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Return to Sleepaway Camp

Herstellungsland:USA (2008)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Horror
Alternativtitel:Nightmare Vacation V
Sleepaway Camp 5
Sleepaway Camp V : The Reunion
Sleepaway Massacre
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,00 (7 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

25 Jahre nach dem Terror in Camp Arawak kehrt der blanke Horror zurück. Und der paranoide Ronnie wird von alten Erinnerungen eingeholt. Wieso geschieht in dem friedlichen Camp Manabe das gleiche, wie vorher in Camp Arawak? Wer ist der brutale Killer? Und wie um alles in der Welt soll man diesen Sommer des Todes überleben? (KSM)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von mcguinness:

" Sie lernen doch niemals dazu, oder ? Warum nur müssen sie immer so gemein sein ? Sie glauben sie können dir antun was immer sie wollen und kommen damit davon, aber sie haben nicht gewußt, dass ich aufpasse. Ich habe so lange darauf gewartet, endlos lange. Doch am Ende bekommen sie alle was sie verdienen "

 

 

Im Jahre 2008 schien es Regisseur Robert Hiltzik noch einmal wissen zu wollen. Er erhob seinen müden Kadaver und präsentierte uns mit " Return to Sleepaway Camp " eine direkte Fortsetzung zu seinem damaligen Überraschungshit " Sleepaway Camp - Das Camp des Grauens " (1983), wobei die Teile 2 (1988) und 3 (1989) außer Acht gelassen werden. Ob vorliegendes Werk von Regisseur Hiltzik nun tatsächlich ernst gemeint ist und er ernsthaft glaubte, so an den einstigen Erfolg anknüpfen zu können, mag sich mir beim besten Willen nicht erschließen, denn das, was wir hier vorgesetzt bekommen, ist gelinde gesagt der allerletzte Bockmist.

Inhaltlich geht es hier um eine Gruppe Jugendlicher, die ihre Ferien im Camp " Manabe " verbringen, wobei es besonders ein korpulenter und unbeholfener Teenager namens Alan schwer hat Anschluss zu finden und permanent zur Zielscheibe von Gemeinheiten und Hänseleien der anderen Jugendlichen wird. Als die ersten Morde geschehen vermutet Ronnie, die rechte Hand des Campleiters Frank, dass Peter Baker zurückgekehrt ist, um erneut für Angst und Schrecken unter den Campern zu sorgen.

Wo die ersten drei Teile zwar austauschbare, im großen und ganzen aber durchweg solide agierende Jungdarsteller vorweisen konnten, ist man bei diesem filmischen Totalausfall Lichtjahre davon entfernt, auch nur ansatzweise schauspielerisches Talent vorzufinden. Strunzdumme Jugendliche hampeln hier vollkommen motivationslos vor der Kamera herum, deren Wortschatz lediglich aus " Du Wichser ", " Du blöder Wichser ", " Du fetter Wichser " oder " Du stinkst aus dem Arsch " zu bestehen scheint. An Niveaulosigkeit und Einfallslosigkeit sind die Dialoge echt nicht mehr zu unterbieten, ohne dabei auch nur im geringsten humorvoll zu wirken, wobei das Wort ' nervtötend ' hier eine ganz neue Bedeutung erfährt.

Spannung kommt hier zu keinem Zeitpunkt auf und die Morde geschehen quasi aus dem Nichts heraus, ohne daß die Story auch nur irgendwie einen kohärenten Verlauf vorzuweisen hat. Der Mörder betritt einfach den Raum und geht ans Werk. Vorbei die Zeit, als unruhige Kamerafahrten noch das drohende Unheil bzw. bevorstehende Ableben des jeweiligen Opfers ankündigten. Noch nicht einmal ein vernünftiger Score wird uns hier geboten, der Eckpfeiler jedes anständigen Horrorfilms. Dabei wissen die Morde an und für sich in ihrer Kreativität zu gefallen, welche vom Baden in heißem Frittieröl, dem häuten einer Person, bis zu einem Käfig über den Kopf eines Mannes gestülpt, in den dann hungrige Ratten gesetzt werden, reichen. Die Vorgänge selbst werden wohl aus Kostengründen nicht gezeigt, das Resultat ist aber jedesmal recht ansehnlich und zeugt von qualitativ nicht unbegabten Maskenbildnern.

Dennoch mag man zu keiner Zeit Sympathien zu den Charakteren aufbauen, welche von A - Z absolut nichts an Substanz zu bieten haben. Wenn gerade die Damen schon nichts zur hohen Kunst der Schauspielerei beizutragen haben, dann hätten diese doch wenigstens ihre prallen Hupen ansprechend präsentieren können, aber nein, auch hier wird man(n) komplett enttäuscht und bekommt nicht mal ein einziges Paar an Butterbergen serviert.

