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Encanto

Herstellungsland:USA (2021)
Standard-Freigabe:FSK o.A.
Genre:Abenteuer, Animation, Fantasy,
Kinderfilm, Komödie, Musikfilm
Bewertung unserer Besucher:
Note: 4,33 (3 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die Madrigals sind eine ungewöhnliche Familie, die tief versteckt in den Bergen Kolumbiens an einem wundersamen, verzauberten Ort namens „Encanto“ leben. Die Magie des „Encanto“ hat jedes Kind der Familie mit einer einzigartigen Gabe gesegnet, von Superkräften bis hin zur Kraft des Heilens – jedes Kind hat eine besondere Fähigkeit. Jedes Kind außer Mirabel. Doch als sie herausfindet, dass ihr geliebtes Encanto in Gefahr ist, wird Mirabel bewusst, dass sie allein die letzte Hoffnung für ihre außergewöhnliche Familie und ihr wunderbares Zuhause sein könnte... (Disney)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von ifoundfootage:

„Encanto“

- eine Kurzkritik - 


Meine letzte richtig gute Erfahrung mit einem Disney-Film war glaube ich „Coco“. Diesen sah ich damals als tatsächlich besten Disney-Film an. Da er sowohl für ein erwachsenes Publikum funktionierte, sowie das Thema „Tod“ den Kindern wundervoll nahebrachte. 
Viele Gefühle verbinde ich mit „Coco“. Alleine weil Jeder, auch ich, mit dem Tod mindestens schon einmal in Berührung kam. Selbst „Vayana“ fand ich unterhaltsam und im Hinblick auf das Thema Natur und seine Schönheit & Wichtigkeit sehr schön. Nur dass er halt nicht so gut war wie „Coco“

Der beschissendste Beitrag seitdem war dann „soul“. 
Doch es geht fast genau so schlimm, wenn ich an „Decanto“ denke. Dieser aktuelle Beitrag hat viele fehlerhafte Punkte. 

Nicht nur, dass Disney mittlerweile seine eigenen Figuren verwurstet (so wie sie es schon immer mit Szenen machen), nein die Figuren in diesem Film sind noch dazu: herzlos, seelenlos, unverständlich, unsympathisch und nervig. 

Mir unverständlich wie das Haus Disney mittlerweile so fallen konnte. Der Fokus liegt anscheinend zu sehr auf das MCU. 

Eine Familie, die ihr eigenes Familienmitglied ausschliesst, nur weil sie „anders“ ist, was in diesem Kontext sowieso quatsch ist, da diejenigen, die anders sind, eigentlich die sind, die verschiedene Magien / Kräfte besitzen. 
Es macht den ganzen Film kaputt, zu sehen, dass in einem Disney-Familienfilm, bei der das Motto Familie ist alles und das Wichtigste (guck guck Dom Toretto) ist, die Titelfigur Mirabelle von ihrer eigenen Familie ausgeschlossen wird. 

Es muss erst etwas passieren, hier der Untergang des magischen Hauses der Familie und damit auch der Glanz und die Aufmerksamkeit der Familie der Bevölkerung gegenüber, damit Mirabelle wahrgenommen wird. 
Mirabelle ist die Einzige, die das Haus retten will, damit die Familie wieder ihren Fame-Status in der Gemeinde erhält und große Partys feiern kann. Und wird für jeden missglückten Fehler und Versuch das Haus zu retten schief angeschaut. 

Erst am Ende wird das Ruder umgeschwenkt und die Familie bzw. die Großmutter gesteht sich ihrer Fehler ein und sieht in Mirabelle genau das, was Sie von Anfang an war: auch nur ein Familienmitglied, und deshalb eigentlich schon besonders genug. Gerade auch im Hinblick darin, dass Sie die Einzige ist, die keine Gabe hat. Also eh besonders ist. 

Ganz großer Mist und Kitsch diese Entwicklung! 
Das konnte selbst der Geldgeile Konzern Disney einst besser. 

Generell ist zu hinterfragen für wen dieser Film überhaupt gemacht ist? 
Kinder werden die Geschichte langweilig finden und durch die gefühlt 100 songs eh nicht zusammenwürfeln können, weil diese schon in den ersten 45 min. mit dem 5. song die Kinder aus dem Geschehen herausbringen, weil sie tanzen und mitsingen wollen, für Erwachsene ist es zu viel Musik. Es wirkt fast schon wie ein Bollywood Film. 

Ich wollte zwar um zukünftige Hollywood-Produktionen einen großen Bogen machen, aber nicht in Bollywood landen.

Zugegeben, zwei Mal musste ich schmunzeln. Das eine Mal sogar lachen, als Bruno in eine Nebelwolke aus Mirabelle’s Hand fällt und sich am Ende herausstellt, dass der vermeintliche Abgrund dann doch nicht so tief ist, wie Amfangs gedacht. 
Am Ende von „Decanto“ blieb ich aber dann doch mit keinem Gefühl zurück. Es kam in mir nicht einmal Wut auf. So egal war es mir am Ende. Wenn Dom Toretto diesen Film sehen würde, er würde mit 200 Sachen über ihn drüberrollen, dass die Reifen qualmen.

Also in Zukunft keine neuen Disney-Beiträge mehr für mich. Nur noch für die Kleinen, die packen das aber dann auch alleine…

2/10
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Kommentare

28.12.2021 13:42 Uhr - cecil b
Moderator
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Wirklich eine Kurzreview. Mit etwas Luft nach oben, wie man so schön sagt. ;)

Aber es ist dir gelungen, mir einen deutlichen Eindruck vom Film zu geben, und einen Blick auf deine Perspektive. Ein wenig mehr hätte man ins Detail gehen können, aber fast jeder wird wissen, zu was für einer Musik da getanzt wird, und wie das Ganze aussieht, sieht man ja auf dem Cover. Weitere Infos finden viele Interessant, aber die sind meistens zweitrangig, wir haben ja die Links zur IMDB und der OFDB. ;)

Kleiner Tippfehler: "...dass der vermeintliche Abgrund dann doch nicht so tief ist, wie Amfangs gedacht."

Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was du meinst, "anfangs" klingt besser. ;)

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