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L.A. Noire

Herstellungsland:Australien (2011)
Standard-Freigabe:USK 16
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (3 Stimmen) Details
inhalt:
L.A. Noire ist ein düsterer und erbarmungsloser Crime-Thriller, angesiedelt im Los Angeles der 40er Jahre, der mithilfe einer revolutionären neuen Technologie für Gesichtsanimationen die atemberaubende Action von Verfolgungsjagden und Schießereien mit er echten Arbeit eines Detectives samt Verhören und Spurensuche vermischt und den frischgebackenen Officer Cole Phelps auf eine verzweifelte Suche nach der Wahrheit in einer Stadt schickt, in der jeder etwas zu verbergen hat.
eine kritik von anti-pirat:

Werte Mitmenschen, Filmfreunde und verweilende Leser,

auch im Jahr 2021 bleibt Anti-Pirat mit etwas fachlicher Vulgärromantik erhalten und wie gewohnt werden wir die Sache heute mal etwas anders gehen und das heißt hier, ich werde keinen Film rezensieren, sondern ein Spiel.          L.A. Noire ist, wie manchem auffällt, nicht unbedingt neu, bringt es jetzt schon auf sage und schreibe 10 Jahre, womit ich mich mal wieder alt fühlen darf. Eine besondere Vorgeschichte habe ich damit auch noch. Im Jahr 2011 oder 2012 bekam ich von meinen Freunden das Spiel geschenkt und hatte beim Kauf meines neuen PCs, des Geschenks meines Vaters, darauf geachtet, dass er auch ja mit dem Spiel komaptibel ist. Danach kam die große Enttäuschung, denn der damalige Launcherfehler, der das Spiel nicht starten lässt, war damals nicht behoben, weshalb ich trotz neuen PCs das Spiel nicht starten konnte.

Bei Kumpels konnte ich es immer mal wieder antesten, die Begeisterung legte sich jedoch etwas. Vor einigen Wochen dann habe ich beim Winterverkauf zugeschlagen und dann auch gleich die volle Version L.A.Noire und erstmal wieder mit Launcherfehler. Um meine Kindheitstraumata soll es hier aber nicht gehen, sondern um dieses, Spoiler, gelungene Spiel.

L.A. Noire stammt aus dem Hause Rockstar und nimmt sogesehen die Gegenposition zu Grand Theft Auto ein. Ist dieses ein Gangsterspiel, geht es hier nun um die Arbeit der Polizei, was die Möglichkeiten für Sachschäden, öffentliche Schießereien und Überfälle dezent einschränkt. Hauptsächlich hat der Spieler zwei Aufgaben: Zum einen das Absuchen von Tatorten nach Beweisen und das Vernehmen von Personen auf Basis dieser Hinweise. Dabei sind die Vernehmungen mit der Entscheidung nach Wahrheit, Zweifel, Lüge die Besonderheit des Spiels, weshalb auch ein hoher Aufwand in die Gesichtsanimation gegangen ist.

Ergänzt wird das Angebot noch durch weitere Möglichkeiten, ein paar Minispiele, Verfolgungsjagden, Suche nach besonderen Gegenständen und ein großes 40er Jahre L.A. zum Erkunden.

Der größte Pluspunkt des Spiels liegt klar in seiner Atmosphäre und seiner Geschichte. Ehrlich gesagt habe ich es nie zuvor erlebt, dass mich die Geschichte eines Spiels wirklich in den Bann gezogen hat, wie es hier passiert ist. In vielen Fälle, wie bei mir of Assassins Creed, ist die Geschichte meist nur ein notwendiges und zu ertragendes Übel. L.A. Noire schafft es einen stetig in eine große Geschichte zu ziehen, die sich als ernährender Strang durch die verschiedenen kleinen Fälle windet. Phelps Erfolge in der Anfangsphase, die wir spielen, sind es, die den großen Fall mitauslösen und so korrespondieren die Ereignisse zueinander. Ein paar Löcher sind hingegen im Mittelteil, der Jagd nach dem Dhalia-Mörder enthalten, wenn man sich die Tatmöglichkeit beschaut.

