerlich daß man immer wieder das Pärchen beobachten muss die offensichtlich nicht weiterzukommen scheinen aber plötzlich fertig sind. Aua ! Warum sich die Macher dann auch noch für so ein dusseliges Finale samt offenem Ende entschieden haben bleibt wohl auf ewig ihr Geheimnis…

"Ich hab doch gesagt da war was !"

Dieser Streifen ist jetzt mit Sicherheit kein Meilenstein des Kurzfilms, aber als Lückenfüller oder für zwischendurch ganz gut geeignet. Und wenn man bedenkt daß der ohne Zuschüsse sondern aus eigener Tasche finanziert wurde kann schon der Hut gezogen werden. Ein Werk daß nicht weh tut, jedoch auch kein Pflichtprogramm darstellt. 6,5 Äxte.

 

ses

7/10
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Kommentare

02.01.2021 13:19 Uhr - tp_industries
1x
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Das klingt doch tatsächlich ziemlich interessant! Wo kann man denn das Filmchen sichten?

Danke für die tolle Vorstellung. Mein Interesse ist geweckt!

02.01.2021 13:22 Uhr - sonyericssohn
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Moderator
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Ach den kann man sich im Netz suchen. Damals war der auf der Scream 3 DVD drauf. Jetzt geistert der im www herum😁

02.01.2021 21:34 Uhr - cecil b
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Von wegen, du schreibst nicht mehr so viel. Zum Glück hast du gelogen. ;)

Wie deine schönen neuen Reviews beweisen. :)

02.01.2021 21:38 Uhr - sonyericssohn
Moderator
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Naaajaaaaaaaa, zwei Stück in der Woche sollten doch reichen 😁
Danke Cecil !

03.01.2021 13:51 Uhr - leichenwurm
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Den hatte ich damals im Vorprogramm zu "Scream 3" im Kino gesehen... und fand ihn damals rückwirkend sogar besser, als den grösstenteils misslungenen Hauptfilm... ;-)) !

03.01.2021 13:56 Uhr - sonyericssohn
Moderator
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03.01.2021 13:51 Uhr schrieb leichenwurm
Den hatte ich damals im Vorprogramm zu "Scream 3" im Kino gesehen... und fand ihn damals rückwirkend sogar besser, als den grösstenteils misslungenen Hauptfilm... ;-)) !


Verständlich 😁

03.01.2021 23:39 Uhr - Dissection78
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Ach, den kenne ich auch noch aufgrund seiner Vorfilm-Funktion aus dem Kino und von der VHS. Der blieb tatsächlich im Gedächtnis, weil ich ihn irgendwie seltsam fand. Aus der Erinnerung heraus würde ich gute sechs Punkte vergeben. Ich weiß nicht... ich habe gerade auch leichte Assoziationen zu "In 3 Tagen bist du tot 2". Vielleicht wegen des Wintersettings.

04.01.2021 08:18 Uhr - sonyericssohn
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Moderator
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Auch hier einen Dank an dich. Mir gefällt diese eisige Szenerie und die fast logische folgende Kälte des Films. Der hätte Potential zu einem 90- minüter....

24.01.2021 10:58 Uhr - Draven273
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Vielen Dank für diese nette kleine Erinnerung :) Den habe ich auch damals im Vorprogramm gesehen und später auf entsprechender DVD, die mir nicht mehr eingefallen wäre, wenn es nicht meine Vorredner erwähnt hätten. Zu der Zeit stand ich ja auch sowieso noch auf diese kleinen Amateurstreifen, so möchte ich es mal nennen. Und dieser hier, wenn auch eben sehr kurz, wusste durchaus gut zu unterhalten. Passend formuliert lieber Herr Sony, besten Dank :)

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