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The Fast and the Furious: Tokyo Drift

Herstellungsland:USA, Japan, Deutschland (2006)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action, Krimi, Thriller
Alternativtitel:Fast & Furious 3
Fast & Furious: Tokyo Drift
The Fast and the Furious 3
Wild Speed X3: Tokyo Drift
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,17 (52 Stimmen) Details
inhalt:
Shaun Boswell (Lucas Black) war schon immer ein Außenseiter. Seine Leidenschaft: getunte PS-Boliden durch die Stadt zu jagen. Sein Problem: die Polizei. Seine Lösung: das Rennparadies Tokyo. Hier sind die ultimativen „Drift-Racing-Wettbewerbe" angesagt. Und das heißt Pedal to the Metal-Vollgas bis zur Schmerzgrenze, auf Kursen, die so eng sind, dass sie selbst Fahrradfahrern Schweißperlen auf die Stirn treiben. Achterbahngleich wird hier das Limit an jeder Kurve neu definiert. Bei diesem Spiel mit dem Tod stellt sich für Shaun nur eine Frage: Wird er es überleben?
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Rüpel Sean hat es ja nicht anders gewollt. Wieder einmal ist er mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Jetzt reicht's ! Seine Mutter schickt ihn nach Tokio zu seinem Vater. Dort soll er lernen was es heißt sich zu benehmen, Respekt zu zeigen und sich zurückzuhalten. Dort an der Schule trifft er den Autofreak Twinkie und wirft nebenbei noch ein Auge auf die hübsche Neela. Dieser Twinkie macht ihn schließlich mit der hiesigen Racerszene bekannt, denn auch Sean sitzt gerne mal am Steuer eines schnellen Wagens. Doch in Tokio fährt man nicht nur geradeaus ! Hier zeigen die besten Fahrer ihr Können auf eine völlig andere Art. Und wie es der Teufel haben will legt sich Sean gleich mit dem besten Fahrer der Stadt an…

FAST AND FURIOUS: Tokyo Drift

Die Fast and… Reihe, die 2001 ihren Anfang nahm, gönnte sich bereits 2006 ihr (wenn man so will) erstes Spin Off aus der Hand von Justin Lin. Um der Chronologie zu folgen ist vorliegender Teil nach dem 6. angesiedelt...der 2013 inszeniert wurde. Und bevor's kompliziert wird widme ich mich eben mal...äh...ja….Tokio Drift. Einem Teil der quasi seiner Zeit voraus ist.

Lucas Black (Jarhead) gibt den rennbegeisterten Sean Boswell der sein Ego durch illegale Strassenrennen aufpoliert. Daß sich diverse Mädels dadurch sehr für ihn interessieren dient als nette Dreingabe. Nur meistens sind es jene Damen die bereits unter nem Gehfehler leiden. Sie gehen nämlich mit einem Anderen. Das führt immer wieder zu Ärger und ihn diesmal direkt strafversetzt nach Tokio zu seinem Vater.

Aber zu dem (Brian Goodman) hat er keinen guten Draht. Ein lange währender Disput schwelt und will nicht vergehen. Mit seinen Mitschülern hat Sean mehr Glück und freundet sich mit dem schrägen Twinkie (Rapper Bow Wow...keine Ahnung was der Typ macht) an. Jener hat gute Kontakte zu Autofreaks, jene die es werden wollen und noch viel mehr. So macht er Bekanntschaft mit dem charismatischen Han (Sung Kang...man kennt ihn doch von irgendwo her ? ;-) ). Von ihm soll er noch viel lernen ! Zusätzlich entflammt Seans Herz für die attraktive Neela (Model Nathalie Kelley in ihrem Filmdebüt). Die hübsche Lady ist dem gar nicht so abgeneigt, hat aber diesbezüglich ein Problem…

...denn der schmierige Takashi Kamata (Brian Tee; Austin Powers, Starship Troopers 2) sieht sich als derjenige der in der Stadt das Sagen hat. Und auch er meldet seine Ansprüche an der Dame an, hasst Sean vom ersten Moment an. Dieser Gaijin ist in seinen Augen Abschaum. Nebenbei ist Takashi auch noch der König am Steuer seines getunten Wagens…

"Weisst du was D.K. bedeutet ?"

