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Mortal Kombat

Herstellungsland:Australien, USA (2021)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy, Martial
Arts, Science-Fiction, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,73 (22 Stimmen) Details
inhalt:
MMA-Kämpfer Cole Young verdient seinen Lebensunterhalt damit, harte Prügel einzustecken. Weshalb Shang Tsung, der Herrscher von Outworld, mit dem finsteren Cryomancer Sub-Zero seinen besten Krieger schickt, um Cole zur Strecke zu bringen, bleibt diesem zunächst ein Rätsel. Aus Sorge um die Sicherheit seiner Familie begibt sich Cole auf die Suche nach Sonya Blade. Auf deren Spur setzt ihn Special Forces Major Jax an, der dasselbe mysteriöse Drachenmal trägt wie Cole selbst. Bald findet sich Cole im Tempel von Lord Raiden wieder, einem Elder God und Beschützer von Earthrealm, der den Trägern des Mals Zuflucht gewährt. Hier bereitet sich Cole mit den erfahrenen Kriegern Liu Kang, Kung Lao und dem abtrünnigen Söldner Kano darauf vor, gemeinsam mit den größten Champions der Erde einen alles entscheidenden Kampf um das Universum auszutragen. Doch wird es ihm gelingen, seine Arkana – die gewaltige Macht, die seiner Seele innewohnt – rechtzeitig zu entfesseln, um seine Familie zu retten und die Mächte Outworlds ein für alle Mal zu stoppen?
eine kritik von ghostfacelooker:

Hiroyuki „Henry“ Sanada, der einst auf der Suche nach dem Diamantenauge war, sich danach dem Ninja Kommando, sowie den 47 Ronin anschloß, während er kurz davor noch mit dem Last Samurai um die Wette focht, wird in dieser Mortal Kombat Verfilmung, als Scorpion sprichwörtlich unsterblich.

Der epische Beginn dieser Figur wurde bereits in Mortal Kombat Legends: Scorpion's Revenge eindrucksvoll und mit ordentlichem Blutzoll erzählt und auf vergleichbar gleichbleibend fulminanter Qualität befinden sich auch die aus dem Trailer bekannten Anfangsminuten des Films, die einen bombastisch erzählten Plot suggerieren, bei dem nicht nur Fans der Games die Finger reibend, den Mund wässrig gemacht bekommen dürften, sondern auch jene die gute Schwertkampf und Martial Arts Filmen zugeneigt sind.

Doch im Großen und Ganzen, ist bis auf den Showdown der beiden Erzrivalen Scorpion und Sub Zero, von dem gelb gewandeten Ninja nach seinem Auftakt nicht mehr viel zu sehen, was wenn es denn tatsächlich mit der vorher versprochenen Stimmung und Fights weitergehen würde, aber der Film schlägt eine andere Weggabelung ein.

Ich bin wahrlich kein Experte der mittlerweile mit Spin Off generierten, elfteiligen Spielereihe, und kann daher nicht sagen, welche der Vielzahl an Finisher bluttriefenden „Moves“ im Film originalgetreu übernommen wurden, jedoch sind spektakuläre Attribute, wie Kano´s zu Herzen gehendes Engagement oder Sub Zero´s verfrorene Abneigung gegenüber seiner Kontrahenten ebenso enthalten wie durchdringende Einblicke in Körperregionen sowie dergleichen Innereien und abgetrennte Extremitäten.

Ob die Sympathie zu den Figuren, jedem gefällt, soll jeder für sich entscheiden. Mir persönlich scheinen sie, bis auf Sanada´s und Joe Taslim´s Figuren, sehr flach und lieblos engagiert, wenngleich auch die Choreografie der Kämpfe, dem aktuellen Zeitgeist der Genre entspricht und welche, wenn man gleiches Tempo und brachiale Inszenierung in den Neunzigern verwendet, den beiden Verfilmungen zu größerem Ruhm und Kult verholfen hätte. Heute aufgrund einiger Comicverfilmungen und deren visuelle Überfrachtung an Kreativität und Effekten steht er eher auf mittelmäßig, solidem Niveau.

Keine der Figuren und Schauspieler überzeugen mich wirklich so sehr, als daß ich mit auch nur einem von ihnen hätte mitfiebern wollen. Die Story schleppt sich fast schon von Kampf zu Kampf welche abgesehen vom Beginn, alle irgendwie lieblos eingefügt, aber nicht zwingend einer für einen spannenden Film Erzählstruktur eingebunden sind.

Dazu kommt die für mich seltsam wirkende Trainingssequenz des geheimgehaltenen „Shaolin-Klosters“, in welchem man seiner jeweiligen Spezialfähigkeit auf den Grund zu gehen sucht, und gleichsam vor den Antagonisten in Deckung bleibt.

