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Death Ranch

Herstellungsland:Großbritannien (2020)
Standard-Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Genre:Action, Horror, Splatter, Thriller
Bewertung unserer Besucher:
Note: 6,40 (10 Stimmen) Details

Inhaltsangabe:

Die drei afroamerikanischen Geschwister Brandon - frisch aus dem Gefängnis entlassen, seine Schwester Angela und sein Bruder Clarence suchen Zuflucht in einem alten Farmhaus mitten im Nirgendwo. Leider dient dies auch als Treffpunkt für Mitlieder einer Sekte des Ku Klux Klans, die nicht nur rassistische Killer, sondern auch Kannibalen sind. Brandon, Angela und Clarence fallen den Männern in die Hände und werden brutal gefoltert. Doch so einfach geben die Geschwister nicht auf... (Splendid Film)

Diese Kritik enthält Informationen über den späteren Handlungsverlauf der Geschichte.
eine kritik von sonyericssohn:

Tennessee 1971: Brandon ist die Flucht aus dem Knast gelungen in dem er seiner Meinung nach zu Unrecht einsaß. Nun wartet er mitten im Nirgendwo darauf daß ihn seine Geschwister Angela und Clarence dort abholen. Alles ist gut geplant, gut durchdacht. Jetzt müssen die drei nur noch für ein paar Tage in dem verfallenen Farmhaus ihres Vaters ausharren bis die Polizei die Spur verloren hat. Alles war gut durchdacht… Doch bereits in der ersten Nacht wird Brandon durch verzweifelte Schreie geweckt. Auf einer Lichtung im Wald beobachtet er schließlich wie eine Gruppe verrückter Anhänger des Ku-Klux-Klans dabei sind eine junge...farbige Frau buchstäblich hinzurichten ! Beherzt greift er ein, doch nun gerät er und seine Familie in höchste Gefahr ! 

DEATH RANCH

So richtig bekannt sind die Werke des Regisseurs Charlie Steeds mit Sicherheit nicht. 2018 sorgte er beispielsweise mit dem mehr oder weniger gut gelungenen -Mutant River- ebenfalls nicht für großartig Gesprächsstoff. Was vielleicht auch daran liegen mag daß er sich eher im Semi- professionellen Bereich bewegt ? Zumindest wirkt es für mich so und muss nicht stimmen. Aber wie man weiß muss das auch rein gar nix bedeuten. Im vorliegenden Film zeigt Steeds dennoch recht anschaulich was man auch mit wenig Mitteln zaubern kann...Peter Jackson hat dies mit  -Bad Taste- schon vor Jahren bewiesen ! 

Unbekannt dürften für so manchen auch die Hauptdarsteller sein. Deiondre Teagle gibt in seiner Rolle als Brandon Cobbs hier sein darstellerisches Debüt. Als Häftling auf der Flucht der versucht seiner Vergangenheit und seinen Taten zu entgehen. Obwohl er seiner Meinung nach unschuldig ist scheint es in seinem Inneren so einige Konflikte zu geben. Er zweifelt… 

Seine Schwester Angela (Faith Monique) hält stets zu ihm. Weiß daß er das weswegen er saß nicht getan hat. Ist sich aber seiner früheren Taten bewusst. Sein großer Bruder Clarence hingegen ist weniger erbaut darüber daß er schon wieder Babysitter spielen muss. Er fügt sich jedoch den Entscheidungen der großen Schwester, die wie eine Mutter für die beiden ist. Nun aber müssen sie beweisen wie stark der Zusammenhalt wirklich ist !

"Hier läuft ne große Scheiße ab !"

Man nehme eine weitere große Schüssel. Gebe in Teilen eine Portion -Texas Chainsaw Massacre-, ne klitzekleine Prise -Dead Presidents-, den schon erwähnten Krümel -Bad Taste- hinzu, verrühre das ganze und schmeckt alles mit etwas 70er Jahre Flair und etwas Blaxploitation ab. Heraus kommt etwas was zwar nett aussieht, aber bestimmt nicht jedem schmecken wird. 

Die Vorstellung des Trios gestaltete Steeds recht locker und unaufgeregt. Man trifft sich einfach nach nem Telefonat irgendwo an ner Straße im Wald. Angela freut sich sichtlich ihren Bruder wieder in die Arme nehmen zu können, Clarence hingegen gibt eher den emotionalen Eisblock. Ihm ist der Aufwand zu viel und zu unsicher. Seinem Auto könnte ja was passieren !!! Welch Drama ! Zudem ist der Herr von der Residenz in welcher man die nächste Zeit nächtigen und leben soll wenig angetan. Zum Glück ist genug Schnäppes in da House. Brandon und Angela hingegen wollen die Zeit nutzen um sich ausgiebig auszutauschen und einige Dinge klarzustellen. Ich nehme es gleich vorweg. Wer in diesem Streifen so was wie Charakterentwicklung erwartet...wartet vergebens. Denn für solche Annehmlichkeiten ist hier einfach kein Platz. Denn ab Minute 20 gibt der Film Gas und geht keinem Moment auf die Bremse. Na gut, zwischendrin ein klein wenig. Schrille, der Panik verfallene Schreie lassen Brandon in der Nacht hochschrecken. Mitten im Wald beobachtet Brandon einen wahren Alptraum ! Ein paar geistig degenerierte Anhänger des rassistischen Ku-Klux-Klans (existierte offiziell von 1865 bis 1875 und 1915 bis 1944. Ein paar Ableger waren danach noch aktiv...ein paar Irre treiben wohl auch heute noch ihr Unwesen) die gerade ihren Hass auf Schwarze ausleben. Ein brennendes Holzkreuz inklusive. Im letzten Moment kann Brandon das Opfer befreien. Doch keine Sorge. Dieser Film artet jetzt nicht in ein politisches Drama aus. Wobei die Botschaft durch die Bedrohung durch diese Rassisten ein wenig in diese Richtung gehen will. Allerdings wird dieser Pfad alsbald wieder verlassen indem man dem Streifen einen widerlichen Zusatz verpasst. Die Klanfreaks haben Schwarze nämlich zum Fressen gern ! Und das buchstäblich ! Somit kommt was kommen muss. Nämlich eine äußerst derbe Gewaltorgie die das Herz eines Splatterfans im Dreieck springen lässt ! Dabei sollte eben nicht unerwähnt bleiben daß das Ganze mehr auf semi-pro getrimmt ist. Was aber hierdurch seltsam glaubwürdig erscheint… Wenn man das bei einem Splatteractionfilm sagen möchte ;-) 

