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Phantom Kommando

(Originaltitel: Commando)
Herstellungsland:USA (1985)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Thriller
Alternativtitel:Phantom Kommando, Das
Phantom Commando
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,94 (190 Stimmen) Details
inhalt:
Da ist die Terrorbande wohl an den Falschen geraten. Um John Matrix (Arnold Schwarzenegger), ehemals Kommandant der geheimen Eliteeinheit "Silver Stars", unter Druck zu setzen, entführt sie seine Tochter. Er soll die Putschpläne seines Erzfeinds, eines südamerikanischen Ex-Diktators unterstützen. Doch wer sich mit Matrix anlegt, kriegt es mit einer Ein-Mann-Armee zu tun, die nicht mehr zu stoppen ist, wenn sie sich einmal in Marsch gesetzt hat.
eine kritik von kable tillman:
Matrix reloaded nicht

"Phantom Kommando" (im Original schlicht mit "Commando" betitelt) ist einer dieser Filme, die man eigentlich nicht fair oder objektiv bewerten kann. Ich probiere es diesmal und nehme meine rosarote Fan-Brille ab für dieses Review.

John Matrix (Arnold Schwarzenegger, der hier einen der wohl coolsten Film-Namen ever trägt), ehemaliger Offizier einer US-Spezialeinheit, lebt zurückgezogen mit seiner Tochter Jenny. Blöderweise findet das eine Gruppe übler Terroristen heraus, die schon die anderen ehemaligen Mitglieder der Spezialeinheit über den Jordan geschickt hat. Im Gegensatz zu seinen Kollegen werden John und Jenny nur entführt. Das "Wieso, weshalb und warum" zu erklären wäre auch schon zu viel des Guten.

Zuerst zum Positiven: Der Film bietet damals wie heute sagenhaft komische Momente genauso wie sagenhaft sagenhafte Actionszenen. Selten waren knappe 90 Minuten so straff inszeniert, so unterhaltsam und so kultig zugleich. Egal ob man über die nahezu nur aus lässigen One-Linern bestehenden Dialoge lacht, einen die damals wie heute herrlichen Actionszenen packen oder man einfach nur einen nostalgischen Ausflug in die Zeit unternehmen will, in der CGI noch nicht jeden Blockbuster wie aus der Retorte erscheinen ließ: "Phantom Kommando" unterhält jeden famos. Und, ohne zu viel verraten zu wollen, das Finale hat es in sich und übersteigt in puncto Rasanz und Unterhaltungswert die meisten aktuellen Actionfilme spielend. Viel mehr Worte will ich eigentlich gar nicht verlieren, denn dieser Film ist einfach zu 100% Kult und darf in keiner Actionfilmsammlung fehlen.

Nun leider zum Negativen: "Phantom Kommando" ist kein guter Film nach klassischer Definition, sondern ein Vertreter der Gattung 'Guilty Pleasure'. Wirklich talentierte Schauspieler? Gibt's nicht, auch wenn Vernon Wells, hier als muskelbepacktes Freddie Mercury Double zu sehen, einen herrlich verrückten Antagonisten spielt. Die Darstellerin der Cindy, Rae Dawn Chong, sah man später übrigens ebenfalls im Rassismusdrama "Die Farbe Lila". Mehr als eine charmante Leistung liefert sie in "Phantom Kommando" jedoch auch nicht ab. Und die steirische Eiche spielt selbstironisch und mit beeindruckender Präsenz, aber versteinerter Mine. Dialoge? Nur wenige und diese sind sehr sehr kurz, vorwiegend witzig, gewollt grimmig und pathetisch. Ausnahmslos. Logikfehler? En masse. Eine glaubwürdige Handlung bietet "Phantom Kommando" nicht, will es aber auch gar nicht. Billige Spezialeffekte? Zugegeben, leider überzeugt einen nicht mehr jede (Action-)Szene. Der Trash-Pegel ist bei einigen offensichtlichen Tricks und Kniffen sowie bei Szenen wie dem abenteuerlichen Sprung aus dem Flugzeug zu Beginn des Films enorm. Wer damit keinerlei Probleme hat, der wird mit grandiosen 90 Minuten Actionkino der Schwergewichtsklasse belohnt, wo coole Sprüche, harte Kerle und blutige Schießereien die Szenerie bestimmen.

Die Zensurvergangenheit von "Phantom Kommando" ist lebendig. Jahrelang indiziert gab es den Film in Deutschland nur in bis zur Unkenntlichkeit geschnittenen TV-Ausstrahlungen oder VHS Fassungen zu sehen. Mittlerweile ist er von dieser Bürde erlöst und es gibt ihn nahezu überall ungeschnitten auf DVD und Blu-ray zu kaufen mit einer nichtdestotrotz berechtigten FSK-18 Freigabe, den zimperlich geht in dieser Action-Perle niemand zu Werke. Vor allem eine Szene, in welcher Held John Matrix kreativ die Utensilien eines Gartenhäuschens zur Notwehr einsetzt, könnte kaum derber ausfallen. Ein urkomisches, blutiges Highlight von "Phantom Kommando". Dieses Review bezieht sich auf die Kinofassung und den Director's Cut. Letzterer geht in kurzen Dialogen etwas tiefgründiger auf die Beziehung zwischen Vater und Tochter ein und ist daher empfehlenswerter. Könnt ihr euch noch erinnern, wie ich am Anfang meinte, dass ich die rosarote Fan-Brille absetze? Ja? Das war eine Lüge. 10 von 10 Punkten! Die Höchstwertung für dieses Action-Juwel der 80er Jahre.
10/10
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