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Gears of War 2

Herstellungsland:USA (2008)
Standard-Freigabe:USK Keine Jugendfreigabe
Alternativtitel:GoW 2
Bewertung unserer Besucher:
Note: 9,29 (7 Stimmen) Details
eine kritik von dicker hund:

Zwei Jahre nach dem Startschuss ging "Gears of War" auf der XBOX 360 in die Fortsetzung. Diese kommuniziert in einem annehmbaren Intro eine gefällige Endzeitatmosphäre, indem dort Horden von Locust gezeigt werden, um die vermeintliche Aussichtslosigkeit des menschlichen Widerstandes zu illustrieren, welche die Königin der Invasoren verbal an die Wand malt. Das macht der bewährte Soldat Marcus natürlich nicht mit.

"War is all we know."

Funkerin Anya wird mit einem lakonischen "Good Luck!" nach ihrem ersten sichtbaren Auftritt gleich wieder weggeschickt, so dass die bulligen Herren in ihren schweren Uniformen optisch unter sich sind (Sex 1/10). Die Truppe ist oftmals nicht mehr zu Fuß unterwegs: Sie hat ihre eigenen Transportfahrzeuge, die ein wenig an "Halo Reach" erinnern. Das hindert sie nicht, gelegentlich die lebendigen Vehikel des Feindes zu kapern, was zu spektakulärer Abwechslung im Gameplay führt. Eine solche wird zusätzlich durch die mitunter beweglichen Settings herbeigeführt, weil es sich zum Beispiel auf einem Floß anders schießt als auf festem Untergrund. Coole Sprüche der Kameraden huldigen den meisten dieser Höhepunkte (Humor 2/10).

"Hey, mom, dad, are we there yet?"

Ansonsten finden sich Veteranen sofort zurecht. Vieles aus dem Original lebt hier fort, wobei einige Verbesserungen vorgenommen worden sind. Dass die KI-Kameraden nicht mehr einfach so im Alleingang abnippeln und etwas weniger unbeholfen in die eigene Schussbahn laufen, ist hilfreich. Das Waffenarsenal wurde sinnvoll um einen Flammenwerfer und das Artillerie-Geschütz "Mortar" erweitert. Beibehalten wurde das beliebte Kettensägenbajonett, mit dem sich am Boden kriechende Gegner finishen lassen können. Deren Köpfe zerfetzen bei einem Volltreffer mit dem Scharfschützengewehr, was durch einen schmatzenden Geräuscheffekt vertont ist. Die konsequent beibehaltene Gewaltstufe (7/10) führte bis zur Listenstreichung 2017 zu einer Indizierung.

In Sachen Horror (4/10) geriet die Inszenierung nicht minder zimperlich. Ein bluttriefender Suizid in einer Zwischensequenz gibt dem Geschehen eine angemessene Härte, ein Jeep-Abschnitt in einer suspekten Höhle, deren Dunkelheit nur durch den Lichtkegel eines schwenkbaren Scheinwerfers durchschnitten wird, sorgt für eine Franchise-würdige Düsternis. Ein bisschen Story darf es dann auch sein: So nehmen die Besatzer jetzt auf einmal Geiseln. Emotional holt das Geschehen nicht wirklich ab; "Gears of War 2" macht dabei aber zum Glück nicht den Fehler, das zu sehr zu versuchen, sondern begnügt sich mit comichaften Bildern.

Wer nach Spielspaß mit Hirn oder irgendwelchen Rollenspielelementen sucht, dürfte hier falsch sein. Selbst die wenigen Sammelobjekte haben keine praktische Bedeutung. Man soll die Schießeisen schwingen, die gerade im Angebot sind, und nicht herummaulen, wenn der eine oder andere Instant-Tod zur Wiederholung eines der linearen Abschnitte zwingt. Bei der Verteidigung eines Satelliten ist die Nutzung des praktischerweise dort installierten Geschützes alternativlos: Und es kommt auf den letzten "Reaver" an, der vorbeifliegt. Wird der nicht getroffen, ballert er das offenbar sehr wichtige Gerät kaputt, egal wie rasch man seine Mitkreaturen davor vom Himmel geholt hat. Dennoch fühlt sich der Schwierigkeitsgrad auf der hier gewählten Stufe "normal" absolut fair an, was vor allem an der tadellosen Steuerung liegt.

Die zahlreichen kleinen und großen Verbesserungen hieven "Gears of War 2", wenn auch nur knapp, in den hervorragenden Bereich (9/10 Punkten). Anspruchslose, aber audiovisuell feine und ziemlich blutige Mainstream-Action wird hier kredenzt. Augenweiden wie fluoreszierende Pflanzen oder Schreckenskreaturen wie die inzwischen im Plural vertretenen Brumacs lassen kaum Langeweile aufkommen, auch wenn die Wege mit Ausnahme der gelegentlichen "Rechts oder links herum?"-Optionen klar vorgezeichnet sind. Vereinzelt kann sogar von absoluten Knüllern gesprochen werden, wenn etwa das Innenleben eines riesigen Monstrums zu durchkämmen ist. 

 

9/10
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