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Desperado

Herstellungsland:USA (1995)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:El Mariachi 2
Bewertung unserer Besucher:
Note: 8,97 (122 Stimmen) Details
inhalt:
Hätten die Bewohner des zwielichtigen mexikanischen Grenzstädtchens gewusst, was da in der flirrenden Hitze des Sommertages in Gestalt eines schwarzgekleideten Desperados (Antonio Banderas) über sie kommt, sie hätten die Fensterläden geschlossen und keinen Fuß mehr vor die Tür gesetzt! Denn der mysteriöse Fremde ist auf einem blutigen Rachefeldzug: der Drogenbaron Bucho (Joaquim De Almeida) erschoss seine Geliebte. Seitdem hat der dunkle Mariachi-Sänger die Gitarre in seinem Koffer gegen ein Arsenal großkalibriger Waffen getauscht. Nichts kann ihn aufhalten - und jeder, der sich ihm in den Weg stellt, endet blutend im Straßenstaub...
eine kritik von ghostfacelooker:

Der damals nicht wirklich so bekannte Ausnahme Regisseur, Robert Rodriguez, drehte seinen, für mich kaum wirklich eindrucksvollen El Mariachi,1992 als einen Lowbudget-Actionfilm und allein diesen Aspekt sollte man ihm zugute halten, denn hätte er damals die finanziellen Möglichkeiten gehabt, wäre aus dem ersten Teil, wahrscheinlich mehr dieser Film, also Desperado geworden.

Natürlich besitzt Desperado eine Vorgeschichte, welche man in Rückblenden als Erinnerungssegmente zu sehen bekommt, die aber wiederum nicht die des tatsächlichen Vorgängers ist, auch wenn dessen Hauptdarsteller auch in diesem Sequel als Companero, Campa von Antonio Banderas, mit von der Partie ist.

Banderas und Carlos Gallardo täuschten also die Rollen und bestimmt war es für Film und Regisseur besser, daß man Armand den Vampir oder Miguel den Killer nun auch als Desperado gewinnen konnte, um den Film so mehr Aussagekraft beim Publikum, welches vielleicht den Vorgänger des Regisseurs oder diesen selbst noch nicht kannte, zu geben.

Allein die Eröffnungssequenz mit einem vorwitzigen Steve Buscemi, der allen Anwesenden eine Geschichte „vom bösen Mexikaner, oder (kanner nicht)"  erzählt, wird nur noch durch den eigentlichen Auftritt des Hauptdarstellers und seiner „Ja hola erstmal“ Mentalität und bleihaltigen Argumenten unterstrichen.

Zumindest seit Braindead, habe ich kaum soviele Tote und Gagdichte in ein und der selben Szene erleben dürfen wir hier, aber eigentlich ist genau das, neben den süffisanten Dialogen die Würze des Films, denn er will sich nur halbgar selbst so richtig ernstnehmen, was man unter anderem daran sieht, daß fast nach jeden Toten oder kurz bevor jemand über den Jordan geschickt wird, Regisseur Rodriguez dies mit schwarzem Humor zu begleiten versteht.

Beispielsweise am Auftauchen seiner damaligen Frau und ihrer Girls-Gang, in welcher auch Rodriguez´ leibliche Schwester Elisabeth steht merkt, die selbst im Service tätig sind und sich über selbigen beschweren, während man grade dabei ist den blutigen Fußboden zu säubern und deshalb nicht tatsächlich geschlossen hat, sondern sie schroff darauf hinweist, an leer geschossenen Kanonen von Held und Antagonist gerade als man zum Blattschuß ansetzt, Autounfällen weil man verständlicherweise mehr auf die äußerst attraktive Salma Hayek als den Verkehr achtet, oder aber seine eigenen Leute killt, weil man von ihnen als Bösewicht genervt ist.

Diese Rolle wird ebenso wie Banderas´ Hauptrolle, perfekt von Joaquim De Almeida verkörpert, der mit seiner zynisch humorvollen Art, eigentlich nicht wirklich einen Bösewicht darstellt, sondern total sympathisch wirkt und man ihm sogar seine halb cholerischen Anfälle, die meist der Unfähigkeit seiner Männer geschuldet sind, verzeihen mag.

Interessant ist hierbei auch, daß Bucho eigentlich nicht von De Almeida, sondern Raul „Gomez Addams“ Julia hätte gespielt werden sollen, wobei dieser leider davor verstarb, während nicht Salma Hayek sondern Jennifer Lopez für die weibliche Hauptrolle vorgesehen war.

Wer diesem Review, ob seiner Kürze nun weniger gewillt gegenüber steht, kann gern die anderen Beiträge der Kollegen auf dieser Seite nachlesen, denn bis auf des Herrn Kaisers Soze stimmen alle überein, das dies auch heute noch ein eindrucksvoller Film ist, wenn man den Humor und durchaus gewollte überzogene Actionszenen mag.

Einzig und damit gehen Grüße an den vormals für mich versiert empfunden Kollegen raus, stimme ich mit ihm im Showdown überein, daß dieser, dem Regisseur wegen der Freigabe eigentlich nicht geplante Kürzungen erlitt, in der Rodriguez, den wortwörtlichen Showdown extrem kürzte, aber Inhalte davon im Kontext bei dessen Nachfolger, Once Upon a Time in Mexico, verwendete.

Nichts desto trotz bleibt dieser Film mit seinem fulminanten Nachfolger,bei Actionfreunden wie mir, weiterhin Hoch im Kurs und wer weiß ob der gute Robert Rodriguez nicht doch irgendwann einmal einen Mexico-Extended Cut bringt, denn auch er ist ein Mexi can und schneidet seine Filme selbst.

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Kommentare

17.04.2021 17:41 Uhr - McGuinness
2x
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Dem ist nichts mehr hinzuzufügen 😉

18.04.2021 12:16 Uhr - Draven273
2x
User-Level von Draven273 4
Erfahrungspunkte von Draven273 241
Jo, dass ist mal ne ganz andere Meinung zu Desperado :) Muss jeder so sehen wie er will. Wie ich auch in dem anderen Desperado Review schrieb, nach altem Kenntnisstand würde ich dem wohl ne 8 geben. Ist aber schon Jahre her. Auch Du bringst mir wie üblich alle Argumente gut rüber, kenne ich auch nicht anders. Somit geht das hier für mich auch völlig in Ordnung. Der Kontrast war sehr interessant zu lesen.

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