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Saw VI

Herstellungsland:Australien, Großbritannien, Kanada, USA (2009)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror, Splatter, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,24 (151 Stimmen) Details
inhalt:
Jigsaws Nachfolger, Detective Hoffman (Costas Mandylor), ist immer noch nicht enttarnt. Wieder startet er ein mörderisches Spiel, in dem sich seine Opfer zwischen Leben und Tod entscheiden müssen. Doch gelten Jigsaws Spielregeln noch, oder handelt Hoffman längst auf eigene Rechnung? In der neuen Runde macht sich Jigsaws Witwe Jill (Betsy Russell) auf die Suche nach der Wahrheit. Und auch Hoffmans Kollegen begreifen, dass sie mit dem FBI-Mann Strahm den Falschen verdächtigt haben. Doch was immer die Mitspieler auch herausfinden, es gibt einen, bei dem alle Fäden zusammenlaufen: Jigsaw!
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von phyliinx:

Kurz vor dem Finale der damalig laufenden Story geht SAW im sechsten Anlauf (2009) die Puste aus: auf zu wenige, interessante Fallen, bei denen das Jigsaw-Motto „Das Leben hat immer eine  Chance“ sowieso nicht mehr allzu ernst verfolgt wird, kommt zu viel Geplänkel. Versteht mich nicht falsch: ich habe den Film von Kevin Greutert  genossen, es waren wieder neunzig Minuten größtenteils interessanter Unterhaltung, doch dieses Mal wurde der Kern der Geschichte so dermaßen schräg verlagert, dass einige Sachen aus den Vorteilen unschön zu zerbröseln schienen. Die Hintergründe von Jill Tuck (Betsy Russel) und Mark Hoffman (Costas Mandylor) werden beleuchtet, gleichzeitig führt man mit William Easton (Peter Outerbridge) eine eher lose verbundene Figur in die Riege des nächsten Test-Marathons ein und so scheinen die ungleich verteilten Parts mitunter in Vergessenheit zu geraten, was zu merkwürdigen Unregelmäßigkeiten im Erzähltempo führt. Anfangs geht es zum Beispiel, serientypisch, sehr dynamisch los, schnell werden Grundsteine für die Weiterführung der Reihe sowie den Anschluss an Teil 5 gelegt und erste, praktische Gore-Effekte präsentiert, im Mittelteil lahmt man dann ein wenig durch die Enttarnung des neuen Jigsaw und am Ende will Skript-Autor Patrick Melton diese Zutaten zu einem möglichst schmackhaften Brei vermischen-einen bitteren Nachgeschmack nimmt er dabei wohl in Kauf. Außerdem hängt der Mann scheinbar sehr an dem exzellenten SAW 3 (2006).

Ansonsten fehlt auch ein wenig von Darren Bousmans künstlerischer Raffinesse für diese Art von Film: der Mann hat es mit seinem makaber-artistischen Stil immer geschafft, Übergänge zwischen Szenen und ausufernde Gewaltakte einzigartig zu inszenieren. Jetzt versuchen neue Regisseure hier, wässrige Kopien seiner Arbeit als Fortsetzung dieses Schaffens zu verkaufen, was vereinzelt gelingt, aber merklich dieses „Wow“-Gefühl ihres Vorgängers verfehlt. Wer sich die bisherigen Clips und Trailer zum neusten Serien-Ableger, „SPIRAL“ (2021, zumindest in den USA) ansieht und selbige mit der kameratechnischen Art dieses Streifens hier vergleicht, dem wird, bei aller Ähnlichkeit, der Unterschied in Sachen Genialität direkt auffallen. Aber zu viel meckern wollen wir ja auch nicht, denn was Greutert an Bildern liefert, ist dennoch zufriedenstellend und sogar bei einem Nahkampf schneidet er nicht allzu oft in die Bewegungen seiner insgesamt sehr solide agierenden Akteure hinein.

Musikalisch geht man den gewohnt treibenden Weg des eskaliernden Orchesters, dem eine Brise Rock hinzugefügt wird und in den letzten Aufnahmen wird natürlich das berühmte „Hello Zepp“-Thema aufgearbeitet. Von dieser Front aus gibt es also absolut nichts Spektakuläres zu berichten.
Im Fazit ist SAW VI damit der bisher schwächste Serienteil, nach dem ich hoffe, dass das Finale dieser momentanen Reihe wieder ein Schippchen drauf legt, obwohl ich ihn nicht gänzlich schlecht fand und immer noch für eine neue Episode offen bin, bevor es dann mit Jigsaw (2017) und folglich SPIRAL in die neue Ära des wohl erfolgreichsten Franchises unter den Folterfilmchen geht.

6/10
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