"Donkey Kong ?"

"Er ist der Drift King, Mann !"

Ja, Familie Toretto hat diesmal Pause. Wie erwähnt spielt die Geschichte nach dem sechsten Teil obwohl der Film selbst bereits 2006 gedreht wurde. Vielleicht dachte man zu diesem Zeitpunkt nicht daß sich die Reihe quasi verselbständigt und regelmäßig neue Teile zu Tage fördert ? Ich weiß es nicht. 

Man könnte sich jetzt darüber streiten ob mit Lucas Black ein passender Hauptdarsteller gewählt wurde. Irgendwie wirkt er im gesamten wie der Klon aus Vin Diesel (Körper) und Paul Walker (Aussehen). Gepaart mit jeder Menge jugendlichem Leichtsinn der Marke -Erst machen dann nachdenken- führt ihn diese Mixtur stets aufs neue in Richtung Polizei. Seine letzte Chance erhält er jetzt in Tokio. Kein Knast, aber Disziplin. Daß er ausgerechnet zu seinem Vater muss missfällt ihm allerdings sehr. Er kann ihm einfach nicht verzeihen (man bekommt zwar nicht viel mit, aber offenbar isser damals einfach abgehauen). Somit macht Sean wieder das was er am besten kann. Sich mit anderen anlegen. Das kommt kaum überraschend, drückt die Geschichte aber in eine recht freche Ecke, macht alles auf seine Weise leicht verdaulich. Was auch an der lockeren Art von Twinkie liegt der wie ein Flummie durch die Szenerie hoppelt und um keinen lockeren Spruch verlegen ist. Auf der anderen Seite steht aber dann Neela die durch ihr elegantes Auftreten an manchen etwas erhabenes mit einbringt. Spielerisch zwar nicht immer überzeugend, aber optisch ziemlich weit vorne mit dabei. Zudem stellt sie ihre Zerrissenheit zwischen Sean und dem fiesen Takashi recht gut dar und kann damit überzeugen. 

Vielleicht liegts am typischen Overacting des asiatischen Schauspiels, aber Brian Tee agiert stets am Rande der Glaubwürdigkeit und darüber hinaus. Sein ach so böses Getue funktioniert kaum und wenns mal ein wenig echt rüberkommt knallt Tee aufs neue drüber (Bedrohung Neelas). Bei seinem Kollegen Sung Kang als Han könnte er sich evtl. was abgucken. Er besitzt diese Ruhe, diesen verschmitzten Charme. Dennoch ist er voll Traurigkeit und Gram. Irgendetwas in seiner Vergangenheit scheint vorgefallen zu sein. Nur langsam öffnet er sich Sean gegenüber… Und er kennt die Racerszene Tokios wie kein zweiter, kann fahren wie kein zweiter. Hat wohl ebenfalls mit seiner Vergangenheit zu tun ? Auch wenn bekanntlich die Fast and… Reihe nicht für ihre tiefgreifenden Storys berühmt ist, macht man sich hier zumindest die Mühe für ein wenig Substanz zu sorgen. Nein, die Charaktere sind auf ihre Art nicht unbedingt interessant. Niemand kann mit einem grandiosen Lebenslauf aufwarten. Aber wenigstens wird versucht sie so zu zeichnen daß man sich launig auf sie einlässt und irgendwann auch gern hat. 

Widmet sich der Film dann aber den Strassenrennen vergisst man schnell daß nicht alle Darsteller auf der Höhe ihres Könnens sind ! Wurde in den Vorgängern, ja auch zeitlich korrekten Teilen, das Hauptaugenmerk auf "normale" Rennen durch Häuserschluchten gelegt, sägt man hier durch enge Haarnadelkurven oder Parkhäuser. Jene Rennen sind das absolute Highlight des Films ! Sei es die erste Herausforderung Seans gegen Takashi, das Training (das Gefrotzel zweier Fischer ist einfach herrlich) um die neue Fahrweise zu erlernen, diverse Verfolgungsjagden usw. In Sachen Action punktet der Streifen in jedem Fall ! Auch wenn manche Sequenzen aussehen als würde a la Star Wars Lichtgeschwindigkeit erreicht. Dieser comichafte Look mag einfach ned passen ! Persönlich gefallen mir  auch die eingestreuten leisen Töne die glücklicherweise ned allzu kitschig ausfallen. Vor allem Han's traurige aber auch fröhliche Art verbindet Rasanz und Ruhe auf angenehme Weise. 

