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Godzilla vs. Kong

Herstellungsland:USA (2021)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Fantasy,
Science-Fiction, Thriller
Alternativtitel:ゴジラVSコング
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,84 (26 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

In „Godzilla vs. Kong“ liefern sich die mythischen Gegner einen spektakulären Kampf, bei dem nichts weniger als das Schicksal der gesamten Welt auf dem Spiel steht. Kong und seine Beschützer befinden sich auf einer gefährlichen Reise, um die wahre Heimat des Giganten zu finden. Mit dabei ist auch Jia, ein junges Waisenmädchen, zu dem Kong eine starke und einzigartige Bindung aufgebaut hat. Unerwartet kreuzen die Reisenden den Weg des wütenden Godzilla, der eine Schneise der Verwüstung über den Erdball zieht. Doch in dem epischen, durch unsichtbare Kräfte ausgelösten Zusammenstoß der beiden Titanen offenbart sich nur ein kleiner Teil eines Geheimnisses, das bis tief ins Innere der Erde führt. (Warner Bros.)

eine kritik von phyliinx:

„Godzilla Vs Kong“ (2021) ruht sich vollends auf seiner vieleversprechenden Prämisse aus und bietet zu dieser auch noch eine handfeste Antwort: Skriptautor Max Borenstein ist weiterhin schwach darin, interessante Geschichten oder menschliche Figuren zu erschaffen, stattdessen vertraut er ganz auf das visuelle Können von Regisseur Adam Vingard. Und so ist klar: Rückkehrerin Millie Bobby Brown bekommt neben den Neulingen Brian Henry und vorallem Sekundärfeind Shun Oguri dieses Mal schauspielerisch noch weniger zutun, als schon im Vorgänger, „King Of The Monsters“ (2019) denn schlussendlich sind zwei Attribute das Maximum einer jeden Person in diesem Film, während die Story ihre papierdünnen, nichtssagenden, charakterlosen Antagonisten im Grunde genommen nur dazu nutzt, das Finale aufzusetzen und sie ansonsten überhaupt nicht bräuchte. Einziges Highlight: Kaylee Hottle als Jia, eine taube Darstellerin, die ein taubes Mädchen verkörpert, das in niedlichen Sequenzen per Zeichensprache mit Kong kommuniziert.

Im Kern geht es darum, herauszufinden, warum Godzilla plötzlich unter den Menschen wütet, während ein Zweitteam Kong von Skull Island holt, um der Riesenechse etwas entgegensetzen zu können. Dabei erkunden wir die Hohlerde, wo der Riesenaffe seine Heimat und eine Waffe findet, was den Mittelteil des Filmes zwar entschleunigt, aber sich rein geschichtlich zumindest ein wenig von all er substanzlosen Technikerzählung drumherum abhebt sowie inszenatorisch richtig Laune macht: farblich gesehen ist „Godzilla Vs Kong“ auf allen Ebenen perfektioniert, besonders im nächtlichen Hong Kong machen extravagierte Neon-Töne in Kombination mit schicken Spiegelungen dieser an Fensterscheiben sehr viel Lust auf einen zerstörerischen Showdown zwischen den Titelkreaturen. Den bekommt man während des Filmes drei Mal serviert, immer wieder innovativ und ein bisschen anders, aber stets mit deutlichem Ausgang, sodass Fans ruhig eine Punktetabelle anlegen können, um am Ende den klaren Gewinner auszulosen. Dabei sehen wir auch eine Weiterentwicklung in unseren monströsen Freunden, denn die agieren jetzt wilder, wuchtiger und stärker als jemals zuvor, auch weil die Balance zwischen menschlichen Tönen und CGI-Kampforgien endlich vollends stimmt. So nutzt Kong nun alle vier Gliedmaßen, während Godzilla auch mal die Beherrschung verliert und seine Widersacher mit beeindruckend gnadenloser Härte in ihre Schranken weist. Er ist der König der Monster und nicht besorgt, das nach außen zu tragen. Die Kamera hält dabei schön drauf, immer wieder scheint die auch an den Schultern oder, ähnlich einer Helmkamera, auf den Köpfen der Kaijus befestigt worden zu sein. Mit der kleinen Anekdote rund um Ghidora wird auch eine schöne Verknüpfung zu „Godzilla 2“ gezogen, ohne Neulinge in der Reihe vollends auszuschließen. Es gibt keinen „Martha“-Moment und jede Kampfeinlage dauert auch gut länger als drei bis vier Minuten. Besonders das Finale dürfte Freunde beider Monster freuen, denn hier zeigen sie noch einmal richtig, was für Tricks in ihnen stecken, um das Schicksal der Erde sowie die Zukunft sämtlicher Titanen zu entscheiden. Sollte eine weitere MonsterVerse-Episode in Produktion gehen, wird es interessant sein, in welche Richtung man sich als nächstes bewegt.

Der Soundtrack mischt sich mit dem dröhnenden Brüllen aller anwesenden Monster, er ist rockig, episch, düster und schwer, aber nie wirklich drüber, außer in einzelnen, menschlichen Momenten. Der Cast hat es nicht leicht: diese Figuren sind dermaßen steril geschrieben, dass es herausfordernd wirkt, ihnen irgendeine Persönlichkeit einzuhauchen, doch immerhin bleibt zu viel Exposition in den Dialogen dieses Mal aus. Reihentypisch ist die Action als Dreh-und Angelpunkt des Streifens technisch sehr gut eingefangen: die Animationen wirken zauberhaft lebensecht, die Modellierungen beider Kontrahenten könnten detaillierter nicht sein und wenige Schnitte zwischen einzelnen Einstellungen lassen die wohl choreographierte Zerstörungsorgie in einem edlen Glanz erstrahlen. „Godzilla VS Kong“ bietet also alles, was man sich von dem Titel erhofft, aber am Ende des Tages nicht viel mehr. Zu bedauern ist ein fehlender Charles Dance, aber wahrscheinlich wäre er auch verschwendet gewesen, wenn man sich mal ansieht, wie mangelhaft wenig Demian Bichir als Oberbösewicht eigentlich machen oder sagen darf.

8/10
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Kommentare

20.07.2021 20:04 Uhr - cecil b
1x
Moderator
User-Level von cecil b 19
Erfahrungspunkte von cecil b 7.220
Ein guter Eindruck von diesem Monster-Spektakel!

20.07.2021 20:44 Uhr - TheRealAsh
1x
User-Level von TheRealAsh 10
Erfahrungspunkte von TheRealAsh 1.399
schöne Zweitmeinung, da sind wir ja nah beinander:-)

21.07.2021 11:47 Uhr - Intofilms
Hervorragend! 🙏

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