Dabei konnte man mit Paul DeAngelo und Jonathan Tiersten zwei bekannte Charaktere aus dem Erstling von 1983 gewinnen, welche damals als Betreuer Ronnie (DeAngelo) und Peters / Angelas Cousin Ricky (Tiersten) auftraten. Leider wird die Möglichkeit vollkommen verhunzt, diese irgendwie sinnvoll in die Geschichte einzuarbeiten und so verkommt Ronnie zu einer Karikatur seiner selbst, der sich durch seine dilletantische Darbietung kaum merklich von den übrigen bemühten Amateuren abheben kann und auch Cousin Ricky taucht gerade mal in zwei Szenen auf, ohne das katastrophal dargebotene auch nur annähernd aufwerten zu können.

Die größte Enttäuschung bzw. bodenlose Frechheit gerade gegenüber Fans der Reihe, bietet der Auftritt von Felissa Rose, die uns beim Erstlingswerk von 1983 als Peter / Angela Baker zumindest annehmbar unterhalten und durch die Schluẞszene für einen gehörigen Schock sorgen konnte. Hier jedoch setzt sie ganz am Ende (vorher bekommen wir diese gar nicht erst zu sehen) denselben Gesichtsausdruck wie vor 25 Jahren auf, ein Schrei mit weit aufgerissenem Mund und Augen, guckt dann noch einmal ' böse ' in die Kamera und das war's, es folgt absolut nichts mehr und der Film ist zu Ende. Selten habe ich mich derart auf den Arm genommen gefühlt wie bei diesem Werk hier.

Mit " Return to Sleepaway Camp " hat Regisseur Robert Hiltzik meiner Meinung nach den Tiefpunkt seines Schaffens erreicht und dürfte nicht nur mich mit offenem Mund zurückgelassen haben, jedoch nicht vor Begeisterung, sondern maßloser Enttäuschung. So geht man insbesondere mit Fans der Reihe einfach nicht um, denn wo die vorherigen Teile trotz einiger Kritikpunkte immer noch einen gewissen Charme versprühen konnten, wirkt dieses Sequel hier einfach nur noch völlig lieblos dahingerotzt und ist zu keinem Zeitpunkt ernstzunehmen. Aufgrund der ansprechenden Tötungsvarianten sowie der zumindest optisch versierten Arbeit der Maskenbildner, müsste ich eigentlich noch zwei Gnadenpunkte geben, aber im Hinblick auf die übrigen Ableger der Reihe, ist mir diese Grütze ehrlich gesagt noch nicht mal einen einzigen Punkt wert. 

1/10
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Kommentare

28.11.2021 18:04 Uhr - cecil b
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Ich war nie ein Fan der Reihe, wobei ich mich darüber wunderte, dass hin und wieder ganz nett mit dem Humor hantiert wird.

Bei dieser Fortsetzung stimme ich dir wieder zu. Ich habe den Film zwar nicht gesehen, aber du hast mir einen so deutlichen Eindruck gegeben, dass ich zustimmen kann.

Die Morde 'hören' sich wirklich fein an, aber der Rest, pfui Spinne. Gerade als Horrorfan möchte ich darauf verzichten!

Und die Dialoge sollen vermutlich auch humorvoll sein. Von wegen dumme Teens durch den Kakao ziehen. Aber so platt funzt das auch bei mir nicht.

Danke für deine tolle Vervollständigung!

28.11.2021 18:34 Uhr - McGuinness
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@cecil b

Die ca. 90 Minuten Lebenszeit, die ich durch Sichtung dieser Gurke eingebüßt habe, bekomme ich leider nicht mehr zurück, andererseits hätte ich so allerdings auch keine Review hierzu verfassen können und den geneigten Leser, wie auch dich mein lieber cecil, eindeutig hiervor warnen können 😉

Es gibt tatsächlich auch noch einen weiteren Teil, nämlich " Sleepaway Camp 4 - The Survivor ", der schon 1992 in Planung gewesen ist, aber erst im Jahre 2012 fertig gestellt wurde.
Sobald ich mir diesen angesehen habe, lasse ich entsprechende Review selbstredend folgen.

28.11.2021 18:45 Uhr - cecil b
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Das ehrt dich wirklich! Manchmal kann ein Verriss ja Spaß machen, aber ich bespreche viel lieber gute Filme, oder welche, die mir einfach Spaß machen. Beispielweise Giganten unter dem Schrott, wie STORY OF RICKY, oder die tollen Filme von Ed Wood.

