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Open Water: Cage Dive

Originaltitel: Cage Dive

Herstellungsland:Australien (2017)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Horror, Drama, Thriller
Alternativtitel:Open Water 3
Open Water 3: Cage Dive
Under The Deep
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Um sich für eine neue Reality-Show zu bewerben, wollen drei Freunde ein aufregendes Bewerbungsvideo drehen. Sie planen einen Tauchgang auf dem offenen Meer. Die Digitalkamera immer dabei, lassen sie sich von dem Reiseleiter in einen Käfig ins Wasser absetzen. Das Ziel: umherschwimmende Haie vor die Linse zu bekommen. Plötzlich wird das Schiff von einer riesigen Welle erfasst und geht unter. Die Freunde schaffen es gerade noch, sich aus dem sinkenden Käfig zu befreien. Doch ohne jeglichen Schutz werden die Haie für die Gruppe zu einer echten Gefahr! (Splendid Film)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von draven273:

Wer mich nun schon ein bisschen kennt, weiß das ich ja neben meinen anderen Reviews, immer mal wieder zu meinen geliebten Hai- Filmen komme. Da es in diesem Bereich entsprechend viel Auswahl gibt, habe ich also genug Kanonenfutter, was ich in den kommenden Monaten oder gar Jahren auf Euch loslassen kann. Heute geht es also weiter mit Open Water Cage Dive.

Open Water Cage Dive ist ein australischer Horrorthriller aus dem Jahre 2017, den der gute Herr Gerald Rascionato (Triassic Hunt, Circle of Lies) zu verantworten hat, dieser war auch als Produzent, Cutter und Drehbuchautor tätig. Cage Dive ist inzwischen der dritte Ableger der Open Water Film- Reihe. Produziert wurde der Ableger von Charles M. Barsamian (Pio, Deadtectives), Rana Joy Glickman (Fun- Mordsspaß, Vaxxed- die schockierende Wahrheit?), Paul und Wilma Adams, Jacob H. Gray und Pete Valley (Project Eden, 500 Miles). Cage Dive hat bei uns die Freigabe ab 16 erhalten und läuft knapp 80min.

Die Brüder Jeff (Joel Hogan/ Chameloen, Actor hor Hire) und Josh Miller (Josh Potthof/ The Umbrella, Life on the Road) und Jeffs Freundin Megan Murphy (Megan Peta Hill/ Chroniken von Narnia, Vampire Dinner), haben die tolle Idee, ihr Partyleben mit einer Hai Tauch Tour anzureichern. Wie die jüngere Influencer und Youngster Generation nun mal so ist, muss ständig ein neuer Adrenalinkick her. Obwohl Megan etwas verängstigt ist, lässt sie sich von den Brüdern relativ schnell überreden. Gesagt getan, sie finden einen Veranstalter für Shark Cage Diving in Australien, zudem wollen sie den ganzen Spaß auf diversen Kameras festhalten, um sich mit dem Videomaterial bei einer Realityshow zu bewerben. Die Drei kommen kurze Zeit später dann in Australien an. Dort treffen sie nach einem kurzen Aufenthalt auf eine andere kleine Gruppe von Cage Divern. Es geht endlich ab aufs Meer. Wie bei dieser Art von Veranstaltungen üblich, wird der Haikäfig immer wieder gruppenweise ins Wasser gelassen. Als sich Josh, Jeff und Megan im Käfig befinden, wird das Boot von einer Riesenwelle erwischt und kentert. Alle können sich noch rechtzeitig aus dem Käfig befreien und an die Wasseroberfläche retten. Wie viele der anderen Mitglieder ertrinken wird nicht ganz klar, der Großteil schafft es aber sich ebenfalls zu retten. Vorläufig, denn kaum hat das Drama stattgefunden, stoßen ein paar freundliche weiße Haie zu dem Szenario. Angelockt von dem Blut eines sterbenden Tauchkumpanen der ungünstiger Weise die Spezialfähigkeit besitzt, die Hälfte seines Gesichtes zur Seite klappen zu können. Ob er dies schon vor dem Unfall konnte, ist mir nicht bekannt, auf jeden Fall ist diese Fähigkeit doch sehr unappetitlich. Für die Haie jedoch ein gefundenes Fressen, denn die Jungs haben anscheinend die letzten zehn Jahre nichts zu essen bekommen und schnappen sich nun ein paar der übrig gebliebenen Taucher. Vorerst können sich unsere drei Hauptprotagonisten den Haien erwehren, doch die Lage scheint aussichtlos….

Ich bitte meine leicht arrogante, sarkastische Art zu entschuldigen. Open Water Cage Dive habe ich mir mal wieder als quasi Blindkauf, nach Sichtung des Trailers zugelegt. Und ja, ich gebe es zu, der Trailer machte einen mal gar nicht sooo schlechten Eindruck auf mich. So kann man sich aber mal wieder täuschen, und warum das so ist, dazu komme ich jetzt.

