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The Faculty - Trau keinem Lehrer

Originaltitel: The Faculty

Herstellungsland:USA (1998)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Science-Fiction, Mystery
Alternativtitel:Feelers
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,73 (26 Stimmen) Details
inhalt:
In der Highschool ist die Hölle los! Sechs Schüler machen eine unheimliche Entdeckung: Außerirdische haben die Kontrolle über die Körper ihrer Lehrer gewonnen. Nun setzen die sechs Schüler alles daran, den Rest der Schule vor der Invasion dieser außerirdischen Körperfresser zu beschützen. Doch die Aliens vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit und befallen jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, müssen die Sechs den Anführer der Invasion finden und ausschalten. Zuvor müssen sie jedoch herausfinden, ob nicht einer in ihrer Mitte bereits vom Alienvirus besessen ist...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von mcguinness:

" Ich weiß du bist stolz darauf hier der Außenseiter zu sein, aber hast du es nicht satt immer jemand zu sein, der du nicht bist ?! " 

 

 

Nachdem uns Regisseur Robert Rodriguez mit " Desperado " (1995) und " From Dusk Till Dawn " (1996) zwei ganz famose Actionklassiker lieferte, wobei bei letzterem auch noch Horrorelemente miteingeflossen sind und beide Filme heutzutage völlig zu Recht Kultstatus besitzen, zeigte er auch mit nachfolgender Produktion " The Faculty - Trau keinem Lehrer " (1998) das er sein Handwerk bestens beherrscht und bescherte uns einen spannenden Science - Fiction - Horrorfilm, welcher nicht nur mit durchweg bekannten Gesichtern besetzt ist, sondern auch aus seiner recht einfach gestrickten Geschichte versucht das bestmögliche an Grusel, Spannung, Action und Paranoia herauszuholen.

Im Mittelpunkt steht dabei die " Herrington High - School ", dessen Lehrkräfte sich zunehmend seltsam verhalten und dessen merkwürdiges Benehmen schon alsbald auf die Schüler überzuspringen scheint. Der Außenseiter Casey macht dabei auf dem Rasen des Football - Platzes eine ungewöhnliche Entdeckung, indem er scheinbar eine neue Spezies gesichtet hat, doch anfangs können weder sein Biologie - Lehrer, noch seine Gruppe aus Mitschülern, das kleine raupenartige Geschöpf zuordnen oder dies gar als Bedrohung ausmachen. Als jedoch immer mehr Lehrer und Schüler unter der Kontrolle einer fremden Macht zu stehen scheinen, gelangen die Freunde zu der Erkenntnis, dass offenbar Außerirdische sich deren Körper bemächtigt haben und nun drohen die Menschheit auszulöschen. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen einen schier übermächtigen Gegner auf, der nicht nur die Gruppe selbst, sondern die gesamte Welt bedroht.

Nun ist die Idee, dass Außerirdische die Kontrolle über uns übernehmen, zugegeben alles andere als neu, kennt man besagtes Szenario doch bereits aus Filmen wie " Die Körperfresser kommen " (1978), " Das Ding aus einer anderen Welt " (1982) oder " Invasion vom Mars " (1986) und doch schafft es Regisseur Rodriguez seine Version mit zeitgemäßen Inhalten zu füllen und uns eine recht flotte, wenn auch kurzweilige Zwischenmahlzeit zu kredenzen, welche gekonnt mit dem Misstrauen von uns als Zuschauer gegenüber der Gruppe spielt und diese ständige gegenseitige Paranoia geschickt einzusetzen weiß.

Dabei beginnt der Film mit einem typischen Alltag an einer amerikanischen High - School, wo die Jungs Football spielen, die Mädchen gut aussehen und der ewige Verlierer und Außenseiter Casey, gespielt von Elijah Wood und bekannt aus " Der Herr der Ringe " (2001 - 2003) auch ganz gerne mal gegen einen Pfosten geknallt wird, wobei das ganze noch unterlegt ist mit passender Musik von " The Offspring - The Kids aren't Alright " oder " Pink Floyd - We don't need no Education " wodurch der turbulente Alltag, aber auch das gegenseitige Desinteresse und die Hänseleien der Schüler untereinander, noch besser zum Ausdruck kommt. Als einer der Erstinfizierten macht dabei Coach Joe Willis auf sich aufmerksam, welcher von Robert Patrick verkörpert wird und dessen gekonnt emotionsloses und unterschwellig bedrohliches Schauspiel uns bestens aus " Terminator 2 - Judgement Day " (1991) bekannt vorkommen dürfte. 

