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Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs

(Originaltitel: The Lord of the Rings: The Return of the King)
Herstellungsland:USA, Neuseeland (2003)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Drama, Fantasy
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,30 (123 Stimmen) Details
inhalt:
Die Reise der Gefährten nähert sich ihrem Ende.
Ein letztes Mal bedroht Sauron die Menschheit – sein Heer hat Minas Tirith angegriffen, die Hauptstadt von Gondor. Nur ein schwächlicher Truchsess wacht noch über das einst mächtige Königreich, das seinen König nie dringender benötigte als jetzt. Doch bringt Aragorn die Kraft auf, jene Aufgabe zu übernehmen, für die sein Schicksal ihn bestimmt hat?

Während Gandalf verzweifelt versucht, die mutlosen Kämpfer von Gondor zu motivieren, sammelt Théoden die Krieger von Rohan, um am Kampf teilzunehmen. Aber obwohl sie tapfer und leidenschaftlich Widerstand leisten, haben die Streitkräfte der Menschen – unter denen sich Eowyn und Merry verbergen – dem überwältigenden Ansturm der feindlichen Legionen gegen das Königreich kaum etwas entgegenzusetzen.
Jeder Sieg fordert große Opfer. Trotz der starken Verluste stellen sich die Gefährten der größten Schlacht ihres Lebens – vereint durch ein einziges Ziel: Sauron muss so lange abgelenkt werden, bis Frodo seine Mission erfüllen kann. Auf seinem Weg durch trügerisches Feindesland ist Frodo immer mehr auf Sam und Gollum angewiesen, während Der Ring ständig seine Treue und letztlich auch seine Menschlichkeit auf die Probe stellt.
eine kritik von deniro:
Ich denke Begriffe wie „monumental“ , „gigantisch“,“ einzigartig“ passen auf einige Filme, doch nie hat man diese Begriffe vereint in 3 verschiedenen Werken anwenden können.

Auf Grund der doch stark komplexen Story der Herr der Ringe Filme und Bücher, wäre es in meinen Augen ein sinnloses Unterfangen nur einen Film herauszuziehen. Deshalb möchte ich in den folgenden Zeilen das gesamte Werk Jacksons an meinem geistigen Auge noch einmal vorbeiziehen lassen.
Jeder halbwegs interessierte sollte inzwischen eigentlich die Handlung der Ring Trilogie verstanden und verinnerlicht haben, so dass ich eigentlich meinen Fokus mehr auf die Filme und ihre liebevollen Details als solches lenken möchte!
Schon des Öfteren habe ich mich gefragt warum mir diese Filme so unglaublich viel gegeben haben, warum ich mindestens zwei bis dreimal im Jahr einen Ausflug nach Mittelerde antreten muss? Sind es die unglaublich detailverliebten Szenen, die ausnahmslos toll agierenden Schauspieler, die süchtig machende Handlung, das liebevolle Beschreiben dieses Fantasy Universums, oder doch die bedeutungsschwangeren Dialoge die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen möchten? Die Antwort ist einfach, es ist alles zusammen!

Doch beginnen wir von vorn, nämlich beim Beginn der Reise.
Diese beginnt natürlich im Auenland, genauer gesagt in Hobbingen, der Heimat unsere Helden. Die Detailverliebtheit mit der Jackson die Bewohner aber auch ihre Angewohnheiten zeichnet, lässt diese tatsächlich zum Leben erwecken. Egal welchen Tätigkeiten die Hobbits nachgehen oder welche liebenswerten Macken und Angewohnheiten diese an den Tag legen , wir werden Teil von Ihnen und bekommen die Gelegenheit Ihnen dabei zuzuschauen. Nicht Interessierten werden hier wahrscheinlich zum ersten Mal Gedanken wie „Oh Gott, ZUVIEL!!!“ oder „LANGATMIG!!!“ durchs Hirn fahren. Überhaupt lässt Jackson zu keiner Zeit einen Zweifel daran, für wen er diese Filme gemacht hat, für die Fans und für die Interessierten, und nicht zuletzt auch für sich selbst!
Das verwunderlich und bewundernswerte dabei ist jedoch, das Jackson diesen Anspruch an das Ausschmücken und Füllen der Bilder im Kopf über alle drei Filme hinweg auf dem gleichen hohen Level belässt. Also keine Entspannung für „Fantasymuffel“;)

Die Tatsache das Jackson sich hierbei ganz selbstverständlich auch von den Büchern entfernt, ist aufgrund der limitierenden Faktoren eines Kinofilmes, ebenso zu verstehen, wie das Interpretieren mancher Szenen zu Gunsten der Zusammenhänge in den Büchern.

Einen großen Teil der Filme nehmen natürlich die über alle Teile wohl dosierten Schlachten ein. Das diese nicht mit den doch eher kläglichen „Raufereien“ in anderen Fantasyfilmen zu vergleichen sind, konnte man aufgrund der Vorlagen schon erahnen. Das diese jedoch dieses Ausmaß an perfekter Choreographie und physischer Wucht erreichen würden, hätte man sich dann doch nicht träumen lassen. Wer die „Making of“ Storys dazu gesehen hat, weiß das hier schlicht und ergreifend ganz neue Grenzen in Sachen CGI Effekte ausgelotet wurden. Gerade die Schlacht von Minas Tirith verdeutlicht mit welchen neuen Tricks hier gearbeitet wurde. Noch nie sah man solch gigantische Massen an Einheiten und Kriegsgerät. Der eigentliche Höhepunkt ist aber der Angriff der Reiter von Rohan. Ehrlich gesagt hatte ich bei dieser Szene doch etwas Pippi in den Augen;) Überhaupt wird Emotion sehr groß geschrieben, ob nun Tod und oder Verlust, Freude oder Trauer, man leidet förmlich mit den Figuren mit. So kann man auch jeden einzelnen Schritt Frodo´s und Sam hin zum Schicksalsberg miterleiden!

Doch nicht nur bei den „Schlachtgemälden“ haben die CGI Künstler ganze Arbeit geleistet, auch die Figur des Gollum wurde gänzlich am PC entworfen und per Motion Capture Verfahren zum Leben erweckt. So zeigt auch dieser am PC erzeugte Charakter, überzeugende Emotionen und lebendige Animationen. Wenn man in die gebrochenen und blutunterlaufenen Augen dieses Wesens schaut, erahnt man das gesamte Martyrium das dieses aufgrund des Ringes erlebt haben muss. Zurecht wurden diese Effekte mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt.

Wohl wissentlich das man durchaus weitere 20 Seiten zu ebenfalls wichtigen Aspekten aus den Filmen schreiben könnte, hoffe ich doch einen kurzen Einblick in diese Welt voller Poesie, Gewalt, Liebe, Tod und Vergänglichkeit, gegeben zu haben. Allen die noch nicht die Möglichkeit hatten diese Filme zu sehen (Soll´s wohl noch geben), seien hierbei die „Extended Versions“ ans Herz gelegt.
10/10
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