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See No Evil

Herstellungsland:USA (2006)
Standard-Freigabe:SPIO/JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung
Genre:Horror
Alternativtitel:Eye Scream Man
Goodnight
Goodnight Man, The
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,80 (81 Stimmen) Details
inhalt:
Eine Gruppe krimineller Teenager wird vom Gericht zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Unter der Aufsicht von Officer Williams sollen die Kids ein heruntergekommenes Hotel renovieren. Allerdings nehmen die Jugendlichen ihre Aufgabe nicht gerade ernst, so dass die Aufräumarbeiten eher einer Party gleichen. Als sich jedoch herausstellt, dass der Serienkiller Jacob Goodnight im Hotel residiert, ist der Spaß vorbei. Der sadistische Hüne riegelt mit grausamer Gründlichkeit alle Türen ab, um seiner absoluten Lieblingsbeschäftigung nachzugehen – dem Sammeln von Augäpfeln...
eine kritik von chollo:

Heutzutage wundert es niemanden mehr wenn über diversen B-C Produktionen das WWE Siegel prangt. Schon längst haben sich die Studios des World Wrestling Entertainment in dieser Sparte breitgemacht um ihre Helden im Ring auch eine weitere Plattform zu geben. Im Jahre 2006 war jenes freilich noch ganz anders. Bis auf die Position des Co- Produzenten bei Dwayne "The Rock" Johnson Outputs, war bei dem 2002 gegründeten Studio nämlich nicht viel gewesen. Das änderte sich als ein Regisseur mit dem Pseudonym Gregory Dark auf eben jenes Studio mit einer Idee herantreten sollte. Plan war einen relativ günstigen Slasher abzudrehen, bei dem dann ein bekannter Künstler aus der WWE untergebracht werden sollte. Das Endprodukt heißt "See No Evil", und kann sich wider allen Befürchtungen durchaus sehen lassen.

Ein Grund dafür dürfte sein, das sich Ex-Pornofilmer Gregory Dark als doch äußerst versiert hinter der Kamera entpuppt. Ihm muss wohl seine Zeit in der Musik Branche zugute gekommen sein, in der er Videoclips für z. B. Ice Cube, Britney Spears und Linkin Park inszenieren durfte. Zwar macht er dadurch sein Werk mitunter zu einem Schnittgewitter der unverdaulichen Art, jenes wirkte vor gut 15 Jahren aber nach seinem Urheber "Saw" noch äußerst modern. Spielereien wie sein Abfilmen bestimmter Sequenzen mit alten "Kurbel"- Kameras und dass experimentieren mit unterschiedlichsten Farbtönen vollenden den durchaus atmosphärischen Gesamteindruck. Zudem wirkt sich auch sein glücklich gewähltes und auch glaubhaft in Szene gesetzte Bild des vermoderten Hotels positiv auf seinen Ausflug ins Horror Genre aus. 

Zu verschmerzen gibt es dafür aber wieder einiges, wie könnte es auch anders in diesem Sektor sein, auf der Darsteller-Seite. Klischees wo man hinschaut bei dem die Protagonisten über eine grob skizzierte Figurenzeichnung nicht hinweg kommen. Namen habe ich mir da keine gemerkt und auch ihr zu erwartendes Schicksal war mir dementsprechend egal. Die Pseudo-coole Einführung dieser Darsteller zu Beginn kann da nur als unbeholfener Gehversuch gewertet werden. Wer aber fraglos eine gute Figur macht ist Glenn Jacobs bzw. Kane als Jacob Goodnight. Seine Statur und sein Granitgesicht tun das eine, sein Mindestmaß an schauspielerischen Qualitäten erlernt im Wrestling Ring erledigen den Rest. Wenn er wie ein Berserker durch die Gänge rennt bekommen es nicht nur seine Opfer mit der Angst zu tun. Natürlich geht es über darüber hinaus kein Stück weit subtiler in die Gedankenwelt eines Psychopathen hinein. Kane stampft lediglich wie ein Verrückter mit seinem Haken umher und meuchelt einen "Jugendlichen" nach dem anderen, jenes macht er aber ausgesprochen gut .

Hier kommen dann die Effekte ins Spiel, die glücklicherweise überwiegend handgemachter Natur sind. Sanft geht es hier nicht zur Sache und das Blut darf ein ums andere Mal schön spritzen. Warum aber gerade die eher harmlos wirkende Handy Szene für die Spio/JK Freigabe entfernt werden musste ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Die Einlagen die drin geblieben sind präsentieren sich um ein Vielfaches deftiger. Ein Wort muss ich dann auch noch zu einer der letzten Sequenzen verlieren. Wie hier eine Person in die ewigen Jagdgründe eingeht ist schon aller Ehrenwert. Wenn man bedenkt welche Mittel den Verantwortlichen hier zur Verfügung standen, ist diese Szene schon äußerst überzeugend und wertet den Film zum Ende hin nochmal zusätzlich auf.

Summa Summarum bekommt man mit "See No Evil" einen geradlinigen und auch konsequenten Vertreter seiner Zunft serviert. Die Härten dürfen sich sehen lassen, das Schauspiel ist erträglich und mit dem Setting ist auch für eine wohlige Stimmung gesorgt. Mehr sollte man bei einem Horror-/ Slasherflick jetzt auch nicht erwarten, und dafür wird man wirklich ordentlich bedient.

7/10
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Kommentare

15.05.2021 15:12 Uhr - Kaiser Soze
1x
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CHOLLO, wieder ein ausgezeichnetes Doppelpack von Dir! Ein sehr aussagekräftiger Blick auf den Film ohne dabei zu spoilern oder handlungstechnisch etwas vorwegzunehmen. See No Evil habe ich jahrelang nicht mehr gesehen und habe den als recht harmlos in Erinnerung; Teil 2 kenne ich gar nicht. Den müsste ich mir mal zulegen. Danke für die wohl formulierte Erinnerung. Schönes Wochenende!

15.05.2021 18:28 Uhr - McGuinness
1x
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Kaiser Soze hat es schon ganz treffend formuliert... harmlos, so würde ich dieses Werk hier auch bezeichnen.
Das Mediabook habe ich mir als Blindkauf mal zugelegt und nach einmaliger Sichtung auch nicht mehr aus dem Schrank geholt, denn besonders spektakulär fand ich diesen nicht gerade, weshalb ich mir den zweiten Teil auch direkt gespart habe.

Deine Kritik wusste mir dennoch zu gefallen, da gibt es mal wieder nichts dran auszusetzen 😉👍🏻

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