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The Debt Collector 2

Herstellungsland:USA (2020)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Martial Arts
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,86 (7 Stimmen) Details
inhalt:
Nachdem sie dem sicheren Tod in den Händen des Mafiabosses Barbosa und seiner Bande nur knapp entronnen sind, lecken sich French (Adkins) und Sue (Mandylor) die Wunden und fahren nach Las Vegas, um Schulden in einem heruntergekommenen Casino einzutreiben, das zufällig einer alten Bekanntschaft von Sue gehört. Nach ihrer Rückkehr kümmern sie sich um ein paar kleine Fische. Unterdessen ist ihnen jedoch Barbosas Bruder auf den Fersen - und plötzlich droht Gefahr von allen Seiten.
eine kritik von themoviestar:

Eins muss man Scott Adkins lassen, er liegt wahrlich nicht auf der faulen Haut, so kam der sympathische Engländer von 2017 bis 2020 auf sage und schreibe 15 Filmbeteiligungen, wobei die meisten Auftritte tatsächlich auch Hauptrollen waren. Qualitativ können sich die Einträge größtenteils sehen lassen und mit Savage Dog (2017), Accident Man (2018), Pay Day (2018), Tripple Threat (2019) und Avengement (2019) sind für den geneigten B-Action bzw. Martial-Arts Fan ein paar saftige Leckerbissen dabei. In The Debt Collector 2 (2020), der direkten Forsetzung zu Pay Day, arbeitet Adkins mal wieder mit seinem Haus und Hof Regisseur Jesse V. Johnson zusammen, der in allen der oben namentlich genannten B-Actionern das Regiezepter schwang. Lohnt sich eine Sichtung? Nun, ich würde behaupten, wer den Erstling mochte, wird mit Teil 2 auch zufrieden sein, denn Debt Collector 2 führt die Stärken und die Schwächen vom Original nahezu lückenlos fort und bietet letzten Endes trotz stotternder erster Filmhälfte ordentliche, unterhaltsame, leicht überdurchschnittliche B-Action mit einem starken Finale.

Dabei hätte es nach Adam Riese Debt Collector 2 überhaupt nicht geben dürfen, denn wie wir alle wissen, mussten unsere Helden am Ende von Teil 1 wohl ins Gras beißen, zumindest deutete der Schluss darauf hin, dass dem so sei. Zufriedenstellende Einnahmen aus dem Heimmedienmarkt sorgten dann für neuerkanntes Franchise Potenzial und die Drehbuchautoren Jesse V. Johnnson und Stu Small drehten die Geschichte so hin, dass die beiden Geldeintreiber Sue (Louis Mandylor) und French (Scott Adkins) erneut die Kohle aus den Schuldern rausprügeln können. Dieses Mal führt sie ihr Weg nach Las Vegas um drei Jobs für den mit Sue befreundeten Gangster Tommy (Vladimir Kulich) zu erledigen. Im gleichen Atemzug gibt der skrupellose Drogenboss Molly (Ski Carr) die beiden zum Abschuss frei um den Tod seines Bruder zu rächen. Als die Luft dünner wird und Sue in Feindes Hand gerät, muss French sein ganzes Können unter Beweis stellen, um seinen Freund zu retten...

Zuerst muss wie schon beim Vorgänger die überaus wertige Optik der Kulissen und der gesamten Produktion hervorgehoben werden, denn The Debt Collector 2 erinnert eher an einen zeitaktuellen Kinofilm anstatt an ein günstig produziertes B-Movie. Inhaltlich setzt Jesse V. Johnsson in der ersten Stunde  primär auf den Buddy Faktor und auf die Strahlkraft seines dynamischen Duos, woraus sich pregnante Wortduelle ergeben, welche die beiden auf dem Weg von Auftrag zu Auftrag führen. Leider geht den anfänglich amüsanten Konversationen wegen dem monotonen Handlungsaufbau mit fortlaufender Dauer die Luft aus und die sporadisch eingestreuten, solide inszenierten Fights, in welchen Adkins Fäuste sprechen, lassen trotz unbestrittener Attraktivität Ausgiebigkeit und Durchschlagskraft  vermissen, so dass  in dieser Phase insgesamt von zähflüssliger Unterhaltung gesprochen werden muss.

