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Barb Wire - Flucht in die Freiheit

Originaltitel: Barb Wire

Herstellungsland:USA (1996)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Science-Fiction
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,85 (47 Stimmen) Details
inhalt:
2017. Der zweite US-Bürgerkrieg ist auf dem Höhepunkt. In Steel Harbor betreibt die amazonenhafte Barb Wire ihre Hammerheadbar. Gelegentlich verdient sie sich auch ein paar Extrascheine als Kopfgeldjägerin. Eines Tages taucht Ex-Lover Alex auf und bittet Barb um Hilfe. Er und Dr. Armstrong verfügen über brisante Informationen und wollen vor der brutalen Kongressarmee ins sichere Kanada fliehen. Aber Barb denkt gar nicht daran, ihrem Verflossenen zu helfen - bis der sadistische Colonel Prycer die Bar verwüstet und ihren blinden Bruder ermorden lässt.
Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von kaiser soze:

Reviews zu SciFi-Filmen der 90er-Jahre: 
Total Recall - Terminator 2 - Demolition Man - Starship Troopers - Men in Black


„Ihre größten Waffen trägt sie immer bei sich...“

Sexsymbol Pamela Andreson (* 1967) wurde als Playmade, Bademeisterin, von der man sich doch liebend gerne retten lässt, in der Serie Baywatch (1989 bis 2001) und auch einigen Filmrollen berühmt. Ihr aktuelles Vermögen wird auf 11 Millionen US-Dollar geschätzt - und sie hat jeden Cent mit vollem Körpereinsatz verdient!

Einer der 'umstrittensten' Filme, in denen Sie die Hauptrolle übernahm, wird von den einen gehasst von anderen geliebt und wie andere Erotikfilme mit Nominierungen für die Goldenen Himbeeren übersät:

Barb Wire - Flucht in die Freiheit

(USA, 1996), das Jahr, in dem Wes Craven den Maskenkiller Ghostface in Scream (Review) erstmals auf Mordtour schickte oder auch Rodriguez / Tarantino ein ganzes Staraufgebot von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang eine höllische Nacht in From Dusk Till Dawn erleben ließen. Im direkten Vergleich kann die gute Pam zwar nicht mithalten, aber für sich genommen, siehts doch (ganz) gut aus.

Im Film selbst betreibt Barb Wire (Pam Anderson) in einer quasi postapokalyptischen Welt anno 2017 in den USA eine Bar in der letzten freien Stadt Steel Harbor und gerät erneut zwischen die Fronten der Regierung, des Widerstandes und einer flüchtigen Ärztin, wobei Sie die Schatten Ihrer Vergangenheit nicht loslassen.

Barb Wire soll eine freie Adaption Casablancas (1942) sein, den ich viel zu lange nicht mehr gesehen habe, um dies auch nur ansatzweise beurteilen zu können.

„Was ist mit der Tänzerin? Der Blonden mit den Titten.“

Im deutschen Kino wurde zu Gunsten einer 16er-Freigabe nur eine gekürzte Fassung aufgeführt. Diese, wie auch die ungeschnittene Kinofassung (FSK 18), erschien auf VHS (hatte ich!) sowie DVD. Barb Wire wurde 2010 neu geprüft (FSK 16) und es folgte einige Jahre später im Zuge der HD-Auswertung auch die völlig unzensierte Version

Man sollte sich natürlich bewusst sein, dass hier Optik das A und O(h wow) ist. Ausgefeilte Dialoge? Tiefgründige Beziehungen? Vielschichtige Handlungsstränge mit unvorhersehbaren Wendungen? Da gibts viele Werke, die das sehr gut bieten; Barb Wire zählt nicht dazu, will es aber auch nicht. Wenn man darauf klar kommt, dies als Unterhaltungsfilm ansieht und dem Werk eine faire Chance gibt, ist dieser unterhaltsam.