Dann danke ich dir eben schon mal im voraus für die Vervollständigung. :)

28.11.2021 19:30 Uhr - Chímaira
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Ich fand den ersten Teil ziemlich unterhaltsam und muss diesen demnächst mal wieder sichten. Von "Return to Sleepaway Camp" habe ich sogar irgendwo im Schrank die schöne Hartbox. Nach Deiner Kritik bin auf diesen Umstand aber nicht sehr stolz ;)
Viel Positives blieb nach meiner einzigen Sichtung auch nicht hängen. Daher finde ich Deine Kritik gut geschrieben und die Wertung passend :)

28.11.2021 20:20 Uhr - sonyericssohn
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Ich hab nix versäumt. Nein, ich hab ganz offensichtlich nix, aber auch gar nix versäumt ! 😁

29.11.2021 00:00 Uhr - Dissection78
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Die gesamte "Sleepaway Camp"-Reihe ist unausgegoren. Mit den Teilen 1 und 2 kann ich durchaus was anfangen, Teil 3 ist schwach und "Return to Sleepaway Camp" eine ziemliche Gurke, wobei ich diesem eher noch 3 bis 4 Punkte geben würde. Denn dem Fass den Boden schlägt nämlich der sogenannte "Sleepaway Camp IV: The Survivor" aus: Wie Du bereits erwähntest, wurde hier mit dem Dreh '92 begonnen, der 'Film' jedoch erst 2012 beendet (wenn man das denn so nennen will). Das Wörtchen 'Film' setze ist bewusst in Anführungszeichen, weil dies eher ein grausiger, kruder Witz ist. 30 - 35 Minuten Originalmaterial, angereichert mit Outtakes aus den anderen "Sleepaway Camp"-Streifen. Ich überlege gerade, ob neugedrehtes Material dabei war, kann mich aber nicht mehr richtig erinnern, weil ich das ganze Grauen verdrängt habe. Jedenfalls sind dagegen selbst filmische Resterampen wie "Silent Night, Deadly Night 2" oder "The Boogey Man 2" anschaubar. Ich habe dieses Jahr mal eine Liste mit den schlechtesten Machwerken aufgestellt, die ich je durchlitt, und da war "Sleepaway Camp IV" in der Top 20. Kein Wunder, wurde doch u. a. Dustin Ferguson, Regisseur solch unsäglicher Z-Auswürfe wie dem vierten und fünften Teil der schier endlosen "Camp Blood"-Reihe, in editierender Funktion mit der Fertigstellung betraut. HIER vergebe ich einen Punkt, eher noch null, und eigentlich müsste ich Dir vom 'Genuss' abraten, doch ich bin gespannt, ob Du nach dem 1er für "Return" vielleicht eine inoffizielle Wertung im Minusbereich raushaust. Das würde mich nämlich nicht verwundern. Allerdings will ich Dich nicht weiter beeinflussen. Kann ja auch sein, dass Du dem vierten Film mehr abgewinnst, McGuinness ;)

29.11.2021 04:35 Uhr - McGuinness
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@Chimaira

Da ist der erste Teil in der Tat um Welten besser 👍🏻
Für " Return to Sleepaway Camp " habe ich leider immerhin 20 € ausgegeben und ärgere mich jetzt 😤
Nun gut, den Schrank wird dieses Werk wohl nie mehr verlassen 😉

29.11.2021 04:37 Uhr - McGuinness
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@sonyericssohn

Verpasst hast du wahrlich nix sony, sondern Lebenszeit gespart... Du Glücklicher 😉

29.11.2021 04:42 Uhr - McGuinness
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@Dissection78

Danke für die eindeutige Warnung !
Dann schaue ich mal, wo ich diese Unverschämtheit ausgegraben bekomme 🤔

Den erwähnten " The Boogey Man 2 " kenne ich tatsächlich sogar und ja, ich konnte gar nicht glauben, wie dreist hier einfach Material des Vorgängers eingefügt worden ist 🤬
Ein Bewertungssytem, das in Richtung Minus geht, wäre hier mehr als angebracht 😉

29.11.2021 09:27 Uhr - Draven273
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Die ersten 3 Teile fand ich ja noch ok, gut die sehe ich jetzt inzwischen auch etwas anders, aber die kann man noch gucken. Dieser hier und Teil 4 sind jedoch schon immer an mir vorbeigegangen. Und wenn ich mir deine review so durchlese, sag ich einfach mal, nichts verpasst. :) Dein Verriss war aber mal ganz schön zu lesen und ich mag ja Verrisse zwischendurch auch mal ganz gerne. :)

29.11.2021 14:00 Uhr - McGuinness
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@Draven273

Hin und wieder bedarf es einfach mal eines Verrisses, ganz besonders bei dieser Obergurke hier 👎🏻
Da diese aber unweigerlich zu der Reihe dazugehört und ich diese rezensieren wollte, musste ich mir wohl oder übel auch dieses ' Meisterwerk ' zu Gemüte führen 😤🤬

Du hast jedoch das Glück 🍀 und bleibst von diesem Energiefresser Gott sei Dank verschont 😉

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