SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 64,99 € bei gameware Saints Row · Willkommen in Santo Ileso · ab 57,99 € bei gameware

Zwölf Runden

Originaltitel: 12 Rounds

Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Action
Alternativtitel:12 Runden
Twelve Rounds
Shoot & Run
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,95 (35 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Polizist Danny Fisher vereitelt in New Orleans einen Multimillionen Dollar Coup. Als die Freundin von Miles Jackson (Aidan Gillen), dem rücksichtslosen Kopf der Verbrecherbande, zu fliehen versucht, verunglückt sie durch ein vorbeifahrendes Auto tödlich. Jackson macht Fisher für den Tod verantwortlich und schwört Rache! Er flieht aus der Haft und entführt Fishers Freundin Molly Porter (Ashley Scott). Um Molly aus der Gewalt des Entführers zu befreien, muss er in atemberaubender Geschwindigkeit zwölf perfide Aufgaben lösen, bei denen es um Leben und Tod geht. Für Fisher beginnt der härteste Tag seines Lebens, denn die Chancen, die "12 Runden" zu bestehen, sind gering... (20th Century Fox)

eine kritik von kable tillman:
Renny Harlin ist ein Begriff für jeden Fan von 90er-Jahre Actionfilmen. Stirb Langsam 2, Cliffhanger, Tödliche Weihnachten: Sie alle gehen auf sein Konto. Leider besteht seine Filmografie nicht nur aus Kinoerfolgen, ganz im Gegenteil, seine Machwerke sind mitunter stark umstritten was deren Qualität angeht und so ganz konnte er das Image nie ablegen, im Grunde nur Actionfilme drehen zu können. Letzteres konnte er aber dafür umso besser. Ende der 2000er war Renny Harlin trotzdem kein Begriff mehr für die großen Produktionen. Lediglich etwa 22 Millionen wurden im zur Verfügung gestellt für den 2. Anlauf John Cena in den Actionstar-Olymp zu hieven. "Zwölf Runden" (orig. 12 Rounds) hieß der Actionfilm, der 2009 in die Kinos kam.

Officer Danny Fisher gelingt am Anfang der Handlung im Grunde ein riesen Coup. Er schnappt den internationalen Terroristen Miles Jackson, nachdem FBI-Agenten bereits versagt hatten ihn dingfest zu machen. Bei der Aktion kommt leider dessen Freundin ums Leben. Danny wird zum Detective, Miles kommt in den Knast. Da bleibt er aber nicht allzu lange, denn bereits ein Jahr nach seiner Ergreifung gelingt ihm die Flucht. Scheinbar auf Rache aus, entführt und er Dannys Frau, sprengt dessen Haus und zwingt ihn zu einem perfiden Spiel, in dem er 12 Runden überstehen muss. Danny bleibt keine andere Wahl, als sich auf das Spiel einzulassen, um seine Frau zu retten.

Zugegeben, vielleicht bedarf es nicht gleich eines Michael Mann um mich Nägel kauend an den Sessel zu fesseln, trotzdem kommt es mir fast schon kurios vor, wie Renny Harlin es schafft mich in eben jene Situation zu bringen. Der Plot ist rasant, Runde um Runde spannend und wird beileibe nicht langweilig. Die Action macht einen bedeutend bodenständigeren Eindruck als in vielen anderen aktuellen Streifen ohne billig oder unspektakulär zu wirken und Renny Harlin bringt direkt wieder 90er-Jahre Stimmung in mein Wohnzimmer zurück. Ganz ohne sich fremd zu inspirieren gelang das Kunststück jedoch nicht. Im Grunde war von fast jedem großen Actionhit der 90er ein kleines Puzzleteil auch in "Zwölf Runden" zu finden, von "Stirb Langsam - Jetzt erst recht" sogar der halbe Bausatz. Trotzdem unterhält der Streifen permanent, ist nicht zu kurz geraten, bietet ein würdiges Finale und auch die eine oder andere überraschende Wendung.

John Cena selbst macht einen solideren Eindruck als noch in "The Marine". Zweifelsohne ist er dennoch alles andere als ein guter Schauspieler. Aidan Gillen macht da seinen Job zwar etwas besser, doch wirklich starke Konturen bekam auch seine Rolle nicht spendiert. Alle anderen Figuren bekamen viel zu wenig Sende- und Sprechzeit um überhaupt sowas wie einen 2. Charakterzug zu entwickeln. Selbst das Entführungsopfer ist, wie man es nun mal gewohnt ist, trotzig und reagiert eher provozierend als klug, inklusive obligatorischer Spuck-Attacke. Frank Rijkaard hatte das aber mit mehr Ausdruck gemacht. Geradezu gigantische Logiklöcher brechen gegen Ende der Handlung auf.

Trotzdem gefällt mir der Film Runde um Runde und bietet, gemessen am Budget, beachtliche Actionszenen in sehr schönen Locations (New Orleans) mit immer hin überwiegend soliden Schauspielern. Im Großen und Ganzen packend inszeniertes Actionkino ohne übermäßigem CGI-Einsatz. Man muss also doch nicht gleich in der Einöde Osteuropas drehen um mit schmalen Budget viel kaputt zu machen. Meine Empfehlung an Fans von "Speed" oder "Stirb Langsam - Jetzt erst recht": Gebt dem Film mal eine Chance. Ich habe es auch nicht bereut.
8/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Black
Kable Tillman
6/10
Invasion
Kable Tillman
7/10
Mile
Kable Tillman
3/10
die neuesten reviews
Prey
Ghostfacelooker
Bad
McGuinness
8/10
Prey
Film_Nerd.190
5/10
Rosanna's
Punisher77
8/10
V/H/S/94
Insanity667
8/10
Flesh
Jichi
7/10
kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)