Dabei fällt nicht nur Casey, sondern auch den anderen aus der Gruppe auf, dass der Coach, wie auch die übrigen Lehrkräfte, einen erhöhten Bedarf an Flüssigkeit benötigen und sich quasi pausenlos am Wasserspender bedienen. Als die Gruppe kurz darauf von einem infizierten Lehrer angegriffen wird und diesem in der Auseinandersetzung ein Röhrchen mit weißem Pulver ins Auge sticht, welches der Dealer Zeke unter dem Namen " Scat " an seiner Schule vertreibt, scheinen sie endlich eine Waffe gegen die Aliens gefunden zu haben, welche die Lehrer und Schüler als Wirte nutzen, die diese austrocknet und somit zumindest wieder etwas Hoffnung birgt, der Bedrohung doch noch Herr zu werden.

Zeke wird von Josh Hartnett dargestellt, welchen wir hier noch relativ am Anfang seiner Karriere sehen und der uns später durch Werke wie " Pearl Harbor " (2001) oder " 30 Days of Night " (2007) noch einprägsamer in Erinnerung bleiben wird. Weitere bekannte Namen wie Salma Hayek aus " Desperado " (1995), Famke Janssen in " James Bond 007 - Goldeneye " (1995) oder Jordana Brewster aus der späteren " Fast & Furious " - Reihe (2001 - 2015) runden das prominente Erscheinungsbild stimmig ab und agieren durchweg solide.

Horrorelemente und blutige Schauwerte gibt es zudem auch einige zu bestaunen und für eine 16er - Freigabe sind diese auch durchaus angemessen und wissen durch ihren Ideenreichtum, hier sei das Abtrennen der Finger mittels eines Papierschneiders einfach mal genannt, zu gefallen. Desweiteren weiß auch die paranoide Grundstimmung innerhalb der Gruppe zu überzeugen, denn nicht nur den Lehrern kann man offensichtlich nicht mehr trauen, denn auch untereinander verdächtigt man sich bereits infiziert zu sein, denn vom rein äußerlichen Erscheinungsbild her kann man nicht erkennen, wer sich bereits unter der Kontrolle der Außerirdischen befindet. Da jedoch die Droge " Scat " die Körper der Aliens austrocknet, beschließt Zeke das sich jeder aus der Gruppe eine Ladung davon reinziehen muss, um so auf Nummer sicher gehen zu können.

Was die computergestützten Effekte anbelangt, so gehen diese auch heute noch völlig in Ordnung, obwohl man diesen den Zahn der Zeit anmerkt, doch trübt dies den Spaß keinesfalls. Einzig über die Herkunft der Aliens und insbesondere über deren Ankunft hätte ich gerne mehr erfahren und obwohl zwar eine Erklärung geliefert wird, bleibt mir diese dann doch zu plump und lässt mich etwas unbefriedigt zurück. Hier wäre eine kurze Einleitungssequenz zur Ankunft wie beispielsweise beim " Blob " (1988) in Form eines Meteoriten wünschenswert gewesen. 

Dennoch ist Robert Rodriguez Film ein erfreulicher Beitrag zu bekanntem Genre, welcher mit Tempo, Witz, Spannung und einer gut dosieren Portion Paranoia sowie einigen Horrorelementen zu unterhalten weiß, wenn auch nur kurzweilig, dafür aber auf recht sympathische Art, wozu der tolle Cast seinen Anteil beiträgt. 

7/10
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Kommentare

06.01.2021 12:25 Uhr - dicker Hund
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Oha - den sollte ich mal nachholen! Danke für die Vorstellung.

:-)

06.01.2021 12:39 Uhr - McGuinness
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@dicker Hund

Wie gesagt, als kleines Leckerli durchaus zu empfehlen 😋

06.01.2021 12:49 Uhr - Ghostfacelooker
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Ein bis heute verbliebener Lieblingsfilm, aber du hast ja schon öfter "unseren" ähnlichen Filmgeschmack erwähnt. Deine Reviews gehören nebenbei hier auch zu wenn auch nicht immer konstant kommentiert , so doch zu meinen favorisiert gelesenen User-Beiträgen.

06.01.2021 13:16 Uhr - McGuinness
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@Ghostfacelooker

Vielen Dank Ghost, dein Lob ehrt mich sehr und es ist schön zu lesen, dass meine Kritiken zu gefallen scheinen ☺️ und ich durch diese desöfteren sowohl deinen als auch den Geschmack anderer Leser treffe.

06.01.2021 15:01 Uhr - TheMovieStar
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06.01.2021 12:49 Uhr schrieb Ghostfacelooker
Ein bis heute verbliebener Lieblingsfilm, aber du hast ja schon öfter "unseren" ähnlichen Filmgeschmack erwähnt. Deine Reviews gehören nebenbei hier auch zu wenn auch nicht immer konstant kommentiert , so doch zu meinen favorisiert gelesenen User-Beiträgen.


Reihe mich bei Ghost seinem Kommentar mit ein! Der Film gehört zu meinen All Time Faves! Und auch ich bin ein treuer Leser deiner Werke, auch wenn ich nicht immer einen Kommentar hinterlasse....


