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Plötzlich Vater

Originaltitel: No se Aceptan Devoluciones

Herstellungsland:Mexiko (2013)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Drama, Komödie
Alternativtitel:Hombre de piedra
Instructions Not Included
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Valentin genießt sein Junggesellendarsein in vollen Zügen. Als eines Tages seine Exfreundin Julie vor seiner Tür steht, ihm ein Baby in die Hand drückt und sich aus dem Staub macht, begibt er sich auf die Reise nach Amerika, um das Kind zurück zu bringen. Doch schon bald verfällt er ihrem Scharm und sein Leben ändert sich.
eine kritik von kaiser soze:

Vorab: Ich verzichte größtenteils auf Spoiler und verrate weniger, als ein durchschnittlicher Trailers preisgibt. Zwecks Spoilerfreiheit deute vieles nur an, daher ist der Text mitsamt der Zitate für jmd, der den Film nicht kennt ggnf. nicht komplett verständlich; es bleibt aber insgesamt aber denke ich alles im Rahmen des Verständlichen. 

Durch das sehr lesenswerte Review unseres Kollegen tp_industries zu der Dramödie Plötzlich Papa (Frankreich, 2016) wurde ich nicht bloß auf einen Film aufmerksam, den ich einige Zeit später mit Freunden anschaute, sondern erfuhr auch, dass dies "nur" eine Neuverfilmung ist. Das Original stammt aus Mexiko und ist ( / war seinerzeit) mit über 100 Mio Einspiel im Kino - Budget: 5 Mio - der erfolgreichste, spanisch-sprachige Film in den USA:

Plötzlich Vater

(Mexiko, 2013 - OT: No se Aceptan Devoluciones) um den ewigen Junggesellen mit (Bindungs-)Ängsten Valentin (Eugenio Derbez), der eines Tages von seiner früheren Affäre Julie (Jessica Lindsey) die gemeinsame Tochter, das Baby Maggie, in die Hand gedrückt bekommt. Über Umwege wird er Stuntman in den USA und zieht sein Kind (Loreto Peralta), das er anfangs loswerden wollte, liebevoll groß; doch es liegt einiges im Argen.

Plötzlich Vater vereint wunderbar Dramaelemente (vor allem durch die Wendungen / zweiten Filmhälfte) mit lustigen Szenen (durchgängig). Dabei kommt es nicht darauf an, ob Valentin als Stuntman per Katapult x-mal gegen eine Wand geschleudert wird oder statt aus dem fünften aus dem obersten Stock eines Hauses springt bzw. die Dialoge mit falscher Aussprache / Betonung der Worte...

„Hast Du 10$? Mal eben für das Taxi.“
(...) „Viele Küsse aus El ah. Was heißt denn El ah?“​

... passend dazu die Übersetzungen sowie auf der Fahrt mit einem LKW-Fahrer & Schmuggler & weit später die Aussagen vor Gericht oder die bekloppten Ideen von einer Freizeitpark-Wohnung mit zwei Türen & dem zweiten Job mit all den Unfällen über besagte Briefe bis hin zu Running Gags, wie dem vergesslichen Hausmeister. Lediglich das OmU-Gesabbel nervt mich, aber das kann ich generell nicht ab.

Die Darsteller sind irgendwo alle sympathisch, vor allem natürlich Vater & Tochter, aber auch die Mutter, die liebevoll dazu kommt, die alten & neuen Nachbarn, der Produzent - Plötzlich Vater ist von dieser Warte her eher ein gute-Laune-Film mit dramaturgischen Untertönen. Apropos Tochter, im Drehbuch, das mehr als eine Dekade bis zur Finanzierung und schlussendlichen Umsetzung existierte, war es ursprünglich ein Sohn, aber Loreto Peralta überzeugte beim Casting dermaßen, dass Sie die Rolle erhielt.

Die interntionalen Freigaben sind  mal wieder sehr erstaunlich. Der FSK 6-Film erhielt etwa in den USA das PG-13-Rating, in einigen skandinavischen Ländern, etwa Dänemark + Schweden, aber die Freigabe ab 15 Jahren, was dort die Höchstfreigabe ist, die mitunter HC-Pornos oder harte Horrorschocker erhalten.

