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Casino

Herstellungsland:USA (1995)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Drama, Krimi
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,17 (53 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Las Vegas 1973: Hinter der glitzernden Fassade des Tangiers-Casinos wickeln Mafioso Ace Rothstein (Robert De Niro) und Killer Nicky (Joe Pesci) zwielichtige Geschäfte ab. Doch das milliardenschwere Imperium zerbricht, als Ace sich in die drogensüchtige Ginger (Sharon Stone) verliebt, deren Reizen auch Nicky erliegt... (Universal Pictures)

eine kritik von cecil b:

 

 

So viele Sätze, die geschrieben werden, wenn eine Review zu einem Film von Martin Scorsese verfasst wird, hängen mir zum Halse raus. Denn es ist so ausgedient, ihn einen der besten Regisseure aller Zeiten zu nennen, der 168 Bestätigungen auf verschiedenen Festivals und Veranstaltungen erhielt, darunter den Oscar für THE DEPARTED.

In diesem Absatz geht es nur um ein paar Personen, die daran beteiligt waren, CASINO zu verwirklichen, und das Bestmögliche erreicht haben. Wer etwas darüber weiß, kann diese Zeilen getrost ignorieren, und sich an den nächsten Absatz machen. Ich habe dasselbe genannte Problem damit, dass ich erwähnen muss, dass alle Filme, die Scorsese mit einem der besten Schauspieler überhaupt gedreht hat, genial sind. Wobei ich nicht weiß, ob das Gespann aus Robert De Niro und Scorsese in The Irishman in meinen Augen so gut aufgeht, wie in Goodfellas, Raging Bull, Mean Streets, Kap der Angst, Taxi Driver und CASINO. Ich fühle mich dazu verpflichtet, zu erwähnen, dass auch Joe Pesci mitspielt, der in allen bereits aufgezählten Filmen brillierte, bis auf Taxi Driver und Kap der Angst, und für Goodfellas einen Oscar bekam. Sharon Stone, auch bekannt aus Basic Instinct, wurde für ihr Spiel in dem vorliegenden Film für den Oscar nominiert. Dass James Woods, der ebenfalls mit von der Partie ist, ihr gewiss in nichts nachsteht, ist klar, seine Oscarnominierungen bekam er aufgrund der Filme Ghosts of Mississippi und Salvador. Für den aufwendigen CASINO engagierte Scorsese nur Filmschaffende der Ex­t­ra­klas­se. Beispielsweise den Kameramann Robert Richardson, der Oscars für Scorseses Hugo Cabret und Aviator erhielt, und die Cutterin Thelma Schoonmaker, die gleich 3 Oscars und 4 Nominierungen für diese auszeichnet. Jede dieser Dekorierungen galt einem Film von Scorsese. CASINO wurde auch für den Oscar nominiert. Und noch ein Künstler von solchem Format: Nicholas Pileggi. Der schrieb zusammen mit dem berühmten Regisseur das Drehbuch, so wie bei Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia, und gleichzeitig an dem gleichnamigen Roman zum Film. Pileggi verfasste ebenfalls das Drehbuch zu City Hall sowie King of South Beach, und fungierte bei dem letztgenannten und American Gangster als Produzent oder ausführender Produzent. 

CASINO orientiert sich grob an den realen Begebenheiten rund um den Casino-Manager Frank Rosenthal und das Stardust-Kasino, fast alle Figuren basieren auf realen Personen, und der Regisseur ließ sich für den Film von einem ehemaligen Berufskiller beraten. 

Scorsese gibt uns mit der ersten Szene, die auch der Anfang vom Ende ist, eine narrative Konvention vor, und wird uns letztendlich mit einer realistischen Nüchternheit auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Die Endursache wird geklärt. CASINO versetzt in einen Rauschzustand der die nackten Tatsachen auf den Tisch legt.

Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion, die Vertonung der Leiden von Jesu Christi, macht den Anfang und das Ende. Ace spricht von einem Paradies, das er durch seine Arbeit erschafft, Ginger ist dann wohl sein verbotener Apfel, und Hochmut kommt vor dem Fall. Ich möchte es wagen, das schon sarkastisch zu nennen, und diese abfällige Betrachtungsweise auf die machtgierigen Figuren in vielen Szenen zu sehen. 

