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Them

Herstellungsland:USA (2021)
Genre:Horror, Drama, Thriller
Alternativtitel:"Them: Covenant"
Bewertung unserer Besucher:
Note: 1,00 (1 Stimme) Details
inhalt:
Als eine junge schwarze Familie auf der Suche nach einem Neuanfang in einer bildschönen Nachbarschaft ankommt, erleben sie Terror sowohl außerhalb als auch innerhalb ihres Hauses.
eine kritik von ghostfacelooker:

Das Problem dieser Serie ist nicht der unfassbar und stellenweise infantil wirkende Rassismus, von Leuten, die sich allein durch ihr Gebaren ein geistiges Armutszeugnis ausstellen und in ihrem Heilweltidyll der Fünfzigerjahre Amerikas baden und außer sich selbst jeder Abweichung ihrer von vielleicht noch ihren Urvätern gegründeten Norm ablehnen, obwohl jene auch auch nur mal nebenbei erwähnt, einerseits selbst Sklaven der englischen Krone, andererseits Ausländer waren und zudem noch aus purem Egoismus bestehend tatsächliche Ureinwohner ausgerottet hatten.

Auch die rassistisch motivierte Gewalt in dieser Serie ist, nicht das Problem. Wobei jedem der ein Herz hat, bei so mancher Szene die Tränen in den Augen stehen oder fließen könnten und jenen die bei derlei Abscheu nicht emotional berührt werden, sich in meinen Augen schon nicht mehr Mensch nennen dürften, denn von demonstrativ erhängten Puppen über physischer aber vor allem psychischer Gewalt und Demütigung bietet diese, für sich spannende Serie, alle Facetten des Genre, welch sich von Stephen King-Romanen mit anfänglich subtil aufbauendem Horror über psychologischem Terror a la Poltergeist oder auch physischer Gewalt der Purge-Filmen zu erstrecken weiß.

Ebenfalls sind die Darsteller der Familie Emory, allen voran die kleine Gracie, eine Figur, die von Melody Hurd gespielt, einem neben der zuckersüßen Erscheinung allein schon durch ihre kluge und aufmerksamen Art sofort ans Herz wächst nicht das Manko, denn auch Schwester Ruby, die von Shahadi Wright-Joseph geben wird, sowie ihre Eltern Luck und Henry, alias Deborah Ayorinde und „Bashy“ Ashley Thomas, sind in ihrer Darbietung so fesselnd, als würde man der Geschichte des Schicksals eines Verwandten oder langjährigen Freundes fassungslos bewohnen.

Dies zeigt sich besonders in der eigenen Agonie der Figuren, welche entweder durch schreckliche Erlebnisse der Vergangenheit oder eben des Umfeldes des neuen Vororts, des auf der Arbeit befindlichen Chefs, der ja nur einen Scherz macht ohne dessen rassistische Gewichtung zu merken oder aber was schlimmer ist, dies deutlich provokativ äußert.

Plötzlich eingebaute Jump Scares, effektive Schockmomente der psychisch oder physischen Grenzerfahrung durch emotionale Demütigung oder Belastung, respektive bereits durchlebter Schicksalsmomente, die jeden zerbrechen lassen würden, all das wird mit sich verschiebenden Realitätsebenen, oder Rückblenden mit einem dazu fast schmerzhaft gesetzten Soundtrack derart unterstrichen, daß die Tortour fast selbst spürbar wird.

Gleichzeitig spielt man im Moment des Entsetzens und meist gegen Ende jeder Folge gleichsam als höhnischen Kontrast des visuell Dargebotenen, fröhliche Popsongs von Isaac Hayes, Dina Shore, Patti Labelle & The Bluebelles, Judy Garland oder gar Michael Jackson um sarkastisch das abgründige Geschehen zu unterstreichen, oder den gerade gesehenen Cliffhanger spöttisch ins eigene Gemüt sickern zu lassen.

Auch die Aufschlüsselung, die als Kern auch für den Ursprung der langjährigen Apartheid Südafrikas zu sehen wäre, und natürlich in ihrem religiösem Fanatismus auch aus bereits bekannten Genrevertretern bedient, kein Dilemma, denn diese Serie ist einerseits erschreckend, aber gleichzeitig erfrischend innovativ, auch wenn das Thema leider ein stets wucherndes Krebsgeschwür ist, das immer wieder neue Opfer findet.

So generiert Schöpfer Little Marvin, welcher weder mit Serien noch Film wirklich Erfahrung gemacht zu haben scheint, ein fulminantes Debüt, daß spürbar Salz in verschieden immer noch eiternden Wunden streuen könnte, wenn jene wenigstens soviel Intellekt hätten, sich wenigstens beschämt fühlen zu wollen.

All das ist aber ebensowenig die Problematik der Serie.

Das Problem dieser Serie ist einzig, daß alles so oder in einer eventuell noch schlimmeren Art passierte und teilweise immernoch geschieht.

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