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Nekromantik

Herstellungsland:Deutschland (1987)
Genre:Horror, Erotik/Sex, Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,29 (29 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Robert Schmadtke ist Mitarbeiter bei der Firma „JSA - Joe's Säuberungs Aktion“, einem Unternehmen, das sich auf Aufräumarbeiten nach Todesfällen spezialisiert hat und Unfallschauplätze und Tatorte von Leichen und Leichenresten säubert. Seine Arbeit kommt Robert gelegen, da er ein Nekrophiler ist, welcher immer wieder Leichenteile entwendet, um sie in seiner Wohnung in Einmachgläsern aufzubewahren, ganz zur Freude seiner Freundin Betty, die den Fetisch mit ihm teilt. Als Robert eines Tages eine ganze ziemlich verweste Leiche mitbringt, beginnen er und Betty zunächst eine Dreiecksbeziehung mit dem toten Körper. Aber nachdem er allerdings seinen Job verliert, brennt Betty mit der Leiche durch. Robert bleibt allein zurück und versucht den Verlust durch Alkohol, Drogen, Gewalt und Sex zu kompensieren, findet aber erst ekstatische Erfüllung im Suizid... ()

eine kritik von tp_industries:

Das Jahr 1987 hat bei mir einen hohen Stellenwert. Zum einem ist es das Geburtsjahr meiner Wenigkeit, zum anderen haben aber auch viele heutige Kultfilme das Licht der Welt erblickt. Lethal Weapon, Robocop, Predator, Hellraiser oder Full Metal Jacket, um nur einige zu nennen. Aber auch im deutschen Underground hat sich damals ein Filmtitel etabliert. Die Rede ist natürlich von Jörg Buttgereit´s ersten Langfilm Nekromantik. Binnen kürzester Zeit wurde der Film auch international bekannt und hat sich bis heute, den Ruf als Kultfilm im Undergroundbereich erarbeitet. Aber was genau macht die Faszination dieses Streifens aus? Ist der Ruf überhaupt gerechtfertigt? Fragen, welche ich in den folgenden Zeilen zu beantworten versuche.

Die oben stehende Inhaltsangabe gibt quasi den kompletten Handlungsverlauf wieder. Aufgrund dessen, habe ich auch auf eine Spoilerwarnung verzichtet und erkläre Euch, relativ befreit, einige Handlungselemente. Ich versuche zwar trotzdem nicht zu viel zu verraten aber wie gesagt, das ist nach dem Lesen der Inhaltsangabe eigentlich auch nicht mehr schwer.

In der Einleitesequenz ist ein schwerer Autounfall mitsamt seinen hässlichen Folgen zu sehen. Unmittelbar danach lernen wir auch Protagonist Robert Schmadtke ( Daktari Lorenz ) kennen. Dieser arbeitet nämlich als Reiniger von Tatorten oder Unfallorten. Und dieser Beruf kommt auch seiner sexuellen Neigung entgegen. Denn Robert ist nekrophil. Sprich, sexuelle Handlungen mit Leichen und auch Leichenteilen findet er anregend. Durch seinen Beruf kommt er auch relativ leicht an eben Diese heran. Seine Neigung teilt er mit seiner Freundin Betty ( Beatrice M. ), mit der er zusammen in einer kleinen Wohnung lebt. Alles läuft allem Anschein nach rund, bis Robert aus seinem Beruf entlassen wird. Der Nachschub an Leichen ist abgeschnitten, was Freundin Betty dazu veranlasst, Robert zu verlassen. Dabei lässt sie auch deren letzten "Liebespartner" mitgehen, was Robert dazu veranlasst, sich jetzt endgültig seiner dunklen Seite der Psyche hinzugeben.