Die Zeit in Las Vegas von 1973 bis 1983 wurde in dieser Stadt wiederbelebt. Jeder Pinselstrich, die Autos, Kleidung, Frisuren, Dekorationen, Gebäude, und alle Lieder, die zu dieser Zeit im Radio rauf und runter liefen, von zum Beispiel den Rolling Stones und Little Richard, ergeben als Summe das perfekte Zeitbild. Lichter und Farben sind grandios bis ins Detail. Variable Perspektiven, viele lange Einstellungen, und atemberaubende Kamerafahrten lassen uns in Geldzählmaschinen hineinschauen, fast das komplette Geschehen in einem Kasino von oben beobachten, und geben uns das Gefühl, dass wir mit den Figuren gehen, jedoch einen Abstand haben, und noch im vorstellbaren Bereich bewegen. Komplette für das Metier übliche Vorgänge, das nötige Auftreten, der Prunk und die Rudelbildung der Zusammenarbeit, sind durch die optimierte Reihenfolge der Schnitte, sowie die Perfektion der mannigfaltigen Kamerafahrten und die erklärenden Voice-Over- oder Off- Stimmen aus der Retrospektive von Sam 'Ace' Rothstein und Nicky Santoro harmonisch zu einem großen Ganzen gestaltet, das uns den mafiösen Einflussbereich von Las Vegas blitzschnell präsentiert, und die thematisierte Arbeitswelt erlebbar macht. Eine Welt die viel Konzentration verlangt. Im Endeffekt geht es um Existenzsicherung, Leben und Tod. Der Adrenalinpegel steigt hoch wie bei einem sehr guten Actionfilm. 

Ace, Nicky und die Edelprostituierte Ginger McKenna (Stone) sind Teile einer Maschinerie. Die beiden Männer sind wichtige Rädchen im Getriebe, Ginger nutzt ihre unwiderstehliche Wirkung auf Männer, um ihre eigene Geldgier zu befriedigen. Sie gebraucht die Männer. Eine raffinierte Lügnerin, Ace begehrt sie auch deswegen. Nicky und Ace leben in Saus und Braus, und können dadurch schöne Frauen anziehen und ausziehen, aber keiner interessiert sich wirklich für den jeweils anderen, es ist alles mehr Schein als Sein. Sie müssen liefern, und sich an Regeln halten, die offiziell und intern bestehen. Es gibt immer jemanden, der über einen anderen steht, das Wort "Vertrauen" ist eine Illusion, auch die Liebe zu einem anderen Menschen ist nur ein Arrangement, sie existiert nicht, der Egoismus herrscht vor. Die amerikanische Cosa Nostra ist einflussreich, und die örtlichen Behörden und Politiker akzeptieren fast alles, solange sie mit ihrem Willen nicht zu kurz kommen. Die Betrüger betrügen die Betrüger, Selbstjustiz und Justiz existieren nebeneinander. In einer Welt voller Show und Schein werden viele Hände geschüttelt, aber die unzählbaren Leitfäden sind dazu verdammt, an irgendeiner Stelle durchzureißen. Jede relevante Person unterstützt eine andere, solange sie sich einen Eigennutz davon verspricht, bis dann der Egotrip überhandnimmt, und die Feindschaft, die daraus resultiert, Richtung Abgrund führt. Eine der vielen Parabeln. Die Selbstsucht bedeutet immer einsam zu sein, selbst wenn andere Menschen immer in der Nähe sind. 

Mit bestechender Präzision charakterisiert CASINO seine zahlreichen Figuren in kürzester Zeit, sogar Nebenfiguren zeigen innerhalb einer Minute verschiedene Seiten! Die Besetzung ist nicht zu toppen, auch Scorseses Mutter und Tochter haben einen tollen Auftritt, als Mutter und Tochter der Quasselstrippe Artie Piscano. Das gezeigte Lebensgefühl, bestehend aus dem ausgeprägten mediterranen Gestikulieren der italienischen Wurzeln, dem Humor, der die Umstände verharmlost, und der selbstherrlichen Art, weist auf die Sichtweise der Figuren hin, brachiale Gewalt erinnert daran, dass das gar nicht so amüsant ist, was da vor sich geht. So stellt uns Nicky einen Boss im hohen Alter als "dieses lebende Fossil dort drüben" vor, eine Blende macht einen verspielten Übergang zu Männern, die Geld zählen, begleitet von der Frage, warum der Staat denn die Geldmaschine und den Touristen-Magneten stoppen sollte. "Liebe kostet Geld", "Korrupte Bullen und Kidnapper nehmen keine Cheques", und der Humor wird pechschwarz, wenn etwa zwei Männer vor einem mit Kugeln vollgepumpten Körper stehen: "Man, was hast du von einer Kanone erzählt? Der hatte nen fucking Sandwich in der Hand!" Die erhitzten egozentrischen Gemüter wollen sich jeweils in den Vordergrund stellen, die Gewaltspirale wird maximiert. Einen mächtigen Mafioso mit Geld glücklich zu machen sei die beste Lebensversicherung der Welt. Weit gefehlt. Nickys und Ace's Gespräche sind bald nicht mehr als ein Kräftemessen, sie unterscheiden sich wenig von den Aus­ei­n­an­der­set­zungen des Managers mit anderen hohen Tieren. Ace bewegt sich nur noch auf dünnem Eis, Nicky wird folgen. Die Darstellung davon, wie die meisten wichtigen Figuren illusorisch ihre Abkommen treffen, und sich gegenseitig manipulieren, das ist eine tiefenpsychologische Dialogkunst, und eine schauspielerische Meisterleistung.  

