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Der Weiße Hai 2

Originaltitel: Jaws 2

Herstellungsland:USA (1978)
Standard-Freigabe:FSK 16
Genre:Abenteuer, Drama, Thriller
Alternativtitel:Jaws II
Der Weisse Hai 2
Der Weiße Hai II
Bewertung unserer Besucher:
Note: 7,75 (71 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Vier Jahre sind vergangen, seit der mörderische weiße Hai den kleinen Badeort Amity Island heimsuchte und terrorisierte. Doch leider war er nicht der einzige Killer-Hai im weiten Ozean. Für Polizeichef Brody (Roy Scheider) beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, als ein weiterer Hai auftaucht und bei einem Segelausflug zehn Boote mit Jugendlichen angreift. Unter den Seglern befinden sich auch die zwei Söhne von Brody. Erneut beginnt eine mörderische Jagd auf den Killer-Hai. (Universal Pictures)

eine kritik von phyliinx:

1978, als Michael Myers noch in den Kinderschuhen stand, erblickte Jeannot Szwarcs „Jaws 2“, der zweite Hafilm von später Vieren, das Licht der Kinoleinwände. Roy Scheider kehrte vom originalen Cast zurück, Richard Dreyfuss ließ er hinter sich. Was entstand, war solide: „Jaws 2“ ist beileibe kein schlechter Film, kommt jedoch etwas zäh daher. Zuerst einmal enthält der Zweistünder viel zu viele Figuren, für die man sich nicht interessiert, die komplette Freundesriege um Mark Pruners Mike Brody bleibt beispielsweise gesichtslos. Dann passiert ab dem Ende des zweiten Aktes eine lange Zeit über gar nichts: Hai und Zuschauer durchleben eine Art Hungerstrecke an spannenden Momenten, viel vom Plot wird an Land transportiert. Der Plot an sich ist auch so eine Sache: war Spielbergs erster Teil dahingehend noch sehr straff konzipiert, plätschert man hier etwas ziellos vor sich hin. Dass Scheider dem Großen Weißen am Ende begegnet, ist eigentlich Zufall und die Rivalität zwischen Mensch und Tier kann deswegen auch nicht halb so gut errichtet werden, wie noch im Klassiker von 1975.

Die Kameraarbeit wirkt hingegen sehr ästhetisch: Weitaufnahmen bringen das Gefühl, auf dem Ozean zu treiben, ziemlich gut herüber. Schade, dass der eigentlich gutaussehende Hai solche Aufmerksamkeiten vermisst. Das Fischlein verdient sich nur selten eine wirklich unheimliche Aufnahme und lässt eiskalte Schocker, wie die Seitwärts-Attacke auf den Ruderboot-Fahrer im Original, nur vereinzelt erahnen. Wirklich gory wird man übrigens ebenso wenig: zwar sprudelt jegliches Blut handgemacht aus den Opfern des Raubfisches, aber mehr als das bekommt der Zuschauer nur an einer Stelle zu sehen. „Jaws 2“ versucht sich also durchaus an gekonnter Subtilität, die mitunter sogar durchscheint, jedoch viel zu oft ihre Würze verliert. Sonstige Effekte, wie zum Beispiel Explosionen, sehen auch ganz hochwertig aus. Einen großen Verdienst an punktueller Intensität hat der Soundtrack von John Williams, welcher „Jaws 2“ herrlich unterlegt und ihm seine ganz eigene, auditive Note verleiht.

Hier ist also ein Sequel entstanden, das sich bestimmt mit seinen Nachfolgern, aber keinesfalls mit seinem Ursprung messen kann. „47 Meters Down“ (2017) fand ich beispielsweise schon spannender, allein weil dessen 90 Minuten straff genutzt werden. Wenn man „Jaws 2“ also anschauen möchte, dann sollte man ein paar Abstriche machen, um den Film vollends genießen zu können. Schlecht ist er nicht, aber ebenso wenig eine Offenbarung im Genre.

Ein großer Dank geht wie immer an meinen Vater, der mich, wie schon beim ersten Mal, auch an Jaws 2 herangeführt hat.

7/10
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Kommentare

29.11.2021 19:17 Uhr - Phyliinx
User-Level von Phyliinx 6
Erfahrungspunkte von Phyliinx 491
Meine 47 Meters down Kritik: https://www.schnittberichte.com/review.php?ID=14580

Ich hab Jaws 3 vor Jahren mal im Free TV gesehen und kann mich nur noch an Bruchstücke erinnern...der CGI Wahnsinn gegen Ende macht rückblickend jedoch Eindruck genug...

30.11.2021 02:29 Uhr - Egill-Skallagrímsson
DB-Helfer
User-Level von Egill-Skallagrímsson 4
Erfahrungspunkte von Egill-Skallagrímsson 227
Der Nachklapp ist wirklich nicht mit dem legendären Teil 1 zu vergleichen. Das Einzige, an das ich mich an diesem Film überhaupt noch erinnern kann, ist der Tod des Hais durch den Elektroschock. Das war zumindest effekttechnisch gut umgesetzt. An die Story erinnere mich hingegen überhaupt nicht mehr (und die letzte Sichtung ist glaube ich nur ca. ein halbes Jahr her)... schade.
Cooles Review, wenn auch sicherlich manch einer schreiben wird, dass sie zu kurz sei. Aber über diesen FIlm gibts echt nicht viel zu berichten!

30.11.2021 15:07 Uhr - Thrax
1x
Kann es mit Spielbergs Klassiker definitiv nicht aufnehmen, aber bekommt definitiv solide Genrekost geboten.
Das einzige was mich wirklich störte ist, dass Roy Scheiders Brody sich nicht weiter entwickelt hat seit Teil 1, ja sogar eher einen Schritt zurück in der Entwicklung machte.

Sollte man denken das seine Figur (die Teil 1 ja schon als eher unsicher dargestellt wurde) an den Erfahrungen aus Teil 1 gewachsen ist, wird er hier gerade wieder (wenn nicht sogar noch mehr) als Waschlappen dargestellt den keiner für voll nimmt. Auch wenn Scheider wieder wie gewohnt gut spielt und abliefert, aber diese Rückentwicklung hat seine Figur nicht verdient.

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