"Das Leben ist einfach. Du triffst eine Entscheidung und schaust nicht zurück."

Ja, wie entscheide ich mich jetzt für dieses Werk ? Einerseits atmet der Teil den Geist der Reihe in jeder Minute. Zwar kein Toretto sondern ein Aussenseiter um den sich alles dreht, aber das ist ja nix schlechtes. Nur ist mir Lucas Black ein wenig zu glatt. Ihm fehlt irgendwie der Biss den man von Walker oder Diesel gewohnt ist. Oder sind das alles nur Vorurteile eben WEIL man was anderes gewohnt ist ? In jedem Fall überzeugt er wenn's darum geht zu rasen. Mehr erwarte ich ja gar ned. Andererseits leistet sich der Film auch ein paar ziemliche Böcke. Wie bereits gesagt ist mir Tee's darstellerisches Gehabe eine Spur zu gewollt. Was dazu führt daß ihm seine Rolle nur bis zu einem gewissen Punkt abkaufen kann...mit zugedrückten Augen. Zudem wirkt Eastern Legende Sonny Chiba in der Rolle des Yakuzabosses wie hineingezwängt, als ob man um jeden Preis noch etwas Krimiflair einbringen wollte. Nebenbei sorgen auch noch so einige miese CGI Effekte (Showdown) für ersticktes hüsteln samt Kopfschütteln. Also bitte, das geht doch besser !

So bleibt ein netter "Ableger" der Reihe mit ordentlich Action, netter musikalischer Untermalung (auch wenn ich HipHop u.ä. nix abgewinnen kann) und starken Sounds, aber nicht immer überzeugenden Darstellern. Sieht man ihn aber im Zusammenhang mit den restlichen Teilen in chronologischer Reihenfolge, funktioniert auch dieser Drift. Nur eben mit einigen Abzügen… Mehr gibt der Streifen einfach nicht her.

 

ses

7/10
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Kommentare

18.04.2021 14:19 Uhr - beebop251
1x
Schön geschriebene Review. Bei mir würde der Film ne 8/10 bekommen. Tatsächlich mein Lieblingsteil. Das Tokyo Setting find ich interessant und Han ist ein sehr gelungener Charakter. Brian Tees Schauspiel mag etwas übertrieben sein, dafür bleibt seine Figur aber auch Gedächtnis. Anders als z.Bsp. die Bösewichte in den Nachfolgerteilen. Lucas Black hat zwar nicht so sehr das Charisma wie Diesel und Walker, aber sympathisch find ich seine Figur dennoch. Die ruhigen Momente gefielen mir auch. Sicherlich etwas kliescheehaft, aber dennoch nett umgesetzt. Hinzu kommt dann noch ein granatenstarker Score von Brian Tyler. Richtig geile Actionfilmmusik. Ich mag den Film wirklich sehr.

18.04.2021 14:25 Uhr - sonyericssohn
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Danke fürs lesen Beebop. Ich finde den auch nicht schlecht. Mir isser nur etwas zu...sperrig ?! Vielleicht braucht der auch ein paar Anläufe mehr. Fügt sich jedenfalls sehr ordentlich ins Gesamtbild ein.

19.04.2021 11:59 Uhr - Draven273
1x
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Den habe ich ja nie wieder gesehen, damals direkt irgendwie zweimal innerhalb kürzester Zeit und seitdem nie wieder. Den habe ich auch schlechter in Erinnerung als er eigentlich ist. Liegt aber auch daran, dass man die Besetzung ja nun auch komplett ausgetauscht hatte. Von der Action her ist der aber nicht schlechter als die anderen Teile, außer das ich kein Freund von diesem Drift Scheiß bin, aber ist ja mein Problem. Ansonsten wieder eine gelungene Vorstellung Sony :)

19.04.2021 14:10 Uhr - sonyericssohn
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Bedankung Draven 😁
Ich fürchte nur daß ich für Teil 7 mit den Punkten recht großzügig sein muss...kann....darf... Der braucht packen !

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