Das eigentliche Turnier verteilt man dann, wie im Spiel auf einzelne Ebenen, aber schafft es bis dahin nicht dieses Flair der ersten Verfilmung von Mortal Kombat zu erzeugen und den eigentlichen Sinn der Handlung, nämlich den Duellen tatsächlich in den Vordergrund zu stellen und den Zuschauer, (oder vielleicht wiedereinmal nur mich) zu fesseln.

Natürlich kaschiert man einige Schwächen durch die Vielzahl der Charaktere aus den Games und dessen Effekten, aber für mich braucht so ein Film wenigstens eine sympathische Figur, die aber wie schon erwähnt als Scorpion zu wenig Screenzeit erhält.

Im Vergleich dazu, hatte der Gründer der Resident Evil-Verfilmungen, Paul W.S. Anderson, mit seinem Hauptdarsteller Shou Wan Por, alias Robin Shou, als Liu Kang, der in beiden Verfilmungen mitwirkte ein besseres Händchen.

Selbst Kano, wirkte damals düsterer als in dieser Neuauflage und weniger primitiv, respektive proletenhaft und während man mit Goro im Spiel, sowie in den 90er Verfilmungen einen wirklich ehrfurchtgebietenden Gegner hatte, verpufft hier seine Gewichtung respektive erschreckende Physis gänzlich verkommt somit gerade im Zweikampf, wie ein rein für die Special Effekts und Fatalities eingebrachter Charakter, was ein wenig schade ist, auch wenn ich nie ein Fan dieser Figur war.

Für mich ist bei einer pompösen Erzählung, wie sie Mortal Kombat mittlerweile aufgrund der Spiele bieten würde, bei dieser zelluloidschen Umsetzung einfach zu wenig Inhalt und Charaktertiefe, aber auch die fehlende oder angedeutete Mystik rund um die drei Reiche oder den Göttern kommt deutlich zu kurz.

Insgesamt, würde ich den Film im Rahmen des Zeitgeistes optisch zwar teilweise gelungener als die damaligen Verfilmungen nennen, auch wenn jene zweifellos ihren eigenen Charme besitzen, aber auch anmerken, daß dieses Werk bestimmt mehr zu polarisieren weiß, als es eigentlich gedacht war, denn eigentlich wollte man wie im Videospielbereich damals den ewigen Gegner Streetfighter II hier bestimmt auch visuell toppen.

Im Vergleich zu dem Jean Claude van Damme und den als M.Bison völlig fehlbesetzen Raúl Juliá inkludierten Streifen, dürfte dies gelungen sein, aber wenn ich wiederum daß visuelle Herzblut von Street Fighter: Assassin´s Fist, oder den angesprochenen Mortal Kombat Legends: Scorpion's Revenge mit dieser Effekt heischenden Geschichte betrachte, dann wird klar wer den Kampf gewinnt.

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Kommentare

16.05.2021 10:35 Uhr - leichenwurm
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Hi Ghost. Interessante Sichtweise auf den Film. Und ich stimme dir, vor allem was den Umgang mit Scorpion und der Feindschaft zu Sub-Zero angeht vollkommen zu. Ich fand es auch schade, dass dieser Punkt lediglich als eine Art "erzählerische Klammer" verheizt wurde. Gerade die Besetzung mit Hiroyuki Sanada ist eigentlich ein Coup, den man nicht so verschwenden sollte. Einstieg und Finale des Films fand ich dementsprechend wirklich gelungen... ! Der Hauptteil des Films ist da in meinen Augen zwar immernoch "ganz nett", aber eben leider auch nicht mehr. Punktemässig sich hier festzulegen fällt mir gar nicht so leicht. So direkt nach der Sichtung hätte ich glaub ich ne 7 gezückt... mittlerweile tendiere ich aber eher zu ner 6...! Kein Reinfall und durchaus unterhaltsam... aber da ist noch viel Luft nach oben ;-) !

16.05.2021 11:20 Uhr - Ghostfacelooker
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16.05.2021 10:35 Uhr schrieb leichenwurmHi Ghost. Interessante Sichtweise auf den Film. Und ich stimme dir, vor allem was den Umgang mit Scorpion und der Feindschaft zu Sub-Zero angeht vollkommen zu. Ich fand es auch schade, dass dieser Punkt lediglich als eine Art "erzählerische Klammer" verheizt wurde. Gerade die Besetzung mit Hiroyuki Sanada ist eigentlich ein Coup, den man nicht so verschwenden sollte. Einstieg und Finale des Films fand ich dementsprechend wirklich gelungen... ! Der Hauptteil des Films ist da in meinen Augen zwar immernoch "ganz nett", aber eben leider auch nicht mehr. Punktemässig sich hier festzulegen fällt mir gar nicht so leicht. So direkt nach der Sichtung hätte ich glaub ich ne 7 gezückt... mittlerweile tendiere ich aber eher zu ner 6...! Kein Reinfall und durchaus unterhaltsam... aber da ist noch viel Luft nach oben ;-) !


