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In Search of the Last Action Heroes

Herstellungsland:Großbritannien, USA (2019)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Dokumentation
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,40 (5 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Diese Dokumentation wirft einen Rückblick auf diverse Actionfilme und Kultfilme des Actiongenres ab den 1980er-Jahren. Eine Retroperspektive mit Ausschnitten aus vielen Werken der damaligen Zeit, etwa RoboCop, Lethal Weapon, Rambo, Phantom Kommando, A Better Tomorrow, Stirb langsam u. v. m.

Trailer:
#1: https://www.youtube.com/watch?v=RCrhCoBNkgU
#2: https://www.youtube.com/watch?v=XvYQcz2wmQQ ()

eine kritik von mcguinness:

" Die Actionfilme der 80er - Jahre, die denkwürdigen, hatten etwas mehr Handlung, mehr Wendungen plausiblere Bösewichte. Heutzutage eifert das Publikum nur den Stunts nach und schaut nicht auf das zugrundeliegende Material  "

 

 

Ich selbst bin 1983 geboren worden und eigentlich noch viel zu jung gewesen, um mir all die herrlichen Actionkracher anzusehen, welche bereits in jungen Jahren meine Sehgewohnheiten prägen sollten und mir auch heute noch ein Gefühl an besondere Tage und Abende bieten, insbesondere was meinen alten Herrn angeht. Dieser scherte sich nämlich recht wenig um Altersfreigaben und wusste selbst am besten, was für seinen filius geeignet war und was eben nicht. Er liebte Action - und Kampfsportfilme, allen voran " Rambo " (1982), " Terminator " (1984) und " Stirb Langsam " (1988), sowie die Werke " Karate Tiger " (1986), " Bloodsport " (1988) und " Kickboxer " (1989). Demnach konnte ich es immer kaum erwarten, bis es am Wochenende wieder in die örtliche Videothek ging, und da mein Vater stets treuer Kunde gewesen ist, drückte der Besitzer ein Auge zu, wenn ich ebenfalls im Erwachsenenbereich mit meinem Vormund nach den neuesten " Baller - und Klopperfilmen " Ausschau hielt. Ich musste lediglich versprechen, mich aus dem Erotikbereich fernzuhalten, was mir lange Zeit auch gelang, doch ist dies ein anderes Thema und für folgende Review daher irrelevant.

In der Dokumentation " In Search of the Last Action Heroes " von 2019, unter der Regie von Oliver Harper, ist das Actionkino der 80er -, 90er - und 2000er - Jahre das große Thema, in welcher zahlreiche Regisseure, Produzenten und einige ehemalige Actionstars die goldene Ära dieser Jahrzehnte, insbesondere der 80er - Jahre, Revue passieren lassen und dabei von ihren damaligen Eindrücken erzählen, als auch die Veränderungen beleuchten, welchen sich das Genre des Actionfilms im Laufe der Zeit ausgesetzt sah und wodurch das einstige Bild der muskelbepackten und dauerfeuernden Ein - Mann - Armee zunehmend ins wanken geriet und letztendlich zum aussterben dieser ganz besonderen Spezies führte.

Die 80er - Jahre, welche für viele von uns quasi als Geburtsjahr des Actionfilms gelten, werden dabei erfreulicherweise am ausgiebigsten besprochen und nehmen den Großteil der Dokumentation ein. Wegweisende Filme wie " Rambo " (1982), " Terminator " (1984) oder " Stirb Langsam " (1988), welche den Grundstein für das neue Actionkino legten und zahlreiche Menschen in die Kinos lockten, standen sinnbildhaft für eine ganze Generation, deren Lebensgefühl nach unbegrenzten Möglichkeiten, einer gewissen körperlichen Ästhetik und dem Wunsch etwas aus seinem Leben zu machen, nicht zuletzt durch die Ikonen Stallone und Schwarzenegger geprägt wurde, welche genau zur richtigen Zeit auftauchten und durch ihre Werke das Actionkino maßgeblich beeinflusst haben oder besser gesagt gar revolutionierten.