Puh, in der Theorie ist das schon sehr harter Tobak. In der Praxis werden aber genauso wenig Gefangene gemacht. Der bereits erwähnte Unfall zu Beginn, zeigt in seiner drastischen Darstellung der Unfallfolgen schon wo die Reise hingeht. Auch Robert´s Wohnung, welche mit diversen Körperteilen ( darunter auch ein Fötus ) ausgestattet ist, sorgen für ein unangenehmes Gefühl im Bauch- und Brustbereich. Es folgen nekrophile Liebesszenen, diverse Morde und ein Suizid. Auch eine reale Tötung eines Hasen ist zu sehen. Zuschauer welche mit derartigen Darstellungen Probleme haben, sollten sich also definitiv eine Sichtung sparen. Gerade die Tötung des Hasen sorgte über die Jahre immer wieder für Kontroversen. Dabei möchte ich betonen, dass wir es hier meiner Meinung nach definitiv NICHT mit Tiersnuff zu tun haben. Das würde nämlich bedeuten, dass ein Tier, nur der Unterhaltung wegen vor laufender Kamera getötet wurde. Das ist hier aber nicht der Fall. Der Hase wurde von einem Fachmann professionell getötet, gehäutet und ausgenommen. Das ist in den Einstellungen auch so zu erkennen. Das Tier sollte sowieso für den Verzehr verarbeitet werden. Buttgereit hat es lediglich filmen lassen und für den Film in einer sinnvollen, surrealen Traumpassage verwendet.

Nach den jetzigen Informationen, haben wir es also mit einem plumpen Schocker zu tun? Mitnichten! Denn abseits der gezeigten Grausamkeiten, haben wir es hier eben auch mit einer dramatischen Psychostudie zu tun. Dabei sind die Charaktere und deren Entwicklung erstaunlich nah an der Realität dran ( als Referenz für diese Aussage, möchte ich auf manche Inhalte der Sachbücher Auf dünnem Eis und Sadisten der Kriminalpsychologin Lydia Beneke verweisen ). Robert ist im Alltagsleben schüchtern, unentschlossen, unauffällig, sozial isoliert und in sich gekehrt. Von seinen Mitmenschen wird er als harmloser Sonderling wahrgenommen. Nur im Ausleben seiner Neigungen blüht er auf. Das ist auch visuell hervorragend eingefangen. Verläuft sein Alltag eher in tristen Bildern ab, kippt das sobald er sich sexuell ausleben darf. Gerade bei einer zentralen Sexszene zwischen Robert, Betty und einer Leiche, beherrschen warme, weiche Farben das Bild. So wird man geschickt in die Sichtweise von Robert katapultiert. Wie in allen seiner Werke schafft es Buttgereit aber, seinen Protagonisten weder zu glorifizieren, noch zu verteufeln. Es wird dem Zuschauer überlassen die gesehenen Handlungen einzuordnen.

Und hier kommen wir auch zu dem schwierigsten Punkt in Nekromantik. Das Einordnen. Bei der ersten Sichtung wird dies nur schwer möglich sein. Die gezeigten Grausamkeiten sind in der Summe einfach zu heftig, als dass man einen klaren Gedanken fassen könnte. Und da spreche ich aus eigener Erfahrung. Nach meiner ersten Sichtung war ich baff. So etwas hatte ich in dieser Drastik noch nicht gesehen. Trotzdem konnte ich einen gewissen künstlerischen Anspruch nicht absprechen. Ich musste das Gesehene trotzdem erstmal sacken lassen. Erst Jahre später habe ich mich noch einmal daran getraut. Ich wusste was auf mich zukommt und konnte die Grausamkeiten ein Stück weit ausblenden. Und dann erkennt man auch, mit was für einem kleinen Meisterwerk wir es hier zu tun haben. Die Figuren sind nicht überzeichnet. Man erkennt auch das Leid, den inneren Kampf den Robert ständig austrägt. Es geht um einen Platz im Leben. Mit einem geliebten Menschen an seiner Seite. Nur ist das mit den Lebenden aus seiner Sicht nicht möglich. Er und seine Freundin Betty teilen eigentlich nur die nekrophile Neigung. Eine richtige Zuneigung ist nicht existent. Der von ihm mitgebrachte leblose Körper, ist das Einzige zu dem er Liebe verspürt. Und als Dieser ihm durch Betty genommen wird, kann das sein Kopf nicht verarbeiten und er gibt sich seinem psychischen Absturz hin. Mit jeder erneuten Sichtung, bekommt man mehr Nuancen mit. Und das macht den Film für mich auch mit jeder Sichtung besser! Man schwankt stetig zwischen dem Verurteilen seiner Taten und so etwas wie Mitgefühl. Robert ist am Ende ein Gefangener seines Geistes. Dies entschuldigt natürlich nicht sein Vorgehen. Im Übrigen wird keine Erklärung zu Robert´s Geisteszustand gegeben. Es ist eine Studie über das Hier und Jetzt.