Cage Dive ist eine sogenannte Mockumentary im Stil von Blair Witch Project. Somit willkommen bei der Wackelkamera und wenn ich sage Wackelkamera, dann meine ich auch Wackelkamera. Klar trägt dies zu einem gewissen Anteil zum Realismus bei, dass war es dann aber auch schon. Der Film spielt auf drei Zeitebenen, einmal wird uns ein Taucher präsentiert, der die Kamera der Gruppe aus dem Wasser fischt, sich das Video anschaut und um entsprechende Freunde der Gruppe zu finden, das Videomaterial auf diversen Internetportalen veröffentlicht. Zeitweise gibt es dann auch noch wenige Aufnahmen von den Rettungsteams, die auf der Suche nach den Überlebenden sind und eben halt unsere Gruppe, die diese Videos aufgenommen haben.

Insgesamt spielt sich das Ganze nach Schema F ab. Und alles haben wir auch schon gefühlt etliche Male gesehen, und zwar besser als hier. Der Anfang wie gewohnt schön hingezogen, Party machen, wilde Aufnahmen von Achterbahnfahrten, rumturteln, Sprüche abfeuern, paar Landschaftsaufnahmen fertig. Kann man Bezug zu den Darstellern aufbauen? Nein, viel zu sinn- und emotionslos das ganze Getue. Typisches Proll- und Rammel Gehabe. Dann kommt der Tauchgang, das Drama geschieht und danach nimmt das richtige Drama erst seinen Lauf. Auch wenn es schön wäre, aber Hai Filme müssen nicht realistisch sein, zumindest nicht, wenn sie genügend andere Dinge bieten, wie einen vernünftigen Bodycount, Spannung, Handlung, Blut und Gekröse oder sie machen einfach Spaß trotz der Unlogik, ein passender Vertreter wäre da zum Beispiel Bait 3D- Haie im Supermarkt.

Hier habe ich für meinen Teil aber gar nichts. Handlung naja, nicht viel möglich, denn es geht um ein paar Leute im Wasser, dies hatten wir auch schon in den anderen beiden Vorgängern, da konnte man aber mit den Anwesenden mitfühlen. Hier sind und waren mir die Leute wirklich egal. Spannung wäre auch ganz nett, ja, ich bin bestimmt nicht emotionslos, das Gefühl über etliche Stunden, vielleicht sogar Tage im Wasser zu treiben, ist auch mir nicht ganz geheuer, wobei ich liebe das Wasser. Aber wie man sich die ganze Zeit so dumm, ja strunzend dumm verhalten kann, ist schon nicht mehr lustig anzusehen. Dazu gesellt sich die Kombi, dass man versucht, den Film damit aufzuwerten, dass die anwesenden Haie so blutrünstig und gemein seien, dass den Protagonisten gar nichts anderes übrig bleibt, als sich total verwirrt, dumm und bescheuert zu verhalten. Nein danke. Dies hätte vielleicht sogar funktioniert, wenn ihr lieben Drehbuchschreiber und Produzenten nicht versucht hättet, so viel Unlogik bei den Haien reinzuschreiben, dass es mir schon echt weh tut.

Und da muss ich jetzt auch nochmal weiter raushauen. Also die Haie fangen an die ersten Leute zu fressen, nach zwei oder drei Personen hören sie aber auf. Wieso? Kein Hunger mehr??? Haie zerfleischen ihre Beute nicht, sie beißen von der Beute Stücke ab oder heraus. Haie zerkauen ihre Nahrung auch nicht, sondern schlucken sie runter, den Rest übernimmt das Magensystem. Die Toten sind aber komplett aufgefuttert. Zudem wird das Wasser bei drei Toten nicht mal rot, Sekunden vorher werden die Tiere aber wie aus dem Nichts von ein paar Tropfen Blut angelockt. Witzig ist auch das die Haie tagsüber essen und anscheinend nachts schlafen. Hey, kenn ich, ich schlafe auch nachts. Dumm nur, dass die Hauptjagdzeit von Haien die frühen Abend- oder die frühen Morgenstunden sind. Also in der Tageszeit, in der wir Menschen noch weitaus weniger Chancen haben etwas zu sehen und als Beute zu entkommen, hier legen die Haie aber eine Ruhepause ein. Warum versucht ihr eigentlich immer vor einem angreifenden Hai wegzuschwimmen???? Ihr trefft dort auf den absoluten, unangefochtenen Spitzenpredatoren aus dem Wasser, mal abgesehen vom Orca, und ihr wollt diesem evolutionstechnischen Superpredator wegschwimmen, in seinem Revier dem Wasser???? Da wäre jeder Abwehrversuch logischer. Und in den anderen Filmen wollen die Protagonisten auch raus aus dem Wasser, schon klar, dies ist hier gar nicht möglich, denn weiter vom Festland entfernt sein als hier kann man gar nicht.