Die Schauspieler Bill Duke (Phantom Kommando, 1985 oder Predator, 1987) und Ronny Cox (Robocop, 1987 und Total Recall - Die totale Erinnerung, 1990) kommen dabei ebenso zu Wort, wie der Regisseur Sheldon Lettich (Leon, 1990 und Geballte Ladung, 1991) oder der Drehbuchautor Shane Black (Last Boy Scout - Das Ziel ist Überleben, 1991 und Tödliche Weihnachten, 1996), als auch der meiner Meinung nach beste Filmeditor Hollywoods, Mark Goldblatt (Terminator 2 - Tag der Abrechnung, 1991 und True Lies - Wahre Lügen, 1994). Sie alle berichten von ihrer großartigen Zusammenarbeit, welche im Bereich des Actionkinos neue Maßstäbe setzte und dem damaligen Publikum eine völlig neue Art der Unterhaltung bzw. etwas noch nie dagewesenes bot.

Leider,und das fällt gleich zu Beginn auf, erhalten die verschiedenen Schauspieler und Regisseure nur sehr wenig Zeit, um von ihren Eindrücken und Erfahrungen zu berichten, bevor direkt zum nächsten Drehbuchautor oder Produzenten gesprungen wird und wieder zurück. Ein Umstand, der sich bis zum Schluß ziehen wird und wodurch die gesamte Dokumentation ziemlich gehetzt, vollgestopft und ruhelos wirkt, da schlicht und ergreifend versucht wurde, zu viel an Material unterzubringen. Besonders ärgerlich und völlig unerwartet stellte sich zudem für mich heraus, dass Legenden wie Stallone, Schwarzenegger oder Van Damme nicht ein einziges Mal in Form eines Interviews oder kurzen Statements zu Wort kommen und stattdessen auf B - Movie Stars wie Matthias Hues oder Cynthia Rothrock zurückgegriffen wurde. Gerne hätte ich auch noch weitere Aufnahmen von damaligen Arbeiten am Set gesehen, doch bis auf wenige und recht kurze Einspielungen wird uns auch hier nicht mehr gegönnt.

Hier wäre es äußerst wünschenswert gewesen, wenn man sich einige wenige Titel ausgesucht und diese dann intensiver besprochen hätte, wobei die folgende Analyse durch den jeweiligen Regisseur, als auch durch dessen den Film tragenden Star, das Gesamtbild und den Eindruck vom jeweiligen Werk weitaus runder und bekömmlicher gestaltet hätte. Herausragende Regisseure wie James Cameron, John McTiernan oder John Woo werden gar nicht erst vorgestellt, zumindest nicht in Form eines Interviews und heutigen Rückblicks auf vergangene Zeiten, wobei doch gerade diese, ich möchte mal sagen " Gründungsväter " und ihre Aussagen, von essentieller Bedeutung für diese Dokumentation gewesen wären.

Die 90er - und insbesondere aber die 2000er - Jahre werden desweiteren viel zu kurz abgehakt, wobei auch hier bedauerlicherweise auf die Ausführungen bekannter Größen wie Keanu Reeves (Speed, 1994 und John Wick, 2014) oder Jason Statham (The Transporter, 2002 oder The Expendables, 2010) verzichtet wurde, wodurch ich am Ende dann doch recht enttäuscht geswen bin. Als großer Freund des Krawall - Kinos der 80er - und 90er - Jahre bin ich demnach nur mittelmäßig unterhalten worden, da mir einige Werke zu wenig Beachtung fanden, andere hingegen zu ausführlich vorgestellt wurden. Was jedoch jedes Jahrzehnt eint, ist hinsichtlich negativ zu bewertender Tendenzen, dass völlige Fehlen aussagekräftiger Kommentare der bekannten Zugpferd, wie etwa, neben den bereits genannten, eines Dolph Lundgren, Jackie Chan oder Chuck Norris.

