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Resident Evil

Herstellungsland:Deutschland, Großbritannien, Frankreich (2002)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Action, Horror, Science-Fiction
Alternativtitel:Biohazard
Resident Evil - Genesis
Resident Evil - Ground Zero
Resident Evil - The Movie
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,60 (59 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Alice (Milla Jovovich) und Rain (Michelle Rodriguez) führen ein Kommando-Team in den "Hive", eine riesige Genforschungsfabrik, in der eine Stunde zuvor ein tödliches Virus ausgebrochen ist. Das Virus hat in Sekunden das gesamte Forschungspersonal getötet und sie als blutrünstige Untote wieder auferstehen lassen. Alice hat weniger als drei Stunden Zeit, das Virus in dem unterirdischen Komplex zu isolieren, ansonsten droht es die Welt zu vernichten. Doch bald wird dem Team klar, dass sie nicht nur von Untoten in der Anlage bedroht werden. (www.constantin-film.de)

eine kritik von phyliinx:

Paul Anderson hat 2002 die Resident Evil - Reihe auf Leinwände gebrannt und damit einen gehörigen Haufen an Kohle gescheffelt, um schließlich ganze fünf Sequels in die Welt zu mutieren - beeindruckend was? Noch beeindruckender ist der Film selbst, denn er hat beileibe kein Recht, so verdammt unterhaltsam zu sein. Dass Resident Evil, zumindest damals, noch als Horrormarke galt, die sich zwischen 2009 und 2012 allerdings genau in Andersons Vision verwandeln sollte, um sich 2017 wieder zu fangen, war dem Regisseur seinerzeit recht egal, er schickte Milla Jovovich an der Seite von Michelle Rodriguez in unterirdische Umbrella - Labore und ließ sie dort alles zusammen schießen, was ihnen vor die Flinte kam. Zombies und Zombiehunde geben dabei schon ansehnliche Ziele ab, doch der fürchterlich grottig und gerade deswegen irgendwie charmant animierte Licker toppt absolut alles. Ansonsten wurde glatt auf die Spiele geschissen. Keine Rätsel, keine bekannten Figuren, nur 1980er - Actionsalven in inspirierten Umgebungen samt bekannter Logos. Macht jetzt aber nichts, das Ganze ist wegen seiner dröhnenden Erzählgeschwindigkeit trotzdem ein richtiger Hit, hier gibt's über 100 Minuten keine Langeweile und zum Ende hin verlaufen die Dinge dann noch recht interessant, sodass der geneigte Zuschauer sich vielleicht sogar für einen Nachfolger interessiert sollte der denn fähig sein, die edeltrashige Atmosphäre gekonnt aufrecht zu erhalten. Dabei wird man stellenweise gory und punktuell emotional, aber nie dramatisch oder zu ernst - während Menschen grausam sterben, hab ich mich hier teilweise kaputt gelacht, weil alles einfach sehr überzogen wirkt. Man wusste, an was man hier werkelt und wie es aussehen soll, sonst würde Resident Evil nicht so flüssig funktionieren.

Bis auf Millas Figur und die Truppführerin von Melanie Rodriguez konnte ich jegliche Pappenheimer dieses Streifens kaum auseinander halten. Die Charaktere aller sonstigen Beteiligten waren eigentlich sehr gleich und das Kanonenfutter gut herauszulesen, aber dafür hat sich fast niemand wirklich dumm verhalten, alle bleiben zusammen und unterstützen sich fair. Jepp, es gibt Twists, aber für die werdet ihr keinen Gedanken übrig haben, weil der Film einen konsequenten Weg findet, Abzweigungen des dünnen Plots nach kurzer Zeit zu eliminieren. Auditiv sind mein größter Kritikpunkt eigentlich die sehr, SEHR leise abgemischten Stimmen. Ich meine, die Dialoge entstammen natürlich keiner Goethe - Poesie, aber ich möchte schon mehr verstehen, als das gelegentliche Geschrei (der Sterbenden). Ansonsten geht's rockig zur Sache, ganz im Einklang mit der Haudrauf - Atmosphäre. Wer Paul Anderson kennt, kann sich auch ein Bild der Kamerarbeit machen. Die wichtigsten Sachen erkennt man, aber allgemein wird ziemlich viel geschnitten oder verlangsamt, für einen recht interessanten Stil. Merkwürdigerweise stört es in  diesem Film nicht. Alles, was ich in anderen Filmen hassen würde, kommt hier komplett natürlich rüber. Kein Problem damit.

Also? Ich möchte das erste Sequel sehen. Das spricht für das Werk. Aber ich möchte vom Sequel auch eine bessere Abmischung der Stimmen, sonst wäre das ein wiederkehrender, sowie sehr unangenehmer Kritikpunkt. Schaut euch Resident Evil ruhig an, aber nehmt ihn, wie die Spiele, nicht zu ernst und ihr werdet eine Runde Erfahrung bekommen, die saubere Ohren benötigt, aber ansonsten super unterhält.

9/10
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Kommentare

09.10.2021 00:48 Uhr - The Machinist
User-Level von The Machinist 8
Erfahrungspunkte von The Machinist 861
Die Reihe ist eh Luxustrash in Reinform. Habe den schlechten Ruf der Filme auch nie so ganz verstanden. Klar ist es irgendwo Schmarrn, macht Dank massig Blut, tollen Designs, toller Musik und freilich Jovovich einfach nur Laune. Nicht unbedingt jeder Teil gleich viel und der Erste - den ich neben ''Retribution'' für den besten der Reihe halte - würde im Leben keine 9 Punkte von mir bekommen (vielleicht 7). Könnte ich aber durchaus mal wieder auffrischen genauso wie ein paar der Spiele.

Solide Kritik btw

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