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No One Lives - Keiner überlebt!

Originaltitel: No One Lives

Herstellungsland:USA (2012)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,51 (52 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Ein junges Paar ist auf der Durchreise in einem kleinen Ort, als sie von einer Gruppe brutaler Einheimischer von der Straße abgedrängt und entführt werden. Einer von ihnen hält sie in einem Schuppen gefangen, als bei einem seiner grausamen Spielchen die junge Frau getötet wird. Währenddessen entdecken die anderen im Auto versteckt die vor vielen Monaten entführte Emma. Als die Gruppe dann auch noch ihren Kollegen bestialisch ermordet neben der toten Frau in dem Schuppen finden, merken sie schnell, mit wem sie es wirklich zu tun haben. Der verschwundene junge Mann ist ein berüchtigter Serienkiller. Und dieser will nun seine Geisel zurückhaben und seine tote Freundin rächen nach dem Motto: Niemand überlebt! (Sunfilm)

eine kritik von mcguinness:

" Es gibt dokumentierte Fälle, bei denen Gefangene in Käfigen gefunden wurden, lange nachdem ihre Geiselnehmer kapituliert hatten. Sie sind ihren eigenen, endgültigen, verzweifelten Maßnahmen erlegen, nachdem sie sogar Teile ihres eigenen Körpers gegessen haben. Weißt du wie der Fachbegriff dafür lautet ?... Autokannibalismus ! "

 

 

Ryuhei Kitamura, welcher uns bereits durch seinen 2008 entstandenen " The Midnight Meat Train " eindrucksvoll präsentierte, dass er es hervorragend versteht atemlose Spannung mit überaus blutigen und drastischen Gewaltmomenten stimmungsvoll zu kombinieren, schuf mit " No One Lives - Keiner überlebt ! " anno 2012 einen Horrorfilm, der mit bluttriefenden Schauwerten und ausgefeilten Tötungssequenzen ebenfalls zu beeindrucken weiß und dem nach Blut lechzenden Zuschauer eine rasant inszenierte Tour de Force bietet, die somit auf langatmige Einführungen und etwaige Geplänkel erfreulicherweise verzichtet.

Inhaltlich haben wir es mit einem jungen Paar zu tun, welches sich auf der Durchreise befindet und dabei die unliebsame Bekanntschaft mit dem Mitglied einer Verbrecherbande macht, während sie in einem Diner Rast machen. Auf dem Rückweg zum Motel werden die beiden vom besagten Bandenmitglied von der Straße abgedrängt, als Geiseln genommen und anschließend in das Versteck, einem Haus im Wald, des kriminellen Haufens geschafft. Als sie im Kofferraum des Fahrers auf eine ungeheure Entdeckung stoßen, ist es bereits zu spät, denn der Reisende entpuppt sich als soziopathischer Serienmörder.

Die Idee eines zunächst harmlos wirkenden jungen Mannes, welcher sich scheinbar nur auf der Durchreise befindet, ist zugegeben nicht neu, kennen wir solch ein Szenario doch bereits aus Filmen wie " Hitcher - Der Highway Killer " (1986) oder aber " Death Proof - Todsicher " (2007), und doch schafft es Regisseur Kitamura bereits ausgetretene Pfade zu verlassen und uns zugleich einen spannenden und packenden Auftakt zu bieten. Der junge Mann muss sich nämlich gar nicht erst bemühen seine wahre Identität zu verbergen, denn das seine attraktive Begleitung nicht ganz aus freien Stücken bei ihm ist, wird uns als Zuschauer schon hier unmissverständlich klargemacht, auch wenn besagter junger Mann bisher noch in der Lage ist, seinem inneren brodelnden Drang zu töten, Einhalt zu gebieten.

Dies ändert sich allerdings schlagartig, sobald dieser nebst Begleitung in die Fänge der Band gerät und durch einen unvorhergesehenen Zwischenfall die pure Mordlust und der Wunsch nach Vergeltung in diesem erwacht. Dabei dürfen sich die vorgestellten Tötungssequenzen überwiegend handgemachter Effekte erfreuen, welche zudem in ihrer Ausrichtung recht innovativ gehalten sind und mitunter von der teils schwach ausgeleuchteten Szenerie her an die Filme der " Saw " - Reihe (2004 - 2010) erinnern. Der rote Lebenssaft fließt jedenfalls in Strömen und das beherzte Vorgehen des Hauptprotagonisten ist gekennzeichnet von wohlwollendem Sadismus, wobei dieser souverän praktiziert wird, ohne daß unser Künstler dabei die Miene verzieht.