06.01.2021 15:14 Uhr - McGuinness
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@TheMovieStar

Besten Dank auch dir MovieStar ☺️ und ich bin sehr erfreut, dass dir meine Kritiken gefallen und dies gebe ich so auch gern zurück.
Wertungstechnisch sind wir ja oftmals nah beieinander, obwohl ich bei diesem hier glaube, dass dein Endergebnis noch mindestens 1 Punkt höher ausfällt ?! 😉

06.01.2021 18:56 Uhr - Kaiser Soze
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DB-Co-Admin
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Oh, die Körperfresser kommen in Teeniehorrorfilmgestalt, sehr schön :) Ja, The Faculty its heute, wie seinerzeit ein wirklich guter, wenn auch (etwas) seichter SFi-Horrorfilm, der durch seine Darsteller, Aliens und Inszenierung punkten. Ich war bei der letzten Sichtung etwas enttäuscht, aber davon ab geben ich dem Film auch immer locker 8 Punkte.

Das Review ist in gewohnt-überzeugender Manier super verfasst und ich mag es immer, wenn Bezüge zu anderen Werken gelistet sind^^ seht gut!

06.01.2021 19:52 Uhr - McGuinness
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@Kaiser Soze

Der Film scheint sich generell recht großer Beliebtheit zu erfreuen, zumindest ist mir bisher noch nicht zu Ohren gekommen, dass dieser jmd. so gar nicht gefallen hat, was gut nachvollziehbar ist, denn Spaß macht dieser ja ungemein 😊

Es freut mich sehr, dass dir mein Review zu diesem Werk gefällt und gerade hier bieten sich Vergleiche zu anderen bekannten Vertretern dieses Genres auch wunderbar an 😉

08.01.2021 22:26 Uhr - Cabal666
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Wie immer eine informative und sehr ansprechend geschriebene Kritik, McGuinness. :)
"The Faculty" gehört für mich jetzt zwar nicht unbedingt zu Rodriguez' besten Werken, aber es handelt sich hierbei immer noch um eine sehr unterhaltsame Mischung aus Science-Fiction, Coming-of-Age, Teeniekomödie und Horrorfilm mit einem rückblickend sehr prominenten Cast (eine Bekannte von mir meinte dazu mal scherzhaft: würde man den Film heute mit derselben Besetzung drehen, ginge wohl das Studio pleite ^^).
Die Hommage an die einschlägig bekannten und von dir auch im Text genannten Klassiker des Body-Snatchers-Subgenres ist dabei mehr als offensichtlich. Seine postmoderne, von zahlreichen Zitaten durchsetzte Inszenierung rückt "The Faculty" dabei auch in die Nähe von "Scream", von dem er sicher beeinflusst wurde (stammt ja auch vom selben Studio). Herrlich ist zum Beispiel die Szene, in der sich die Hauptcharaktere über Sci-Fi-Klassiker mit der Thematik Alien-Invasion unterhalten und Elijah Wood dabei die Verschwörungstheorie aufstellt, dass es sich bei Steven Spielberg und allen anderen berühmten Regisseuren in Wahrheit um Außerirdische handelt. xD
Der Film würde sich bei mir jedenfalls auch so zwischen 7 und 8 Punkten einpendeln.

09.01.2021 08:27 Uhr - McGuinness
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@Cabal666

Auch bei dir bedanke ich mich herzlich für Meinung und Lob zu meiner Review 😊 freut mich sehr, wenn diese zu gefallen weiß ☺️

Der damals noch recht junge Cast wirkte meiner Meinung nach sehr erfrischend, aber ob das heute noch genauso gut funktionieren würde ??? ... Da könnte deine Bekannte gar nicht mal so verkehrt liegen 😅

Rodriguez bestes Werk ist dieses zwar nicht, sondern für mich immer noch " From Dusk Till Dawn ", aber dennoch recht unterhaltsam 😉

09.01.2021 20:34 Uhr - Ghostfacelooker
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Rodriguez bestes Werk ist dieses zwar nicht, sondern für mich immer noch " From Dusk Till Dawn ", aber dennoch recht unterhaltsam 😉


Ist natürlich Ansichtssache, wobei mir da doch der zweite und dritte Mariachi Teil vor dem Vampirstreifen noch besser gefallen

10.01.2021 07:51 Uhr - McGuinness
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@Ghostfacelooker

Meine Faszination für " From Dusk Till Dawn " rührt vermutlich daher, dass ich diesen damals rauf und runter gesehen habe und dieser seitdem untrennbar mit dem Namen Rodriguez für mich verbunden ist, wobei " Desperados " und " Irgendwann in Mexiko " natürlich auch äußerst sehenswert sind 😀

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