Zusammengefasst hat Jörg Buttgereit hier also ein mutiges, fast schon einmaliges Werk geschaffen. Dessen Feinheiten haben sich für mich aber erst nach mehrmaliger Sichtung erschlossen. Gerade wenn man bedenkt dass Buttgereit damals gerade einmal 23 Jahre alt war und den Film mit kaum nennenswerten Budget gedreht hat, kann ich nur meinen Hut ziehen. Festhalten muss man aber auch, dass wir es hier mit einer Amateurproduktion zu tun haben. Die meisten Spezialeffekte ( Jörg Buttgereit, Daktari Lorenz, Franz Rodenkirchen ) sitzen zwar, bei einigen bemerkt man aber das fehlende Budget. Auch darstellerisch griff man auf Laien zurück. Wobei gerade Daktari Lorenz und Beatrice M. einen anständigen Eindruck hinterlassen. Nur bei einem für die Handlung entscheidenden Moment, in der Robert eine Art Erleuchtung bekommt, griff Lorenz auf etwas zu viel Overacting zurück, was diese Szene eher etwas lächerlich erscheinen lässt. In Anbetracht der Umstände ist das aber Meckern auf hohem Niveau.

Musikalisch bekommt man aber überdurchschnittlich gute Klänge serviert. Wie bei fast allen Buttgereit Filmen waren John Boy Walton, Hermann Kopp und Daktari Lorenz für die Musik verantwortlich. Und diese tragen einen enormen Teil zur Stimmung des Films bei. Ob melancholisch/traurige Klänge, romantische Musik oder der Spannung fördernde, treibende Stücke. Jede Szene wird musikalisch super unterstrichen!

Trotz des Inhaltes kam Nekromatik bei der Justiz relativ glimpflich davon. Es gab zwar einen Indizierungsantrag, dem wurde aber nicht stattgegeben. Erst mit Nekromantik 2  ( welcher erwähnenswerterweise nicht ganz so drastisch ist wie der erste Teil ) rückte Nekromantik wieder in den Fokus. Indizierungen, Beschlagnahmungen und Hausdurchsuchungen bei Jörg Buttgereit und Produzent Manfred O. Jelinski waren die Folge. Heute sind beide Filme frei von Beschlagnahmungen und Indizierungen. FSK geprüfte Fassungen gibt es dennoch nicht, was auf Buttgereit´s Weigerung seine Filme prüfen zu lassen zurückzuführen ist. Abgesehen davon kann ich mir aber nicht vorstellen, dass zumindest der erste Nekromantik je eine Freigabe bekommen würde.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass sich jeder genau überlegen sollte ob er sich diesen Streifen gibt. Er ist definitiv nicht für die breite Masse gedacht. Der Inhalt ist verstörend, hart und erfordert es, sich mehr damit zu beschäftigen. Der Film stammt aus dem Underground und kann schwer mit alltäglichen Filmen in Einklang gebracht werden. Und das ist meinerseits nicht wertend gemeint. Es sollte Jeder respektiert werden. Sowohl die, die mit diesem Werk nix anfangen können, als auch die, die darin ein Kunstwerk sehen. So oder so hat der Film aber seine Daseinsberechtigung und die internationale Beliebtheit des Streifens ist meiner Meinung nach absolut nachvollziehbar.

In diesem Sinne,

                              bleibt filmbegeistert!

