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Bill - Was für ein Theater

Originaltitel: Bill

Herstellungsland:Großbritannien (2015)
Standard-Freigabe:FSK 6
Genre:Kinderfilm, Komödie, Historie
Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
inhalt:
Über des Meisters Lebensspanne im Zeitraum von 1584-1592 sind sich Gelehrte und Forscher seiner Dichtkunst bis heute uneins und bezeichnen dies somit als „Verlorene Jahre“. Was der Dramatiker, Lyriker und Schauspieler getrieben oder geschrieben haben mag, bleibt im Nebel der Zeit verborgen. Dieser Film verwebt Bruchstücke historischer Fakten mit wahrlich freimütig erfundenen Gedankengängen zu einer heiteren Komödie die der Mitbegründer epischer Verdichtungskunst vielleicht als „Viel Lärm um nichts weniger als mich selbst, mitten in einem Sommernachtstraum im elisabethanischen England“ bezeichnet hätte. Oder was meint ihr Horazio?!
eine kritik von ghostfacelooker:

Wie ein Märchen aus 1000 und einer Nacht, habe ich hier nun dieses Werk als zahlengleiches Review angedacht.

Entfacht durch meiner Liebe zur poetischen Sprache in Verses wegen, wird es neben Goethe und Schiller nur noch einen geben, von dessen Leben man hier als Protagonist wird sprechen wollen, dem historischen Vorbild und edlen Schriftsteller Englands, Sohn des John Tribut zu zollen.

Bevor dessen Filius, bekannt in aller Munde, unter dem Name William wird dereinst von eines Dänen Königs oder derer Schottlands bitter blutig Kunde geben, kann man in diesem Stück, verfasst nach freiem Willen, den Durst nach seiner unbekannten Jahre Verlauf im Leben stillen.

Doch was die Gaukler moderner Bilderflut hier präsentieren, und an Humoreske zelebrieren, erinnert szenenweise leise an Monthy Phython, auch wenn jene dem Witz mehr als nur den roten Teppich ausbreiten und die Grenze des ehemals Guten Geschmacks gar arg weiten.

Nein in diesen Zeiten und vor allem hier, scheint mir des Witzes Schalk dezent platziert und durch scheinbar versuchten Wortwitz generiert. Wie zum Beispiel als für William London ist sein Ziel, man vorher in noch sieht in einer mittelalterlichen Bardenkappelle am E-Gitarrenspiel in Marty McFly-Stil, Vorwitz und für die Zeit gar schnelle.

Die Verbliebenen des Spielmannszuges, finden des Freundes eigenmächtig Gebaren gar nicht prächtig und ziehen es vor ohne diesen die Welt zu bereisen und preisen seinen Hochmut mit selben Worten bevor sie ihn verliesen.

Auch liese sich hier noch vermerken, daß man Gut daran tät in solchen Werken, dem Originalton Gehör zu schenken, damit des Wortwitz Sinn sich nicht verlör, denn allein beim Übersetzen des Namens der Kapelle war man nicht gerade helle.

Moratl Coil ließe sich mehr mit sterblicher Hülle ins Deutsche übertragen als sie mit poetischem Geschmücke verwegen, als Mühsal des Irdischen auszugeben, wie man die Leut im Film hört sagen.

Gekränkt doch nun auch voller Tatendrang durchtränkt, verlässt der spätere Dichter seinen Heimatort Stratford, nebst Gattin und den Kindern und macht sich auf ins düstere London Königin Elisabeth. Gar nett ist man dort fürwahr nicht. Man sieht Raub und Mord hinter dem heiteren Gesicht.

Mit dergleichen Frevelei beginnt der Film und man ist schnell dabei sich in einem Ränkespiel zu finden, dessen Ausgang man mit der Handlung dieses Werks wird teils lustig, teils mühsam finden, denn die Akteure suchen in Gewand und Gesicht verschiedenen Figuren für den Zuschauer zu ergründen, warum sich Königin Elisabeth die I. und Phillip der II von Spanien in Streit und Hass zueinander befinden.

Historisch gesehen, sollte man hierzu verstehen,daß die Queen den Spanier gern zum Manne hät erkoren, doch als der protestantisch englische Adel samt Hofstaat dann gegen sie verschworen und fürdahin als Wyatt-Verschwörung in die Annalen der Geschichte eingebrannt, hat sie den Habsburger Sproß später nur noch Schwager nicht mehr Geliebten genannt, und reichte ihm der Schwester zur Hand.

Filmisch ist der Phil gar lustig und neben Bill, eine der charmantesten Figuren. Mit dem synchronisiert stilisiert typischen Akzent, wie man ihm vom gestiefelten Kater aus Shrek und anderen Werken kennt, nimmt man den Edelmut Spaniens hier getarnt mit falschem Bart auf dem eigenen aufs Korn, und mit drei gedungenen aber einfältig wirkenden Spionen Schlepptau, sei der Interessent nochmals gewarnt, das nicht jede Pose führt zum Gelächter, doch in so mancher Parodie oder Komödie war gar noch schlechter.

