SCHNITTBERICHTE | # | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Titel suchen:
Horizon Forbidden West · Eine postapokalyptische Welt · ab 74,99 € bei gameware Dying Light 2 [uncut] · Stay Human · ab 54,99 € bei gameware

Son

Herstellungsland:Irland, USA, Großbritannien (2021)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,33 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Vor acht Jahren ist es der schwangeren Laura (Andi Matichak) gelungen, sich aus den Fängen einer satanischen Sekte zu befreien. Heute lebt sie mit ihrem Sohn David ein beschauliches Vorstadtleben. Als Laura jedoch eines Nachts eine Gruppe Fremder in Davids Zimmer vorfindet, holt ihre düstere Vergangenheit sie ein. Trotz der Unterstützung des engagierten Polizisten Paul (Emile Hirsch), macht sie sich große Sorgen um ihren Sohn. Seit dem nächtlichen Überfall leidet der Junge an einer mysteriösen Krankheit: Er kämpft mit unvorstellbaren Qualen, gegen die es nur ein einziges Heilmittel zu geben scheint. Laura will David um jeden Preis retten und muss sich entscheiden, wie weit sie für das Leben ihres Sohnes zu gehen bereit ist… (Capelight Pictures)

eine kritik von ghostfacelooker:

Ivan Kavanagh scheint auf unvermeidlich überraschende Schlussakkorde eines Films als Auflösung seiner bis dahin gezeigten Handlung zu stehen, zumindest fiel mir dies bereits bei seinem, ebenfalls mit Emile Hirsch vertretenen Never Grow Old auf.

Aber wollen wir der Geschichte mal nicht mehr vorgreifen, als für eine halbwegs interessante Einleitung nötig.

Interessant, würde ich diesen Streifen in dem eine Mutter um die Gesundheit ihres Kindes zu bangen hat, welche sich im Verlauf der Handlung zusehends und wiederkehrend verschlechtert, gern nennen, doch sind mir die Ansätze, welche der Regisseur andeutet, um sie dann minutenlang fallen zu lassen, während er gleichzeitig weitere Fäden aufzugreifen, die er dann kaum merklich miteinander zu verbinden sucht, nicht genug, um diesen Begriff zu verwenden.

Zugute halten möchte ich, jedoch die Wahl der weiblichen Hauptdarstellerin, Andi Matichak, welche kürzlich noch die von einem gewissen Herrn Myers gejagte Enkelin Laurie Strodes verkörperte, und diesen Film eigentlich allein schultert.

Ihre Ausstrahlung und Intensität, gepaart mit einer natürlichen Emotionalität, ob der Situation ihres Kindes, gemischt mit der nötigen Verzweiflung welche auch im Hinblick ihrer Vergangenheit, oder zumindest dessen, was sie dafür hält in unterschwellige Hysterie umschlagen kann, ist wirklich glaubwürdig.

Hingegen ist der liebe Emile Hirsch als Detective Paul, für mich jemand, der gerade festgestellt hat, daß er ermittelnder Beamter ist, wobei er doch eigentlich gerade erst aufgestanden ist und noch nicht mal Kaffee getrunken hat. Ein wenig Engagement wie in seiner Rolle in Freaks – Sie sehen aus wie wir, in welcher er mehr zu überzeugen wusste, hätte der Figur auch hier nicht geschadet.

Betrachtet man es jedoch von der objektiveren Seite, daß es nicht um seinen Charakter geht, welcher in den letzten Minuten doch unvorhergesehen, gewichtiger wird, passt seine somit vielleicht sogar beabsichtigte Naivität, im Gegensatz zu seinem stets mürrisch misstrauisch Kollegen Steve (Cranston Johnson), wieder ins Konzept der Handlung, was uns zur titelgebenden Figur führt.

Der Sohn, wird von Luke David Blumm, einem dreizehnjährigen „Schauspieltalent“ gegeben, welcher hart an der Grenze des erträglichen auf dem Nervenkostüm des Zuschauers balanciert und das nicht weil es eine gar intensive Darbietung wäre, sondern weil die unschuldige Naivität, fast schon einem nervenden Verhaltens eines Kleinkindes gleicht.

Wenn diese Figur sich nicht gerade in einem halb sedierten Zustand befindet, sind dessen Dialoge gepaart mit diesem leicht debilen Lächeln, das das geistige Alter eines Dreijährigen beleidigend reflektiert, kaum erträglich.

Trotz dessen, bleibt Miko Hughes´ Spitzenperformance, als nervender Sohn gepaart mit psychotisch halb debil dreinblickende Darbietung in Freddy´s New Nightmare, unerreicht und Blumm wird auch ohne meine Sympathie in diesem Werk für ihn seinen Weg gehen.