„Sieh mal, Maggie, ein Brief von Mami!“

Anno 2021 existieren weltweit drei Remakes - das bekannteste dürfte oben erwähnter Film aus Frankreich sein. Ich kenne diese beiden Varianten und mir gefällt das Original besser, wobei die Neuverfilmung trauriger ist. Die anderen beiden Werke werde gar als Komödie denn als Dramödie bzw,. Drama & Komödie geführt.

In Plötzlich Vater selbst sind zig Verweise auf andere Filme eingebunden. Allen voran in 'Julies Briefen', in denen Sie u.a. (Free) Willy (1993) befreit, den Soldaten James Ryan (1998) befreit und Nemo findet (2003), oder auch durch die Fotowand, die die qualitativ beste Photoshoparbeiten präsentiert, die man je zu Geicht bekommen hat - u.a. mit Leo in Titanic (1997) oder mit Adam Sandler.

Daneben erzählt Valentin etwa von den ersten beiden Twilight-Filmen, Twilight - Biss zum Morgengrauen (2008) & New Moon - Biss zur Mittagsstunde (2009), zum Castings für die Rolle eines Embryos (ja, wirklich), verirrt sich ein Darsteller, der eigl in Gravity (2013) mitspielen will und Opa Johnny Bravo (1997 bis 2004) natürlich nicht zu vergessen.

„Wann kommst Du mal runter... meinen Abfluss nachsehen?“
„Also die Senora hat aber ziemlich oft einen verstopften Abfluss, oder?“


Fazit:
Lustig, traurig und mal was anderes. Plötzlich Vater schafft es sympathisch eine Geschichte zu erzählen, die... naja teilweise so geschehen könnte und dabei konsequent voranschreitet bzw, immer wieder Überraschungen parat hält.

08 von 10 Punkten

8/10
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Kommentare

15.01.2021 07:39 Uhr - tp_industries
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Danke für die Blumen kaiser!☺
Es freut mich dass meine Vorstellung von "Plötzlich Papa" letztendlich zu deiner klasse Review von "Plötzlich Vater" führte. Und ich muss gestehen dass du mich schon angefixt hast. Mehr Humor und weniger Tragik als im französischen Remake klingt auf jeden Fall interessant.

Mich würde noch interressieren, ob der Handlungsverlauf inklusive des finalen Twists, identisch zu "Plötzlich Papa" sind. Kannst du dazu was sagen?

Danke für die Vorstellung und ich wünsche dir schonmal ein schönes Wochenende!

15.01.2021 10:55 Uhr - Kaiser Soze
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Moin und gern geschehen, ist auch wirklich ein guter Filmtipp^^

Handlung + Handlungsverlauf: Ich habe beide Filme nur einmal gesehen und es lag etwas Zeit dazwischen, aber "gefühlt" waren beide Werke fast identisch und PP hat locker 90% übernommen - ob das Ende identisch ist, verrate ich Dir aber nicht! ;-D
Kleine Ergänzung: Einige Szenen sind erweitert bzw. verkürzt, wenn man die Filme vergleicht. PV kommt zumeist etwas rascher ausm Quark. Wenn der Vater seine Tochter in die Hand gedrückt bekommt und die Mutter "da Taxi bezahlen geht", sind die beiden Damen in PV nur recht kurz anwesend, in PP ist dies länger. Außerdem sind einige Rollen anders - Stichwort: Homosexualität.

Dir auchn schönes WE!

15.01.2021 13:05 Uhr - tp_industries
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Alles klar, ich danke dir!
Dann werde ich mal "Plötzlich Vater" guten Gewissens auf meine Liste setzen. 😉

24.01.2021 11:37 Uhr - Draven273
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Hier sage ich einfach mal vielen lieben Dank für diesen Tipp. Da mir nämlich auch wie dem guten TP der Plötzlich Papa damals ganz gut gefallen hat. Werde ich diesem kleinen Schmankerl mal eine Chance geben, der wäre mir sicher gar nicht so aufgefallen. Schöne Review die mir nicht zu viel verraten und auch Deine Sichtweise wieder schön wiedergegeben hat. Merci

24.01.2021 13:02 Uhr - Kaiser Soze
DB-Co-Admin
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Gerne und vielen Dank&^^ viel Spaß beim Sichten, meld Dich mal, wie Du den fandest.

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