Die Geschichte wird dem Titel gerecht und so erhalten wir wirklich einen funktionierenden Noir-Thriller im Gewand eines Spiels, der es jedoch schafft wirklich ein Spiel zu sein und nicht, wie viele Entscheidungsspiele, ein interaktiver Film. Ein Konzept, das mir persönlich sehr gut gefällt und von dem ich gerne mehr hätte.

 

Warum nun vergebe ich aber keine zehn Punkte? Etwas fehlt und dieses etwas liegt für mich ein Stück weit auch im fehlenden Open World Charakter. Ja, wir haben die Möglichkeit im Straßenmodus auch die Stadt ohne konkreten Fall zu erkunden, doch sind wir im Entscheidungsrahmen gegenüber anderen Spielen weiter eingeschränkt, insbesondere im vergleich zu GTA. Es ist etwas sehr Subjektives, was mich dann doch diese Punkte fallen lassen lässt. Es liegt aber wohl auch daran, dass zum Erscheinungszeitpunkt durchaus auch mehr verbreitet war. Ich spiele gerne die Story hier, hätte aber doch etwas mehr Möglichkeiten zusätzlich, als ein paar Straßenverbrechen und Filmdosensammeln. Jammern auf hohem Niveau.

Hervorheben möchte ich zudem die Darstellerleistungen. Für L.A.Noire arrangierte man Aaron Staton, den einige aus der Serie MAD MEN sicher noch kennen, der eine Paraderolle als Cole abliefert und es schafft, einen spielbaren Charakter wirklich mit Leben zu füllen.

 

FAZIT: Für mich gehört L.A.NOIRE zu den atmosphärischsten Spielen, die ich je gespielt habe. Ich empfehle es gerne weiter und hoffe, dass auf Basis dieses Konzepts nochmal was Neues kommen mag. Verdient wäre es in jedem Fall.

 

 

8/10
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Kommentare

12.01.2021 23:04 Uhr - Kaiser Soze
1x
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Gut geschriebenes Review mit schön eingebrachten, persönlichen Anekdoten, das einen guten Einblick zum Spiel gibt und wieder einmal aufzeigt, dass "unsere alten Schätz" auch heute noch unterhalten können; erfreulich zu sehen, wenn dies nicht nur auf Filmproduktionen zutrifft, finde ich!

Auch wenn ich L.A. Noire nicht kenne, da ich einfach kein Zocker bin, keine Konsole besitze und ich auch PC-Spiele abseits von CS, Max Payne, Anno und paar Flashgames wohl absolut unbewandert bin, klingt ein "Gegenstück zu GTA" schonmal interessant umschrieben^^

Das Gezeigt ist aber nicht allzu brutal, oder? USK 16 kann ja vieles bieten oder eben nicht, je nach Kontrext.

Achja:

L.A. Noire ist, wie manchem auffällt, nicht unbedingt neu


nochma zum "kein Zocker" zurück, aber wenn, dann sind meine bevorzugten Spiele auch nicht unbedingt neu^^.

Jedenfalls Danke für die gelungene Besprechnung!

13.01.2021 13:29 Uhr - tp_industries
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Hervorragendes Review bei der du das Spiel super wiedergegeben hast! Auch ich wäre mit 8 Punkten dabei. Wie du schon geschrieben hast, war das Open World Prinzip ein bisschen verschenkt, da es Abseits der Handlung wenig zu tun gab. Und die eine oder andere zähe Passage galt es auch zu überstehen. Ansonsten aber ein klasse Titel welcher durch seine Handlung lebt. Gerade das Ende habe ich als ziemlich fies in Erinnerung. Wenn du auf Games mit guten Handlungen stehst, empfehle ich dir noch "Silent Hill 2", "Bioshock" und "Spec Ops: The Line".

Danke für die super Vorstellung! 👍🙂

@kaiser
Die USK16 ist aus heutiger Sicht ok, war damals aber eine kleine Überraschung. Die Darstellung der ein oder anderen Leiche und die wenigen Feuergefechte waren schon recht rabiat. Im Gegensatz zu Titeln wie GTA steht man hier aber auf der Seite des Gesetzes, wendet Gewalt nur gegen Verbrecher an und man kann auch keine Zivilisten angreifen. Das war wahrscheinlich der Grund für das blaue Siegel.

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