SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Battlefield 2042 · Dynamische Schlachten · ab 69,99 € bei gameware Call of Duty Vanguard · Kehre in den Weltkrieg zurück · ab 69,99 € bei gameware

Savage Dog

Herstellungsland:USA (2017)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Drama, Martial Arts
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,18 (11 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Indochina – 1959. Eine heruntergekommene Stadt wird von vietnamesischen Warlords und europäischen Kriegsverbrechern kontrolliert. Fünf solcher gefährlichen Männer leiten das Arbeitslager Den-Dhin-Chan. Gefangen an diesem grausamen Ort, hat sich der frühere Preisboxer Martin Tillman (Scott Adkins) einen Namen im Turnierkampf gemacht und die wohlhabendsten Gefangenen haben hohe Summen auf ihn gesetzt. Als Tillmans Entlassung naht, möchte er eigentlich nur nach Hause. Aber die korrupten Gefängnisbosse tun alles, um seine Freilassung zu verhindern. Nachdem Tillman auf brutale Weise alles entrissen wird, was ihm lieb und teuer war, sieht er sich zur Konfrontation mit den fünf Aufsehern gezwungen und nimmt Rache. (WVG Medien GmbH)

eine kritik von phyliinx:

Savage Dog (2017) ist schmutzig, blutig und mit Scott Adkins in der Hauptrolle auch anderweitig nett anzusehen, vorallem, weil Regisseur Jesse Johnson sich, im Gegensatz zu seinem Kollegen Florentine bei Close Range (2015), eine Art Vorlauf als Trockenübung für die zweite Hälfte seines Werkes erlaubt, weswegen der sympathische Brite sich um mehr Figurenarbeit kümmern muss, als noch in der Haut von Colt McReady.

Zu viel sollte man dennoch nicht erwarten : im Grunde handelt es sich um eine einfache Rachegeschichte, ausgespielt über kostengünstige, wenn auch atmosphärisch dreckige DTV - Sets, die teilweise Kunstlichter erkennen lassen. Das Hauptaugenmerk liegt gewohnt auf der Action. Zu aller erst sind die Martial Arts - Einlagen dank der fähigen Kampfsportler ordentlich aufgenommen, Schnitte und Kamerawinkel stören eigentlich gar nicht. Viel interessanter für Freunde gepflegten Splatters dürften allerdings die handgemachten Metzeleien sein, welche beginnen, wenn Adkins eine Hieb - oder Schusswaffe zwischen die Finger bekommt. Da wird dann auch die FSK 18 angesprochen, aber nicht allzu sehr herausgefordert. Zum Schluss gibt es noch eine kleine Länge, auf der Jagd nach dem letzten Feind, die ich persönlich als konträr zur sonstigen Dynamik des Werkes empfand.

In den Rollen der Antagonisten spielen Vladimir Kulich und Mark Zaror. Hierbei gilt allerdings "weniger ist mehr", denn während wir Zaror seinen Proll im Manneskostüm sehr abkaufen, wirkt Kulichs Steiner mit vielen Ansätzen sehr durcheinander geschrieben. Er ist Nazi, Familienvater und generell böse, aber keine der Seiten kommt je vollends zum Vorschein. Das fühlt sich ein bisschen an, als würde stets die Nase kitzeln, ohne endlich befreiend niesen zu können.

Savage Dog ist also für den attraktiv, der Close Range mochte und eine minimale Weiterentwicklung jener Formel begrüßt, auch wenn ich die Musik, wie immer bei bisherigen B-Filmen, belanglos fand. Damit sind zwei Drittel meiner "Scott Adkins Triple Collection" angesehen und genossen, jetzt muss sich nur noch "Pay Day" aus dem Jahr 2016 durchsetzen. Eigentlich wollte ich nach der Scott Adkins - Box das MCU aufholen, um für No Way Home (2021) gewappnet zu sein, jetzt habe ich aber schon einen neuen DTV - Titel abseits von Martial Arts ins Auge gefasst : er heißt "Frankenstein's Army" (2010) und sieht herrlich wild aus. Damit will ich sagen, dass klein budgetierte Filme momentan einen gewissen Reiz für mich entwickeln, zu dem der liebe MovieStar dank seiner fleißig veröffentlichten Kritiken überhaupt erst beigetragen hat. Scott Adkins Integration in "John Wick 4" (2022) stehe ich gespalten gegenüber. Natürlich freut man sich über den erneuten Sprung auf die große Leinwand, gleichzeitig werden böse Erinnerungen an "The Expendables 2" (2012) wach, in dem sich der Martial Artist klar zurückhalten musste, um Jason Statham nicht den Po aufzureßen. Man darf also gespannt sein, was die Zukunft für unseren Actionstar bereithält.