„Wir halten uns einfach an den Plan. - der Fahrer des Autos wird erschlossen - Der Plan hat sich geändert.“

Das Setting sowie die Inszenierung und das drum herum können in der gar nicht mal so futuristischen Stadt, in der Leute stets bewaffnet und irgendwie im Mad Max-Stil (1979 bis 1985) rumlaufen, durch seine triste Darbietung überzeugen. Alles (Figuren, Inszenierung, Lebensstil) wirkt klischeebeladen, aber dafür auch konsequent ohne großartig Schnickschnack. Ich musste mehrfach an James Camerons Dark Angel (2000 bis 2002) denken und das ist doch mal ein Kompliment (!), Strange Days (1995) wäre auch noch zu nennen- 

Der Soundtrack ist generell ordentlich und fetzig-rockig. Schlag- & Trittgeräusche klingen auch weit realer als befürchtet, etwa auch im Vergleich zu Asiafilmen vergangener Dekaden^^ Ich habe den Film ausm österreichischen TV aufgenommen und muss sagen, dass die Quali tatsächlich ordentlich ist. Dazu gesellen sich auch einige Einlagen, die den recht gradlinig verlaufenden Handlungsstrang zwar nicht tangieren, aber als solches den Film interessanter machen. Ein blinder Bruder, Ausflüge in die Vergangenheit, Computer, die Gedanken "lesen" können u.ä. seine mal exemplarisch genannt.

Darsteller spielen nicht oscarreif, füllen ihre Rollen aber so gelungen aus, dass keiner negativ auffällt (ohja, rein subjektiv geschrieben). Dabei kann vor allem die Action punkten: Schießereien, Kämpfe, Verfolgungsjagden, Gangster, korrupte Polizisten und einfach eine Pamela Andreson mit Riesendekolleté zieht einfach alle (Männer-)Blicke auf sich. Dabei bleibt die Gewalt aber stets im Rahmen und ab 16 finde ich absolut passend. Die Folterszenen der "Bösen" dürften das Härteste Element sein. 

„Keiner nennt mich Babe.“

Der Unterhaltungsfaktor wird durchgängig aufrechterhalten, keine Hängepartien, unnötig-langweilige Elemente - hier gehts zur Sache.

Dazu gesellen sich einige nette Verweise auf andere Filme. Die Sängerin im Club und eben dieser ist für mich so typisch 90er-Jahre und ich denke da direkt an The Crow (1994 - Review), Charmed (1998 bis 2006) und Co. Wenn sich dann ein Kunde, den Playboy kauft, Big Fatso, der aussieht, wie Jabba the Hut in Menschengestalt, aus Das A-Team (1983 bis 1987) zitiert oder Batman in einer passrechten Szene erwähnt wird, rundet das den Film ab (oder auf?). Zudem erinnern die Uniformen an die SS, was nicht nur zum Namen Schmitz (Clint Howard) passt, sondern ein Jahr später auch in einem meiner Lieblingsfilme, Starship Troopers (1997 - Reivew), vorkommen wird.
 

Fazit:
Barb Wire setzt klar auf Pamela Anderson und geizt nicht mit nackter Haut, Gewalt und Action, sodass sich das Resultat durchaus als unterhaltsames Werk betiteln lassen darf. Im Vergleich zu oben verlinkten Filmen fällt dieser SciFi-Streifen zwar ab, aber bleibt ein ganz guter (B-)Movie. 

07 bis 08 von 10 Punkten

8/10
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Kommentare

10.06.2021 10:20 Uhr - TheMovieStar
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Nie gesehen, obwohl Anderson damals wirklich nicht schlecht ausgeschaut hat und ich sie mir als Actionheldin gut vorstellen kann. Könnte man mal nachholen die Sichtung. Danke für die ausführliche Vorstellung !😊

10.06.2021 17:18 Uhr - Kaiser Soze
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Danke Dir, MovieStar^^
Ich hab den vor... kP, vllt 10 Jahren erstmals und nun nach langem mal wieder gesehen. Optisch wirklich ansprechend und ordentlich Action :)

10.06.2021 18:55 Uhr - McGuinness
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Schon ziemlich lange her, dass ich den mal gesehen habe und von der Erinnerung her, bewegt dieser sich im Mittelfeld.

Pamela Anderson ist natürlich (wie auch bei Baywatch) äußerst apettitlich anzusehen, keine Frage 🤤

Ich müsste mir den einfach nochmal anschauen, um hier eine klare Aussage treffen zu können, wozu ich deine gut begründete Review als Anlass nehme 😊

11.06.2021 10:08 Uhr - Kaiser Soze
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Moin McGuinness und vielen Dank!
Na, dann viel Spaß^^

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