Die anfänglich mysteriöse Spannung wird nachdem sie wie schon erwähnt fast bedeutungslos wird, dem neu erdachten „Martyrium“ der Hauptdarstellerin angepasst, und gleichsam wie sie ihr Sohn, zu vereinzelt blutigen Spitzen geschleppt, die zwar Höhepunkte der Geschichte andeuten und teilweise blutig unterstreichen, jedoch ähnlich einem EEG-Wert ebenso schnell abflauen.

Zusammengefasst wäre der Kern der Geschichte mit dessen Auflösung ein durchaus interessanter Weg gewesen, den Regisseur Kavanagh jedoch nicht konsequent genug zu Ende geht, womit er sich jedoch wieder selbst treu zu bleiben scheint, denn selbigen Eindruck hatte ich bei seinem visuellen Abstecher in den Wilden Westen auch.

Weiter:
mehr reviews vom gleichen autor
Weißbier
Ghostfacelooker
One
Ghostfacelooker
Jolt
Ghostfacelooker
die neuesten reviews
Kartenhaus,
VelvetK
9/10
House
VelvetK
7/10
New
McGuinness
8/10
Life
tp_industries
9/10
Gears
dicker Hund
8/10
NecroVisioN
Inferis
6/10

Kommentare

30.11.2021 12:55 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 11
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 1.821
Servus Ghost!

Der neueste Spruch meiner kleinen 3 jährigen Tochter ist: " Papa ich weiß nicht" und der trifft hier den Nagel auf den Kopf: Hab den Film bei Amazon gefunden und war mir nicht sicher ob der sich wirklich lohnt, wobei sich die Inhaltsangabe eigentlich ganz interessant liest mit dem besessenen Jungen.

Schmunzeln musste ich bei deinem Vergleich mit Miko Hughes, da hatten wir beide ja mal eine fachliche Meinungsverschiedenheit :-) Kollege Man behind the sun stuft das Kind als endlich mal nicht nervig ein in seiner Kritik, während du das Kind hier als Grenze zum Erträglichen betrachtest. Schwierig, schwierig. Denn ich glaube das ist in so einem Film die Schlüsselrolle.

Deine nicht unbedingt euphorisch ausgefallene Kritik erhöht meine bestehenden Zweifel, so dass ich von einer Sichtung dann erstmal abstand nehme, sofern ich für den Film noch was zahlen muss. Danke jedenfalls für deine Einschätzung.

LG MovieStar



30.11.2021 13:22 Uhr - Ghostfacelooker
User-Level von Ghostfacelooker 19
Erfahrungspunkte von Ghostfacelooker 7.951
30.11.2021 12:55 Uhr schrieb TheMovieStarServus Ghost!

Der neueste Spruch meiner kleinen 3 jährigen Tochter ist: " Papa ich weiß nicht" und der trifft hier den Nagel auf den Kopf: Hab den Film bei Amazon gefunden und war mir nicht sicher ob der sich wirklich lohnt, wobei sich die Inhaltsangabe eigentlich ganz interessant liest mit dem besessenen Jungen.

Schmunzeln musste ich bei deinem Vergleich mit Miko Hughes, da hatten wir beide ja mal eine fachliche Meinungsverschiedenheit :-) Kollege Man behind the sun stuft das Kind als endlich mal nicht nervig ein in seiner Kritik, während du das Kind hier als Grenze zum Erträglichen betrachtest. Schwierig, schwierig. Denn ich glaube das ist in so einem Film die Schlüsselrolle.

Deine nicht unbedingt euphorisch ausgefallene Kritik erhöht meine bestehenden Zweifel, so dass ich von einer Sichtung dann erstmal abstand nehme, sofern ich für den Film noch was zahlen muss. Danke jedenfalls für deine Einschätzung.

LG MovieStar




Ja der ging für 0,99 cent mal mit bei Amaz. Geschmäcker wären zwar verschieden, aber hierbei dominiert die starke weibliche Hauptrolle und der Son nervt einfach überwiegend^^^^^^^^Danke dir indessen für deinen Kommentar, die genauso gern gelesen werden wie deine Reviews, auch wenn ich nicht alle kommentiere

30.11.2021 16:51 Uhr - TheMovieStar
User-Level von TheMovieStar 11
Erfahrungspunkte von TheMovieStar 1.821
Gerne geschehen, Ghost. Kein Problem. Ich komme auch nicht dazu alle interessanten Reviews zu lesen geschweige denn zu kommentieren. Alles gut :-)))

kommentar schreiben

Um Kommentare auf Schnittberichte.com veröffentlichen zu können, müssen Sie sich bei uns registrieren.

Registrieren (wenn Sie noch keinen Account hier haben)
Login (wenn Sie bereits einen Account haben)