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Kampf um Endor

Originaltitel: Ewoks: The Battle for Endor

Herstellungsland:USA (1985)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Fantasy, Science-Fiction
Alternativtitel:Die Ewoks - Kampf um Endor
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,27 (11 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die Armee des mächtigen König Terak und der bösen Hexe Charal hat das Dorf der Ewoks überfallen und viele von ihnen gefangen genommen. Wie durch ein Wunder gelingt es Cindel und dem Ewok Wicket sich in den Wald zu retten, wo sie auf Teek und den Einsiedler Noa treffen. Gemeinsam setzen die tapferen Gefährten alles daran ihre Freunde zu befreien - der Kampf um Endor beginnt... (DVD-Rückseite)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von thrax:

Da die Ewok-Reihe ursprünglich als Trilogie geplant war und der Vorgänger scheinbar relativ gute Einschaltquoten im amerikanischen TV generierte, wurde 1985 (also knapp ein Jahr später) die Fortsetzung "Kampf um Endor" hinterher geworfen.

Ein Pluspunkt den dieses Sequel definitiv hat ist, dass der Film nicht mehr gänzlich auf eine junge Zielgruppe abzielt und seine Geschichte erwachsener, düsterer und zuweilen sogar gewalttätiger erzählt. So ist diese Forstetzung nur noch bedingt für die ganze Familie geeignet. Zumindest die ganz kleinen Zuschauer sollte man noch außen vor lassen. Regie führten hier diesmal Ken Wheat und Jim Wheat. Zwei (zumindest für mich) recht unbekannte Regisseure, die hier eine von lediglich drei Regiearbeiten abliefern. Eher fleißig waren sie im Bereich Drehbuch schreiben. Hier waren sie in Projekten wie "Nightmare On Elm Street 4"Die Fliege 2" und sogar "Pitch Black" mit involviert. Zwar alles keine Meisterwerke im generellen, aber sehr unterhaltsame Filme und man könnte sich somit schlechtere Voraussetzungen für die Regie eines solchen Projektes wie den Ewoks hier vorstellen, haben sie doch auch hier zusätzlich das Drehbuch beigesteuert. Darüber hinaus hat man hinter der Kamera wieder weitestgehend dasselbe Team. George Lucas und Thomas G. Smith produzierten und Peter Bernstein komponierte.

Story:

Diese ist direkt zu Beginn von ihrer Konsequenz durchaus beeindruckend und nicht unbedingt üblich im Star Wars-Kosmos. Cindel, Mace und ihre Familie haben nach der Befreiung der Eltern im ersten Teil entschieden bei den Ewoks zu bleiben bis sie ihren Raumgleiter wieder in Schuss gebracht haben. Ein scheinbar langwieriges Unterfangen, beherrscht Jung-Ewok Wicket doch mittlerweile sogar die menschliche Sprache nahezu fließend. Eines Tages wird das Ewok-Dorf von den räuberischen Maraudern überfallen. Deren gnadenloser Anführer Terak vermutet dort das Geheimnis einer mysteriösen Macht die er unbedingt ergründen will. Cindels Familie und einige Ewoks sterben bei diesem Angriff und die restlichen Ewoks sowie Cindel selber werden entführt. Cindel und Wicket gelingt die Flucht und nach einer Zeit treffen sie im Wald Endors den mürrischen Eremiten Noah, der auch noch eine persönliche Rechnung mit Terak offen hat. Mit dessen Hilfe und der seines flinken Gehilfen Teek wird sich aufgemacht die restlichen Ewoks zu befreien und die Marauder zu besiegen. Soweit so gut die Story und auch hier kann man sagen das sie für einen Film dieser Größenordnung und des vorhandenen Budgets ihren Zweck erfüllt. Allem voran die mehr düstere Ausrichtung weiß zu gefallen und man fühlt sich hier nicht ganz wie in einem Kinderfilm. Alleine schon der absolut boshafte Beginn in dem man einfach mal Cindels gesamte Familie über die Klinge (den Laser) springen lässt, gefällt in ihrer Konsequenz. Natürlich darf man jetzt nichts komplexes erwarten oder irgendwelche unerwarteten Twists. Es ist kein Christopher Nolan Film den wir hier vorgesetzt bekommen.