Die Liste könnte ich noch um etliche Punkte erweitern, aber macht hier keinen Sinn. Vor allem gibt es dann auch Szenen wo wieder eine Person nachts in die Kamera heult, Blair Witch lässt grüßen. Dann hat die Freundin von Jeff auch noch was mit Josh am Laufen, dies muss natürlich noch ausdiskutiert werden…. Ach ja, was geht mir das Herz auf….

Musik gibt es in dem Film auch, diese trägt so viel zur Spannung bei, wie wenn ich versuchen würde Beethovens 5te auf meinem kleinen Keyboard zu spielen. Die Kamera erwähnte ich bereits und diese wird im Laufe des Filmes auch nicht besser. Die Darsteller sind allesamt austauschbar. Die Haie nett anzusehen, in den wenigen Fällen in denen man sie sieht, definitiv aus echten Aufnahmen zusammengetragen. Blut…. Ja hier und da treibt mal was im Wasser, richtig große, dramatische oder eklige Schauwerte sucht man hier aber auch vergebens. Einzig und allein die Szene mit dem Kopf sah nett aus. Die Zeit vergeht bei 80min. relativ schnell, man erwischt sich aber doch dabei, wie man auf die Uhr schaut und sich fragt ob jetzt noch was Reißerisches kommt oder eben nicht.

Schade, wirklich schade, ich mache es kurz, Open Water 1 und 2 konnten mich auf ihre jeweilige Art zumindest etwas begeistern und bei Laune halten, hier habe ich mir auch eindeutig mehr erhofft und wurde umso bitterer enttäuscht. Obwohl ich auch keinen Jaws oder The Shallows erwartet habe. Open Water Cage Dive ist in meinen Augen wirklich eine Gurke, kann mich nicht fesseln, nicht vernünftig unterhalten und erfasst mich auch NULL auf der emotionalen Ebene. Deshalb läuft hier alles auf eine 2-3/10 hinaus. Wie immer, ist dies nur mein Eindruck, wer von Euch gerne mal Hai Thriller sehen mag, so wie ich, denen kann ich nur abraten. Ansonsten wünsche ich viel Spaß.

3/10
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Kommentare

08.04.2021 09:41 Uhr - McGuinness
1x
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Von der " Open Water " - Reihe kenne ich bisher keinen einzigen Teil, obwohl ich von Freunden immer hörte, dass der zweite Ableger ganz ordentlich sein soll ?

Wenn ich mir die Filme doch noch mal anschauen sollte, dann verzichte ich aber liebend gerne auf diese langweilige Heulboje hier, denn deine toll verfasste Review, nebst deinem Fachwissen zu den Königen der Meere, hat mir nur allzu deutlich gezeigt, weshalb ich hier in einem großen Bogen um dieses Meisterwerk herumschwimmen sollte 😉

08.04.2021 13:38 Uhr - onkeldan
1x
Gute review zu einem echten schnarcher.fand den furchtbar langweilig. Und bei bait-haie im Supermarkt muss ich dir recht geben. Hatte mehr spass damit als ich zuerst dachte. Seh den immer wieder gern.

08.04.2021 14:41 Uhr - shharry2
1x
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Schönes Review, hat mir den Film allerdings nicht schmackhaft gemacht, was wohl von dir beabsichtigt ist. ;-)

Ich glaub, de ersten Open Water habe ich vor vielen Jahren mal gesehen, ist doch der, wo sie nicht mehr auf das Schiff/Segelboot kommen und das Baby noch dort oben liegt, oder?

08.04.2021 15:14 Uhr - sonyericssohn
2x
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... Spezialfähigkeit.....😆

08.04.2021 17:39 Uhr - Draven273
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@McGuinness vielen Dank mein Lieber :) Leider ist das Ding hier wirklich ein Schnarcher, der Trailer sah gar nicht verkehrt aus, aber das war ne Nullnummer. Nun, immerhin gut für einen Verriss. Die ersten beiden Teile könnte ich Dir zu einem gewissen Punkt sogar empfehlen. Vor allem ist Teil 2 eine schöne Steigerung, dafür kam dann jetzt der Tiefpunkt.

@onkeldan vielen Dank auch Dir. :) Zu Bait wollte ich in absehbarer Zeit auch was rausbringen und ja, der hat was spaßiges :)

@shharry2 vielen Dank :) Auch von Dir freue ich mich immer gerne über Lob. Das was Du beschreibst ist Teil 2, für mich auch der beste Teil der Reihe. Die ersten beiden Teile gehen tatsächlich, der hier ist dafür fast schon böse Zeitverschwendung.

@sonyericssohn..... hey :) Spezialfähigkeiten sind super :)

08.04.2021 17:51 Uhr - sonyericssohn
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Ich fand die Erklärung so geil ! 👍 Bilder im Kopf.....🤪

08.04.2021 19:56 Uhr - cecil b
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Scheiße kann man nicht polieren. Aber man kann aus ihr Gold machen. Da oben ist ein Beispiel dafür. :)

08.04.2021 22:54 Uhr - Draven273
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@cecil b vielen Dank :) ich versuche weiter zu polieren :)

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