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Herstellungsland:USA (2009)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Splatter
Bewertung unserer Besucher:
Note: 5,33 (47 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Charlie (Ashley Kay) findet mit ein paar Freunden ein verlassenes Lager, und weil sie nichts besseres zu tun haben, beschließen sie, darin eine kleine Party zu veranstalten. Doch sie haben einen ungebetenen Gast, denn das Lager ist längst nicht so verlassen, wie es auf den ersten Blick scheint. Im Dunkeln lauert der blanke Horror in Gestalt eines namenlosen Monsters. Und das hat nur ein Ziel: Es will den jungen Leuten zeigen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, als sie die Halle betreten haben... (KSM)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Für ihre nächste große Rave- Party ist Charlie und ihre Freunde immer wieder auf der Suche nach geeigneten Örtlichkeiten. Meist illegal… Diesmal soll eine alte, verlassene Lagerhalle dafür herhalten und in die schon mal flugs das Equipment verbracht wird. Es sind nur noch ein paar Stunden bis zur großen Fete, also ist Eile angesagt. Doch zuerst wird mal richtig mit Alkohol vorgeglüht und nebenbei zwischenmenschliche Dinge erledigt. Aber je später der Abend desto mehr der Mitglieder der Gruppe verschwinden in der Dunkelheit der Halle, denn die ist nicht annähernd so verlassen wie sie scheint !

SWEATSHOP

Stacy Davidson… Seines Zeichens Regisseur. Muss ich den kennen, oder eines seiner Werke ? Könnte schwierig sein, denn vor dem vorliegenden Film hat er nur einen namens -Domain of the Damned (2007)- rausgehauen. Mir völlig unbekannt. Aber daß sich der Herr gut mit MakeUp- Effekten auskennt durfte er in dem recht rabiaten, wenn auch inhaltlich wenig überragenden -100 Tears- unter Beweis stellen. Zwei Jahre nach Domain… nahm er ein weiteres Mal auf dem Regiestuhl Platz und inszenierte mit diesem hier ein wahres Splatterfest ! ...wenn, ja wenn nur…

Mit den Darstellern verhält es sich ebenfalls so wie mit dem Chef hinter der Kamera (Davidson übernahm auch diese !). Kein einziger ist mir bekannt. Partychefin Charlie darf Ashley Kay spielen die hier zum ersten Mal Schauspielluft schnuppern durfte. In -Domain…- war sie zwar ebenfalls dabei, aber in dem Fall hatte sie eine ziemlich öde Rolle...sie war nämlich nur tot. Doch sehr lebendig agiert sie auch in ihrem Debüt nicht unbedingt. Das kann natürlich an ihrem Grufti- Outfit liegen ! Leder, Stiefel mit meterhohen Absätzen, weiße, lange Haare mit ner schicken roten Strähne. Es könnte sich ein hübsches Mädel unter dem ganzen Gedöns verbergen. 

Nicht viel besser kommt dabei dieser Scottyboy (Peyton Wetzel; Cleaner - Sein Geschäft ist der Tod) weg. Ständig scharf wie Nachbars Lumpi, sein Alkoholpegel nimmt immer mehr die Höhe des Mount Everest an und mit seiner Kakadu Gedächtnisfrisur wirkt er wie mit der Steckdose geföhnt. Miko (Julin) schlägt ihn in Sachen Frisur allerdings in Längen ! Ihre schwarzen Locken wachsen wie gigantische Würmer auf ihrem Kopf ! Ihre blaue Schminke passt zwar zu ihrem schwarz-weißen Outfit, macht aber das ganze nicht besser. Zudem ist sie aufgedreht wie ein Duracellhäschen auf Koffein. Ob's auch am Alk liegt ? Oder ist es eher Kumpel Joint ? 

Lolli (Krystal Freeman; Domain of the Damned) fällt ein klein wenig aus der Reihe. Abgesehen von der gleichen Sucht wie damals Kojak die ihr wohl den Spitznamen verleiht, hat sie so gar kein Interesse an Männern. Das irritiert so manch tollen Hengst in der Gruppe ! Vor allem der schmierige Wade (Brent Himes) kann es nicht glauben daß sie nix von ihm und seinen Qualitäten wissen möchte. 

Die einzig halbwegs normale Dame in der Clique ist Jade (Melani Danihoo), die für die Planung zuständig ist und sieht daß der Zeitplan eingehalten wird. Zusätzlich erfährt man daß sie wohl mit Scotty ziemlich umtriebig war. WAR wohlgemerkt. Was natürlich der Herr nicht glauben mag...

"Das ist ja mal ne geile Location !"

Halle, Sex, Schrei, Blut.

 

ses


Nein, so leicht mach ich es mir dann doch nicht. Obwohl eigentlich diese 4 Worte bereits reichen würden um den Film zu beschreiben. Auch das Intro in dem eine junge Frau beobachtet werden kann die panisch versucht aus besagter Halle zu flüchten, was leider mißlingt, fasst im Grunde auch alles zusammen. 

