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Bloodsport 3

Herstellungsland:USA (1996)
Standard-Freigabe:FSK 18
Genre:Action, Martial Arts
Alternativtitel:Bloodsport III
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,01 (25 Stimmen) Details
inhalt:
Nach seinem letzten Abenteuer hat sich Alex Cardo vorgenommen, für niemanden mehr zu kämpfen. Er ändert den Entschluss auch nicht, als ihn der Gangsterboss Dauvalier, der ein weiteres Kumite arrangieren konnte, um Teilnahme bittet. Dieser gibt jedoch nicht so leicht auf und erwischt Alex an seinem schwächsten Punkt, indem er seinen früheren Meister und Freund Sun auf hinterhältige Weise umbringen lässt. Zutiefst von Suns Tod betroffen, plant Alex, sich für den feigen Mord zu rächen, wobei ihm auch ein alter Bekannter zur Seite steht.
eine kritik von kaiser soze:

Reviews zu Bloodsport-Filmen:
Bloodsport II - Bloodsport 3 -  Bloodsport 4


Vorab: Es kommen keine bis kauf Spoiler vor bzw. weniger als ein durchschnittlicher Trailer zeigt. Daher deute ich hier und da aber einiges nur an, was dann ggnf. nur voll verständlich ist, wenn man den Film gesehen hat. Insgesamt sollte der Großteil aber verständlich sein.

Doppelt hält besser! So legten Regisseur Alan Mehrez mitsamt dem Hauptdarsteller Daniel Bernhardt nach dem Martial Arts-Actioner Bloodsport II - Die nächste Herausforderung (1996 - Review) im selben Jahr direkt einen weiteren Klopper mit ähnlichem Inhalt (Training / Kumite) nach:

Bloodsport 3

(1996). Im Film selbst lehnt Alex Cardo (Daniel Bernhardt) die Aufforderung / Einladung von Jacques Duvalier (John Rhys-Davies) an einem neues Kumite teilzunehmen ab, woraufhin dieser Sun (James Hong) ermorden lässt. Getrieben von Rachedurst lässt sich Alex vom Richter (Master Hee Il Cho) trainieren und will im Kumite die Pläne Duvaliers zunichtemachen. 

Mit Ausschnitten des Finalkampfes des Vorgängerfilms zu beginnen, wie es auch bei der Rocky-Saga (1976 bis 2006) üblich war, ist eine gute Idee um direkt ins Geschehen rein zu kommen - der Einstieg gelingt schon einmal. Es wird auch das 'bewährte' Schema beibehalten: Kämpfe, Training, Kumite.

„Welchen Preis hat Alex Cardo?“

Im Gegensatz zum Vorgänger wirkt Bloodsport 3 leider viel billiger und es verschiebt sich das Verhältnis von viel Action / Kämpfe mit wenig Handlung zu Handlung mit Action. Die Geschichte ist einfach zu uninteressant, als das diese überzeugen könnte. Daher muss man sich leider auf einige Hänger, spannungsarme Phasen und schlecht geschauspielerte Szenarien einstellen - Beispiele: Überfälle ohne Schusswaffen, klischeegeladene Ereignisse, die irgendwie nicht zu Ende erzählt werden (Tattoo Hand) und kitschige Einlagen ("Schwester).

Die Handlung sowie das Training nehmen daher rund 50 Minuten Laufzeit ein. Hierbei wird Alex auch, wie dereinst Jean-Claude Van Damme in Bloodsport - Eine wahre Geschichte (1988) gestreckt - nette Anspielung. Das gesamte Training erinnerte mich an verschiedene Teile der Karate Tiger-Filme (seit 1985). Für das Kumite bleibt nur knappe 30 Minuten. Letzteres wirkt auch mehr, wie Gladiatorenkämpfe im Kolosseum denn ein Wettstreit und es werden - zur Abwechslung? - auffallend viele Bodenkämpfe geboten.

„Du hast den Pfeil nicht gefangen.“

Dabei geht es, wenn dann mal gekämpft wird, teils etwas härter zu als bei den beiden Vorgängern. Das R-Rated-Werk erschien trotz FSK 18-Freigabe lediglich geschnitten, wobei zumindest nicht allzu viel zensiert wurde; ein ähnliches Schicksal ereilte etwa die britische Auswertung. Glücklicherweise folgte einige Jahre später die Originalversion auf DVD in Deutschland. Das Bild dieser DVD ist allerdings eher mäßig bis bescheiden.

Dafür werden quasi als Fanservice wieder Kurzauftritte bzw. Gastrollen von dem Asiaurgestein Master Sun (James Hong) sowie dessen Filmbruder Master Macado (Master Hee Il Cho) und natürlich von Mr Miyagi (Pat Morita) aus den Karate Kid-Filmen (1984 bis 1994) geboten.

„Dieser Mann hat mehr Nichten als jeder andere, den ich kenne.“

Zumindest in meinen Augen hat Protagonist Alex Cardo (Daniel Bernhardt) durch Teil 2 bereits einige Sympathiepunkte einfahren können, die er hier ausbauen kann. Passend dazu tritt er als Erzähler an Suns Stelle. Durch das Alter seines Sohnes (10) wird zudem eine Zeitachse eingebaut, die optisch dann allerdings Fragen aufwirft... naja, sagen wir, Alex ist gut gealtert. Nicholas R. Oleson ist als Biest ein gelungener Endgegner, der die gehorsame Killermaschine glaubhaft verkörpert.

Die Tatsache, dass anfangs ein Mr. Romero auftritt, verstehe ich "einfach mal" als Anleihe auf George A. Romero (1940 bis 2017). Ist zwar nicht ganz genrekonform, könnte aber passen.
 

Fazit:
Bloodsport 3 schafft es leider nicht über den Status eines lauwarmen Aufgusses von Bloodsport 2 hinaus. Einige gelungene Kämpfe mit verschiedenen Kampfstilen sowie ein überzeugender Hauptdarsteller werden zwar geboten, aber der Film kommt zu langsam ausm Quark und hat zu viel Leerlauf.

Ein typischer Actioner ausm DtV- / B-Movie-Sektor - nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut. Dafür gibbet:

6 von 10 Punkten

6/10
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Kommentare

15.05.2021 17:28 Uhr - Stoi
Muss man von Daniel Bernhardt schon mal gehört haben?
Ich habe es bis heute noch nicht. ;)

16.05.2021 14:39 Uhr - Kaiser Soze
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15.05.2021 17:28 Uhr schrieb Stoi
Muss man von Daniel Bernhardt schon mal gehört haben?
Ich habe es bis heute noch nicht. ;)


Ich denke mal, dass seine sehenswertesten Auftritte wohl u.a. hier bei Bloodsport 2+3 waren.
Davon ab kennt man ihn aber als einen der Agenten (neben Agent Smith) in Matrix - nur halt nicht namentlich - sowie aus diversen Nebenrollen, z.B. in John Wick, Logan usw.

Diese Filme hier sind halt für Fans von 80er- & 90er-Jahre-Kloppern^^

21.05.2021 21:13 Uhr - Draven273
1x
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Erfahrungspunkte von Draven273 241
Ab hier kann ich Dir nur zustimmen. Mich konnte auch dieser Teil noch unterhalten, bevor es ganz bergab ging, aber man merkt schon dass es mal wieder in die falsche Richtung geht. Einen gewissen Reiz hat das gute Teil hier aber trotzdem noch. Mit Deiner 6 gehe ich aber mit. Schön das Du diese Teile hier vorstellst.

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