 

9/10
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Kommentare

14.06.2021 15:22 Uhr - cecil b
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Eine großartige, nachvollziehbare Review, zu einem großartigen Film!!!! :)

Deine Deutung finde ich interessant und verständlich, in vielerlei Hinsicht sehe ich das auch so!

Deine Aussagen bezüglich dem 'Tiersnuff' teile ich auch.

Ich sehe ja auch die Psychoanalyse von Erich Fromm in diesem Film wieder, und inszenatorisch Fassbinder, dessen Filme Buttgereit ja sowieso super findet.

Mosquito - Der Schänder könnte für dich auch interessant sein, wobei Nekromantik ein anderes Kaliber ist.

Und dass auch du uns ja filmbegeistert bleibst! :)

15.06.2021 09:41 Uhr - tp_industries
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Danke cecil! :)

Die Verbindung zu Erich Fromm bemerkte ich auch erst, als ich vor ein paar Jahren dein Review zu Nekromantik las. Und es ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Ob es von den Filmemachern so beabsichtigt war, vermag ich jedoch nicht zusagen. Ich habe aber mal gelesen, dass Produzent Manfred O. Jelinski mal Psychologie studiert hat. Er steckt also in der Materie drin.

Zur Filmbegeisterung kann ich nur sagen: BIS ZU MEINEM LETZTEM ATEMZUG! ;)

15.06.2021 16:20 Uhr - cecil b
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Da stimme ich dir in jeder Hinsicht zu! Zudem ist es so, dass vieles, von dem, was du geschrieben hast, gut zu Fromm passt! Seinen Namen zu erwähnen ist im Grunde unwesentlich für den Film, ich finde diesen psychologischen Aspekt nur interessant, der auch in Mosquito - Der Schänder gesehen werden KANN.

Diesen seltsamen 'Humor' am Ende des Films werde ich wahrscheinlich auch nie richtig einordnen können, was Buttgereit vermutlich gut so findet. Der Herr ist sehr intelligent ( das nehme ich jedenfalls seinen Filmen und Theaterstücken subjektiv raus), und ich könnte mir vorstellen, dass er nicht den Fehler machen wollte, so ein Extrem zu 'erklären', weil das eigentlich wirklich lächerlich sein kann. :)

Filmbegeisterung: Da bin ich ja beruhigt. :)

16.06.2021 14:52 Uhr - Nubret
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Tolle Kritik zu einem auch von mir sehr geschätzen Film!

Sowieso sind Buttgereits Filme mit dem sonstigen Müll aus dem Amateurfilmbereich (Andreas Schnaas und Co.) keineswegs auf eine Stufe zu stellen. Seine Werke haben allesamt mehr zu bieten als den plumpen Schockeffekt, sind sehr stimmig, durchdacht und regen teils auch zum Nachdenken an.

Wenn ich dagegen das Gore-Zeug von Olaf Ittenbach sehe...einfach nur Gewalt mit dem Dampfhammer, banal, stupide und ohne einen Funken Grips. Das kann man sich als erwachsener Mensch echt nicht mehr geben.

16.06.2021 15:03 Uhr - tp_industries
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@nubret
Ich danke Dir! :)

Dass man Buttgereit nicht mit Ittenbach, Taubert und Co. auf eine Stufe stellen kann und sollte, da bin ich ganz bei Dir. Die Gründe dafür hast Du super dargelegt.

Allerdings gibt es halt auch Zuschauer die sich gerne mal so ein stumpfes Gore-Zeug geben. Auch ich schaue mir hin und wieder mal ein Werk von Ittenbach an. Ist Geschmackssache und sollte respektiert werden. Jedes Genre hat halt sein Publikum. :)

16.06.2021 15:11 Uhr - Nubret
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Das stimmt natürlich irgendwo, aber für mich ist das nix mehr. Cecils Tipp mit "Mosquito" kann ich übrigens so nur bestätigen. Der dürfte was für Dich sein.

Wenn Du allerdings ein echtes Meisterwerk aus dem deutsprachigen Untergrundbereich sehen willst (in diesem Falle Österreich) empfehle ich dringend Gerald Kargls "Angst". Unverzichtbar!