Mein besonderer Dank gebührt dennoch meinem sehr geschätzten Kollegen Kaiser Soze, welcher mir diese Dokumentation überhaupt erst ermöglicht hat und dessen entsprechende Review hierzu ich nur wärmstens empfehlen kann. Für mich jedoch bleibt diese Dokumentation hinter meinen Erwartungen zurück, was sich demnach auch im Endergebnis niederschlägt. 

5/10
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Kommentare

13.06.2021 00:02 Uhr - Kaiser Soze
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Nabend!... och befürchtete ja, dass ich mit meinen 7-Punkte-Review bereits ne eher negativ bewertete Besprechung abgeliefert hätte, aber Dir gefiel die Doku offensichtlich nochmal schlechter - nicht bloß ausgehend von den Punkten, sondern vor allem, da Dich die Kommentatoren weniger überzeugt und unterhalten haben und Du wohl den 90er-Part bereits qualitativ zum 00er schiebst. Ja, das Ding ist einfach viel zu voll gestopft und nach den 80ern bemerkt man dies noch xmal mehr, wobei für mich halt echt erst die 00er-Besprechung ne Katastrophe war. Jedenfalls echt interessant ne zweite Meinung zu lesen. Super geschrieben, nachvollziehbar, persönlich und verständlich. Vllt haben wir ja Glück und derjenige, der die 9 Punkte vergeben hat (oder ein anderer) verfasst nochn Review.

Besten Dank jedenfalls für die freundlichen Worte zum Schluss!

PS: Ich hänge gedanklich immer noch bei dem Teil, wann Du welche Erotikcover in besagter Videothek gesichtet hast ;-D

13.06.2021 03:49 Uhr - McGuinness
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@Kaiser Soze

Vielen Dank für dein Lob und Meinung hierzu, was mich natürlich sehr freut ☺️ zumal wir einige Punkte, insbesondere den 90er - und 00er - Part, ziemlich ähnlich sehen.
Schade,denn hier hätte meines Erachtens nach eine echt interessante und unterhaltsame Doku entstehen können, doch anstatt sich auf wenige Werke zu fokussieren, wurde einfach versucht so ziemlich jeden Film aus entsprechender Dekade unterzubringen.

Anfang der 90er müssten da Cover von u. a. Sarah Young, Dolly Buster usw. gestanden haben, wobei auch einige Absurditäten gleichsam Abscheu wie auch Neugier bei mir erregt haben dürften 😅🤭

18.06.2021 21:52 Uhr - Roadie
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Habe die Doku vor 2 Tagen erst gesehen und ich kann da guten Gewissens 8/10 Punkte geben.
Dass jetzt nicht die allergrössten Stars dort zu Wort kommen (Sly,Arnie , Norris...) finde ich nicht mal so schlimm. Da gerade die Nebendarsteller doch meist noch interessanter für mich sind, wie diese die Filme so beurteilen.

Klar, dass die 80er da am meisten und intensivsten besprochen werden.
Finde aber keineswegs dass die 90er oder 2000er zu kurz kommen oder generell alle Filme zu zu kurz besprochen wurden.
Schliesslich ist es eine Doku über den Actionfilm allgemein. Solche Dokus wie Never Sleep Again besprechen 3-4 Stunden eben "nur" 7-8 Filme😉

Also wie gesagt, für mich war dies hier völlig in Ordnung und einer zweiten Sichtung bin ich nicht abgeneigt.

19.06.2021 01:24 Uhr - McGuinness
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@Roadie

Na dann scheint dich diese Doku ja gut unterhalten zu haben, was auch völlig in Ordnung ist, nur hätte ich eben gerne die großen Stars der Branche gesehen bzw. zu Wort kommen lassen, da ich die Nebendarsteller zwar durchaus interessant fand, doch zusätzlich halt Arnie, Sly & Co. im Interview hätte sehen wollen.

Dennoch schön zu lesen, dass dich die Doku begeistern konnte 👍🏻

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