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Spectre

Herstellungsland:Großbritannien (2015)
Standard-Freigabe:FSK 12
Genre:Abenteuer, Action, Thriller
Alternativtitel:James Bond 007 - Spectre
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,72 (49 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Eine mysteriöse Nachricht aus Bonds Vergangenheit setzt ihn auf die Fährte einer zwielichtigen Organisation, die er aufzudecken versucht. Während M damit beschäftigt ist, politische Mächte zu bekämpfen, um den Secret Service am Leben zu erhalten, kann Bond eine Täuschung nach der anderen ans Licht bringen, um die schreckliche Wahrheit zu enthüllen, die sich hinter SPECTRE verbirgt. (Sony Pictures)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von phyliinx:

Sam Mendes' Spectre (2015) führt Daniel Craig zusammen mit Lea Seydoux gegen Christoph Waltz ins Gefecht. Wahrscheinlich haben wir hier den wichtigsten Vertreter der Craig - Ära vor uns wenn es um die Wurzeln des Abschlussfilmes "No Time To Die" aus dem Jahr 2021 geht. Trotzdem war ein Bond - Skript selbst im Angesicht von Die Another Day (2002) nie schwächer : auch Waltz ist nicht in der Lage, dieses langweilige und hirnrissige Desaster in seiner zweiten Hälfte auf die richtige Bahn zu lenken. Der dritte Akt in London ist schlichtweg unnötig und teils stark überzogen. Schade eigentlich : mit Ralph Fiennes, der jetzt M übernommen hat, erleben wir eigentlich einen gelungenen Subplot um die Bedeutsamkeit des MI6 in der modernen Welt. Nur die Ereignisse um 007 haben in großen Teilen wenig Existenzberechtigung. Nicht nur hebeln sie Skyfall (2012) aus, nein, diverse Wendungen liegen auch sehr schwer im Magen. Dave Bautista ist dieses Mal übrigens auch dabei. Er sagt in seiner ganzen Zeit auf dem Bildschirm nur ein Wort, wirkt aber dank seiner brachialen Präsenz bedrohlich - bis man erkennt, wie sehr die Struktur des vorliegenden Streifens ihn verschwendet.

Das Szenenbild ist, für den Regisseur typisch, wunderschön : lange Einstellungen und harte Kämpfe auf klaustrophobischem Raum - alles wirkt harmonisch getroffen. Landschaftsbilder differenzieren sich genug für visuelle Abwechslung, emotionale Szenen, wenn auch holprig geschrieben, sind sehr weich akzentuiert. Einen Makel gibt es jedoch : obwohl ich ihr einen gewissen Stil nicht absprechen kann, wirkt eine Sequenz, in der Bautistas Hinx Bond verfolgt, fast wie ein Werbeclip für die beteiligten Fahrzeuge. Auf den Straßen, die sie passieren, ist beinahe gar nichts los. Ein YouTube - Kommentar, den ich letztens gelesen habe, hat das perfekt beschrieben : "Wenn du deine Verfolgungsjagd mit einer Szene unterbrechen kannst, in der jemand seinen Kühlschrank ausräumt, dann weißt du, wie aufregende sie ist." Auch die Flucht von Festung Supermarkt - Hans Landa ist mit dieser merkwürdigen, sterilen Leere ausgestattet : die Basis des Feindes wird gefühlt von acht Leuten bewacht und kann mit einer Kugel auf einen sinnlos herum stehenden Tank komplett geschrottet werden und zwar so hart, dass es die Explosion ins Guinness World Records - Buch schafft. Immerhin.

Sowohl Madeline Swann (Seydoux) als auch Franz Oberhausen (Waltz) sind absolut uninteressante, blasse Figuren, denen es trotz bedeutsamer Hintergründe an griffigen Persönlichkeiten fehlt. Lea und Christoph spielen zurückhaltend und irgendwie nicht so packend, wie sie es eigentlich könnten. Zumindest im Trailer zum neuen Bond scheinen ihre Figuren bereits mehr Standfestigkeit erreicht zu haben, als hier über 150 Minuten. Auch Daniel Craig wirkt müde oder uninspiriert, spult mehr ein Programm ab, als wirklich zu spielen. Man hat wohl bereits intern gemerkt, dass etwas am Konzept nicht stimmt. Schade: dieser Bösewicht hatte das Potenzial, Bardems Silva oder Mikkelsens Le Chiffre zu schlagen. Was raus kam, ist einfach nur bitter enttäuschend.

Sam Smiths "Writing's On The Wall" ist ein schöner, langsamer Titelsong, auf den Orchester-Auszüge folgen, die stellenweise zu schrill wirken und im Ansatz Emotionen verfälschen. Bis auf die hübsche Bebilderung und seine erste Hälfte, ist es also ratsamer, mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen, als sich Spectre anzuschauen. Dieser zusammengewürfelte Bond ist ein schwacher Aufhänger für seinen Nachfolger, an den man sich nicht erinnern will, aber muss. Ich have mich während des Abspanns genauso niedergeschlagen gefühlt, wie nach der achten Staffel Game of Thrones.

5/10
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Kommentare

14.09.2021 01:00 Uhr - FordFairlane
1x
User-Level von FordFairlane 2
Erfahrungspunkte von FordFairlane 35
Schön geschrieben guter Vergleicht mit der achten Staffel von Game of Thrones. Ich muss mir auch eingestehen als Hardcore James Bond Film, der Film war echt eine Gurke. Teilweis extrem mies nachdem tollen Skyfall.
Zu Christopher Walz kann ich nur sagen, ein guter Schauspieler. Hier aber so bedrohlich wie ein Hoppelhase. Eine sehr unspektakuläre Vorstellumg von ihm. Nichts beängstigendes oder sonstiges. Für mich der schwächste Bond Gegner von allen und er wird uns im neusten nochmal aufgewungen.

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