Nicht wahr, Cecil?

16.06.2021 19:00 Uhr - cecil b
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IST WAHR, Nubret! Sieht Buttgereit ja auch so.

17.06.2021 08:32 Uhr - Man Behind The Sun
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Danke für die Kritik und die Erinnerung, dass ich mir den unbedingt mal wieder ansehen, bzw. in die Sammlung stellen muss.

Ich hab den damals auch ähnlich wie du in jungen Jahren gesehen und war, trotz der fast nicht vorhandenen Story, wenig Gore und der Tatsache, dass es sich um einen Amateurfilm handelt (dem ich sowieso nicht sonderlich zugewandt bin) auch sehr gefangen von dem Film.

Ich denke, ich sollte eine neue Sichtung wagen, auch, wenn ich mir damit vllt die Erinnerung an den Film zerstöre...

17.06.2021 10:04 Uhr - tp_industries
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@nubret und cecil
"Mosquito" ist schon notiert und "Angst" kommt auch mit auf die Liste. Ich danke Euch für die Filmtipps! :)

@Man Behind The Sun
Gerne, kein Problem! :)
Eine erneute Sichtung kannst Du meiner Meinung nach auf jeden Fall wagen. Wie ich in meiner Kritik schon schrieb, wird für mich der Streifen mit jeder Sichtung besser. Bevor ich ein Review verfasse, schaue ich mir die Filme ja immer noch einmal an. Und vor der letzten Sichtung wäre ich, aus der Erinnerung raus, bei 7 Punkten gewesen. Nach der Sichtung habe ich auf 9 Punkte erhöht.

Allerdings muss ich noch 2 Veto's einlegen. Eine "fast nicht vorhandene Story" kann ich nicht bestätigen. Es ist halt eine Studie eines psychisch kranken Menschen, welche auch einen konsequenten Verlauf hat. Und wenig Gore ist auch Ansichtssache. Sicher kann er vom Goregehalt nicht mit Sachen der Marke "Guinea Pig" mithalten (ist auch ein komplett anderes Genre), dennoch geht es über die knapp 70 Minuten Nettolaufzeit recht ruppig zu. In der Zeigefreudigkeit der Gewalttaten ist das meiner Meinung nach sogar der härteste Buttgereit.

19.06.2021 14:13 Uhr - Man Behind The Sun
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17.06.2021 10:04 Uhr schrieb tp_industries

@Man Behind The Sun
Gerne, kein Problem! :)
Eine erneute Sichtung kannst Du meiner Meinung nach auf jeden Fall wagen. Wie ich in meiner Kritik schon schrieb, wird für mich der Streifen mit jeder Sichtung besser. Bevor ich ein Review verfasse, schaue ich mir die Filme ja immer noch einmal an. Und vor der letzten Sichtung wäre ich, aus der Erinnerung raus, bei 7 Punkten gewesen. Nach der Sichtung habe ich auf 9 Punkte erhöht.

Allerdings muss ich noch 2 Veto's einlegen. Eine "fast nicht vorhandene Story" kann ich nicht bestätigen. Es ist halt eine Studie eines psychisch kranken Menschen, welche auch einen konsequenten Verlauf hat. Und wenig Gore ist auch Ansichtssache. Sicher kann er vom Goregehalt nicht mit Sachen der Marke "Guinea Pig" mithalten (ist auch ein komplett anderes Genre), dennoch geht es über die knapp 70 Minuten Nettolaufzeit recht ruppig zu. In der Zeigefreudigkeit der Gewalttaten ist das meiner Meinung nach sogar der härteste Buttgereit.


Ja, ich hab mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Der Film ist ja per se nicht auf Gewalt oder Splatter ausgelegt, sondern sticht durch seine morbide Atmosphäre und - wie du es schön ausgedrückt hast - seine Zeigefreudigkeit hervor.

Wenn ich "damals" sage, meine ich den 16 jährigen Jungen, der einfach nur Splatter sehen will ;-) Wie sich Seh gewohnheiten doch verändern...

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