De Niro kann den inneren Antrieb mit so einer Präsenz verkörpern, dass sich wohl jeder Zuschauer mitgerissen fühlen muss. Seine Figur ist zuerst selbstsicher, überschätzt sich dann, und steigert sich in einen Kontrollwahn hinein, um so mehr sie die Kontrolle verliert. Sams Vorstellung, immer alles im Griff zu haben, wird ent­mys­ti­fi­zie­rt, als er auf Ginger etwas projiziert, von dem er wissen muss, dass es nicht der Wahrheit entspricht. Er spielt mit den Hoffnungen und Wünschen von Menschen und entkräftet sich selbst. Das Miteinander zwischen Ace (bzw. De Niro) und Ginger (bzw. Stone) ist umwerfend. Man sollte mal gesehen haben, wie Stone alle Regeln der Manipulation anwendet, Ace das versteht, aber versucht der Herr der Lage zu sein. Das Verhältnis des Paares entwickelt sich erschütternd. Es ist exemplarisch für die Gegebenheiten, die ihre Kreise nach dem gleichen Prinzip zu Gingers Ex und ehemaligen Zuhälter Lester Diomond sowie Nicky ziehen. Lester ist eine anrüchige Person, und haargenau so, wie sie von den Off-Stimmen beschrieben wird, stellt sie Woods auch dar. Nicky ist ein grausamer Hitzkopf, der scheitern muss, wenn er keinen kühlen Kopf bewahrt. Pesci kann im Kasino fast charmant mit zwei Figuren sprechen, und alle Beteiligten, auch die, die vor dem Bildschirm sitzen, wissen, dass da zwei Kerlen der Arsch auf Grundeis geht. Ein Typ der aus Überzeugung foltert. Pesci zeigte vollen Einsatz, und brach sich dieselbe Rippe, an der er schon in RAGING BULL eine Fraktur hatte. Seine größte Stärke ist in diesem Fall aber, dass seine Figur auch weiche Seiten hat, und somit das Abziehbild eines Gangsters verhindert. Ich denke, dass man mit der Arbeit der vielen Künstler in allen Bereichen zufrieden sein kann.

Martin Scorseses CASINO ist ein Juwel ohne Makel. Eine spannende und entlarvende Analyse von dem Aufstieg sowie Fall der ameri­ka­ni­schen Mafia in einer verklärten Zeit, aber auch gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und zwischenmenschlichen Systemen.

 

TRIVIA: Das Wort FUCK wird im Originalton 453 Mal ausgesprochen. THE WOLF OF WALLSTREET brach diesen Rekord. In diesem Film ist dieser Ausdruck 600 Mal zu hören. 

10/10
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Kommentare

14.06.2021 21:31 Uhr - sonyericssohn
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*räusper* Ich gestehe von diesem Regisseur noch keinen einzigen Film gesehen zu haben. Was leider auch auf diesen hier zutrifft. Warum ? Keine Ahnung. Vielleicht weil ich es vorziehe daß in den Filmen die ich bevorzuge gehörig der Rauch aufgeht ? Ich kann's nicht sagen.
Grandiose Vorstellung eines Films ausserhalb meines Zuständigkeitsbereichs 😆

14.06.2021 21:32 Uhr - Kaiser Soze
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Cecil, alte Hütte, da haste ja mal wieder nen Brett von Besprechungen rausgehauen! Sehr interessant und trefflich beschrieben, ausführlich (wie immer) und gut formuliert - passt also zum Film, einem Meisterwerk, das durch Darsteller, Inszenierung und Handlung lebt und einfach spitze ist. Das Ende, die Schicksalsoffenbarung ist einfach der Hammer!

