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Des

Herstellungsland:Großbritannien (2020)
Genre:Drama, Krimi, Thriller, Historie
Bewertung unserer Besucher:
Note: - (0 Stimmen) Details
inhalt:
Wenn aus einem scheinbar normalen Abflußrohr ein Überrest eines vermeintlich menschlichen Knochens auftaucht, ist das schon ein Indiz das in besagter Wohnung seltsame Dinge vorgehen. Wenn dieser Mieter dann noch freimütig gegenüber der Polizei zugibt, daß noch weitere menschliche Körperteile zu finden wären, sollte man von einer schwer gestörten Persönlichkeit ausgehen, doch die Wahrheit dahinter, ist noch viel perfider.
eine kritik von ghostfacelooker:

Diese auf wahren Begebenheiten und Hintergründe basierende Kurzfilmdokumentation, ist wie ein typisch britischer Kriminalfall inszeniert, was bedeutet, daß man meist mit den ermittelnden Personen in den seltensten Fällen Sympathie aufbauen kann und ihr höfliches Auftreten, meist einer Faulheit, oder wie in diesen Werk von höherer Instanz aufgebürdete Untätigkeit gleichzusetzen ist.

Mit dieser Verfilmung des Serienkillers, ist dem Regisseur Lewis Arnold, der diese Miniserie basieren auf den Seiten von Brian Masters Killing for Company drehte, welcher von Jason Watkins dargestellt wird und tatsächlich Dennis Nielsens, alias Des,  Biographie schrieb, aber und vor allem durch David Tennant, ein makaberes Kunststück gelungen.

Tennant, der fünf Jahre Dr. Who spielte, und ebenso als Dämon in der Serie Good Omens zu sehen ist, ähnelt dem echten Mörder, fast bis auf die Haarspitzen. Allein seine Performance, bietet ironischerweise in ihrer zurückhaltend, höflich aber auch subtil provokativen Art, dieser drei kurzen Episoden, den größten Sympathiefaktor.

Jene surreal zu nennende Sympathie, begegnet uns als Zuschauer ebenso, wie den Ermittlern welche mit Bundy, Dhamer,Joseph James DeAngelo Jr, Edmund Kemper oder Nielsen längere Zeit in Kontakt kommen und deren meist redseligen Charakter ergründen müssen.

Nielsen war wie DeAngelo jr. selbst ehemaliger Polizist, was einerseits eine zusätzlich moralische Widerwärtigkeit inkludiert,  anfangsaber gleichzeitig dessen Verschleierungsmethodik zur Entledigung der Opfer teilweise stümperhaft erscheinen lässt, denn er begann die Körper in seiner Wohnung unter Dielenbrettern zu „verstecken“, bevor er später dazu überging, die Leichen entweder zu begraben, oder zu verbrennen.

Sein Pendant ist der eher zu bemitleidende Inspektor Peter Jay alias Daniel Mays. Seine fast an einen, unter der Oberfläche aufgrund seiner privaten Schwierigkeiten brodelnden Nervenzusammenbruch grenzende Art, erzeugt größtenteils Bedauern, welches durch die zwar bestehenden Fakten und Geständnisse, die jedoch größtenteils aufgrund mangelnder Beweise zu Indizien verkommen, nur noch verstärkt wird.

Man spürt deutlich, daß europäische Polizeiarbeit nicht nur damals, sondern auch heute oft, aufgrund leidlich bürokratischer Vorgängen oder durch  geschickte Winkelzüge nebst ruhloser Argumentation emotionsloser Rechtsbeistände, torpediert und somit eigentlich auf der Hand liegende Gerechtigkeit ausgehebelt werden kann.

Selbst wenn diese drei Episoden stilistisch genau wie visuell, mehr einem Krimi als einer Dokumentation gleicht, und man auf explizite Darstellungen der Morde verzichtet, gerade durch Tennant´s bravuröser Darbietung welche sich während der ganzen Serie in den abgeklärt wirkenden Dialogen seiner Figur widerspiegelt , wiedereinmal die unfassbar tief schmutzigen Abgründe eines solchen Wesens gezeigt.

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Kommentare

01.03.2021 23:51 Uhr - Lukas
Das klingt nach einer durchaus spannenden Kurzfilmdokumentation!
Korrigierend sei angemerkt, dass der gute Mann nicht Tennet, sondern Tennant heißt und den Doctor nicht seit 15 Jahren, sondern im Zeitraum von 2005 - 2010 verkörpert hat.

02.03.2021 08:52 Uhr - Draven273
User-Level von Draven273 4
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Kommt danach noch Der, Die und Das? Oder Den? :) Spaß beiseite. Ne nette kleine gemütliche Vorstellung, die mir auch mal wieder zusagen könnte, da meine Watchlist, was Deine Vorstellungen angeht, sowieso stetig wächst, kommt der da mal mit drauf. So wie sich der ganze Spaß aber liest, werde ich den wohl relativ schnell anschauen. Schön reviewt Herr Ghost :)

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