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Irgendwann in Mexico

Originaltitel: Once Upon A Time In Mexico

Herstellungsland:USA, Mexiko (2003)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Desperado II - Once Upon a Time in Mexico
El Mariachi 3
Irgendwann in Mexiko
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,61 (53 Stimmen) Details
inhalt:
El Mariachi (Antonio Banderas) hatte sich einem Leben in Einsamkeit ergeben. Aus diesem wird er jedoch jäh herausgerissen, als ihn der undurchschaubare CIA-Agent Sands (Johnny Depp) für einen tollkühnen Mordplan gewinnen will, in den der Präsident von Mexiko, ein kompromissloser Drogenbaron (Willem Dafoe) und ein korrupter General verwickelt sind. El Mariachi hat seine eigenen Gründe dafür, warum er den Auftrag annimmt: Er will Rache. Und so schart er seine zwei einzigen Freunde um sich und zieht in eine Schlacht, in der nur der überleben wird, der an die Liebe, die Freiheit und ein aufrechtes Mexiko glaubt.
eine kritik von ghostfacelooker:

Fulminant, ist nicht nur ein gern von mir benutztes Attribut, sondern bezeichnet den Abschlußteil von Robert Rodriguez´s El Mariachi-Trilogie, die er auch auf Drängen seines „Bruders im filmischem Geiste“, Quentin Tarantino, kurz vor dem berüchtigten Streik der Schauspielergewerkschaft abdrehte, der wiederum Auswirkungen auf andere Produktionen und deren Budget hatte.

Antonio Banderas, und seine Carolina, sind natürlich wieder die Hauptfiguren, wenngleich ihr Schicksal zwar an den Vorgänger anschließt, hier aber in Rückblenden erzählt wird, was wir ja auch schon als Stilmittel von dem Regisseur durch seine früheren Werke kannten.

Salma Hayek, die Rodriguez nach eigenen Angaben als indirekter Talisman dient, füllt ihre Screenzeit mit beeindruckendem Körpereinsatz, nicht extra zu erwähnendem Sexappeal und einer Brise Humor aus.

Doch die beeindruckendst und gleichsam zynischste Rolle, verkörpert kein geringerer als Johnny Depp ,der hier einen zwielichtig durchtriebenen CIA Agenten namens Sheldon Sands darstellt, der in der zweiten Hälfte seiner Performance sein schon eingeführt blutiges Handwerk quasi mit geschlossenen Augen perfektioniert.

Eine Rolle für die der spätere Captian Sparrow gar nicht einmal vorgesehen war, denn vor ihm sollte einer der Seth Gecko, alias George Clooney die Rolle spielen. Da der nicht verfügbar war, entschied man sich erst nach Kurt Russell, Bruce, Willis, Sean Penn, für den ehemaligen 21 Jump Street-Cop.

Für mich persönlich die beste Entscheidung, wobei der für skurrile Rollen prädestinierte Cage, welcher ebenfalls angefragt wurde der Figur bestimmt auch eine unverwechselbar, interessante Note verliehen hätte, was vielleicht nur noch von Tarantino der Cucuy hätten spielen sollen getoppt worden wäre.

Depp trägt den Film und ist die wirklich sarkastische Balance zwischen den Grauzonen. Nein er ist das Zwielicht selbst, zwischen dem Helden, welchen Banderas erneut in gewohnter Desperado-Manier mimt und den Antagonisten. 

Selbige sind nicht leicht in dem Film zu unterscheiden, denn außer Mickey Rourke, als Billy Chambers, und Danny Trejos als Anti-Mariachi Cucuy, sind ihre Verhaltensweisen vielschichtiger Natur, aber mit Eva Mendes, Rubén Blades, Enrique Iglesias, Willem Dafoe und natürlich Cheech Marin, bis in die kleinsten Rollen hochkarätig besetzt.

Schade, daß ein ehemals ebenso hochkarätig zu nennender Schauspieler hier nicht nur zu einem Zerrbild seiner einstigen Ausstrahlung, sondern auch seines Talents geworden ist, und seine Figur ebenso von jedem anderen Schauspieler besser hätte gespielt werden können. Dies gilt aber meiner Meinung nach ebenso für Iglesias´Figur.

Sei es drum. Der leicht verschachtelt und emotional tiefgründigere Storyplot, der temporeiche Actionanteil und die blutigen Shootoouts machen die marginalen Schwächen des Films wett.

Somit ist Once Upon a Time in Mexico, nicht nur ein würdiger Abschluß der Sage, sondern wurde als einer der wenigen Filme der damaligen Zeit bereits digital mit einer Sony HDW-F900 Kamera, gedreht wurde, was man auch in den interessanten Extras der Bluray erfahren kann.

Natürlich könnte man dem Regisseur, Kameramann und Cutter seiner eigenen Werke, Lieblosigkeit durch höher Budget an der Geschichte vorwerfen. Blickt man jedoch tiefer ist der Film ein waschechter Rodriguez wie Actionfreunde ihn seit El Mariachi nun mal lieben.

Oder wie er es nennen würde, ein Flick. Mit zahlreich, schwarzhumorigen Pointen, in verspielten Klischees, welche in rhythmisch, eleganten Gewand an Hongkong-Kino a lá John Woo erinnern laßen und insgesamt nur davon zeugen, wie sehr der Regisseur seine Arbeit und die Welt die er zu erschaffen weiß liebt.

 

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Kommentare

18.04.2021 12:30 Uhr - Draven273
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Ich weiß noch wie sich die Leute damals die Mäuler über diesen Film zerrissen haben. Der wurde auch schlechter gemacht als er in Wirklichkeit ist. Ist aber nur meine bescheidene Meinung. Die Review gibt mir ein passendes und passables Bild wieder, auch hier sind schon Jahre vergangen seit der letzten Sichtung, aber mir hat er bei der letzten Sichtung noch gefallen. Als einen gelungenen Abschluss würde ich diesen Film auch bewerten. Als gelungen kann man auch die Review bezeichnen, die wieder vom Mann mit den meisten Reviews gekonnt in Szene gesetzt worden ist.

18.04.2021 16:29 Uhr - TheMovieStar
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Oh den habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen.... Müsste den mal wieder schauen um mitreden zu können Ghost. Jedenfalls lesenswertes und qualitativ hochwertiges Review, vor allem die Info mit der Sony CAM wusste ich nicht! Mal schauen vielleicht schaue ich mir demnächst die Teile mal wieder an wenn ich dazu komme....😀

18.04.2021 20:06 Uhr - Ghostfacelooker
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18.04.2021 16:29 Uhr schrieb TheMovieStarOh den habe ich auch schon ewig nicht mehr gesehen.... Müsste den mal wieder schauen um mitreden zu können Ghost. Jedenfalls lesenswertes und qualitativ hochwertiges Review, vor allem die Info mit der Sony CAM wusste ich nicht! Mal schauen vielleicht schaue ich mir demnächst die Teile mal wieder an wenn ich dazu komme....😀

Der gute Robert hat auch ein Puerco Pibil Rezept für das man Leute umbringt in den Extras^^^^

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