Na schön, dann von Anfang an. 6 Stunden später startet das eigentliche Debakel. Sorry, nein das muss Drama heißen. Klingt besser und weniger grob. Obwohl es durchaus seine Berechtigung hätte. Denn schon jetzt fallen ein paar Dinge auf die den Filmgenuss ziemlich drücken ! Ein Auto, daß vor der Halle parkt spuckt die kleine Gruppe Raveveranstalter aus deren erste Worte gespickt sind mit großspurigen Sprüchen, Fäkalhumor gepaart mit pornoartiger deutschen Synchro. Ob Anhänger jener Musikrichtung sich grundsätzlich dieser Art Sprache bedienen weiß ich nicht, aber andererseits hat man in so nem Film eh keine höflichen Umgangsformen erwartet. Als Zuschauer sollte man aber nun gute Nerven besitzen, denn die werden einer ziemlichen Belastung ausgesetzt. Was unter anderem daran liegt, daß alle Darsteller auf Amateurniveau agieren. An jeder Ecke macht sich deren mangelnde Erfahrung bemerkbar. Minutenlang bombardieren dich die unmotivierten Akteure mit ihren "Fick dich !", "Bitch !", "Schlampe !", "Schwanzlutscher !" und "Mein Schw** ist größer als ein Baumstamm…" Geschwafel daß du mit der Zeit selbst einfach nur noch fluchen möchtest ! Nichts gegen Kraftausdrücke welche ja in jedem zweiten Film immer wieder mal vorkommen. Das ist heutzutage einfach schon normal. Aber dieses Stakkato an Halbstarkengeblöke nervt einfach extrem ! Zwischendrin versuchen sie auch noch so zu wirken als wüssten sie ganz genau wie Beleuchtung, Soundanlage und ähnliches funktioniert und wie diese zu installieren ist. Da überzeugt echt gar nüscht ! Es geschehen zu viele Dinge die einen eher dazu verleiten auszuschalten statt durchzuhalten. Das zu tun würde aber bedeuten so einiges an Schauwerten zu verpassen ! Denn die meisten Helden vor der Kamera sind weniger dafür berühmt oscarreif zu spielen, sondern für deren Erfahrung in Special Effects ! Insbesondere was Make Up anbelangt und das beispielsweise in oben genannten 100 Tears unter Beweis stellten. Endlich betritt auch ein Herr die Bühne, der zwar keinen richtigen Namen hat, aber den Leuten buchstäblich zeigt wo der Hammer hängt ! Dieses Werkzeug, um das jeder Feinmechaniker einen großen Bogen machen wird und wirkt als wäre ein Amboss mit einem massiven Stahlrohr den (un)heiligen Bund der Ehe eingegangen, vollbringt so einige spektakuläre Dinge ! Die Effekte sind wirklich toll gelungen und werden mit der Zeit immer derber ! Wenn der Typ (bekleidet mit Pelzmantel (??) und Schweisserhelm) zum Schlag ausholt bleibt weder ein Auge noch die Umgebung trocken. "Beschränkte" sich die Sauerei anfangs noch auf Gedärme bzw. Kiefer rupfen purzeln schließlich Köpfe, Gehirne, noch mehr Gedärme, Köpfe werden zerschmettert oder zerquetscht, Gartenscheren perforieren Hälse und Körper. Blöd nur daß das Geschlachte immer wieder aufs neue von dem saudummen Gesabbel der restlichen Clique unterbrochen wird. Hah !!l Oder von den Resten der Clique !!!??? :-D

Nein im Ernst, wenn die mal keinen dummen Spruch parat haben sieht man sie nur bei einem scheinbar endlosen Soundcheck und dem planlosen Einleuchten der Tanzfläche...auf der niemand tanzt. Gegen Ende allerdings geht dann so richtig die Party los ! Denn als sich dann doch noch Raver einfinden die sich im Dunst von Sex, Drugs and Bass auf der Tanzfläche räkeln darf sich Kollege Schweisser so richtig austoben ! Und das macht eine geradezu biestige Freude ! Aber was zum Geier hat es mit diesen Evil Dead, Zombie, Dämonen Frauen auf sich...?

"Bitte helft mir !"

Ja das nächste Mal sollte sich der Regisseur wirklich Hilfe holen und nicht mit seinen Kollegen aus der Requisite drehen. Wären die Darsteller professioneller, die Dialoge weniger debil, die Kamera, die der Chef selbst führt, weniger aufdringlich und alles weniger mit dem Vorschlaghammer inszeniert worden würde die Bewertung entsprechend ausfallen. So muss ich ausnahmsweise mal getrennt werten: 1,5 Punkte für Spiel und Regie und tatsächlich für die starken Effekte 5 Zähler. Macht für mich zusammen und wild gerundet unten stehende Wertung.

Jetzt aber wirklich…

 

ses

5/10
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Kommentare

22.11.2021 18:13 Uhr - dicker Hund
1x
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Mit feinem Humor unterbreitete Besprechung eines auch in meinen Augen durchwachsenen Films. Sex, Gewalt und dirty talk, das war es dann aber auch schon so ziemlich.

22.11.2021 18:18 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
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Merci Hund !
Ich glaub ich muss den mal im O- Ton sehen. Vielleicht kommt dann mehr Laune auf...

22.11.2021 21:56 Uhr - Intofilms
1x
Ein Fiasko, um es deutlich zu sagen (maximal 3 Punkte von mir). Das gilt natürlich nicht für die Besprechung. Die hat mir wie immer sehr gut gefallen. ;)

22.11.2021 21:59 Uhr - sonyericssohn
1x
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Danke Into !
Wie gesagt, wenn die Effekte nicht so gut wären gäbe es von mir auch nur 2 Punkte...aufgerundet.

22.11.2021 22:01 Uhr - Intofilms
1x
Hihi… ja, bei mir konnten selbst die nichts mehr retten… ;)

22.11.2021 22:09 Uhr - sonyericssohn
1x
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Welch Jammer ! :-D

24.11.2021 18:37 Uhr - Processor
1x
Top Geschrieben und Ihre Review ist unterhaltsamer als der Film .5 punkte sind gerechtfertigt aufgrund Mm der Splattereffekte aber 1 mal gucken reicht völlig um wieder in der versenkung zu Verschwinden,Mfg

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