Dieses durchweg sympathische Schauspiel eines waschechten Psychopathen hätte aber noch weitaus gelungener und vor allem furchteinflößender gestaltet werden können, wäre man bei der Wahl von Luke Evans auf jemand anderen ausgewichen, da dieser meiner Meinung nach ziemlich unpassend besetzt worden ist. Als Schauspieler ist mir Evans nämlich stets als positiver Charakter aus Werken wie " Immer Drama um Tamara " (2010) oder " Die drei Musketiere " (2011) in Erinnerung geblieben und sein weiteres Engagement als Sänger, u. a. mit Songs wie " Love is a Battlefield ", sorgte zumindest bei mir dafür, dass ich ihm die Rolle des eiskalten Serienmörders einfach nicht abkaufen konnte. Man bedenke nur das geniale Schauspiel eines Michael Rooker in " Henry : Portrait of a Serial Killer " (1986) oder die famose Darbietung von Elijah Wood in Alexandre Ajas " Maniac " (2012). Diese Art von Charakter hätte ich mir hier wirklich sehr gewünscht, Evans jedoch hat mir einen Großteil der Freude schlichtweg genommen.

Bis auf Adelaide Clemens, welche die entführte Tochter Emma Ward wohlhabender Eltern und zudem die abhanden gekommene Trophäe des Killers spielt, setzt sich der restliche Cast aus mir überwiegend unbekannten Darstellern zusammen. Clemens sah man bereits in " X - Men Origins : Wolverine " (2009) und " Silent Hill : Revelation " (2012) und auch im hier vorliegenden Film darf ihre schauspielerische Leistung als durchweg solide bezeichnet werden, zudem warnt diese noch die Verbrecherbande eindringlich vor der Schlagfertigkeit des Killers und wir erfahren darüber hinaus auch noch in Rückblenden etwas über die besondere Beziehung zwischen ihr und ihrem Entführer.

Alles in allem wurde mir mit " No One Lives - Keiner überlebt ! " ein durchweg atmosphärischer und ziemlich blutiger, kurzweiliger Horrorfilm präsentiert, dessen rasante Inszenierung lobenswert ist, da keinerlei Längen entstehen, doch wußte der meines Erachtens nach getätigte Fehlgriff bei der Besetzung durch Luke Evans meinen Filmgenuss zu trüben. Dennoch bleibt ein gut konsumierbarer Horrorfilm zurück, der zwar kein Neuland betritt, durch einige fiese Schauwerte und solide Leistungen aller Beteiligter aber durchaus zu unterhalten weiß. 

7/10
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Kommentare

26.05.2021 13:35 Uhr - Randolph Carter
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Hey, wieder eine schöne Review von Dir :-) Den Film habe ich lange nicht mehr gesehen. Würde aber, so aus dem Gedächtnis heraus, mit deiner Wertung übereinstimmen. Allerdings fand ich Luke Evans sehr gut besetzt, gerade weil er eben nicht so das typische Psychopathengesicht hat, aber trotzdem verdammt furchteinflößend rüberkam. Ich glaube ich muss den Film nochmal sehen...

26.05.2021 14:03 Uhr - Draven273
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Moin Mr. Guinness :)) Na da hast du dir aber was feines rausgesucht. Einer meiner Lieblingsfilme, eigentlich hab ich keine Ahnung genau warum, weil in meinen Augen fehlt dem sogar etwas Härte. Und doch habe ich immer wieder Spaß an diesem Streifen. Witzig ist übrigens die Tatsache das ich Luke Evans super in der Rolle finde :) Grade weil er eben nicht aussieht wie der perfekte Psychopath. Aber alles Geschmackssache. Deine Review weiß den Film aber gut zu beschreiben. Der bekommt bei mir aber etwas mehr, ne 8 :))

26.05.2021 14:28 Uhr - McGuinness
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@Randolph Carter und Draven273

Mahlzeit ihr beiden 🙋‍♂️ und vielen Dank für euer Feedback, worüber ich mich mal wieder sehr freue ☺️

Das ich Luke Evans zumindest in dieser Rolle nicht mag, ist lediglich meinem persönlichen Geschmack geschuldet und ich kann durchaus verstehen, wenn dieser bei euch besser ankommt.