Die Kurve bekommt The Debt Collector 2 spätestens mit dem mitreißenden, spektakulären und knallharten minutenlangen Zweikampf zwischen Adkins & Mandylor, bei dem die beiden Streithähne ihre Meinungsverschiedenheit in blutiger Art und Weise aus der Welt schaffen. Hier kann Adkins seine hervorragenden Martial-Arts Fähigkeiten mit seinen flinken Tritttechniken und kräftigen Faustschlägen vollumfänglich unter Beweis stellen und auch Mandylor hinterlässt mit seiner etwas unortodoxen Technik keinen schlechten Eindruck. Das Highlight von Debt Collector 2 ist ganz klar der blutrünstige Showdown mit seiner bleihaltigen, Bodycount lastigen Shoot Out Entscheidung, die für dutzende, blutigst das Zeitliche segnende Ganoven sorgt und den Film in seiner Gesamtheit leicht über das Genremittelmaß hebt.

Schauspielerisch, was kein Geheimnis sein dürfte, wird der Streifen von den gefälligen Performancen der beiden Hauptdarsteller getragen, schließlich können sie ja nichts dafür, wenn die optimale Balance zwischen Action und humorigen, dialoglastigen Buddy Movie Zutaten nicht immer zu 100% abgestimmt ist. Scott Adkins verfügt über erstaunlich viele Gesichtsausdrücke für einen Actionstar, die er in seiner unnachahmlichen, bestimmenden, enthusiastischen Art in seine überzeugende Dialogführung gewinbringend einbaut, während Louis Mandylor mit einem von Natur aus markanten Äußeren und einem charismatischen, feurigen Blick ausgestattet ist, was bei ihren verbalen Auseinandersetzungen für das angemessene Gleichgewicht sorgt. Auf der Antagonistenseite hat der gnadenlos und egozentrisch auftretende Ski Carr leider nur eine begrenzte Bildschirmzeit erhalten, von seinem einprägsamen Acting hätte ich persönlich gerne mehr gesehen. Die anderen Schurken erfüllen ihre Aufgaben als Prügelknaben bzw. als späteres Kanonenfutter zweckdienlich und fügen sich hervorragend in den insgesamt gut funktionierenden Cast ein.

Last but not least ist The Debt Collector 2 leicht hinter dem 2017 erschienen Erstling einzuorden, was vor allem an den in den ersten 60 Minuten überschaubaren, ausbaufähigen und gezügelt wirkenden Actionsequenzen und den irgendwann ermüdenden Dialogexzessen liegt. Ansonsten ist die Action zufriedenstellend inszeniert und steigert sich in der letzten halben Stunde zu einer packenden Entscheidung, während die beiden Hauptprotagonisten einen ordentlichen Job abliefern. Wenn die Qualität gehalten bzw. etwas gesteigert werden kann, darf meiner Meinung nach gerne ein dritter Teil folgen, welchem mit der hießigen Schlusspointe dieses Mal alle Türen und Tore offen gehalten wurden. MovieStar Wertung: 6 von10 Punkte.

 

6/10
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Kommentare

08.05.2021 17:19 Uhr - Ghostfacelooker
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Also wenn ich dich zitieren darf, geht dein wie immer gut formuliertes Review (für mich) kaum mit deiner Bewertung konform, bitte dies anzugleichen^^^^^^^^

08.05.2021 21:03 Uhr - TheMovieStar
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@Ghost: Danke fürs Lesen, dein Lob und deine Rückmeldung. Hab schon gelesen, dass dir der Film a bisserl besser gefällt😊 das sind halt die unterschiedlichen Geschmäcker.😊

09.05.2021 00:54 Uhr - ulver
1x
Ein stark geschriebenes Review TheMovieStar. Es ist schade, dass Scott Adkins fast ausschließlich im B-Movie Sektor zu Hause ist. Viele seiner Filme, so auch der oben thematisierte, hinterlassen Eindruck.

09.05.2021 07:00 Uhr - TheMovieStar
2x
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@ Ulver: Danke auch dir fürs Lesen, fürs Lob und deine Rückmeldung. Ja ich sehe es auch so, Scott Adkins hätte es meiner Meinung nach auch mal verdient, in einem größeren Kinofilm mitzuspielen. Viele seiner Filme werden durch ihn geprägt, sein Problem ist nur, dass der aktuelle Martial Arts Actionfilm kaum mehr eine Chance erhält, ins Kino zu kommen....