Dies ist der Rahmen für des Shakespeares spätere Dramen. Doch zu Entstehung eben Dieser dient der Film als quasi Appetizer, denn die Kunst in Wort und Schrift beherrscht der Dichter hier noch nicht voll der späteren wortgewaltigen Inbrunst, obschon man sieht und hört dessen Ambition, wenn er Fötus anstatt Fata nennt die Morgana und damit meint sein erstes Theaterpanorama im Streit mit seinem Weib um seine Kunst.

Diese muss William noch erlernen und so nimmt man die Fakten der realen Geschichte und beginnt diese wie eine Frucht für diese Pose zu entkernen.

Grundlage ist hierbei wiederum und eigentlich auch gar nicht dumm, der historische Fakt, der Shakespeare-Marlowe Pakt, denn eine der vielen Theorien besagt, daß der Dichter ward gar als Marionette Marlowes verschrien. Noch viel weiter will dies Gerücht besagen, daß Marlowe Shakespeare war und dessen Namen hat getragen um dessen Leben vor dem Tod zu retten.

Dieser Etikettenschwindel dient zwar der Handlung nicht als gänzlich roter Faden, doch zeichnet sie mit ein Bild von Shakespeare´s verloren und bis heute nicht ergründeten Tagen, und am Schluß wird man als Theaterstück sehen, warum ihn alle bis heut tatsächlich, sei es wie es war, einschließlich mir, als einen der größten Dichter verstehen.

Beeindruckt bin ich, wenn auch nicht vom Stück im Ganzen, so doch vom schauspielerischen Tanzen der Darsteller die mehr als eine Figur jeder für sich geben und so die Welt mit allerlei Figuren beleben.

Hervorzuheben sind wie schon erwähnt, Bill (Mathew Baynton) und König Phil (Ben Willbond) als gar lustigste der Truppe, doch nicht vergessen sollte man auch den Earl of Craydon, dessen Name man in London kann kaum leiden und die anderen des Ensembles, welche sich in vielerlei Gestalten zeigen.

So schließe ich der Worte Reim, welche neben des Macbeth´s Schreiben, hier nun als zweite Verbeugung vor dem Meister hier nun auf dieser Seite zeigen und hoff Euren Groll ich nun nicht ernte, ob der versuchten Prosa die der Tastatur ich hiermit lernte.

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Kommentare

21.02.2021 12:28 Uhr - cecil b
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Hut ab für die Review in lyrischer Sprache, Ghost!

Und einen herzlichen Glückwunsch zu deiner Review Nr. 1001!!!!!!!!!!!!!!! :)

21.02.2021 17:10 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 19
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 7.469
21.02.2021 12:28 Uhr schrieb cecil bHut ab für die Review in lyrischer Sprache, Ghost!

Und einen herzlichen Glückwunsch zu deiner Review Nr. 1001!!!!!!!!!!!!!!! :)


Danke dir herzlichst

21.02.2021 21:24 Uhr - Draven273
User-Level von Draven273 4
Erfahrungspunkte von Draven273 241
Den Film lasse ich mal so stehen. Aber mit dieser Arbeit, zeigst Du wieder, wieso Du dich durchaus als einer der Meister für Reviews bezeichnen kannst. Eine wirklich tolle Arbeit, schön zu lesen, mal wieder was völlig anderes, Deine damalige Arbeit kenne ich ja auch und daher kann ich Dich zu diesem Werk nur wieder beglückwünschen. Hut ab, meine Hochachtung in diesem Fall.

21.02.2021 22:34 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 19
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 7.469
21.02.2021 21:24 Uhr schrieb Draven273Den Film lasse ich mal so stehen. Aber mit dieser Arbeit, zeigst Du wieder, wieso Du dich durchaus als einer der Meister für Reviews bezeichnen kannst. Eine wirklich tolle Arbeit, schön zu lesen, mal wieder was völlig anderes, Deine damalige Arbeit kenne ich ja auch und daher kann ich Dich zu diesem Werk nur wieder beglückwünschen. Hut ab, meine Hochachtung in diesem Fall.


Meister...naja...aber Top 10^^^^^^^^

22.02.2021 16:26 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 9
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 1.258
Keine falsche Bescheidenheit, die Qualität, welche Du ablieferst, ist über jeden Zweifel erhaben und Top!

Und jetzt fängt der Ghost auch noch zum reimen an :-)))

Dass lesen habe ich genossen! Danke für das tolle Review!

22.02.2021 17:34 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 19
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 7.469
22.02.2021 16:26 Uhr schrieb TheMovieStar
Keine falsche Bescheidenheit, die Qualität, welche Du ablieferst, ist über jeden Zweifel erhaben und Top!

Und jetzt fängt der Ghost auch noch zum reimen an :-)))

Dass lesen habe ich genossen! Danke für das tolle Review!


Jetzt ist nicht so ganz richtig^^^^^^^2017 in meinem Macbeth-Review, war mein Debüt hierzu. Jedenfalls danke für das Kompliment

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