Schön, dass Du diesem Kultfilm und sehr gut 'gealterten' Gangsterfilm ein weiteres Review verpasst hast. :)

Tante Edit: Dann ist Der blutige Pfad Gottes mit etwa 246 x Fuck quasi nen Musterschüler^^

@Sony
Shutter Island - klarer Filmtipp. Punkt.
Alle Gangsterfilme von ihm, einschließlich der Komödie Malavita, sind sehr gut.
Kap der Angst ist auch gut und Wie ein wilder Stier ein weiterer Kultfim.
Aso: Bringing out the Dead fand ich furchtbar, gilt aber auch als gut.

14.06.2021 21:39 Uhr - sonyericssohn
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Ich seh schon. Es herrscht Nachholbedarf....🤔

14.06.2021 21:53 Uhr - Kaiser Soze
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Ja. Außer natürlich Du schaust nicht gerne Filme, die über 100 Minuten lang dauern - Konzentration oder sowas, gibt ja Leute mit solchen Problemen. Dann, aber nur dann, biste bei MS-Filmen völlig falsch :D

14.06.2021 21:55 Uhr - sonyericssohn
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Ich hab Titanic und Interstellar überlebt ! :-D

14.06.2021 22:01 Uhr - cecil b
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Da bin ich noch am Editieren, und dann solch erfreulichen Kommentare! :) Ich danke euch beiden!

Sony: Da knallt es gewaltig. Aber selten. Dafür werden mehrere Personen totgeschlagen und gefoltert. ;) :)

Allerdings braucht man viel Sitzfleisch. Fast 3 Stunden geht der Film. Aber für mich kein Kritikpunkt, weil ich finde, dass jede Minute ihre Berechtigung hat. Aber, falls du mal Filme von Scorsese sehen möchtest, wären kürzere bestimmt die bessere Wahl.

KAISER SOZE: Du hast mit deiner Review ja schon verraten, dass wir da mal dieselbe Meinung haben, und 10 Punkte für berechtigt halten! :)

Du hast die Gründe für die bestmögliche Bewertung optimal zusammengefasst.

" Dann ist Der blutige Pfad Gottes mit etwa 246 x Fuck quasi nen Musterschüler^" FUCK! Nicht übel. Aber hey, fuck, es gibt wichtigeres. Trotzdem meine bisherige Lieblings-Trivia. ;)

Ich stimme zu, SHUTTER ISLAND ist sehenswert. HUGO und AVIATOR habe ich noch nicht gesehen, und Bringing out the Dead müsste ich noch mal ausprobieren. Ich war zu jung., schätze ich. :(

An alle: Ich bin dankbar dafür, wenn ihr mich korrigiert, ihr Anmerkungen oder Fragen habt. :) Wobei keiner diese Sache mit der Geschmackssache vergessen sollte. ;)


14.06.2021 22:02 Uhr - TheRealAsh
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In diesem Sinne, Chapeau, schöne Herangehensweise um Scorsese herum :-) Herausragender Film, muss ich auch mal wieder sichten!

14.06.2021 22:06 Uhr - cecil b
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Ich danke auch dir, TheRealAsh! :)


Ich denke, ich kann behaupten, dass du und ich am liebsten ungewöhnliche Filme sehen, da freut es mich besonders, dass du das offensichtlich auch so siehst, dass Scorsese auch irgendwie anders ist. :)

15.06.2021 09:53 Uhr - tp_industries
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Super Kritik, zu einem super Film, von einem super Regisseur!

In der Tat hat Scorsese mMn noch nie Murks abgeliefert. "Departed", "Shutter Island" und "Casino" gehen einfach immer wieder und genießen zu Recht Kultstatus.

Mein Liebling wird aber warscheinlich immer "Taxi Driver" bleiben. Der Streifen haut mich einfach bei jeder Sichtung erneut weg. Ist für mich eines der Sinnbilder für filmisch/künstlerische Perfektion! :)

15.06.2021 12:51 Uhr - Lukas
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Ein klares Meisterwerk von einem der besten Regisseure aller Zeiten, wie von cecil gewöhnt monumental besprochen. :-)
Wer auch nur ansatzweise irgendetwas mit dem Gangster-Genre anfangen kann, für den ist der Film Pflichtprogramm!