09.05.2021 08:11 Uhr - Ghostfacelooker
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Ging nicht wirklich um besser, obwohl er mir deutlich besser gefällt. Es ging tatsächlich um deine Bewertung, die sich für mich im Review nicht wie eine 6 sondern mindestens 8 liest. Aber Review bekommt 10^^^^^^^^

09.05.2021 09:49 Uhr - TheMovieStar
2x
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@ Ghost: Danke dir mein Freund für das Lob von der Review und für deinen Hinweis. Ich denke schon, dass das Review genügend Kritik liefert um in diesem Bereich zu landen. Wenn ich den Text neutral von oben bis unten durchlese und da mit anderen Worten steht, dass die ersten 60 Minuten zähflüssig mit solider durchschnittlicher Action gespickt ist und das Verhältnis zwischen Buddy Film und Action für mich nicht passt und der Streifen erst in der letzten halbe Stunde richtig aufdreht ist eine 8 meiner Meinung nach zu hoch gegriffen, dass liest sich grob ausgedrückt zwischen 5 und 7 und ich habe die goldene Mitte gewählt 😊


09.05.2021 09:49 Uhr - TheMovieStar
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Ein Doppelposting. Bitte dieses hier löschen danke

09.05.2021 12:14 Uhr - Ghostfacelooker
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das ist Polemik, da vorallem auch der letzte Absatz für eine höhere Wertung spräche^^^^^^ aber auch dein Review^^^^so be it

09.05.2021 12:58 Uhr - TheMovieStar
3x
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Das hat doch nichts mit Polemik zu tun wenn ich dir die kritischen Argumente vom Text als Begründung für die Bewertung aufzähle. Polemisch wäre, wenn ich mit dir nicht ordentlich sachlich diskutieren würde und eingeschnappt auf deinen Hinweis reagieren würde, oder dich angehen würde, was ich nachweislich nicht tue. Alleine schon wenn ich am Schluss des ersten Absatzes deutlich von leicht überdurchschnittlicher Action spreche, sollte klar und verständlich sein, dass es sich hier um keine 8 handeln kann. Und auch im letzten Absatz steht ja O-Ton das Teil 2 leicht hinter dem ersten Teil einzuordnen ist und da ich den mit 7 bewertet hatte (siehe auch mein Review zu Teil 1) ist doch die 6 am naheliegendsten. Wo du aber Recht hast, dass man manche Formulierungen auch positiver interpretieren kann als sie gemeint waren, deswegen habe ich die Formulierungen jetzt nochmal ein wenig angepasst so das die 6 noch eindeutiger wird.

10.05.2021 08:52 Uhr - Ghostfacelooker
1x
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Allein die Tatsache der "Inbrunst" deiner Verteidigung gegenüber, in der du deine Begründungen deiner dir natürlich freigestellten Bewertung zu verteidigen suchst, während du rein inhaltlich den Film wie gesagt meiner Meinung nach deutlich besser beschreibst ist bereits polemisch, zumindest für meinen Geschmack.
Aber da wir beide uns ja sowieso gut verstehen, was eventuell dem ein oder anderen nach dem Lesen dieser Kommentare nicht klar werden würde, belasse ich dieses ausgesprochen köstlich verbale Wortgefecht über indirekte Geschmäcker und das Für und Wider angriffslustiger oder vom Leder ziehender Begrifflichkeiten, welche auch für ein sich streitbares Auseinandersetzen gegenteiliger Meinungen stünde, nun mit einem erneut ehrlichen Dank an Dich, mein lieber Moviestar

10.05.2021 09:19 Uhr - TheMovieStar
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Nun Ghost, ich denke auch zwischen Leuten, die sich gut verstehen, kommen immer mal Meinungsverschiedenheiten vor, von daher ist das doch kein Thema, solange man in einem respektvollen Ton dem anderen gegenüber argumentiert und das tun wir beide doch nachweislich. Im Gegenteil, kontroverse Diskussionen sind oft, wie du selbst festgestellt hast, interessanter als immer nur die gleiche Ansicht zu haben und auch ich als Autor habe nichts gegen kritische Rückmeldungen oder Einwände, da dies mir hilft andere Sichtweisen zu verstehen und mir mit ehrlicher Selbstreflektion die Möglichkeit gibt, noch besser zu werden, was hier in diesem Beispiel unterschiedlich deutbare Formulierungen angeht. Also alles gut und danke auch dir für dein Feedback 😊



10.05.2021 23:10 Uhr - Punisher77
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DB-Helfer
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Erneut ein tolles Review in bewährter MovieStar-Qualität, das die Stärken und Schwächen des Films gut auf den Punkt bringt.

Hätte nicht gedacht, dass ein Sequel möglich gewesen wäre, fühlte mich aber nach anfänglicher Skepsis recht gut unterhalten.

Allerdings sollte Adkins darauf achten, dass er nicht zu viel macht und verheizt wird, denn bei einem solch enormen Arbeitspensum kann nicht immer nur Qualität rauskommen...

11.05.2021 23:26 Uhr - TheMovieStar
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@ Punisher: Danke auch dir fürs Lesen, fürs Lob und für deine Rückmeldung. Ja da hast du Recht, zu viel kann auch ein Nachteil sein, wobei Adkins obwohl er ähnlich oft wie Seagal vor der Kamera steht, mehr Qualität auf die Leinwand bringt. 😊

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