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Bloodsport 4 - The Dark Kumite

Originaltitel: Bloodsport: The Dark Kumite

Herstellungsland:USA (1998)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Martial Arts
Alternativtitel:Bloodsport 4
Bloodsport IV
Bewertung unserer Besucher:
Note: 3,88 (8 Stimmen) Details
inhalt:
Der knallharte Cop John Keller ist nicht gerade erfreut, als der angeblich schon längst hingerichtete Killer Schreck plötzlich wieder aufkreuzt. Er versucht, den Bösewicht zu stellen, muss aber dafür selbst ins Gefängnis, wo sich herausstellt, dass Schrecks Scheinexekution nur eine unter vielen war. Als Keller mithilfe seiner Partnerin Blaire dahinterkommt, dass die fingierten Hinrichtungen dazu dienen, die so für toterklärten Sträflinge unbemerkt an einem geheimen Kumite teilnehmen zu lassen, steckt er schon mittendrin…
eine kritik von kaiser soze:

Reviews zu Bloodsport-Filmen:
Bloodsport II - Bloodsport 3 -  Bloodsport 4


Aller guten Dinge sind drei, jedoch sollte man aufhören, wenns am Schönsten ist. Und was haben wir hier? 

Jean-Claude Van Damme mimte Frank Dux im Martial Arts-Klassiker Bloodsport - Eine wahre Geschichte (1988) und wurde von Daniel Bernhardt filmisch beerbt. Nachdem dieser in Bloodsport II - Die nächste Herausforderung sowie Bloodsport 3 (beide 1996) als Alex Cardo bereits zwei Kumites gewonnen hat, setzte er noch einen drauf:

Bloodsport 4 - The Dark Kumite

(1998) um einen Undercovercop, der sich in einen Knast einschleusen lässt und in einem Kumite auf Leben und Tod landet. Daniel Bernhardt übernimmt somit erneut die Hauptrolle, allerdings in einer anderen Rolle (John Keller). Der Titel dürfte aufgrund seiner beiden vorigen Auftritte und natürlich dem Bekanntheitsgrad der Reihe / des Erstlings geschuldet sein und hat vom besagten Wettkampf nichts mit den bisherigen Bloodsport-Filmen zu tun.

Dabei setzt Teil 4 den begonnen Trend fort: Der R-Rated-Actioner schaffte es abgesehen von der Pressekassette nur geschnitten auf Video & DVD (SB: hier & hier) nach Deutschland sowie Großbritannien, wobei später die unzensierte Fassung auf DVD folgte. An sich ist dieses hin & her aber Quatsch, Auch hier wird nichts gezeigt, was nicht ab 16 sein könnte oder halt problemlos unzensiert ab 18. Die Bildquali der Double Feature-DVD ist schlecht, wird aber von den noch miserableren Soundeffekten und der Synchro unterboten. 

„Du hättest Ihn töten sollen.“

Wenn die Teile 2 und 3 B-Movies waren, darf sich Teil 4 wohl bloß als D-Movie bezeichnen. Hauptdarsteller John Keller / Daniel Bernhardt kann noch am ehesten überzeugen, wenn er mal die Fäuste fliegen lässt oder - was in diesem Film gefühlt viel öfter passiert - zutritt (Highkicks, Drehtritte und Co.). Die übrigen Mitwirkenden sind dann (allenfalls) ok, etwa seine Kollegin Blair (Lisa Stothard), die auch mal als sexy Nonne auftritt, oder der Fiesling Schrek (Stefanos Miltsakakis), bei dessen Namen ich immer an diese grüne Animationsfigur (2001 bis 2010) denken musste.

Den Rest, sowohl vom Cast, wie auch aus filmischer Sicht (Handlung, Insenierung, Choreographien der Kämpfe usw.) sind schrottreif. Ein Chef namens Cäsar (Ivan Ivanov) mit lauter leicht bekleideter Dienerinnen, der mit einem Gefängnisdirektor und Wachen paktiert, sowie einem 'Töte ihn'-schreihenden Publikum, das eine missratene und peinliche Szene nach der anderen abliefert. Elvis Restaino gab hiermit übrigens sein misslungenes Regiedebüt.

„Lasset die Spiele beginnen.“

Wenn nach gut 63 Minuten dann doch mal das Kumite beginnt, wurden zuvor zwar bereits einige Kämpfe gezeigt, der Wettkampf bietet dann aber auch nichts erwähnenswertes. Da war die vorige Knastszenerie mit dem Kampf gegen den schwarzen Insassen fast spannender. Irgendwie musste ich zeitweise an die Undisputed-Reihe (2002 bis 2016) denken, wobei (abgesehen vom grottigen, ersten Teil) diese Actioner weit besser sind.

Aso bevor dies unbeantwortet bleibt: Nein, es gibt keine Ausbildung, keinen Meister, keine weiteren Sympathieträger oder anderweitig nennenswerten Figuren - wobei Kapitän Ahab und Moby Dick (1956) werden einmal erwähnt.

Fazit:
Mit Bloodsport 4 - The Dark Kumite endet die Reihe (international). Ein schlechter Film, der eigentlich nur aufgrund des Hauptdarstellers den Namen nutzt und am Ende halt 'Kumite' um sich wirft, statt einfach Knastkämpfen. Wer gelungene Kämpfe, Action, überzeugende Darsteller u.ä. sehen will, ist hier falsch. Der Knastpart hat vllt noch seine Momente, im Kumite gibt es bei den fünf (?!) Kämpfen paar Momente, aber unterm Strich ein schlechter Actioner.

2 bis 3 von 10 Punkten

3/10
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Kommentare

16.05.2021 01:18 Uhr - TheMovieStar
1x
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Ach du je, die Qualität scheint ja immer mehr nach unten zu gehen, bin gespannt wie ich den Film bewerten werde. Schön und informativ zusammengefasst.


16.05.2021 14:36 Uhr - Kaiser Soze
DB-Co-Admin
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Ja, leider. Vor allem sollte man diesen Film aber al eigenständiges Werk betrachten.
Dank Dir fürs Lob und schönen Sonntag noch :)

21.05.2021 21:17 Uhr - Draven273
1x
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Erfahrungspunkte von Draven273 241
Jepp....nun sind wir am Tiefpunkt angekommen. Du hast sehr sehr passende Worte dafür gefunden. Es gibt ja Filme, da haut das mit den Knastkämpfen hin, hier will das Ganze aber nicht so zünden. Diesen Teil habe ich aber nun auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, der gefiel mir damals schon nicht mehr. Somit kann ich hier wenig sagen, wo der bei mir liegen würde, daher glaube ich Deine 3 passt ganz gut. Hätte den Bernhardt gerne noch in anderen Kloppern gesehen, aber so richtig viel kam da ja nicht mehr. Leider, heute ist er ja gerne noch in ganz kleinen Rollen zu sehen.

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