So beginnt es sachte mit einer Folterung bei dem eines Mannes Prunkstück ziemlich leiden muss, geht über ausgestochene Augen mit der Zuhilfenahme eines Besenstiels (?!), dem folgt der missbräuchliche Einsatz von Äxten und mündet im exzessiven Gebrauch diverser Schusswaffen ! Dabei kommen ausschließlich handgemachte Effekte zum Tragen die zwar ned immer überzeugen, aber dann wieder von tarantinoartigen Blutfontänen ausgebügelt werden. Allerdings verhalten sich die Charaktere, insbesondere die Weißkittel, nicht immer logisch, sind deren Aktionen nicht immer nachvollziehbar. Manchmal schreitet man sogar ganz knapp an der Grenze zur Slapstick entlang was oftmals in doofen Humor mündet. Doch das macht das Blutbad erträglicher ;-) 

Vor allem im Showdown in dem endlich auch der Anführer der Dummgurken die Bühne betritt und auf den Namen Delmar (Scot Scurlock) hört, klären sich endgültig die blutigen Fronten. 

"Du willst unser Fleisch fressen ? Jetzt friss was von deinem !'

78 Minuten. Nicht viel Zeit um ne große Story, charakterliche Tiefe und stimmige Atmosphäre zu gleichen Teilen unterzubringen. Deswegen konzentriert sich dieser Streifen nur halbwegs auf Emotionen und setzt auf brachiales Geschmoddere. Aus diesem Grund darf und sollte man hier auch kein Meisterwerk der Filmkunst erwarten. Denn am Ende bleibt ein reiner Spaßfilm (trotz Mangels an Humor) der zwischendurch gut unterhalten kann. Und weil mir die Art gefällt, die Inszenierung stabil geraten ist und es in Sachen Effekte wenig zu meckern gibt, bin ich gerne bereit unten stehende Punkte springen zu lassen. Wer aber wenig bis nix mit solchen Filmen am Hut hat sollte lieber einen Bogen um diese Ranch machen.

 

ses

8/10
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Kommentare

06.01.2022 17:04 Uhr - dicker Hund
1x
User-Level von dicker Hund 17
Erfahrungspunkte von dicker Hund 5.026
Einleuchtende Beschreibung eines soeben gekürten Sichtungsanwärters!

06.01.2022 17:48 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
User-Level von sonyericssohn 21
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 9.552
Danke dir Hund und viel Spaß bei einer möglichen Sichtung ! ;-)

06.01.2022 18:40 Uhr - CheesyAK47
1x
Dieser Titel ging komplett an mir vorbei. Deine Review nicht! Top verfasst und macht mir Lust auf den Film! Landet sofort auf der Watchlist.

06.01.2022 19:02 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
User-Level von sonyericssohn 21
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 9.552
Merci Cheesy ! Auch dir viel Vergnügen bei einer möglichen Sichtung.

08.01.2022 14:45 Uhr - Tommy83
1x
Toll geschrieben. Ich konnte ihn schon sehen. Wirklich Unterhaltsam und die Effekte sind gut gelungen. Bin mir sogar sicher Death Ranch wäre vor 10-15 Jahren höchsten mit einer Spio/Jk strafrechtlich ec. rausgekommen. Aber nur meine Meinung. Fest steht tolle Review

08.01.2022 23:26 Uhr - CheesyAK47
1x
Der Film war genau nach meinem Geschmack. Schöne, trashig—splattrige Unterhaltung zum Abschalten. Danke für den Tipp... wenn du noch eine Empfehlung dieser Art hast würde ich mich freuen.

09.01.2022 07:34 Uhr - sonyericssohn
1x
Moderator
User-Level von sonyericssohn 21
Erfahrungspunkte von sonyericssohn 9.552
08.01.2022 23:26 Uhr schrieb CheesyAK47
Der Film war genau nach meinem Geschmack. Schöne, trashig—splattrige Unterhaltung zum Abschalten. Danke für den Tipp... wenn du noch eine Empfehlung dieser Art hast würde ich mich freuen.


Na dann lag ich ned ganz so falsch ;-)

10.01.2022 23:32 Uhr - Stoi
08.01.2022 23:26 Uhr schrieb CheesyAK47
...Schöne, trashig—splattrige Unterhaltung zum Abschalten...

Trashing und splatterig ist richtig, aber eher zum Ausschalten. Ein echt dämlicher Plot, voherehbar und schon fast langweilig.

Spoiler:
Die Gruppe der Klan-Bösewichter war ein Haufen Volltrottel, die dramaturgisch immer schön nacheinander die Szene betreten haben, damit die ""Helden" sie auch der Reihe nach abmurksen können.
Spoiler Ende.

Das Drehbuch wirkte, als ob der Autor das Skript beim Stuhlgang zwischen Tageschau und Wetterkarte verfasst hat. Nur weil die Gore-Effekte nicht diletantisch waren, macht das noch keinen guten Horrorfilm. Das ist definitiv eine Gurke.

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