15.06.2021 15:58 Uhr - cecil b
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Ich freue mich sehr über eure beiden Kommentare! :)

tp_industries: Schon wieder haben wir fast dieselbe Perspektive! Taxi Driver hat mich damals so getroffen wie kaum ein anderer Film. Egal, wie gemetzelt und gefoltert wird, wenn die Psyche im Vordergrund steht, und das Ganze ziemlich realistisch rüberkommt...und dann so unglaublich inszeniert und gespielt wird...........

Lukas: Ja, ein Film, der auch mMn ohne wenn und aber ein Meisterwerk ist! :)


16.06.2021 09:11 Uhr - tp_industries
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Cecil, das sehe ich auch so.
So ein Meisterwerk wie "Taxi Driver" trifft mich da eher, als die Küchenpsychologie Nummern in z.B. der "Saw" Reihe . Obwohl diese eben nur eine scheinheilige Erklärung für die drastischen Folterungen sein sollen. Die "Saw" Reihe funktioniert als plumper aber unterhaltsamer Mainstreamhorror aber trotzdem ganz gut. Ich merke gerade wie ich vom eigentlichen Thema (deiner Kritik) abweiche...

16.06.2021 12:44 Uhr - cecil b
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Die Kommentare können ja immer eine Möglichkeit für einen Austausch sein, und ich heiße den an dieser Stelle willkommen. Und stimme dir schon wieder zu! Es ist ja auch eine wichtige Funktion von Filmen: Sind sie wirkungsvoll? SAW ist wirkungsvoll, aber TAXI DRIVER in meinen Augen mehr, und auch geschickter.

16.06.2021 14:28 Uhr - tp_industries
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Gut, bei "Saw" will ich mal den ersten Teil ausklammern. Der war nocht recht clever und auch subtiler. Ab Teil 2 waren die psychologischen Ansätze mMn aber nur noch plumper Mittel zum Zweck. Was wie gesagt nicht heißt, dass sie nicht unterhaltsam waren. Durch die meist unerwarteten Wendungen am Ende, haben glaube ich viele die "Saw" Reihe als cleverer angesehen als sie ist. Ich kenne einige Leute, die die "Saw" Filme als psychologisch tiefsinnig abfeiern, "Taxi Driver" jedoch als zu zäh und langweilig sehen.
Sicher hat ein Jeder ein Recht auf seine Meinung, aber gerade bei dem Vergleich stellen sich mir die Nackenhaare auf.
Menschen neigen leider dazu, Filme die sie nicht gut fanden als pauschal ... pardon ... scheiße zu deklarieren ( nicht alle aber viele die ich kenne ).
Ich versuche dem immer etwas entgegen zu wirken. Mit der "Star Wars" Reihe konnte ich zb nie etwas anfangen. Würde mich aber nie dazu herab lassen die Filme in den Dreck zu ziehen. Objektiv gesehen war besonders die Ur-Trilogie ja wirklich gut. Hat mich aber eben nie abgeholt und ich habe mich immer gelangweilt. Das war für mich aber nie ein Grund die Reihe nieder zu machen, nur weil sie mir subjektiv nicht gefallen hat.

16.06.2021 14:37 Uhr - Nubret
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Tatsächlich ein Juwel ohne Makel, wie Du so schön schreibst. Und neben "Goodfellas" mein liebster Scorsese. Weniger als 10 Punkte wären wirklich blanker Hohn, da dieses Werk tatsächlich perfekt ist (und nicht nur nahezu).

Deine Besprechung ist übrigens ebenso glänzend und wird dem Film mit jeder Zeile gerecht. Hut ab, bin begeistert!

16.06.2021 18:57 Uhr - cecil b
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tp_industries: Langsam wird es gruselig. Zum kompletten letzten Kommentar von dir: Sehe ich auch so.

Nubret: Ich freue mich für zehn über deinen Kommentar, danke! :)

Goodfellas muss ich mal wieder sehen. Ist viiiiel zu lange her.

17.06.2021 10:06 Uhr - tp_industries
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cecil: Wenn 2 Leute des Öfteren mal die selben Ansichten vertreten, halte ich das noch für normal. Gruselig würde es erst werden, wenn ich jetzt schreiben würde welche Farbe deine heutige Unterhose hat! :D

17.06.2021 12:02 Uhr - cecil b
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Nun, da stimme ich schon wieder zu. ;)

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