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Haus der 1000 Leichen

Originaltitel: House of 1000 Corpses

Herstellungsland:USA (2003)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Splatter
Alternativtitel:Rob Zombies Haus der 1000 Leichen
Rob Zombies House of 1000 Corpses
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,72 (133 Stimmen) Details
inhalt:
Terror total in Texas. Vier junge Leute erfahren auf grausamste Weise, dass es im heißen US-Bundesstaat nicht nur schießwütige Cowboys, sondern auch blutrünstige Zombies gibt. Weil dem Quartett das Benzin ausgeht, landen sie an der abgelegenen Tankstelle des schrillen Captain Spauldings. Dessen Erzählungen über den lokalen Serienkiller Dr. Satan weckt die Neugier der Teenager. Auf der Suche nach seinem Grab landen die Jugendlichen im Haus eines blutrünstigen Psychopathen-Clans. Die Horrorfamilie fackelt nicht lange und bittet zum Halloween-Blutgericht...
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von phyliinx:

Während ich gerade auf die Welt kam, versuchte sich der Rocker Rob Zombie im Jahr 2000 erstmals an einem Film, der eine ganze Welle weiterer, streitbarer Produktionen in einem halbwegs unverkennbaren Stil anstoßen sollte und Probleme mit der Freigabe erzeugte, die das „Haus der 1000 Leichen“ schließlich um drei ganze Jahre verzögerte, bevor Kinoleinwände sich damit schmücken durften. Ja, angeblich heftigere Szenen sind bis heute verloren gegangen und die Kinofassung des Grindhouse-Streifens sei laut dem ambitionierten, damaligen Debütanten im Filmgeschäft stark abgemildert, aber dennoch bietet sie, gerade wegen des recht krude zusammengewürfelten, bunten Settings, das für einige Unsicherheit beim Zuschauer sorgt, während es mit visuell ziemlich sprunghaften Bildkompositionen gespickt wird, einiges an Schauwerten, die man sich durchaus einmal genehmigen kann, sofern einen die Anfänge der qualitativ unregelmäßigen Firefly-Trilogie (?) beim nächsten Blu Ray-Bummel interessieren.
Die primären Bösewichte sind mit Gesichtern besetzt, die sie bis ins Jahr 2019 nicht verloren haben: Zombies Frau Sheri übernimmt Baby Firefly, Bill Mosely tobt sich derweil als Otis Driftwood aus und Sid Haig macht sich, trotz begrenzter Zeit auf dem Bildschirm, als Captain Spaulding einen Namen, den die zwei Folgefilme weiter ausbauen sollen.
Mutter Firefly geht hier jedoch noch auf das Konto von Karen Black, später nutze der Regisseur Leslie Easterbrook für den Part.
Auf Seiten der Opfer tummeln sich Rainn Wilson, Jennifer Jostyn , Erin Daniels und Chris Hardwick, denen von ihren Widersachern ordentlich eingeschenkt wird.

Denn mit Gewalt wird trotz dem angeblich übertrieben längeren NC-17-Originalschnitt auch in diesem Stadium des Filmes nicht gegeizt: als die Freunde Jerry, Denise, Marry und Bill , eigentlich nur Benzin benötigend, im Reich der Peiniger ankommen, müssen sie sich nur mit Schimpfworten zufrieden geben, später werden sie dann skalpiert, niedergestochen oder fein als groteskes Kunstwerk aufgesellt.
Außerdem wird die Keule der Nachktheit sehr unverfroren geschwungen, wenn auch nur stellenweise und nicht allzu provokativ wie in „The Devil´s Rejects“ (2005), dem zweiten Zombie-Machwerk.
Die schauspielerischen Leistungen sind dabei okay und wirklich nur das, nicht mehr, nicht weniger.
Man merkt auch, dass Sheri Moon Zombie nie eine Laufbahn als Schauspielerin angestrebt hat, damit ist sie bei jedem, weiteren Auftritt in Filmen ihres Mannes durchgekommen.

Leider reichen mir unikate Einstellungen und viel roter Schmodder nicht zu einem tollen Film, wenn doch die Spannung gänzlich fehlt.
Das Skript macht spätestens dann, wenn die vermeintliche Rettung zwischenzeitlich auch noch abgeknallt wird, keinen großen Hel daraus, dass hier alle sterben sollen.
Es schleppt sich von einer Blutsequenz zur Anderen und lässt keine Chancen für die Protagonisten, eine Lösungsstrategie zu entwickeln.
In „The Devil´s Rejects“ und „3 From Hell“ sehen wir später auch mal wehrhafte oder flüchtige Opfer sowie Personen, die den Fireflies auch mal etwas entgegen zu setzen haben, aber hier geht das alles zwischen bunten Schnittgewittern, einer gelungenen Country-Musikuntermalung sowie diversen Härten restlos unter.
Was ist also ein Werk, in das man keine Stimmung investieren kann, außer, wenn es daraum geht, die Helden leiden zu sehen?
Nun ja, meiner Meinung nach zumindest recht stumpfe Kost, die wohl dem richtigen Publikum begegnen muss, um zu wirken.
Einzig intensiv wird „Das Haus der 1000 Leichen“ nur einmal kurz am Anfang und einmal in der Mitte.
Ansonsten?
Splatter, Splatter, Splatter.

6/10
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Kommentare

15.05.2021 15:21 Uhr - Kaiser Soze
1x
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Eigenwillige Besprechung, dessen Stil in den Folgen der drei Absätze recht stark variiert, aber insgesamt einen gelungenen Überblick zum Film sowie dessen Hintergrund gibt und mit diversen Infos aufwartet. Finde ich gelungen - also Dein Review, den Film Haus der 1.000 Leichen habe ich vor Jahren einmal geschaut und fand den grottig. Die beiden Folgeteile mag ich hingegen^^ So oder so, schön, dass Du die Reviewtrilogie abschließt :)

15.05.2021 15:25 Uhr - Roadie
1x
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Ich weiß noch , dass ich mich damals recht gelangweilt habe ab der Hälfte des Films. Während 2 Junge Mädels das Kino schon verlassen hatten. ( Gut, keine Ahnung was die beiden bei diesem Filmtitel erwartet haben).
Schlussendlich habe ich den Film danach nie wieder gesehen. Finde aber dagegen die Fortsetzung "The Devils's Rejects" richtig gelungen.
3 From Hell war dagegen wieder eine Enttäuschung . Was aber auch am fehlen der Kultfigur Capt. Spaulding lag. Der in diesem Film mit einem kurzen Auftritt hat (Sid Haig war schon schwer krank zu dieser Zeit)

Haus der 1000 Leiche würde ich auch bei 5-6/10 bewerten .

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