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Scream 2

Herstellungsland:USA (1997)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Krimi, Thriller, Mystery
Alternativtitel:Scream - Schrei des Todes 2
Scream: The Sequel
Scream Again
Scream Louder
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,83 (104 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Zwei Jahre nach der grauenhaften Mordserie läuft das Leben in Woodsboro wieder in geregelten Bahnen. Die Fernsehjournalistin Gale Weathers hat die Ereignisse von damals in ihrem Bestseller "The Woodsboro Murders" festgehalten, der inzwischen verfilmt wurde. Doch ausgerechnet zur Kinopremiere schlägt der Mörder im Todeskostüm erneut zu. Wieder sind Teenager seine Opfer und wieder hat er es ganz besonders auf Sidney abgesehen... (Kinowelt)

eine kritik von chollo:

Im Jahre 1996 hatte sich Wes Cravens Slasher Revival "Scream" unerwarteter Weise gegen Familientaugliche Unterhaltung und Blockbuster Kino der Sorte "Independence Day"; "Twister" und "Mission Impossible" behaupten können und zauberte so den ausführenden Produzenten um Miramax ,Harvey und Bob Weinstein, ein Grinsen ins Gesicht. Natürlich ließen sich diese bei den positiven Zahlen nicht lange bitten und gaben noch während der Kinoauswertung von "Scream" grünes Licht für einen zweiten Teil. Kein Problem anscheinend für Drehbuchautor Kevin Williamson und Regisseur Wes Craven, hatten diese offensichtlich noch genug Ideen in petto um die Geschichte fortzuführen.

Die Story schließt praktisch unmittelbar an die Ereignisse aus Teil 1 auf. Sidney Prescott hat die dramatischen Vorgänge in Woodsboro überlebt und ist von der Highschool ans College gewechselt. Hier bekommt man dann auch wieder neue, aber auch alt bekannte Gesichter präsentiert und es dauert nicht lange bis der Schrecken von Neuen beginnt. Denn scheinbar ist das Interesse an Sidney, nachdem um die Ereignisse rund um Sie und das Killerpärchen Billy und Stu erst ein Buch verfasst und dann ein Film gedreht wurde, groß genug um erneut die Klingen zu wetzen.

Craven und Williamson waren sich der Stärken ihres Erstlings durchaus bewusst und somit wird bei der Fortsetzung getreu dem Motto schneller, großer und deftiger fröhlich weiter gemordet und das ganze erneut in den Mantel der Metaebene, diesmal mit Focus auf die Sequel Thematik, gestrickt. Jenes funktioniert mitunter sehr gut wenn z.B.. Filmstudenten in der Runde über den Wert und Sinn von real existierenden Fortsetzungen ihre Meinung kund tun oder wenn Randy aus Teil 1 da mit nerdischem Wissen seinen Freunden auf der Schnetzeljagd einen Vorteil verschaffen möchte. Leider verkommt dieser neue Aspekt mit fortlaufender Spielzeit zur bloßen Schablone, bis er dann im letzten Drittel beinahe vollständig zum Erliegen kommt und nur noch in drögen Kommentaren Erwähnung findet um die Fassade aufrecht zu halten. Nichts desto trotz passt diese Herangehensweise wieder zum Gesamtkonzept und ist die folgerichtige Konsequenz im Hinblick auf das Original.

Mit Courtney Cox als auf Schlagzeilen bedachte Reporterin Gale Weathers, dem schwer gezeichneten aber immer noch etwas debilen Dewey Riley alias David Arquette und dem Komiker Randy wieder hervorragend gespielt von Jamie Kennedy hat "Scream 2" auch altbekannte und vor allem liebgewonnene Gesichter zu bieten. Dies muss es leider auch den die Rollenauswahl der neuen Gesichter ist diesmal nicht mehr ganz so glücklich geraten. Ganz schlimm etwa bei Jerry O'Connell der als Derek den neuen Freund von Sidney und die weichgespülte Variante eines Billy Loomis bietet. Diese Vorstellung wird nur noch von Elise Neal als neue Busenfreundin und Tatum Ersatz Hallie unterboten. Aber es gibt auch Lichtblicke. Timothy Olyphant hat einfach eine ansprechende Phisiognomie und wirkt allein dadurch deutlich präsenter als seine Schattenkollegen. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen das die Geschichte einfach mehr für ihn bereit hält. Die aufgestockte Screentime von Liev Schreiber als Cotton Weary steht dem Endprodukt ebenfalls sehr gut und wertet es dementsprechend auf.

Wo sich Craven aber nicht Lumpen ließ, sind die Cameos. Sarah Michelle Gellar, Tori Spelling, Luke Wilson und Heather Graham werden hier mit süffisanter Ironie dem Publikum zum Fraß vorgeworfen was durchaus positiv gemeint ist. Zudem bekommen wir mit Jada Pinkett Smith und Omar Epps zu Beginn im Kino wohl einen der epischsten Morde der gesamten Reihe präsentiert welche als Eröffnungsszene ähnlich gut wie ein Jahr zuvor mit der guten Drew Berrymore funktioniert.

Getreu einer Fortsetzung will "Scream 2" dann auch in den Mordszenen eine Schippe drauflegen was aber nicht durchweg gelingt. Zum einen wirken die Morde hier noch etwas willkürlicher als in " Scream", zum anderen zieht sich der zweite Teil in manchen Momenten doch sehr wodurch die gerade einmal 10 Minuten längere Laufzeit im Vergleich zum Vorgänger bisweilen unangenehm auffällt und etwas den Zug aus der Geschichte nimmt. Rabiat und atmosphärisch bleibt es dennoch wenn ein Leibwächter beispielsweise ein Stahlrohr durch die Birne getrieben bekommt oder sich Sidney im Schlussakt auf der Theater Bühne ihren Peiniger(n) stellen muss. In der Gesamtheit aber, besonders bei der Auflösung, fehlt "Scream 2" die kank-morbide Szenerie die Teil 1 noch innehatte und ihm die gewisse Würze zum Abschluss verpasste. Zudem wirkt das Ende und die Auswahl des/der Killer(s) doch etwas überkonstruiert und auch ein wenig unglaubwürdig.

Jenes bleibt aber Jammern auf hohem Niveau denn Ghostface schafft es auch in der Fortsetzung seinen Opfern und den Zuschauern das Fürchten zu Lehren. Gestalked wird intelligent und unheimlich, gemordet viel und grobmotorisch. Was will man von einem Sequel denn noch mehr erwarten. Zwar besitzt "Scream 2" nicht ganz die Klasse von   "Scream", höchst unterhaltsam bleibt es dennoch. Dies zeigte sich auch an den Kinokassen wo er sogar noch mehr einspielte als sein Vorgänger, was den Weg natürlich für weitere Fortsetzungen ebnete.

8/10
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Kommentare

21.09.2021 14:11 Uhr - cecil b
1x
DB-Co-Admin
User-Level von cecil b 18
Erfahrungspunkte von cecil b 6.721
Eine weitere hervorragende Review zu dieser Reihe!

War ja nicht anders zu erwarten. Ich finde, dass es dir gut gelungen ist, die wesentlichen Stärken und Schwächen zu nennen.

Ich verlor nach dem Original das Interesse, für mich war das Bon Bon gelutscht. Aber die Qualität der Sequel war recht hoch.

21.09.2021 20:37 Uhr - CHOLLO
User-Level von CHOLLO 10
Erfahrungspunkte von CHOLLO 1.344
Danke dir mein lieber:)

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