7/10
Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Scream
Phyliinx
8/10
Scream
Phyliinx
8/10
Scream
Phyliinx
10/10
die neuesten reviews
Scream
Bill is killed
4/10
Scream
Phyliinx
8/10
Scream
Phyliinx
8/10
Scream
Phyliinx
10/10
Mule,
Argamae
7/10
Reise
sonyericssohn
9/10
Matrix
dicker Hund
7/10

Kommentare

22.11.2021 08:24 Uhr - TheMovieStar
1x
User-Level von TheMovieStar 11
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 1.821
Vielen dank für deine kompakte und lesenswerte Einschätzung von Savage Dog und natürlich ein Dankeschön für deine namentliche Erwähnung von mir in deinem Review.

Zu diesem Abschnitt hier habe ich noch eine Frage:

Viel interessanter für Freunde gepflegten Splatters dürften allerdings die handgemachten Metzeleien sein, welche beginnen, wenn Adkins eine Hieb - oder Schusswaffe zwischen die Finger bekommt. Da wird dann auch die FSK 18 angesprochen, aber nicht allzu sehr herausgefordert.

Welche Fassung hast du den gesehen? Die offizielle FSK 18 Fassung mit der R-Rated Version oder den ungeprüften Directors Cut mit der ungeschnittenen Unrated Version? Falls Du die Unrated Version gesehen hast, würde mich die Einschätzung " Da wird dann auch die FSK 18 angesprochen, aber nicht allzu sehr herausgefordert." schon ein bisschen wundern :-)

Die FSK 18 Fassung ist auch ordentlich hart, der wurden aber die extremen Gewaltspitzen genommen. Einen Schnittbericht findest du hier: https://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=430964

Das soll keine Kritik an deiner Review sein, die ich wie schon gesagt sehr gerne gelesen habe. 😀 Du bewertest den Film etwas nüchterner wie ich und bist einen Punkt unter meiner 8, was ja auch noch eine positive Wertung
ist 😀

22.11.2021 15:25 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 6
Erfahrungspunkte von Phyliinx 491
22.11.2021 08:24 Uhr schrieb TheMovieStar
Vielen dank für deine kompakte und lesenswerte Einschätzung von Savage Dog und natürlich ein Dankeschön für deine namentliche Erwähnung von mir in deinem Review.

Zu diesem Abschnitt hier habe ich noch eine Frage:

Viel interessanter für Freunde gepflegten Splatters dürften allerdings die handgemachten Metzeleien sein, welche beginnen, wenn Adkins eine Hieb - oder Schusswaffe zwischen die Finger bekommt. Da wird dann auch die FSK 18 angesprochen, aber nicht allzu sehr herausgefordert.

Welche Fassung hast du den gesehen? Die offizielle FSK 18 Fassung mit der R-Rated Version oder den ungeprüften Directors Cut mit der ungeschnittenen Unrated Version? Falls Du die Unrated Version gesehen hast, würde mich die Einschätzung " Da wird dann auch die FSK 18 angesprochen, aber nicht allzu sehr herausgefordert." schon ein bisschen wundern :-)

Die FSK 18 Fassung ist auch ordentlich hart, der wurden aber die extremen Gewaltspitzen genommen. Einen Schnittbericht findest du hier: https://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=430964

Das soll keine Kritik an deiner Review sein, die ich wie schon gesagt sehr gerne gelesen habe. 😀 Du bewertest den Film etwas nüchterner wie ich und bist einen Punkt unter meiner 8, was ja auch noch eine positive Wertung
ist 😀
danke für das grandiose feedback! Gesehen wurde die R-rated FSK Version! :)

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)