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BoondockSaint123
Level 12
XP 2.215
Eintrag: 22.07.2013

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Africa Addio

Herstellungsland:Italien (1966)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Dokumentation
Alternativtitel:Africa: Blood and Guts
Afrika Addio

Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,27 (15 Stimmen) Details
inhalt:
Die in Venedig, Berlin und Cannes ausgezeichnete Dokumetation gehört neben ``Mondo Cane´´ zu der Mutter aller Mondofilme. Die Italiener Prosperi und Jacopetti waren 3 Jahre lang in Afrika unterwegs, um mit bombastischen Bildern dem Zuschauer das ``sterbende´´ und zugleich ``neue´´ Afrika zu präsentieren. Neben dem wunderschönen Soundtrack von Riz Ortolani wurde hier mit perfekter Kameraführung ein Film für die damalige Leinwand geschaffen, der seinesgleichen sucht. politische Mißstände, Rassenhaß, Hinrichtungen, Wilderei, Krieg und sonstige Mißstände werden kritisch hinterleuchtet und sachlich dokumentiert. Obwohl einige Bilder dieses Filmes sicher nichts für schwache Nerven sind, stellen sie letzendlich nur die Wahrheit dar, denn nichts ist härter als die Realität.
eine kritik von boondocksaint123:
Nichts ist Härter als die Realität!!!

Vorsicht,Review kann Spoiler enthalten!

So war mal wieder Zeit, einen Film der etwas anderen Art zu sehen und dieses Mal war es „Africa Addio“ eine Dokumentation aus dem Jahre 1966 von Gualtiero Jacopetti. Der Film schildert die Ereignisse der Dekolonisation in Ostafrika. Wesentlicher Bestandteil dieses Filmes sind zwei Aspekt Punkte. Zum einen wäre da der MAU-MAU Aufstand und zum anderen die Massenmorde während der Revolution von Sansibar.
Die Dokumentation ( auch Mondo genannt) erzählt dem Zuschauer, die tragische Geschichte, wie die Bevölkerung von Afrika mit den Mitmenschen umgeht und ihre bitteren und grausamen Taten ganz offen Schildert ohne auch nur ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Als ich den Film heute in den DVD Player legte, war ich doch ein wenig skeptisch, denn Dokumentarfilme sind nicht unbedingt mein Lieblingsgenre. Ich schaue diese Art von Filmen doch sehr gerne an, habe aber nicht immer den Reiz diese anzusehen. Dafür muss die genaue Stimmung bei mir sein. Heute hatte ich dann doch genau diese Stimmung und lies mich überraschen, was mich bei diesem Film erwarten würde. Von vielen Seiten habe ich schon gehört, dass dieser Film unmenschlich sei. Das er brutal mit der Bevölkerung umgehe und kein leichter Anblick sein dürfte. Ich war dadurch schon ein wenige abgeschreckt vor allem, da ich den Film schon gut 2 Monate bei mir rumliegen hatte.
Doch jetzt musste ich ihn einfach mal sehen.
Der Film fängt ruhige an und zeigt dem Zuschauer, wie sich die „schwarze“ Bevölkerung so langsam ihr Land wieder ihr eigen nennen konnten, nachdem viele Engländer bzw. auch die „Weißen“ Allgemein sich ihre Besitztümer unter den Nagel gerissen haben. Der Anfang einer „Demokratie“ war entstanden. Doch so schön sich dieses Wort auch anhören mag, wird in vielen Teilen des Landes noch der alte Instinkt der Menschen weiter Bestandteil des Lebens bleiben. Die neue Art der Politik ist in Afrika noch nicht durchgedrungen und viele Menschen leben nach den alten Prinzipien. Essen wird nicht gekauft, sondern gejagt. Oder es wird auch aus dem reinen Handelsgrund gejagt. Also machen sich die Menschen auf die Suche nach Beute und diese fällt oftmals sehr üppig aus. Der Zuschauer wird Zeuge von Szenen der Brutalität an Tieren, die bestialisch und unmenschlich erscheinen. Wer den Tiersnuff in Filmen wie Cannibal Holocaust brutal fand, sollte sich hier auf jeden Fall die Augen zu heben und die paar Zeilen die ich jetzt dazu schreibe, einfach überspringen.
Die Menschen jagen Elefanten, Geparden, Antilopen und Nilpferde und dies ist keine einfache Tricktechnische Art wie dies geschildert wurde. Alles wurde auf Kamera so aufgenommen, wie es wirklich passiert ist!