Effekte und handwerkliches:

Hier hat man sich im Gegensatz zum Vorgänger definitiv gesteigert. Sogar eine Emmy Nomminierung durfte man dazumal für die Effekte einheimsen. Auch hier wurde wieder die Stop-Motion Technik angewendet und hier durchaus ausgereifter als noch im Vorgänger. Klar wirken auch diese Effekte heutzutage eher putzig, aber für damals hat man sich durchaus ins Zeug gelegt. Auch Kostüme und Masken sind diesmal weit besser geglückt als im Vorgänger. Die Ewoks wirken irgendwie lebendiger. Vor allem das sich diesmal bei den Ewoks wenigstens die Münder etwas natürlicher beim reden bewegen ist positiv zu werten. Auch das Design der Marauders wirkt schön widerlich hässlich. Vor allem Hauptantagonist Terak kann man mit Fug und Recht als eine der schönsten hässlichen Figuren im Star Wars Universum bezeichnen. Vor allem strahlt er dadurch auch die passende Bedrohung und Bösartigekeit aus die es braucht.

Schauspielerische Leistung:

Auch hier ist es wieder mal so das die Möglichkeiten der Bewertung ebendieser schwierig ist, da die Anzahl der Darsteller mit bewertungsmöglichen Rollen recht überschaubar ist. Aubree Miller ist goldig wie im Vorgänger, Warwick Davis gibt Wicket eine passende Körpersprache und na ja...alle anderen (zunächst) menschlichen Darsteller sterben quasi direkt am Anfang. Zwei Neuzugänge gibt es hier aber schon zu verzeichnen. Einer davon ist Wilford Brimley († 1. August 2020), bekannt aus Filmen wie "Cocoon 1+2, Harte Ziele, Die Firma, The Thing, usw." welcher hier den Eigenbrötler Noah gibt. Sein Fach versteht der Mann, denn er liefert die anfangs mürrische bzw. Jähzornige Seite seines Charakters genauso überzeugend ab wie seine dann später auch sehr sanfte und zuweilen sogar sensible Seite. Ein wenig kommt vielleicht sein Sinneswandel etwas zu abrupt, hält er Cindel und Wicket zuerst noch eine Standpauke über Feuer im Wald und gefühlt keine 5 Minuten später tröstet er Cindel wegen eines Albtraumes. Aber sein Charakter ist trotz des etwas ungelenken Pacings im Fach Character Developement ein sympathischer. Dann wäre da noch Carel Struycken als Terak. Ein Mann der aufgrund seiner stattlichen Größe von 2,13m (die er einer Krankheit namens Akromegalie zu verdanken hat) geradezu prädestiniert ist für diese Rolle. Alleine schon seine Größe hat was respekteinflößendes. Aber auch seine boshafte Darbietung gepaart mit einer gleichzeitigen Naivität, wird von Struycken überzeugend rübergebracht und gestaltet somit mit Terak einen interessanten Widersacher im Bereich des Star Wars Universums. Die Hexe Charal wird von Siân Phillips zum besten gegeben. Eine Schauspielerin die schon seit den späten 50ern im Filmgeschäft mitmischt und Charal durchaus schön intrigant und hinterfotzig und stets nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht spielt.

Fazit:

Hier wäre jetzt eigentlich noch eine kurze Bewertung zum Score gekommen, aber da er dem aus dem ersten Teil relativ ähnlich ist und nur durch gewisse Nuancen erweitert wird, kann man dies auch indem Fazit kurz abhandeln und sagen das Peter Bernstein hier durchaus einen guten Job wieder macht, aber auch bloß ein wenig Dienst nach Vorschrift. Alles in allem hat man hier aber eine gelungene Fortsetzung die den Vorgänger auf jeden Fall übertrifft. Zwar ist nicht alles hier perfekt gelungen und trotz besserer Effekte müssen diese auch hier heutzutage sich ein wenig den Vorwurf angestaubt zu sein gefallen lassen, dafür haut aber der boshafte Beginn rein und holt einiges raus sowie die erwachsenere Ausrichtung. Auch ein ambivalenter Böswewicht hält bei der Stange und Wilford Brimley ist ja auch immer einen Film wert. Es wäre interessant gewesen was ein ursprünglich geplanter dritter Teil noch so gebracht und erzählt hätte.

7/10
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Kommentare

06.07.2021 17:14 Uhr - cecil b
1x
Moderator
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Wie schon mit deiner vorherigen Review gibst du einen wirklich tollen Einblick in die Ewok-Reihe!

06.07.2021 23:19 Uhr - Thrax
Herzlichen Dank! Hab aber trotzdem noch die einen oder anderen nachträglichen Schönheitskorrekturen dran gehängt.

07.07.2021 21:57 Uhr - cecil b
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.208
Gerne. :)

Habe ich gemerkt. Manchmal habe ich mehr das Gesamtpaket vor Augen, und hier und da 'überlese' ich dann mal was.


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