Danke dir LW^^^^. Von mir bekäme er meine berüchtigte 5

16.05.2021 12:04 Uhr - McGuinness
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Sehr treffend formulierte Review, zu einem für mich leider recht enttäuschenden Film, der meine zugegeben hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte.
Besonders die Wahl der Schauspieler, abgesehen von Hiroyuki Sanada, fand ich recht unpassend bzw. im Erstlingswerk von Paul W. S. Anderson, als auch dem Nachfolger " Annihilation ", wesentlich besser besetzt, was aber nur dem eigenen Geschmack geschuldet ist.

Storytechnisch hätte ich mir eher eine Orientierung an dem von dir ebenfalls sehr geschätzten " Mortal Kombat Legends : Scorpion's Revenge " gewünscht, welcher sich meines Erachtens nach weitaus mehr an der Vorlage orientiert, als dieser aktuelle Beitrag hier und insbesondere der Fehde zwischen Scorpion und Sub Zero (nebenbei bemerkt mein Lieblingscharakter ❄️😉☄️) weitaus mehr Raum einräumt.

Für jemanden, der tatsächlich noch nicht mit dem Mortal Kombat - Universum vertraut ist, bietet mir der Film zu wenig Substanz, um so richtig in die Geschichte und die Entstehung des Turniers eintauchen zu können.
Auch das Fehlen von Johnny Cage, von Anfang an immer mit dabei gewesen und somit Hauptcharakter, stieß mir sauer auf, und ich hätte mir zumindest einen wenn auch nur kürzeren Auftritt von ihm gewünscht.
Andere Charaktere wie Kung Lao oder Cabal fand ich hingegen äußerst gelungen und gebührend vorgestellt.

Vom Gewaltgrad her ist es für mich ok. gewesen, auch wenn ich mir noch den ein oder anderen Fatality zusätzlich, sowie ein paar von den tollen Special - Moves der jeweiligen Charaktere, gewünscht habe.

Alles in allem schließe ich mich daher der gängigen Meinung an, dass der Anfang und der Schlußteil die Höhepunkte des Films bieten, der Rest hingegen zu unausgereift wirkt und ich persönlich jetzt nur 3 - 4 magere Punkte vergeben würde 😒

Da das MK - Franchise mit Sicherheit aber weiterhin bestehen bleiben wird, hoffe ich in einigen Jahren einfach noch mal auf eine für mich gelungenere Neuverfilmung des bekannten Stoffes 🙂🙃



16.05.2021 19:02 Uhr - TheMovieStar
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Schön geschrieben Ghost 😊 Schade das dir der Film nicht ganz so gefällt wie mir.... aber du weißt es ja die unterschiedlichen Geschmäcker 😊

16.05.2021 19:39 Uhr - Ghostfacelooker
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@Movie und McG: Danke auch euch beiden sehr.

16.05.2021 20:54 Uhr - jrtripper
schöne arbeit von dir. ich finde, du hättest ruhig noch strenger mit ihm ins gericht gehen können.
da ich die videospielreihe und die vorigen verfilmungen nicht kenne, hatte ich wirklich keine erwartungen an den streifen, aber dabei sind mir wirklich die füße eingeschlafen.
wenn man bei der bewertung in den minus bereich könnte, würde ich dies tun.

16.05.2021 22:03 Uhr - VelvetK
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So schaut's mal aus.

16.05.2021 22:28 Uhr - Ghostfacelooker
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16.05.2021 20:54 Uhr schrieb jrtripperschöne arbeit von dir. ich finde, du hättest ruhig noch strenger mit ihm ins gericht gehen können.
da ich die videospielreihe und die vorigen verfilmungen nicht kenne, hatte ich wirklich keine erwartungen an den streifen, aber dabei sind mir wirklich die füße eingeschlafen.
wenn man bei der bewertung in den minus bereich könnte, würde ich dies tun.


Hi Miss Marple^^^^^^^^^ich finde ihn genauso wie ich es beschrieben habe und kann somit nicht "noch strenger ins Gericht" gehen, da er auch "positive" Aspekte hat, wie gesagt weder schlecht noch gut also meine 5^^^^^^

17.05.2021 11:15 Uhr - Ghostfacelooker
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16.05.2021 22:03 Uhr schrieb VelvetKSo schaut's mal aus.

Wie meinen, oder ist das zustimmend aufs Review bezogen? dann danke

17.05.2021 11:22 Uhr - VelvetK
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Zustimmend auf's Review natürlich.

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