SPOILER:
Mehrere Menschen umkreisen einen Elefanten und werfen ihre Speere auf diesen. Jeder Speer trifft das Ziel. Mitten in den Kopf, in die Augen, in den Rüssel und das Blut spritzt. Der Elefant versuchte sich von den Speeren los zu reisen, doch immer wieder folgten mehrere hinter her. Es gab kein Entkommen für ihn.
SPOILER ENDE:

Ich selbst bin absolut kein Fan von solchen Szenen und musste nachdem dieses endlich vorbei war, erst einmal eine Pause einlegen und mich wieder finden. Wer meinen Filmgeschmack kennt wird wissen, dass ich in letzter Zeit gerne Filme anschaue, die brutal und extrem sind, aber das hat mir selbst zu schaffen gemacht. Dies alles geschah schon in der 40sten Minute und ich war erst am überlegen, ob ich mir den Rest des Filmes nicht doch spare.
Aber so wie ich nun einmal bin, habe ich mir den Film dann doch weiter angeschaut.
Tiersnuff gab es erst mal keinen mehr zu sehen, wenn man es überhaupt Tiersnuff nennen darf, da ja nicht extra für den Film die Tiere getötet wurden, sondern es Hauptbestandteil des Alltages dort unten ist. Auf jeden Fall, gab es dann diverse Aufstände zu sehen bei denen mehrere Leichen zu sehen waren, die an die 200 Stück, wenn nicht noch mehr, sein dürften.

Doch jetzt reicht es, mit dem detailgetreuen Inhalt des Filmes, denn ich will auch nicht zu viel verraten. Was ich über den Film auf jeden Fall sagen kann ist, dass dies für mich der brutalste Film war, den ich jemals gesehen habe. Es war kein leichter Weg sich diesen Film ganz anzusehen, da er wirklich sehr brutal erzählt ist und dem Zuschauer nicht versucht ein falsches Weltbild aufzudrücken.
Jacopetti, der sich bei den Dreharbeiten selbst in Lebensgefahr gebracht hat, erhält von mir größten Respekt für seine Leistung!!!
Seine Aufopferung für den Film war großartig. Er hat sich nicht unter kriegen lassen und drehte immer weiter. Fast wäre er selbst ums Leben gekommen, weil er sich nicht beugen wollte. Dass sollte mal ein Regisseur von sich behaupten!!!
Jacopetti selbst war es wichtig, den Film so zu machen, dass er nichts verändern musste, dass er das unmenschliche Verhalten der Menschen genau ins Visier der Kamera brachte. Die Kameraführung übernahm hier Antonio Climati. Seine Arbeit erledigte Climati so anspruchsvoll, dass er wirklich sein Herzblut mit reinsteckte und dass hat er so gut hinbekommen, dass es für mich die beste Kameraführung aller Zeiten darstellt.
Oftmals wurde dem Film Rassismus vorgeworfen, da er genau das zeigte, wo andere schon längst die Kamera ausgeschaltet hätten. Er versucht nichts zu glorifizieren oder zu beschönigen, er will die erschreckende Wahrheit erkenntlich machen und dies geht nun mal nur damit, wenn man dem Zuschauer alles zeigt, was wirklich vorfällt.
Ein weiterer Skandal war auch nicht allzu entfernt. Man warf Jacopetti vor, dass er den Soldaten ein wenig Bier angeboten hat, dass sie extra für den Film vor laufender Kamera einen Menschen erschießen. Dies bestritt Jacopetti aber immer wieder auch als er vor Gericht deswegen stand. Letztendlich wurde er frei gesprochen, doch man weiß bis heute nicht, ob dies nicht doch der Wahrheit entsprach.
Den Soundtrack zu diesem Mondo steuerte Riz Ortolani bei, der vielen noch ein Name sein dürfte von Filmen wie „ Cannibal Holocaust“, wo er auch den Soundtrack ablieferte. Bei Africa Addio hat der Soundtrack etwas Beruhigendes und auch oftmals Poetisches zu bieten. Wenn jemand für diesen Film einen passenden Soundtrack abliefern konnte, dann nur der werte Herr Ortolani.

Also um ehrlich zu sein, war der Film ein Meisterwerk. Ein Film, der kein Blatt vor den Mund nimmt und dem Zuschauer genau das Elend zeigt, was auf dieser Welt herrscht. Die Gier, die Abscheu, der Hass, der Verrat…alles was den Menschen zu einer Bestie macht, wird hier in dem Film genau belichtet. Oftmals ist es schwer zu ertragen und was der Film eindeutig schafft ist, dass er dem Zuschauer einen herben Schlag in die Magengrube verpasst. Ich respektiere den Film und gehe auch sehr vorsichtig an dieses Werk heran, doch werde ich es wirklich hoch loben. Man muss erst einmal die Courage dazu haben, sich einem solchen heiklen Thema zu stellen und dieses mit so einer Gerissenheit zu erzählen, dass man wirklich alle Aspekt Punkte genau trifft, die einen Film wie diesen Lohnenswert macht.

Trotzdem würde ich den Film nicht leichtfertig weiter empfehlen!
Es gehört ein gewisser Grad an Ehrfurcht dazu sich diesen Film anzusehen. Wer ein Feuerwerk an Action erwartet liegt hier falsch. Wer brutale Szenen in Massen erwartet ebenfalls. Man muss sich
auf das Werk einlassen und wirklich dieses Thema ansprechend finden. Ich selbst werde mich doch weiter darüber informieren, da ich vorher noch nie was davon gehört habe.

Also wer wirklich vorhaben sollte sich diesen Film anzusehen, der sollte auf jeden Fall ein wenig Interesse an diesem Thema haben und wenn möglich auch auf einen starken Magen!
Ich werde ihn mir auf jeden Fall nochmal anschauen, aber erst in einer Zeit wieder. Erst einmal brauche ich ein wenig Abstand von diesem Werk.
10/10
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