Unterm Strich bleibt dennoch ein vorzeigbarer Horrorfilm, auch wenn ich mir die ein oder andere Härte, gerne auch eine etwas ausgiebigere Folter Szene, gewünscht habe 😉

26.05.2021 14:35 Uhr - Intofilms
1x
Ich denke, ich würde heute auch 7 Punkte geben, weil der Film einfach sehr gut unterhält. Ich muss dir allerdings widersprechen und meinen Vorrednern zustimmen: Luke Evans spielt hervorragend und ist für mich neben den blutigen Schauwerten sicherlich der größte Pluspunkt von „No One Lives“. Diese kleine Meinungsverschiedenheit schmälert die Qualität deiner Review jedoch in keiner Weise. Außerdem hast du mir gerade Lust auf eine Neusichtung gemacht. ;)

26.05.2021 14:43 Uhr - McGuinness
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@Intofilms

Ich freue mich sehr über dein Feedback hierzu 😊 habe aber bereits im Vorfeld befürchtet, dass ich mit meiner Meinung, Luke Evans betreffend, so ziemlich allein dastehen werde.
Manchmal will man einfach partout mit einem Charakter nicht warm werden, andere hingegen (Rooker und Wood) wussten mich von der erste Sekunde an zu vereinnahmen.

26.05.2021 17:54 Uhr - TheMovieStar
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Tolles Review Mc Guinness! Nur würde ich im letzten Absatz am Anfang des zweiten Satzes das wenn auch nur streichen, da kurzweilig nichts anderes als unterhaltsam bedeutet und die Aussage dann so keinen Sinn ergibt. Ansonsten Topp Text, saubere Arbeit! Den Film selbst muss ich noch gucken😊

26.05.2021 18:30 Uhr - McGuinness
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@TheMovieStar

Vielen Dank für dein Lob MovieStar, freut mich sehr 👍🏻

Du kennst den noch nicht ?
Dürfte dir bestimmt gefallen, denn zu sehen gibt es doch schon so manches und atmosphärisch ist dieses Werk allemal 😊

Habe den entsprechenden Abschnitt angepasst... Klingt nun runder 😉

26.05.2021 19:42 Uhr - TheMovieStar
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Sehr schön jetzt klingts tatsächlich runder :-)

Deinen Tipp werde ich mal ins Auge fassen, sofern ich zum gucken komme :-)


26.05.2021 20:47 Uhr - Grrrg
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Ich fand den super, auch gerade wegen Luke Evans, aber da bin ich ja offensichtlich nicht alleine. Ich würde allerdings die Spoilerwarnung vor dieses Rev schalten, da doch viel verraten wird.
Dein Rev ist ok, aber könnte etwas kürzere prägnantere Sätze haben. Manchmal zu viel verschiedene Informationen in einem Satz. So wie bei meinem Intimfeind, dem Einäugigen.

Und wer wirkt bei Hitcher oder Death Proof harmlos? Der Hitcher oder Stuntman Mike sind ja von Anfang an äußerst suspekt.

27.05.2021 03:04 Uhr - McGuinness
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@Grrrg

Allein schon die Inhaltsangabe über der Review verrät mehr, als ich eigentlich preisgebe, weshalb ich die Spoilerwarnung bewußt weggelassen habe.

Suspekt mögen John Ryder oder Stuntman Mike zwar wirken, aber bedrohlich ?... Nö, zumindest nicht gleich zu Anfang.

30.05.2021 09:54 Uhr - Grrrg
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Die Inhaltsangabe habe ich wie immer nicht gelesen, da hast du sicher recht, aber schaden würde die Spoilerwarnung ja auch nicht.
Deswegen schrieb ich auch suspekt im Gegensatz zu harmlos und nicht bedrohlich. Harmlos wirken die zwei genannten nie.

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