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Close Range

Herstellungsland:USA (2015)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Martial Arts, Krimi
Alternativtitel:Dust Up
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,25 (16 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Colton MacReady ist ein ehemaliger Soldat, dem bei einer Rettungsmission unwissentlich ein schwerer Fehler unterläuft. Ohne genau zu wissen, was er bei sich trägt, nimmt er einen Datenspeicher mit sich, der Informationen über ein riesiges Drogenkartell in sich birgt. Damit sind MacReady und seine Familie Freiwild für die Gangster und es liegt allein an Colton, sich und seine Liebsten zu schützen. Denn wie er schon bald erkennen muss, sind auch die Behörden und die Politik in dem Drogensumpf versunken... (Koch Media)

eine kritik von phyliinx:

Nein, Isaac Florentines "Close Range" (2015) hat keinen Plot und ja, das niedrige Budget lässt ihn teilweise wie ein sehr aufwendiges YouTube - Video wirken, aber gerade deswegen feiere ich diese Scott Adkins - Sause so sehr, obwohl mich der Darsteller bisher eher nüchtern gestimmt hat. Hier gibt es nacheinander auf die Fresse, nur zusammen gehalten durch Tony Perez ' Fernando Garcia, der die nächsten Lakaien gegen den Martial Arts - Experten in den Ring schickt, damit sie wortwörtlich Staub schlucken können, denn das Ganze spielt sich in einer sehr trockenen Gegend Amerikas ab, was den Look automatisch etwas dreckiger erscheinen lässt. Unser Bösewicht hat übrigens sein festes Schema : er rückt nur vor, wenn Adkins ' Protagonist Colt MacReady kurz in der Klemme sitzt, um dann eine Bösewichtsrede anzustimmen, aber um Gottes Willen nicht selber anzugreifen. Hier trifft Dynamik auf Geduld und am Ende entscheidet doch der Finger am Abzug.

Wenn du so einen Film inszenierst, bei dem es figurentechnisch und storyzentriert nicht ganz so spektakulär aussieht, dann muss die Action sitzen und die sitzt nicht nur, sie spritzt auch noch, denn neben seinen Fäusten und einigen Ballermännern nutzt MacReady seine Gegenspieler gerne als Nadelkissen für Klingen, die eine Mischung aus Kunstblut und CGI - Suppe triefen lassen, meiner Meinung nach aber keine FSK 18 rechtfertigen, wenn man von einer späteren Einstellung absieht. Das Schönste ist aber die Kameraarbeit. Nichts wirkt gedrungen, alles wirkt frei, erfrischend sowie lebendig, weil das Bild die Handelnden stets verfolgt und nicht völlig verwackelt oder zerschnitten wird, wenn die nächste Konfrontation an Fahrt gewinnt. So kann man Adkins ' Künste in wahnsinniger Pracht betrachten und die Nahkampf - Einlagen sind allein durch vereinzelte Zeitlupen ein absoluter Hingucker.

Es ist auch stark, wie linear Skriptautor Shane Dax vorgeht : Subplots kann man vergessen, die Säuberung des Fressbretts steht volle Kanne auf dem Programm, da werden keine pseudoklugen Bögen drum gespannt, sondern die Attribute des Gegebenen exzellent ausgespielt. Close Range wirkt zu keiner Sekunde entschleunigt, irgendwo steigt immer eine Party und so halten sich auch sämtliche Dialoge passend kurz. Die musikalische Untermalung ist übrigens nicht gerade gut, bietet aber nette Gimmicks : ist mal wieder Blut geflossen, säuselt ein bestimmter Ton über die Audiospur, als Signal, dass dieses Kapitel durch unseren Protagonisten erfolgreich absolviert wurde, während der sich schon des nächsten Ärgers bedient. Einmal gibt's auch verbalen Humor, schnippisch würzig ausgelassen durch Madison Lawlors Hailey, die vom Obermotz festgehalten wird, damit Colt dessen Stick mit Kartelldaten übergibt und deren Filmmutter, Caitlin Keats' Angela Reynolds, wie sie schauspielerisch, aber auch in Feuergefechten eine überraschend gute Figur macht.

"Close Range" ist nix für Cineasten und Storyliebhaber, aber Scott Adkins - Fans beziehungsweise Freunde richtig zwangloser Actionkost ohne Umschweife erwartet hier ein großes B-Movie - DTV - Fest, das eben auch nur straffe 85 Minuten klaut. Natürlich wäre es schön, Adkins als anführenden Darsteller auf der großen Leinwand beobachten zu können, aber wenn das bedeutet, Einträge wie Close Range zu opfern, die spontan und ohne zu viel Reingerede entstehen dürfen, bin ich ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich eine Richtungsänderung wünsche.

8/10
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Kommentare

17.11.2021 12:18 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 11
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 1.821
Schön zusammen gefasst in einer aussagekräftigen, kompakten Kritik! Wertungstechnisch sind wir ja auch gleich!
Saubere Arbeit!

17.11.2021 13:17 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 6
Erfahrungspunkte von Phyliinx 491
17.11.2021 12:18 Uhr schrieb TheMovieStar
Schön zusammen gefasst in einer aussagekräftigen, kompakten Kritik! Wertungstechnisch sind wir ja auch gleich!
Saubere Arbeit!
Wenn MovieStar ein Scott Adkins Review gut findet, fühlt man sich geehrt!

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